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"Transgender und Intersexuelle sind insofern veschieden von schwulen, lesbischen und bisexuellen Gemeinschaften, dass T und I gewöhnlich medizinische Eingriffe benötigen ..."

Bei LGBT "mitgemeint" und die Folgen a.k.a. trans = inter ??!! Teil 8'735'291'732 a.k.a. "neue Erkenntnisse" aus (ausgerechnet) Australien zum Thema "Der Sinn hinter der GLBTQI Buchstabensuppe" (englischer Original-Artikel auf starobserver.com.au):

"Transsgender und Intersexuelle sind insofern veschieden von schwulen, lesbischen und bisexuellen Gemeinschaften, dass T und I gewöhnlich medizinische Eingriffe benötigen, die wiederum eine Reihe von Türhütern erfordern, die Geschlechtsidentität entsprechend den medizinischen und juristischen Begriffen definieren", erklärte eine Sprecherin des Gender Zentrums.

Kommentar: Gegenseitige Solidarität wär ja ne feine Sache – Vereinnahmung hingegen stinkt ... Passt hervorragend auch zu den Bestrebungen auch in Deutschland, die Zwitter klammheimlich in die TSG-Reform a.k.a. "Transgendergesetz (TrGG)" zu integrieren (eins / zwei / drei)...

(Gefunden via Intersex-Feed)

Siehe auch:
- Australien erwägt 3. Geschlecht "Intersex" - für Transsexuelle und Transgender, nicht für Zwitter
- Dem OP-Tisch ist es egal, ob du Zwitter bist oder Trans - Dir wenn du draufgeschnallt wirst nicht!

Comments

1. On Friday 13 February 2009, 01:43 by Kim

Fairerhalber wäre es doch schön, wenn hier einmal auf folgendes hingewiesen würde:

"Recommendations for Infants & Children

Why this document?

The current model of treatment for intersexual infants and children, established in the 1950's, asserts that since the human species is sexually dimorphic, all humans must appear to be either exclusively male or female, and that children with visibly intersexual anatomy cannot develop into healthy adults. The model therefore recommends emergency sex assignment and reinforcement in the sex of assignment with early genital surgery. It also encourages care providers to be less than honest with parents and with intersexuals about their true status.

As a growing number of us who are intersexual have shared our experiences with each other, we have reached the conclusion that, for most of us, this management model has led to profoundly harmful sorts of medical intervention and to neglect of badly needed emotional support. Our intersexuality–our status as individuals who are neither typical males nor typical females is not beneficially altered by such treatment. Instead, it is pushed out of the view of parents and care providers. This "conspiracy of silence" – the policy of pretending that our intersexuality has been medically eliminated – in fact simply exacerbates the predicament of the intersexual adolescent or young adult who knows that s ⁄ he is different, whose genitals have often been mutilated by "reconstructive" surgery, whose sexual functioning has been severely impaired, and whose treatment history has made clear that acknowledgment or discussion of our intersexuality violates a cultural and a family taboo.

A new model of treatment

Based on discussions with dozens of adult intersexuals, we are prepared to recommend a new paradigm for the management of intersexual children. Our model is based upon avoidance of harmful or unnecessary surgery, qualified professional mental health care for the intersexual child and his ⁄ her family, and empowering the intersexual to understand his ⁄ her own status and to choose (or reject) any medical intervention.

Avoid Surgery

First and foremost, we recommend avoidance of harmful or unnecessary genital surgery on infants and children. No surgery should be performed unless it is absolutely necessary for the physical health and comfort of the intersexual child. We believe any surgery that does not meet these criteria to be essentially elective cosmetic surgery which should be deferred until the intersexual child is able to understand the risks and benefits of the proposed surgery and is able to provide appropriately informed consent.

Examples of such cosmetic surgery to be avoided are plastic repair of first degree epispadias or hypospadias (minor displacement of urethral meatus), vaginoplasty, clitoral reduction or recession, and clitorectomy. Examples of conditions which would appear to justify early surgery are severe second or third degree hypospadias (with extensive exposed mucosal tissue vulnerable to infection), chordee (extensive enough to cause pain), bladder exstrophy, and imperforate anus."

Wie war das?

"empowering the intersexual to understand his ⁄ her own status and to choose (or reject) any medical intervention."

Man könnte sicht jetzt am his/her stören, aber wenn ich das richtig verstanden habe, heisst choose "auswählen" und "reject" ablehnen. Oder? Ich will mich ja nicht unbedingt einmischen, aber neugierig war ich schon, wofür dieses "Gender Zentrum" eintritt...

http://www.gendercentre.org.au/infa...

2. On Friday 13 February 2009, 18:29 by seelenlos

hallo kim

danke für den interessanten hinweis auf die page.

tja, nun haben wirs also endlich schwarz auf weiss, woher all die kritik an den zwangsoperationen an zwittern und der ruf nach einem "neuen paradigma" eigentlich genau herkommen – nämlich aus dem "gender zentrum" in australien ... ;-)

zudem, dass du dich irgendwo "einmischen" würdest, ausser natürlich "fairerhalber" wenn irgendwo kritik an vereinnahmung laut wird – ich glaub auf dem ganzen internet hätte nie jemand sowas auch nur zu denken gewagt ... ;-)

ironie beiseite, auch wenn das von dir eingebrachte statement tatsächlich einiges besser klingt als die ursprünglich kritisierte pressemeldung: wir wissen hier wohl alle, dass die kritik an den zwangsops etc. und der ruf nach einem "neuen paradigma" ursprünglich wohl eher von suzanne kessler, isna und diamond/kipnis stammt. dass die "genderfraktion" das aus ideologischen gründen gerne auslässt oder gleich für sich selber reklamiert, ist bekanntlich ebenfalls nix neues (und wird sich auch künftig öfters mal wieder bestätigen). ein schelm, der dabei an "vereinnahmung" denkt ...

ausserdem, was ist der nutzen von schönen theoriepapers auf der homepage des "gender zentrums", wenn sie gleichzeitig mit bestimmt grösserer reichweite in den medien stuss wie den obigen rauslassen, noch dazu im namen der aufklärung betreffend worum es sich bei "i" wirklich handelt? (mal abgesehen von wenig überraschenden versuchen, berechtigte kritik am stuss unter hinweis darauf ohne inhaltliches eintreten kurzerhand abwürgen zu wollen?)

3. On Sunday 15 February 2009, 23:00 by Keinzwitter

Wusstet ihr eigentlich, dass die „Standards of Care“ die Behandlung von Intersexuellen als Transsexuelle erlauben? Sie sind schon längst im TSG.

-

„Zur Diagnose der Transsexualität müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
Eine tiefgreifende und dauerhafte gegengeschlechtliche Identifikation;
Ein anhaltendes Unbehagen bzgl. der biologischen Geschlechtszugehörigkeit bzw. ein Gefühl der Inadäquatheit in der entsprechenden Geschlechtsrolle;
Ein klinisch relevanter Leidensdruck und/oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionen.

Diese Kriterien entsprechen weitestgehend jenen, die in den international gebräuchlichen Klassifikationssystemen der Krankheiten (DSM-IV, ICD-10) genannt werden. Im Unterschied zu diesen Klassifikationssystemen wird jedoch ein intersexuelles Syndrom nicht zwingend als Ausschlußkriterium betrachtet. Allerdings sollte in derartigen Fällen geprüft werden, ob anstelle des Transsexuellengesetzes (TSG) die Regelung des § 47 Personenstandsgesetz ("Irrtümliche Geschlechtsfeststellung zum Zeitpunkt der Geburt") anzuwenden ist.

-

Ob. Also wird die Behandlung bei welcher Begründung gegen § 47 auch immer, über das TSG geführt werden.

4. On Monday 16 February 2009, 00:46 by seelenlos

danke für den hinweis. ja, das problem ist praktisch allen zwittern, die später als erwachsene ihren personenstand ändern wollen, nur zu bekannt. (und dass im vergleich zur restbevölkerung überdurchschnittlich viele zwitter dies tun, wird auch von sexologen etc. immer wieder salopp in nebensätzen bestätigt.) und erst recht wenn die personenstandänderung mit medizinische leistungen gekoppelt ist, stellen sich amtsgericht und medizyner / krankenkasse regelmässig quer und versuchen alles, um die zwitter ins tsg zu zwängen und eine änderung nach §47 zu vermeiden. aus für sie guten gründen: da transsexualität immer noch als geisteskrankheit definiert ist, können so frühere pfusche auf der psycho-schiene aus der welt geschafft und schadenersatzansprüche torpediert werden. amtgericht und mdk schieben dabei die antragsteller_innen in bewährter bürokratentaktik unendlich zwischen sich hin und her, um sie zu zermürben und zum einlenken in die änderung nach dem tsg zu zwingen, auch wenn der fall nach §47 sonnenklar und belegt ist.

auch bei christiane völling wurde so vorgegangen: http://blog.zwischengeschlecht.info... wohl erst der presserummel um ihren sieg vor dem landgericht brachte das für die personenstandänderung zuständige amtsgericht zum einlenken: http://blog.zwischengeschlecht.info...

auch aus diesen gründen ist es nochmals wichtig, zwitter und transsexuelle in der öffentlichen debatte jeweils trennscharf zu behandeln, statt die unterschiede zu verwischen und die zwitter in die tsg-reform hineinzwingen zu wollen.

eine reform des tatsächlich unsäglichen tsg zu gunsten der transsexuellen (jedoch ohne hineinzwängen der zwitter) hat nicht zuletzt wegen der obigen problematik die solidarität vieler zwitter und auch dieses blogs.

5. On Wednesday 18 February 2009, 21:57 by Bad Hair Days

> dass die kritik an den zwangsops etc. und der ruf nach einem "neuen paradigma" ursprünglich wohl eher von suzanne kessler, isna und diamond/kipnis stammt

So wie ich dass von den Kritikern bei der OII in letzter Zeit verstanden habe, war die ISNA wohl nur gegen eine Form der ZwangsOP, der optisch feminisierenden. Und dann auch noch ganz gross am DSD Debakel beteiligt, dass die perfekte Grundlage legt, die vom CAMH/Northwestern weiterhin als psychosexuelle Störung beurteilte GID bei Intersexuellen hineinzuzwängen, die den Erwartungen des genetischen Grundlagen nicht entsprechen - also eine Verhinderung von Klagen Zwangsop-Betroffener über die TS Diagnose.

Solange diese Basis nicht Angegriffen wird ist die Gefahr für TS und IS gleichermassen gross, was der Hauptgrund sein dürfte, warum die OII sich zur Zeit auch Problemem aus dieser Ecke verstärkt widmet, auch wenn sie auf den ersten Blick "nur" Transsexuelle betreffen.

6. On Thursday 19 February 2009, 14:45 by seelenlos

sarah, bring mir ein belege, dass isna "nur gegen eine Form der ZwangsOP, der optisch feminisierenden" war bzw. vermännlichende ops befürwortet, dann diskutieren wir darüber weiter. nach allem, was ich weiss, stimmt das so nicht. unterstellungen einfach weiterkolportieren macht sie nicht zu fakten, und solange ich keine solchen sehe, versehe ich curtis' "privatkrieg" gegen isna/chase/dreger weiterhin mit einem fetten fragezeichen.

ebenso, dass oii sich praktisch ausschliesslich mit genderfragen auseinandersetzt und meines wissens nach noch nie etwas konkretes gegen zwangsops unternommen hat (ausser wo curtis sich bezeichnenderweise mit fremden federn schmückt, wenn er z.b. unsere demos in genf kurzerhand für oii annektiert). in die gleiche kategorie fällt für mich auch, dass er zwar (zu recht) z.b. bailey wiederholt kritisiert, während gleichzeitig der meines wissens nach für zwangsops an zwittern zur zeit hauptverantwortliche meyer-bahlburg bei oii stets unter dem radar bleibt.

für mich wenig verwunderlich, dass hauptsächlich an genderfragen hauptinteressierte, transsexuelle, lgb usw. immer mal wieder mit oii winken, menschen, die sich hauptsächlich und konkret gegen zwangsops an zwittern einsetzen, hingegen kaum.

dsd (bzw. das wort disorder) halte auch ich für ein eigentor -- nur, wer wirklich gegen zwangsops kämpft, riskiert auch, fehler zu machen oder mal zu unterliegen -- nur wer abseits steht und nix tut, kann das (scheinbar) für sich von vornherein ausschliessen (und dann umso kräftiger mit dem finger auf andere zeigen) ...

ausserdem gabs diese diskussion hier auf diesem blog schon mal -- wie jede_r, der irgendwelche kritik an curtis wagt, wurde auch ich sogleich persönlich angegriffen, eine antwort oder gar belege blieb curtis einmal mehr prompt schuldig ... http://blog.zwischengeschlecht.info...

7. On Thursday 19 February 2009, 18:10 by Keinzwitter

Die Position des OII

„“““„In IVIM´s Definition fällt jeder Mensch unter den Begriff Intergeschlechtlichkeit, der mit einem Körper geboren wurde, der dem typischen Standard und Normen von Mann und Frau nicht entspricht.“““““

schließt nunmal alle intersexuellen Menschen mit ein, wo gegen mir sonst keine Vereinigung bekannt wäre die so klare aber auch sinnvoll weite Grenzen zieht.

Und wenn einige Transsexuelle(per rechtlicher Abhandlung) oder Queers eben nicht diesem typischen Standard (von Geburt oder Pubertät an) entsprechen oder entsprochen haben bis zu einer unfreiwilligen Vereindeutigung, ist es denke ich verständlich wenn sich manche auch, oder nur als intersexuell verstehen.

Problematisch wird es natürlich bei diesen Alter/Armani Geschichten.
Die passen dann wieder Transsexuellengutachtern wie DSD-Medizinern super ins Konzept, egal ob Wahrheit dahinter steckt oder nicht.

8. On Thursday 19 February 2009, 21:35 by seelenlos

wenn von menschen, die einer "unfreiwilligen Vereindeutigung" unterzogen wurden, "sich manche auch, oder nur als intersexuell verstehen", so passt das sogar problemlos auch in meine persönliche definition.

doch jenseits der theoretischen definitionsebene, wo mensch m.e. problemlos verschiedener meinung sein kann und sich auch argumentativ darüber auseinandersetzen kann (bzw. könnte): wer arbeitet z.b. im tgnb mit katrin alters dgti zusammen und hat meines wissens nach noch nie inhaltlich zu alters/armanis behauptungen stellung bezogen? und schliesst andrerseits aktuell andersdenkende zwitter von den eigenen veranstaltungen prinzipiell aus?

(ausserdem, meine persönliche meinung: ohne die vereinnahmungskritik auf diesem blog gäbs ivim gar nicht, sondern weiterhin nur triq, transintergendersex, tgnb & co.)

9. On Sunday 22 February 2009, 12:06 by Bad Hair Days

Hallo Seelenlos.

Danke für die Hinweise. Da habe ich einiges zu Recherchieren (gut das der Tag 24h hat und es dann ja noch die Nacht gibt ;-) ). Auf der Seite der dgti wahr ich schon seit Jahren nicht mehr, weis aber nicht warum, irgendwas auf der Seite hatte damals ein "Gschmäckle" für mich. In den letzten Jahren habe ich meine Informationen fast alle aus dem englischsprachigen Bereich bezogen.

Gruss, Sarah

10. On Tuesday 24 February 2009, 18:10 by Bad Hair Days

Hallo Seelenlos, Hallo Keinzwitter

Nachdem ich jetzt auf der Seite der DGTI war weis ich wieder, wo das Gschmäckle her kommt. Zu wenig Kritik an der Behandlung, da wo sinnvolle Forschung betrieben wird, wird sich sogar noch dagegen ausgesprochen, und dass der Entwurf für die Erneuerung des TSG mir nicht gefällt, dürftet ihr ja bereits erahnen.

Bei einem Gesetz wie diesem, dass gerade mal nach ein paar Jahrzehnten mit viel Mühe mal zur Erneuerung vorgeschlagen wird, darf man keine Kompromisse eingehen.

Ich denke die Forderungen sollten so lauten:
- 3. Geschlechtseintrag "Undefiniert" möglich a la Australien (Und ja, bitte auch für TG)
- Die Passagen dahingehend angepasst, die sich im Vorschlag befinden und IS betreffen entsprechend anpassen und als eigenes IS Gesetz veröffentlichen
- Gender Recognition Act a la GB (evt. mit Therapeutischem / Ärztlichen Empfehlungsschreiben ohne 3 Jahre nachgewiesener öffentlicher Benutzung der Identität, wie in GB vorgeschrieben)

Solche Forderungen sollten nicht ganz unmöglich sein, schliesslich kann man ja schon auf entsprechende Initiativen oder "Acts" verweisen.

In diesem Sinne bräuchte es ein TSG dann auch nicht mehr, und ein IS Gesetz auch nur, um die Selbstherrlichkeit der Ärztekaste in Hinsicht Menschenrecht zu durchbrechen.

Gruss, Sarah