Na bitte, geht doch auch ohne: Positivbeispiel für eine Nicht-Vereinnahmende Sicht auf "Intersexualität" aus den Blickwinkeln Dekonstruktivismus und Transsexualität (aus einer Dissertation 2008):

Den entscheidenden Impuls  für die transsexuelle Praxis, für die vermehrte Durchführung von Geschlechtsumwandlungen, gab jedoch ein neues medizinisches Forschungsinteresse an der Entwicklung der Geschlechtsidentität im Verhältnis zu den somatischen Geschlechtsmerkmalen und zum Erziehungsgeschlecht. Ausgangspunkt dieser Forschungen in den 1950er Jahren waren Intersexuelle. [...]

Die Intersexualitätsforschung von Money und seinen MitarbeiterInnen bildete die Wurzel der medizinischen Konstruktion der Geschlechtsidentität als einer nicht von den physischen Geschlechtsmerkmalen determinierten Größe. [...] Die Konstruktion einer frühkindlich fixierten gegengeschlechtlichen Identität basierte weniger auf klinischer Evidenz denn auf dem ärztlichen Willen, eine zwangsläufige Entwicklung zu diagnostizieren, um einschneidende Eingriffe zu legitimieren (10.1)

Volker Weiss: "Eine weibliche Seele im männlichen Körper" - Archäologie einer Metapher als Kritik der medizinischen Konstruktion der Transsexualität, S. 239
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