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ESPE 2019 in Wien > "Klitorisoperationen bei 231 (92%) durchgeführt"

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Intersex-Protest + Offener Brief vs. "ESPE 9th Joint Meeting", Mailand 21.09.2013:
Intersex-Genitalverstümmler Prof. Dr. Wieland Kiess ringt mit der Fassung ...

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"Aktueller chirurgischer Ansatz bei CAH 46XX - Ergebnisse aus den I-DSD/I-CAH Registern"

Präsentation @ 58. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für pädiatrische Endokrinologie ESPE, die heute in Wien (Österreich) beginnt (siehe Abstract Book (PDF), S. 96):

"Genitalchirurgie wurde bei 251 (76%) durchgeführt. Klitorisoperationen wurden bei 231 (92%), Vaginaloperationen bei 204 (81%) und eine Kombination aus Klitoris- und Vaginaloperationen bei 186 (74%) durchgeführt. Von den 251 operierten Personen hatten 18 (7%) eine vaginale, aber keine klitorale Operation, während 42 (17%) eine klitorale, aber keine vaginale Operation hatten. Das Durchschnittsalter bei der ersten Operation betrug 2,5 Jahre (0-15), mit Klitorischirurgie und Vaginalchirurgie bei 2,6 Jahren (Bereich) bzw. 3,2 Jahren (Bereich). In einem logistischen Regressionsmodell konnte gezeigt werden, dass es im Laufe der Zeit einen negativen Trend für die Chirurgie gab. Darüber hinaus gab es einen signifikanten Trend zur Operation vor 24 Monaten im Laufe der Zeit. Allerdings gab es signifikante geografische Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit/Inzidenz von Genitaloperationen: Europa 64%, Asien 97%, Südamerika 89%. Das Chicago Consensus Statement über DSD (Vergleich der Daten vor und nach 2006) hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Zeitpunkt oder die Wahrscheinlichkeit einer Operation."

Natürlich sind solche Zahlen weder neu noch unerwartet. Tatsächlich zeigte eine Präsentation 2 Jahre vorher durch teilweise dieselben österreichischen IGM-MedizynerInnen, "Aktuelle chirurgische Praxis bei DSD", ähnliche Zahlen und die gleichen Tendenzen.

Die diesjährige ESPE bietet besonders viele und besonders hässliche D$D-Präsentationen (siehe Programm).

StopIGM.org organisierte gewaltfreie Intersex-Proteste gegen die ESPE-Jahrestreffen 2012, 2013, 2014 und 2016, dank lokaler Solidarität und Unterstützung. Als wir die österreichischen Intersex-Organisationen anfragten, sagten sie leider, sie könnten keine praktische Unterstützung leisten. Da StopIGM.org über keine Finanzierung verfügt und diese Woche auch die 82. CRC-Sitzung in Genf stattfindet, an der der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes IGM in Portugal prüfen wird, werden die ESPE-GenitalabschneiderInnen leider in der Lage sein, ihr Business unangefochten zu vermarkten.

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Siehe auch:
- "Nur die Angst vor dem Richter wird meine Kollegen dazu bringen, ihre Praxis zu ändern" 
- "Schädliche medizinische Praxis": UNO, COE, ACHPR, IACHR verurteilen IGM 
- 40 UN Rügen für Intersex-Genitalverstümmelungen
"Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtsausschuss (CRC) verurteilt IGM
- "Unmenschliche Behandlung": UN-Ausschuss gegen Folter (CAT) verurteilt IGM
- "Schädliche Praxis" zum Zweiten: UN-Frauenrechtsausschuss (CEDAW) verurteilt IGM
- UN-Menschenrechtsausschuss (HRCttee/CCPR) verurteilt IGM-Praktiken
- UN-Behindertenrechtsausschuss (CRPD) verurteilt IGM-Straflosigkeit in Deutschland

Input von Daniela Truffer zum "Fachtag Intersex"
  • IGM Überlebende – Danielas Geschichte
  • Historischer Überblick:
     "Zwitter gab es schon immer – IGM nicht!"
  • Was ist Intersex?  • Was sind IGM-Praktiken?
  • IGM in Hannover  • Kritik von Betroffenen  • u.a.m.
>>> PDF-Download (5.53 MB)