"DGKJ 2010": 1. Demo Potsdam-Babelsberg, 16.9.10

>>> Offener Brief an die "DGKJ 2010" 18.09.2010
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"DGKJ 2010": Infoseite zu den Protesten

Am letzten Freitag erreichte uns vorab per Email eine >>> erste Antwort (PDF 572 KB) der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH). Der grösste Teil des Schreibens sind Zitate aus den "Ethischen Grundsätzen und Empfehlungen", deren mangelnde Einhaltung sowohl in den aktuellen AWMF-Leitlinien wie auch in der täglichen Praxis der Offene Brief feststellte. Ohne weiter auf diese Feststellungen einzugehen, führt das Antwortschreiben dazu aus:

Die DGKJ und die DGKCH sehen diese Empfehlungen als Grundlage ärztlichen Handelns im Zusammenhang mit dem Umgang mit Besonderheiten der Sexualentwicklung an und gehen davon aus, dass die AWMF-Leitlinien zu Störungen der Geschlechtsentwicklung nicht im Widerspruch zu diesen Empfehlungen stehen. Um Missverständnisse auszuräumen und Formulierungen möglicherweise noch weiter zu präzisieren, werden wir Ihren Offenen Brief an die zuständige Leitlinienkommission weiterleiten mit der Bitte, Ihre Anmerkungen bei der nächsten Überarbeitung der Leitlinien zu berücksichtigen. 

Aus Nellas Antwort dazu von gestern Sonntag im Namen von Zwischengeschlecht.org:

Vielen Dank für Ihre umgehende Antwort! Gerne erwarten wir die Rückmeldung Ihrer Leitlinienkommission.

Die von Ihnen aufgeführten "Ethischen Grundsätze und Empfehlungen" sind  uns bestens bekannt; nicht umsonst behandelten wir sie auch ausführlich im Offenen Brief. Darin führen wir auch aus, weshalb nicht nur wir in Sorge darüber sind, dass die "Grundsätze und Empfehlungen" einerseits in den aktuellen Leitlinien, andererseits aber auch in der generellen medizinischen Praxis zur Zeit noch nicht umfassend beherzigt werden. Zumindest letzterer Aspekt wäre unseres Erachtens nach auch für die DGKJ und die DGKCH als solche von allgemeinem Interesse.

Fortsetzung folgt ...

>>> Offener Brief an die "DGKJ 2010" 18.09.2010
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"DGKJ 2010": Infoseite zu den Protesten

Siehe auch:
- "Ethische Grundsätze und Empfehlungen bei DSD": Zwangsoperationen klar unzulässig (Dr.med. Jörg Woweries)
- Das Medizynermärchen von den "früheren Behandlungsmaßstäben"
- "EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller chirurgischen Genitalverstümmelungen in deutschen Kinderkliniken 
- Amnesty Deutschland: "fundamentaler Verstoß gegen die Menschenrechte"
- Genitale Zwangsoperationen an Zwittern vergleichbar mit weiblicher Genitalverstümmelung
- Genitalverstümmelungen in westlichen Kinderkliniken – eine Genealogie der TäterInnen
- Genitale Verstümmelung & Folgeschäden - AGGPG 1998
- Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg
- Lübeck: Klinikdirektor propagiert genitale Zwangsoperationen an Kindern
- Göttingen / Lübeck: Direktor Rolf-Hermann Ringert und Oberarzt Dominique Finas propagieren genitale Zwangsoperationen an Zwittern
- Alice Dreger über EthikerInnen als MittäterInnen
- Anliegen von Zwischengeschlecht.org an den Deutschen Ethikrat 2010 
- Zwangsoperationen an Zwittern: Bundesregierung beugt Grundgesetz Art. 2
- Chirurgische Genitalverstümmelungen: UNO mahnt Bundesregierung
- Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: Gesetzgeber gefordert
- Schweiz: Terre des Femmes und Amnesty gegen Zwangsoperationen an Zwittern
- "Die Macht der Tabus" - Konstanze Plett über Genitalverstümmelung, amnesty journal 03/08
- "Netzwerk DSD/Intersexualität": Ethik-Empfehlungen als Feigenblatt für Zwangsoperateure
- Die grosse "Intersex"-Statistik-Lüge
- Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen geschehen?