Nach dem Positivbeispiel für eine gelungene "XXY"-Rezension aus "zeitzeichen" leider wieder ein aktuelles Negativ-Beispiel aus der "WochenZeitung" unter dem Titel "Filmen im Dazwischen" (in der Print-Version zudem prominent mit einem Szenenfoto aus "XXY" aufgemacht). Martin Büsser, der es eigentlich besser wissen könnte, sieht krampfhaft alles nur durch die Queer-Brille und behauptet allen Ernstes, das zentrale Thema von "Intersexualität" bzw. "XXY" drehe sich um "sexuelle Identität":

Die Regisseurin nutzt das Motiv der Intersexualität, um weit über herkömmliche queere Filme hinaus klarzumachen, dass es auch ein Recht auf offene sexuelle Identität gibt, die weder an ein binäres Geschlechtermodell noch an Zuweisungen wie «schwul/lesbisch» oder «bi» gebunden sein muss.

Dass es – was im Film "XXY" übrigens sehr wohl thematisiert wird – für "Intersexuelle" hauptsächlich eher um banale Dinge gehen könnte wie z.B. um die Durchsetzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit (für Büsser, Queer & Co. wohl ein zu selbstverständliches Privileg, um sich erst damit aufzuhalten) als um "sexuelle Identität" (im BRD Amts-Sprachgebrauch letztlich synonym mit "sexuelle Orientierung") scheint sich in queeren Kreisen nach wie vor noch nicht herumgesprochen zu haben – wozu auch? Hauptsache, die "Intersexuellen" werden weiter "[ge/be]nutzt" um "als Ratschlag an das queere Kino" die Entwicklung des "New Queer Cinema" erfolgreich voranzutreiben ... Wie's den realen Zwittern dabei ergeht – wen interessiert das schon?

Prädikat: Setzen, 6, nachsitzen!

Siehe auch:
- "Intersexualität" = sexuelle Orientierung??! 
-  
- "Intersexualität" = "sexuelle Identität und Lebensweise"??! – Grüne VereinnahmerInnen immer noch nichts gelernt