Folgende Pressemitteilung wurde unter anderem an die Schweizerische Ärztezeitung (Redaktion Ethik) versandt, die es bisher jedoch - wie zu erwarten war - nicht nötig hatte, dazu in irgend einer Form Stellung zu nehmen.


PRESSEMITTEILUNG

Genitale Zwangsoperationen – Arzt wegen Körperverletzung vor Gericht


Jedes Jahr werden in den Industrieländern Tausende von Kindern ohne ihre Einwilligung an ihren Genitalien zwangsoperiert. Die meisten tragen massive psychische und physische Schäden davon, unter denen sie ein Leben lang leiden.

Diese Operationen verfolgen keinen medizinischen Zweck, sondern dienen ausschliesslich dazu, ihre uneindeutigen Geschlechtsmerkmale möglichst rasch unwiderruflich zu vereinheitlichen. Trotzdem weigern sich die Ärzte, diese Eingriffe aufzuschieben, bis die Kinder alt genug sind zum Mitentscheiden. Zum ersten Mal wird nun in Europa ein Arzt wegen Körperverletzung vor Gericht gestellt.

Schweizer Ärzte nervös

Bisher weigerten sich die Schweizer Ärzte standhaft gegen jegliches Umdenken. Seit sich Betroffene in Selbsthilfegruppen organisieren und diese menschenrechtswidrigen Praktiken anprangern, geraten sie jedoch zunehmend in Legitimationszwang. Die Debatte in der Schweizerischen Ärztezeitung 47/2006 ist Ausdruck davon. Während die anonym bleibenden Mediziner und die Redaktion Ethik der Ärztezeitung sich in absurden Rechtfertigungsversuchen verlieren, kritisierten zwei Ethikexpertinnen die Unhaltbarkeit der immer noch gängigen Praxis.

Wie üblich in der Debatte übergangen wurden die Betroffenen. Nachfolgend einige Betrachtungen aus ihrer Perspektive:

>>> Fortsetzung: "Medicine goes gender"