>>> Nachträge

Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

Der Bayerische Rundfunk berichtete vom "Forum Bioethik" des Ethikrates am 23.6.10 in Berlin zum Thema "Intersexualität - Leben zwischen den Geschlechtern".

Nachtrag: Zudem hatte Dradio Wissen schon am 24.6.10 über die Diskussion berichtet (siehe auch unten).

Der gelungener Beitrag von Andrea Heinze im Bayerischen Rundfunk wurde gleich im Doppelpack ausgestrahlt.

Mit Interviewbeiträgen zu Wort kamen (in chronologischer Reihenfolge): Claudia Kreuzer, Hertha Richter-Appelt, Claudia Wiesemann (ohne Credit) und Lucie Veith.

Die ursprüngliche Anmoderation sowie der Eingangsbeitrag von Claudia Kreuzer wurden allerdings in der 2. Sendung durch eine neue Einleitung ersetzt. Beide Versionen sind online erhältlich, ebenso Ankündigung und eine etwas durchmischte Infoseite:

BR 25.6.10 --> 05:56-11:28
"Weder Frau noch Mann? Ethikrat diskutiert über Intersexualität"
>>> IQ - Wissenschaft und Forschung

(Ankündigung mit Downloadlink)
>>> mp3 zum runterladen oder anhören
(Mit zusätzlichem Eingangszitat von Claudia Kreuzer)

BR 27.6.10 --> 00:42-05:16
"Ethikrat diskutiert über Intersexualität"
>>> B5 aktuell - Aus Wissenschaft und Technik

(Beitrag zum live anhören mit neuer redaktioneller Einleitung)
>>> mp3 zum runterladen oder anhören

Weniger gelungen ist allerdings die zur IQ-Ethikrat-Sendung aufdatierte >>> Infopage zum Thema auf br-online. Zwar enthält sie viele gute Informationen, die noch vor 5 Jahren in Mainstreammedien so nicht Standard waren. Doch mit dem Zwischentitel "Grobe Fehler in der Vergangenheit" und dem darauf folgenden Abschnitt wird einmal mehr die Medizyner-Mär verbreitet, heute sei ja alles besser:

Wird heute ein Kind mit geschlechtlichen Besonderheiten geboren, hat es gute Chancen, menschenwürdig behandelt zu werden - sofern die Eltern an die richtigen Experten geraten.

Kein Wort davon, dass auch bei den empfohlenen "Netzwerk Intersexualität/DSD"- und "EuroDSD"-"ExpertInnen" medizinisch nicht notwendige Genitaloperationen an nicht zustimmungsfähigen Kindern nach wie vor die Regel sind!

Kein Wort, dass allein in Deutschland weiterhin JEDEN TAG mindestens 1 Kind irreversibel chirurgisch genitalverstümmelt wird!

Die Zwangsoperateure freut's ...

Nachtrag:

Für Dradio Wissen hatte Monika Ahrens schon am 24.6.10 berichtet. Im 8-minütigen Beitrag kamen Lucie Veith und Hertha Richter-Appelt zu Wort. 

dradio 24.6.10
"Biologie - Leben zwischen den Geschlechtern"
>>> Dradio Wissen - Kultur
(Seite zur Sendung inkl. Beitrag zum live anhören)
>>> mp3 zum runterladen und anhören

Leider hat Dradio die Prioritäten überhaupt nicht kapiert: In der Sendung gehts praktisch ausschliesslich um "Geschlechtskategorien", "Diskriminierung" "sexuelle Identität" und "Personenstandseintrag".

Zwar werden die Traumatisierungen durch das Medizyner-Schweigegebot gut verdeutlicht. Und immerhin wird kurz angetönt, dass auch "heute noch [...] intersexuelle Personen als Kleinkind operiert werden", und als Position von Intersexuelle Menschen e.V. wird kurz referiert: "Operationen erst ab dem 18. Lebensjahr [...], vorher sollte eine Operation nur stattfinden, wenn es lebensnotwendig ist." Und auf der Internetseite zur Sendung hat's gar noch einen Link auf die kritische Berichterstattung zum Ethikrat-Forum auf diesem Blog.

Bezüglich abschliessender praktischer Forderungen geht's dann aber in der Sendung selbst im Namen der "Intersexuellen" einmal mehr nur noch um "Personenstand", "Identität" und "Schända". Die zentrale Zwitter-Forderung "Recht auf körperliche Unversehrtheit" wird dagegen im ganzen Beitrag nicht ein einziges Mal erwähnt!

Es ist noch ein weiter Weg ...

(Dradio konnte es übrigens schon besser und brachte schon verschiedentlich sehr gute Beiträge mit O-Ton von Exponent_innen der Zwitterbewegung, z.B. 2005 mit der letztes Jahr verstorbenen >>> Katrin Ann Kunze oder 2006 mit >>> Elisabeth Müller. In den letzten 2 Jahren scheint es allerdings überhand zu nehmen, dass die BerichterstatterInnen wegen Tunnelblick durch die festgeleimte Genderbrille das eigentliche Kernproblem der andauernden chirurgischen Genitalverstümmelungen an Kleinkindern zusehends aus den Augen verlieren, vgl. z.B. die Kultursendung zur "Geschichte der Hermaphroditen" (29.4.09) oder der Bericht zum Deutschlandstart von XXY (25.6.08).)

>>> Anliegen von Zwischengeschlecht.org an den Deutschen Ethikrat 23.6.10
>>> Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 22.6.10

>>> "Ethik als Feigenblatt?" - Zwischengeschlecht.org am "Forum Bioethik" 23.6.10
>>> "Ethik als Freifahrtschein, an die Eltern eine ohnehin schon feststehende Entscheidung abzudelegieren" - Claudia Wiesemann, Forum Bioethik 23.6.10
>>> Pressemitteilung des Deutschen Ethikrates vom 25.6.10
>>> Veranstaltung des Ethikrates in Berlin, Mi 23.6.10 18h: "Intersexualität - Leben zwischen den Geschlechtern"

Siehe auch:
- Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg  
- USA: Seriengenitalverstümmler Prof. Dr. Dix Phillip Poppas von Ethikerinnen geoutet
- "EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller chirurgischen Genitalverstümmelungen in deutschen Kinderkliniken
- Genitale Zwangsoperationen: Bundesregierung beugt Grundgesetz Art. 2 (Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit) 
- Weltweit größte Zwitter-Studie straft Bundesregierung Lügen!
- Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: Gesetzgeber gefordert