"Genitalverstümmelung ein afrikanisches Problem?"
By seelenlos on Sunday 17 February 2008, 19:48 - Die anderen - Permalink
Seit 1996 protestierte
Michel Reiter immer wieder dagegen, dass Initiativen gegen rituelle
Genitalverstümmelungen an Frauen seltsamerweise Zwangsoperationen an
Zwischengeschlechtlichen stets kategorisch ausklammerten -- aus offensichtlichen
Gründen.Heute noch ist dieses Thema ein 'blinder Fleck' bei FeministInnen. Einzige Ausnahme dieser beschämenden Regel war Antke Engel, die sich 1997 in einem Artikel mit Michels Anliegen solidarisierte -- ihre Kritik verhallte bezeichnenderweise ungehört. Nachtrag: 2003 schloss zwar immerhin die internationale "Beschneidungs-Expertin" Hanny Lightfoot-Klein die Zwangsoperationen in ihre 3. Buchveröffentlichung "Der Beschneidungsskandal" mit ein (Rezension hier, ebenfalls über Marion Hulverscheidts Buch über 'medizinische Beschneidungen' an Frauen in Europa im 19. Jahrhundert)."Die Zusammenarbeit mit Anti-FGM-Aktivisten ist schlechter als mit allen anderen Gruppen, sogar schlechter als mit Ärzten." (pers. Mitteilung von Cheryl Chase, GründerIn der Intersex Society of North America (ISNA) an Michel Reiter)
Schon 1998 hatte Michel Reiter zudem rituelle Genitalverstümmelungen und genitale Zwangsoperationen gemeinsam mit "Genitale[n] 'Korrekturen' an Frauen als Schönheitsmaßnahme" in einen weiteren Zusammenhang gestellt.
Auch heute noch haben Blog-Artikel von Nicht-Zwischengeschlechtlichen, die solche Zusammenhänge thematisieren, Seltenheitswert. Umso schöner, auf eine weitere Ausnahme zu stossen (aus der auch der Titel dieses Posts stammt):
http://meguenther-ernaehrungsberatung.de/index.php?url=archives/78-Verstuemmelnde-Operationen.html
Danke!
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