PRESSEMITTEILUNG > Zürich: Friedliche Intersex-Mahnwache 26.10. offiziell "untersagt"

Bild: Friedliche Aktion von Zwischengeschlecht.org, 06.02.2011  >>> Bericht NZZ Format

FrançaisEnglishVerein Zwischengeschlecht.orgSpendenMitglied werdenAktivitäten

Zwischengeschlecht.org on Facebook

Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 23.10.2015:

Zwischengeschlecht.org «Körperliche Unversehrtheit auch für Zwitter!» (Bild: NZZ Format/SF1)

Mittlerweile erreichte Zwischengeschlecht.org mit Datum vom 20.10. ein offizielles schriftliches Verbot unserer geplanten friedlichen Mahnwache vor dem Rathaus Zürich zum Intersex Awareness Day 2015 – ironischerweise mit dem Betreff "Bewilligung Mahnwache 26.10.15".

Der Wortlaut des angehängten Bescheids (PDF) ist jedoch eindeutig: Eine Mahnwache vor dem Rathaus, wo wir von den KantonsrätInnen angemessen wahrgenommen würden, und wo auch öffentlich sichtbar wäre, wer unsere primären AdressatInnen sind, wird uns offiziell "untersagt".

Stattdessen will uns die Stadt zwingen, unsere friedliche Mahnwache wenn überhaupt, dann höchstens an der "Verzweigung Rathausbrücke bei der Ecke des Rathauses" abzuhalten, sprich beim Eingang zum Polizeiposten Rathausbrücke statt beim Eingang des Rathauses selbst, wie die "Bewilligung" – nebst diversen weiteren amüsanten "Auflagen" – mehrfach ausdrücklich betont: "Jede Änderung des Ortes der Mahnwache ist untersagt."

Markus Bauer, Gründungsmitglied und Kampagnenverantwortlicher Zwischengeschlecht.org:

«Wir bedauern, dass die Stadt Zürich sich damit offiziell auf die Seite der IGM-TäterInnen und ihrer HelfershelferInnen stellt – statt endlich die massiven Menschenrechtsverletzungen der auch in Zürich andauernden IGM-Praktiken entschieden zu bekämpfen, wie dies bekanntlich u.a. die Nationale Ethikkommission NEK-CNE (Leid der Betroffenen gesellschaftlich anerkennen, Haftungsfolgen, Verjährungsfristen und strafrechtliche Fragen überprüfen), der UN-Kinderrechtsausschuss ("Schädliche kulturelle Praxis", "Opfer angemessen entschädigen") und der UN-Ausschuss gegen Folter ("Unmenschliche Behandlung", "Opfer angemessen entschädigen") unmissverständlich fordern.

Zwischengeschlecht.org wird nun an einer Krisensitzung über das weitere konkrete Vorgehen beraten – wie schon gestern angekündigt, einschliesslich zivilem Ungehorsam und gewaltlosem Widerstand.»

Die internationale Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".

Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.

Freundliche Grüsse

Markus Bauer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org

Mobile +41 (0)78 829 12 60
presse_at_zwischengeschlecht.info

http://zwischengeschlecht.org
Regelmäßige Updates: http://zwischengeschlecht.info

>>> Intersex Awareness Day 26.10.2015: Friedliche Mahnwache vor Rathaus Zürich
>>> Watson.ch 22.10.2015   >>> 20Minuten.ch 21.10.2015  
   Danke!!!
>>> PM 22.10.2015 > Gewaltfreie Intersex-Mahnwache "notfalls auch ohne Bewilligung"

Siehe auch:
"Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtsausschuss verurteilt IGM
- "Unmenschliche Behandlung": UN-Ausschuss gegen Folter verurteilt IGM
- UN-Menschenrechtsausschuss (HRCttee) untersucht IGM-Praktiken

•  Intersex Awareness Day 2009
•  Intersex Awareness Day 2011
•  Intersex Awareness Day 2012
•  Intersex Awareness Day 2013
•  Intersex Awareness Day 2014

Input von Daniela Truffer zum "Fachtag Intersex"
  • IGM-Überlebende – Danielas Geschichte
  • Historischer Überblick:
     "Zwitter gab es schon immer – IGM nicht!"
  • Was ist Intersex?  • Was sind IGM-Praktiken?
  • IGM in Hannover  • Kritik von Betroffenen  • u.a.m.
>>> PDF-Download (5.53 MB)

Kosmetische Klitorisamputationen an Kindern im Kispi Zürich und Insel Bern, z.B. Andrea Prader, Max Grob, Marcel Bettex, von Zwischengeschlecht.org

>>> Kosmetische Klitorisamputationen (PDF)
am Kispi Zürich und Insel Bern – Belege aus Fachpublikationen, die jahrzehntelange, systematische Klitorisamputationen an wehrlosen Kindern aufzeigen – und wie beteiligte Institutionen im In- und Ausland sich bis heute vor jeglicher Verantwortung drücken.
Wie lange noch?!

 

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>>
Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

 

Comments

1. On Monday, October 26 2015, 11:49 by Sabrina

"Bewilligungsgebühr [BFV] Fr. 22.00
SchreibgebOhr [BFV] Fr. 39.00
KopiergebOhr [BFV] Fr. 27.00
ZusteligebOhr [BFV] Fr. 1.00
Gesamtbetrag Fr. 89.00"

Ist das allgemein üblich, dass man ein Geschäft aus solchen Veranstaltungen macht?