»Die meisten Fälle sind medizinisch keine Notfälle« Professor Olaf Hiort, Kinder- und Jugendarzt am Universitätsklinikum Lübeck(Apotheken-Umschau, 1.6.11)

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Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!Wie oft chirurgische Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) in deutschen Kinderkliniken durchgeführt werden, gehört zu den bestgehütetsten Medizynergeheimnissen.

Organisationen überlebender Zwitter rechnen mit kosmetischen Genitaloperationen in Kinderspitälern an weit über jedem 1000. Kind bzw. mit gegen 100'000 Opfern von meist mehrfachen, medizinisch nicht notwendigen, nicht-eingewilligten GenitalOPs allein in der Bundesrepublik.

58% aller Kinder von 0-3 Jahren sind zwangsoperiert. 87% aller Kinder von 4-12 Jahren sind zwangsoperiert. 91% aller Jugendlichen sind zwangsoperiert. 90% aller Erwachsenen sind zwangsoperiert. (BMBF-Studie mit 434 Proband_innen, 2009)
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Internationale BMBF-Studie mit 434 Proband_innen (2009)

Wie die Medizyner (siehe Abbildung oben) selber zugeben, werden HEUTE NOCH Kinder mit "auffälligen" Geschlechtsmerkmalen durchscnittlich gleich mehrfach zwangsoperiert. Auf den erste, gerne als "einzeitig" verkauften Eingriff im Kleinkindesalter folgen später mit unschöner Regelmässigkeit "Nachbesserungen".

Bereits Säuglinge werden HEUTE NOCH unverändert zu fast 60% genital zwangsoperiert. Kinder sowie Jugendliche und Erwachsene sind dann zu 87%-91% (!!!) genital zwangsoperiert, von den Erwachsenen mehr als die Hälfte der Zwangsoperierten mehrfach, davon wiederum die Hälfte mindestens dreifach!

Oberhalb von >2 wird wohlweislich nicht mehr weiter aufgeschlüsselt: Oft muss nämlich mehr als ein Dutzend Mal "nachgebessert" werden, Selbsthilfegruppen berichten von Überlebenden, die als Kind 16 Zwangsoperationen durchmachen mussten!

Zwitterorganisationen gehen deshalb aus von fünf chirurgischen Genitalverstümmelungen JEDEN TAG in den USA, einer Verstümmelung JEDEN TAG in Deutschland und JE einer Verstümmelung JEDE WOCHE in Österreich und in der Schweiz.

Die Zwangsoperateure ihrerseits nennen ziemlich verschiedene Zahlen – je nach Bedarf:

• Wo die Medizyner für kosmetische GenitalOPs neue "PatientInnen" suchen, trifft's laut Lehrbuch jedes 1000. Neugeborene. Entsprechend werden Zahlen genannt von "80'000 bis 120'000 Intersexuellen" in Deutschland.

• Bei kritischen Fragen zu den Folgen der Genitalverstümmelungen sind's andrerseits plötzlich nur noch 1:5000–1:10'000 "schwere Fälle" bzw. "8.000 bis 10.000 Intersexuelle" in Deutschland; diese Zahlen gab auch die Bundesregierung zu Protokoll, unter Berufung auf die Zwangsoperateure & Co. des bundesfinanzierten "Netzwerk Intersexualität/DSD" (heute "EuroDSD").

Netzwerk DSD/Intersexualität und EuroDSD-Chef Prof. Dr. Olaf HiortAuch in einem ZDF-Interview vom 4.11.09 bei "Abenteuer Forschung" gab folgerichtig  >>> "EuroDSD"-Chef Olaf Hiort zu Protokoll:

[...] Leichtere Fehlbildungen des Genitale sind relativ häufig, da mit dem Überleben des Menschen vereinbar. Hierzu gehört zum Beispiel die Hypospadie, eine Fehlöffnung der Harnröhre beim Jungen. Eine schwerwiegendere Abweichung der Geschlechtsentwicklung ist seltener und kommt wahrscheinlich auf etwa 1:5000 bis 1:10.000 Geburten vor. [...]"

Welche Zahlen genau unter "relativ häufig" für die "Leichtere[n] Fehlbildungen" zu verstehen sind, darüber schwiegt sich Prof. Dr. Hiort vornehm aus ...

Englischsprachige Urologen gehen allein für das von Hiort angegebene "Beispiel [...] Hypospadie" aus von Raten von "1:300", vgl. u.a. C. A. Sheldon und J. W. Duckett, Pediatric Clinics of North America, 34(5), S. 1559-72, oder Laurence S. Baskin und M. B. Ebbers, Journal of Pediatric Surgery 41(3), S. 463-67 (zitiert nach: Katrina Karkazis: "Fixing Sex", 2008, S. 143f).

Das aktuelle Medizynerhandbuch von 2008, "Kinderchirurgie. Basiswissen und Praxis", Hrsg. v. Martina Heinrich und Kathrin Schäfer, nennt für "Hypospadie" gar die lukrative Zahl von "zwischen 4,7 und 8 auf 1000 männliche Lebendgeburten" (S. 192) – d.h. von 1:212 bis 1:125 ...

Ausgeliefert!

Wie eine aktuelle Recherche in Baden-Württemberg einmal mehr bestätigt, werden noch 2010 auch bei den so genannten "Leichtere[n] Fehlbildungen" unverändert systematisch kosmetische GenitalOPs verordnet – an Kleinkindern, ohne medizinische Notwendigkeit, genau gleich wie bei den so genannten "schwerwiegendere[n] Abweichungen", und trotz erschreckender Komplikations- und "Nachbesserungs-OP"-Raten.

Bei den von den untersuchten Kinderkliniken öffentlich angepriesenen kosmetischen Genitaloperationen fand sich u.a. genau die von Olaf Hiort als stellvertretendes Beispiel erwähnte Diagnose "Hypospadie".

Dass "EuroDSD"-Chef Olaf Hiort selbst öffentlich zu Protokoll gibt, dass diese "leichteren" Verstümmelungen "relativ häufig" vorkommen, und die "schweren Fälle" dann noch dazu zu addieren sind, bestätigt einmal mehr:

Die häufig genannte Zahl von 1:2000 Opfern von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern ist eher noch tief gegriffen und schliesst nicht alle Genitalverstümmelungen ein, realistischer ist wohl mehr als 1:1000.

--> Zum Beispiel die Intersex Society of North America (ISNA) geht aufgrund von Analysen von Inzidenz-Statistiken davon aus, dass auf 1000 Geburten 1-2 Kinder kosmetisch genitaloperiert werden.)

Auch die Raten von 1 Verstümmelung JEDEN TAG in Deutschland, plus JE 1 Verstümmelung JEDE WOCHE in Österreich und in der Schweiz sind damit wohl eher zu niedrig angesetzt.

Und Kinderverstümmler-Chef Olaf Hiort fühlt sich sicher genug, das verklausuliert einmal mehr öffentlich herauszuposaunen.

Will's offiziell ja nach wie vor niemand gemerkt haben.

Wie lange noch?!

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Olaf Hiort: "Genitalverstümmelung der übliche Weg - wegen den Eltern"
>>> Olaf Hiort: "Erwachsene Betroffene haben kein Recht zu kritisieren"
>>> Olaf Hiort: "Genitalverstümmelungen durchaus im Interesse der Betroffenen"
>>> Olaf Hiort: "Keine Qualitätskontrollen bei Genitalverstümmelungen"

Genitalabschneider, wir kriegen euch! Zwangsoperateure, passt bloss auf!

Gonade um Gonade, Lustorgan um Lustorgan!

Siehe auch:
- alle Posts zu Olaf Hiort
- Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg  
- USA: Seriengenitalverstümmler Prof. Dr. Dix Phillip Poppas von Ethikerinnen geoutet
- "Verunsicherung und Ängste": Kommentare zur Kritik am "Netzwerk Intersexualität" / "Euro-DSD"
- Zwangsoperationen an Zwittern: Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen geschehen?
- Zwangsoperationen an Zwittern: Wie können die Täter gestoppt werden? 
- Anliegen an den Deutschen Ethikrat 23.6.10 
- Zwitter-Vereinnahmung im Bundestag: Business as usual (II)
- Kinderkliniken: € 8175,12 Reingewinn pro Genitalverstümmelung
- Komplizen der Zwangsoperateure inszenieren sich als "Zwitter-Schützer"
- Zwangsoperationen an Zwittern: Bundesregierung beugt Grundgesetz Art. 2 (Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit) 
- Weltweit größte Zwitter-Studie straft Bundesregierung Lügen! 
- Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: Gesetzgeber gefordert