










>>>
Ein bisschen Zensur auf dem Ethikrat-Online-Diskurs "Intersexualität"
(I)
>>>
Zensur 2.0 - Ethikrat löscht Kommentar von ETEKAR (II)
>>>
Meinungsäusserung à la Ethikrat: Verstümmelungen akzeptieren oder Maul halten
(III)
>>>
Dokumentation der Zensur auf dem Ethikrat-Online-"Diskurs" (Stand 19.7.11)
(IV)

Zum Beispiel Prof. Dr. Hans Christian Naujoks –
deutscher Genitalabschneider mit "lückenloser" Karriere und
Wirkung
>>>
Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org 19.07.2011
>>> Dementi Deutscher Ethikrat (19.7.11)
a) vor 1945:
1925 Privatdozent Universität Königsberg
1925 Buchpublikation: "Das Problem der temporären Sterilisierung der
Frau"
1926 Oberarzt Philipps-Universität Marburg
1929 außerordentlicher Professor Philipps-Universität Marburg
1933 Mitglied NSDAP, Mitglied SA, Fördermitglied SS, usw.
1933 Publikation: "Operative und hormonale Therapie bei Hermaphroditismus
verus", in: "Archiv für Gynäkologie" Nr. 1156/1-2, S.
93-99
1934 Publikation: "Über echte Zwitterbildung beim
Menschen und ihre Beeinflussung", in: "Zeitschrift für Geburtshülfe und
Gynäkologie" Nr. 109/2, S. 135-161
1934 historische erste "rassistisch motivierte" kosmetische Genitalamputation
an "intersexuellem Menschen" in Deutschland, kombiniert mit experimenteller
hormoneller Fertilisierungsbehandlung
1934 ordentlicher Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe Universität Köln,
Leiter Uni-Frauenklinik
1934 Buchpublikation (zusammen mit Hans Werner Boeminghaus): "Die Technik der
Sterilisierung und Kastration"
1934 Mitarbeiter Rassenpolitisches Amt, Beteiligung an
Zwangssterilisationen
1936 Schriftleiter Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie (= die heutige
DGGG)
1939 Herausgeber "Geburtshilfe und Frauenheilkunde" (Publikation der Deutschen
Gesellschaft für Gynäkologie = die heutige DGGG)
(Quellen: vom Ethikrat zensurierte Kommentare von ETEKAR
Nr. 73 /
Nr. 98 /
Nr. 99 /
Nr. 129; Ernst Klee: "Deutsche Medizin im 3. Reich. Karrieren vor und nach
1945", S. 282)
Dementi des Deutschen Ethikrates (19.7.11):
"Verbindungslinie zur heute gängigen Praxis in der Bundesrepublik
unzulässig"
Probe aufs Exempel:
Prof. Dr. Hans Christian Naujoks – deutscher Genitalabschneider mit
"lückenloser" Karriere und Wirkung
b) nach 1945:
1945 Persilschein Nr. 1: "Er hat, wie viele Akademiker, einen hemmenden
Einfluß auf die radikalen Pläne und Wünsche gewisser Parteistellen und
Parteimitglieder ausgeübt"
1945 Ordinarius Universität Marburg
1946 Persilschein Nr. 2: "Die Kölner Medizinische Fakultät hat im 3. Reich
die alte akademische Tradition vollkommen aufrecht erhalten und nur nach
sachlichen Gesichtspunkten gehandelt"
1947 Ordinarius Universität Frankfurt a.M.
1956 Präsident Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie (= die heutige DGGG)
1957 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik
Deutschland
1959 Der Genitalamputierer stirbt, seine "Errungenschaft" lebt
weiter: Bis in die 1980er Jahre werden in allen Kliniken, in denen
Naujoks "wirkte", wehrlose Zwitterkinder genitalamputiert – "modernere"
Genitalverstümmelungen an wehrlosen Kindern mit "auffälligen" Genitalien sind
in ganz Deutschland in Kinderkliniken auch heute noch tägliche Realität
1996 ehrende Erwähnung von Naujoks historischer erster
Genitalamputation an einem "Intersexuellen" von 1934 in der Dissertation
von Dominik Leitsch: "Die Intersexualität, Diagnostik und Therapie aus
kinderchirurgischer Sicht" (Universität Köln)
2006 Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) übernimmt
die
AWMF-Leitlinie 043/029 "Störungen der sexuellen Differenzierung" (niedrigste
Evidenzstufe S1), die ungebrochen Genitalverstümmelungen an "gestörten"
Kleinkindern propagiert
2011 zensuriert der Deutsche Ethikrat auf re-traumatisierende Art und Weise
sämtliche Hinweise auf Naujoks Karriere und Wirkung in sämtlichen Kommentaren
von ETEKAR, eine Betroffene der von Naujoks 1934 in Deutschland eingeführten
"rassistischen Intersex-Behandlungsmethode"
(Quellen: vom Ethikrat zensurierte Kommentare von ETEKAR
Nr. 73 /
Nr. 98 /
Nr. 99 /
Nr. 129; Ernst Klee: "Deutsche Medizin im 3. Reich. Karrieren vor und nach
1945", S. 282 u. 318f.)
Dementi des Deutschen Ethikrates (19.7.11):
"bislang kein registrierter Nutzer und schon gar keine „Benutzergruppe“
ausgeschlossen"
Kommentare von Nutzer_innen dazu:
"Es gibt wohl nur wenige Menschen, die überhaupt nach solchen
(Gewalt)Erfahrungen und nachdem man ihnen ständig das Selbstwertgefühl genommen
hat, noch zu sich selbst stehen können. Geschweige denn [...] mit
Selbstbewusstsein, Humor und Fantasie die Rolle auf sich nehmen, in der
Gesellschaft das Schweigen sichtbar und als Erste zu durchbrechen… [...] Zum
Sichtbarer werden gehört auch, dass die stille Scham erst in Wut umschlagen
kann. [...]" (Kommentar
Nr. 284 von Simon Zobel, 15.7.2011)
"Wenn Sie Betroffene, dies sind die Einzigen, die wirklich Bescheid
wissen, in den Hintergrund drängen und ihnen nicht genügend zuhören, machen sie
den entscheidenden Fehler! [...] Analog zum Thema Mißbrauch bei Kindern hat man
leider den Eindruck, dass bei allen Beteuerungen die körperlich geschädigten
Betroffenen nicht im Vordergrund stehen! [...] Die Betroffenen (statt
Professoren und Ärzten) in den Mittelpunkt zu stellen, das würde ich als
ethisch geboten ansehen." (Kommentar
Nr. 288 von ab, 16.7.2011)
"Es wird nichts nutzen, wenn hier wütende und verzweifelte Postings zu
löschen, denn es sind viele Menschen auf dem Weg und werden die Wahrheit
aufarbeiten. Ich bitte den Ehtikrat die Forderung nach der Aufarbeitung der
Wahrheit über die den Irrweg, den die Bundesrepublik hier zugelassen hat, zu
beenden." (Kommentar
Nr. 289 von Lucie G. Veith, 16.7.2011)
Dementi des Deutschen Ethikrates (19.7.11): "Auf
der Seite des Online-Diskurs’ finden keine willkürlichen Ausschlüsse und auch
keine Zensur statt."
Proben aufs Exempel:
a) Willkür:
Beispiel 1:
3x protestierte Daniela "Nella" Truffer dagegen, dass mit ETEKAR eine
Betroffene von Genitalverstümmelung im Kleinkindalter, die laut sagte, was
viele andere nur verschämt denken, im Ethikrat-Online-"Diskurs" als
"Benutzer zweiter Klasse" gedemütigt und ETEKAR das direkte
Kommentieren verweigert wurde, und beantragte, aus Solidarität mit ETEKAR
ebenfalls das Recht auf direktes Kommentieren entzogen zu bekommen (Kommentar
Nr. 223 vom 8.7.11 /
Kommentar Nr. 227 vom 9.7.11 /
Kommentar Nr. 228 vom 9.7.11).
Die Ethikrats-Redaktion entgegnete darauf, dies sei nicht möglich, "da Sie
nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen haben". (Kommentar
Nr. 232 vom 9.7.11)
Als Daniela "Nella" Truffer dieselbe Forderung mit identischem Wortlaut
"Benutzer zweiter Klasse" ein 4. Mal stellte (Kommentar
Nr. 236 vom 10.7.11), nimmt die Ethikrat-Redaktion dies als Anlass,
ihr genau dieselben Worte ab sofort rückwirkend als
"wiederholter Verstoß gegen die Allgemeinen
Nutzungsbedingungen" vorzuwerfen sowie als
"beleidigend" (Kommentar
Nr. 247 vom 11.7.11). Klassischer geht's wohl kaum ... Dass die Redaktion
obendrein mit dieser Floskel eine rückwirkende Löschung praktisch aller
Kommentare der betreffenden Nutzer_innen ankündigt, hat sie bekanntlich schon
am Beispiel ETEKARs vorexerziert.
Beispiel 2:
Anmerkung der Redaktion des Deutschen Ethikrates vom 11.7.11: "Sollten
weitere Fragen zum redaktionellen Vorgehen bestehen, bitten wir diese an die
Redaktion persönlich zu schicken."
Dementi Deutscher Ethikrat vom 19.7.11: "Auf weitere Nachrichten des
Nutzers an die Redaktion wurde seither nicht mehr reagiert." Öhm, ausser
natürlich mit umgehender
Löschung praktisch aller Kommentare ...
Beispiel 3:
Dementi-Lüge Deutscher Ethikrat, 19.7.11: "Der Nutzer
selbst hat [...] mitgeteilt, dass er sich nicht weiter am Dialog beteiligen
wollte und dies auch im Online-Diskurs durch einen entsprechenden Kommentar
dokumentiert."
Tatsächlich wehrte sich ETEKAR in ihrem
letzten Kommentar Nr. 218 auf dem Ethikrat-"Diskurs" explizit gegen die
(Vor-)Zensur durch den Ethikrat. Und in ihrem zweitletzten, vom Ethikrat
spurlos
zensierten Kommentar Nr. 217 wehrte sie sich ebenfalls gegen das Unrecht,
von der Ethikrat-Redaktion "als Kind" behandelt zu werden.
In mehreren diesem Blog vorliegenden Mails an den Ethikrat (= die vom Ethikrat
"unbeantwortet" gebliebenen "Nachrichten" aus obigem Beispiel
2) beschwerte sich ETEKAR wiederholt gegen die Zensur, monierte explizit die
Missachtung ihres Rechts auf freie Meinungsäusserung und verlangte jedes Mal
ihr gutes Recht auf zensurfreies, ungehindertes kommentieren. (Worauf der
Ethikrat ungehend rückwirkend praktisch alle Kommentare von ETEKAR löschte.)
Dass der Ethikrat öffentlich das Gegenteil behauptet im Wissen, dass seine
Lügen dank Zensur und mangelnder Quellenangabe im Dunkeln bleiben, sagt wohl
alles ...
Beispiel 4:
"@Redaktion : [...] Es steht Ihnen nicht zu bei intersexuellen
Genitalien von Fehlbildungen zu sprechen. Sie disqualifizieren sich als
neutrale Vermittler. So geht es nicht! [...] Wenn Sie wert auf einen Dialog
legen, sollten Sie ihre Vorgehensweise dringend überdenken. Sie müssen sich
nicht wundern, wenn hier die Menschen nicht mehr schreiben mögen."
(Kommentar
Nr. 258 von Lucie G. Veith, 12.7.2011)
b) Zensur:
Beispiel 1:
Am 14.7.11 vom Ethikrat zensurierter Hinweis auf Beschreibung des
"intersexuellen Konstitutionstypus" im "Lehrbuch der Frauenheilkunde"
(Wilhelm Weibel, 7. Aufl., Berlin/Wien 1944 S. 647f.):
“Der Intersex-Typus ( M a n n w e i b , S c
h i z o i d ) (Abb. 863) ist körperlich und psychisch ausgedrückt. Es
kommen auch sexuelle Zwischenstufen vor, wobei feminine Zeichen nur schwach
ausgebildet sind. Die Behaarung ist übermäßig und atypisch, die Züge sind
männlich, die Stimme ist tief. Die Pubertät tritt verzögert auf, es besteht
Frigidität und eine herabgesetzte Fruchtbarkeit bei Hypoplasie der Keimdrüsen
und Hyperfunktion der Hypophyse, manchmal ein eunuchoider Hochwuchs, ferner
Störungen in der Funktion der Thyreoidea. Häufig wird Dysmenorrhöe
beobachtet”
(Quelle: Zensurierter Kommentar Nr. 129 von ETEKAR, 24.6.11)
Beispiele 2-17:
>>> Dokumentation
der Zensur auf dem Ethikrat-Online-"Diskurs" (Stand 19.7.11)
Sonst noch Fragen?
>>>
Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org 19.7.11
>>> Dementi Deutscher Ethikrat
>>>
Ein bisschen Zensur auf dem Ethikrat-Online-Diskurs "Intersexualität"
(I)
>>>
Zensur 2.0 - Ethikrat löscht Kommentar von ETEKAR (II)
>>>
Meinungsäusserung à la Ethikrat: Verstümmelungen akzeptieren oder Maul halten
(III)
>>>
Dokumentation der Zensur auf dem Ethikrat-Online-"Diskurs" (Stand 19.7.11)
(IV)
>>>
Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken – eine Genealogie der Täter
>>> 150 Jahre
Menschenversuche ohne Ethik und Gewissen
>>>
Genitalverstümmelungen im Kinderspital: Fakten und
Zahlen
Siehe auch:
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Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
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Wie das "Netzwerk Intersexualität/DSD" seine Versprechen bricht
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Zwitter-Genitalverstümmelungen: Diskriminierung oder Verbrechen?
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"Medizinische Intervention als Folter" - Michel Reiter 30.6.2000