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Die Zwitter Medien Offensive™ war schon da!

Dieser in England produzierte Dokfilm lief glaub schon Anfang Jahr mal auf irgend 'nem Bezahlfernsehen, und ist aktuell wieder auf "Focus Gesundheit" (nächste & vorläufig glaub letzte Wiederholung Fr 30.7.10 um 01:40h), sowie nach Belieben auf dem Netz.

Die qualitativ bessere Version auf Google-Video ist schon wieder weggeputzt, doch auf YouTube ist er aktuell noch zu gucken:

>>> Teil eins / zwei / drei / vier / fünf

Nella fand ihn gut, Ayvlis und kwhal auf dem Hermiforum auch (im Gegensatz dort zur ebendort zitierten/kritisierten Programm-Ankündigung).

Zum Inhalt:

Die Doku zeigt u.a. Interviews mit dem inzwischen verstorbenen Intersex-Aktivisten Max Beck (Memorial-Page), der am 26.10.96 in Boston mit dabei war an der ersten Zwitterdemo überhaupt gegen den AAP-Medizyner-Kongress, und einen Bericht darüber schrieb (englisch), u.v.a.m., das sich mit entsprechender Internet-Suche z.B. nach "Max Beck Intersex" leicht finden lässt.

Weiter zu Wort kommen u.a. die Eltern von Patrick Smith, der von den Medizynern gegen den Willen der Eltern bei einer "Untersuchung" gleich zwangskastriert wurde (was leider kein Einzelfall ist, sondern globale Medizynerpraxis, wie dieses Beispiel aus Deutschland beweist). Die Eltern sind überzeugend und berührend, etwa die Mutter zu den Medizynern (die aus Patrick auch am Genital "ein Mädchen machen" wollen): "Sie können nicht einfach etwas abschneiden, das funktioniert! [...] Ich liebe ihn, egal, was Sie für Probleme mit ihm haben, es ist mein Sohn und ich nehm ihn mit." 

Leider enthält auch dieser insgesamt gelungene Film trotzdem im gesprochenen Kommentar übermässig die die offensichtlich obligaten Medien-Velwechserungen im Quotenbereich "Gender- & Geschlechteraberrationen", inkl. dazu gezeigten Karnelvalshintergrundbildern samt eingeblendeten historischen Freak Show-Reklamebildern.

Kommentar 24.2.11: Verglichen mit neueren deutschsprachigen "Intersex"-Dokus (z.B. Tabu Intersexualität" (Arte 8.10.10), "X:enius" (Arte  21.2.11) , der kommende "NZZ Format"-Beitrag am 10.3.11) hat die ursprünglisch englischsprachige Doku "Das dritte Geschlecht" einen entscheidenden Vorzug: Während hierzulande Medizyner einen Grossteil der Sendezeit unwidersprochen ihre Lügen feilbieten dürfen, müssen die Genitalabschneider bei "Das dritte Geschlecht" für einmal "leider" draussen bleiben ...

Was sich als sehr erholsame Klimaveränderung erweist: Kein pädo-medizynisch-geschlechterwissenschaftliches Fabulieren ohne Ende über "Gehirngeschlecht", "Geschlechtsidentität", "heute machen wir das schon lange nicht mehr", "wir haben ein multidisziplinäres Team" etc. usw.

Sondern stattdessen Klartext satt über die täglichen Genitalverstümmelungen in "westlichen" Kinderkliniken weltweit aus der Perspektive von selbstbewussten und starken Überlebenden und ihren Angehörigen.

Für deutschsprachige TV-Sender, öffentlich oder privat, zur Zeit anscheinend zu heiss ...

>>> Video: "Intersexuellen-Demonstration" - Tagesschau 6.7.08  
>>> Überlebende Zwitter über sich selbst und ihr Leben