[ Reloaded aus aktuellem Anlass, zuerst veröffentlicht 12.04.2014 ]
IOC-Protest Lausanne, 19. Nov. 2009 (Photo: Ärger)

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IOC IAAF: Stop Intersex Discrimination!

Zwischengeschlecht.org wies schon 2010 mehrfach darauf hin, dass die internationalen Sportverbände Internationales Olympisches Komitee (IOC), der Weltathlektikverband IAAF und der Weltfussballverband FIFA notorische Intersex-Verstümmlerinnen auf Intersex-Athletinnen loslassen, und dass das auf 2012 in Kraft gesetzte neue "Geschlechterreglement" mit "Überprüfungen auf Verdacht hin" Intersex-Athletinnen vor allem aus dem globalen Süden zu Intersex-Genitalverstümmelungen (IGMs) nötigen wird (z.B. Blog 06.01.2010, PM 10.01.2010 dt, PM 17.01.2010 en, Blog 21.01.2010, PM 22.01.2010 dt, PM 22.01.2010 en, Blog 22.08.2010 dt, PM 07.03.2011, Blog 06.04.2011, Blog 15.04.2011, Blog 19.07.2011).

Ein in der >>> New York Times (englisch) veröffentlichter Artikel von Katrina Karkazis und Rebecca Jordan-Young bestätigt dies nun schwarz auf weiss unter Berufung auf eine im Artikel nicht näher umschriebene Publikation von 2013 in "The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism" (PDF):

Darin berichten Intersex-GenitalabschneiderInnen aus Frankreich, wie ungenannt bleibende Sport-FunktionärInnen "4 Athlethinnen aus Entwicklungsländern im Alter von 18–21 Jahren" wegen Verdacht auf "überhöhte Testosteron-Produktion" zur Begutachtung in Kliniken in Frankreich (Nizza, Montpellier) und Monaco überwiesen. Bei allen 4 handelte es sich um Athletinnen mit 5-Alpha-Reduktase 2-Mangel, d.h. mit Hoden im Bauchraum. 3 der 4 AthletInnen wurden nach invasiven Tests "überhöhte Werte" attestiert. Nichtsdestotrotz wurden alle 4 Athletinnen genötigt, einer beidseitigen Kastration plus Klitoristeilamputation ("partial clitoridectomy") einzuwilligen, sowie nachfolgender Hormon-"Ersatz-Therapie" mit Östrogenen, um weiterhin eine Starterlaubnis zu erhalten. Alle 4 willigten in die (von den Verstümmler-AutorInnen ausdrücklich als medizinisch nicht notwendig klassifizierten) Eingriffe ein, worauf sie ein Jahr später wieder eine Starterlaubnis erhielten.

Meine 2 Cent: Wetten, dass alle 4 Intersex-Athletinnen nicht wirklich über die "Nebenwirkungen" der IGM-Praktiken aufgeklärt wurden, inkl. dass die meisten Betroffenen solche Eingriffe später bereuen, noch auf Peer Support Möglichkeiten aufmerksam gemacht wurden – und dass diese sauberen MedizynerInnen und ihre IOC/IAAF/FIFA-GönnerInnen ziemlich schnell ziemlich andere Töne anschlagen würden, wenn ihnen selber mal zwischen den Beinen und an den Gonaden etwas "chirurgisch nachkorrigiert" würde?!

GenitalabschneiderInnen, wir kriegen euch! ZwangsoperateurInnen, passt bloß auf!

Gonade um Gonade, Lustorgan um Lustorgan!

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IOC IAAF: Stop Intersex Discrimination!

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen 
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

Siehe auch:
- Diskriminierung von Zwittern im Sport weltweit
- Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan!
- "Caster Semenya wird als Zwitter verheizt" (IV)
- Zwitter im Sport: IOC streitet Verantwortung ab und schliesst Betroffene aus 
- "Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan und Caster Semenya!" - Demo vs. IOC + IAAF
- Intersex Protest @ IOC 19.11.09 – Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images 
- "Lausanne: Les hermaphrodites suisses s’attaquent au CIO" - 20min.ch 17.11.09

>>> Report on Discrimination of Hermaphrodites in Sports
>>> Open Letter to IOC demanding Justice for Santhi