Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!1063 jahre lang nix gelernt ...

– oder wie das systematische verleugnen der naziverbrechen durch die mediziner-zunft mit ihrer heutigen ethischen inkompetenz zusammenhängt: 

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Ausgerechnet Medizinstudenten wissen wenig über das dunkelste Kapitel der deutschen Medizingeschichte: die Verbrechen von Ärzten im Nationalsozialismus. b1

Die Ergebnisse [einer Studie von 2001] lassen deutliche Defizite in der Ausbildung zu einem ethisch kompetenten Arzt erkennen. b2

Das liegt aber nicht am mangelnden Interesse der Medizinstudenten. b1

Von vielen einflussreichen Ärzten und Lehrenden wird dieses Thema bis heute totgeschwiegen. b1


Aktueller Bezug in der Ethikdebatte b1

Der Großteil der Ärzte, die in KZs, Kliniken und Heilanstalten Verbrechen gegen die Menschlichkeit beging, kam ohne adäquate Bestrafung davon. b1

Viele dieser Ärzte führten ihre Praxen bis in die Neunzigerjahre weiter oder setzten ihre Karriere ungebrochen fort. b1

Eine adäquate Aufarbeitung der medizinischen Verbrechen im Dritten Reich fand nicht statt. Die etablierte Ärzteschaft tat sich schwer mit einer offenen und ehrlichen Vergangenheitsbewältigung. b1

Drei Präsidenten der Bundesärztekammer nach 1945 waren Mitglieder in der SA oder SS gewesen. 1993 wollte sich einer von ihnen - Hans Joachim Sewering - zum Präsident des Weltärztebundes wählen lassen. Protest aus dem Ausland verhinderte jedoch seine Wahl, da er 1943 die Euthanasie-Ermordung eines 14-jährigen Mädchens mitverschuldet hatte. b1

Auch der Göttinger Rechtsmediziner Klaus-Steffen Saternus sieht großen Diskussions- und Aufklärungsbedarf: "Mit der Verwertbarkeit von Menschen rechtfertigten viele die KZ-Experimente", sagt Saternus. b1

[Dr. Peter Langkafel, Autor der erwähnten Studie an der der Humboldt-Universität Berlin:] "Dem Bedürfnis der Studierenden nach Auseinandersetzung mit medizinethischen Themen insgesamt wird die Fakultät in nur geringem Maße gerecht." b2

Interesse an der Verwendung des in Berlin erstellten Fragebogens bekundete nur eine einzige staatliche Stelle – eine israelische Universität. b1


Von Kollegen als Nestbeschmutzer diffamiert [& hinausgeworfen] b1

[Professor Wolfgang Eckart, Leiter des Instituts der Geschichte der Medizin, Heidelberg:] "Dass ein Medizinstudent im Zeitalter ständiger Ethikdebatten sein Studium absolvieren kann, ohne je mit den schlimmsten Auswüchsen medizinischer Forschung konfrontiert zu werden - das kann doch nicht sein!" b1

[Sein] Engagement auf dem Gebiet der Heidelberger Beteiligung in Euthanasieverbrechen und Menschenversuche löst immer wieder Anfeindungen aus. Selbst Kollegen wollen davon nichts mehr hören. Nestbeschmutzer könne man nicht brauchen. b1

Als der junge deutsche Arzt Hartmut Hanauske-Abel in der Fachzeitschrift ,The Lancet' 1986 Material über die Vergangenheit der deutschen Ärzte veröffentlichte, wurde er dafür vom höchsten deutschen Ärztefunktionär Karsten Vilmar persönlich angegriffen und verlor seine Arbeitsstelle.
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"Deutsche Mediziner mochten die Forschungsmöglichkeiten nicht missen, die ihnen der Massenmord bot", kommentiert Dr. med. Hartmut Hanauske-Abel, 36, die Praxis der NS-Ärzte. "Die industrialisierte Menschenabschlachtung wurde medizinisch organisiert."

Diese unbestreitbare, schändliche Wahrheit publizierte der hessische Arzt 1986 im britischen Fachblatt "The Lancet", der weltweit angesehensten Medizinerzeitschrift. Seither lernt Hanauske-Abel, wie gefährlich es für einen deutschen Arzt sein kann, am bestgehüteten Tabu seines Standes zu rühren.

Der angehende Kinderarzt wurde im "Deutschen Ärzteblatt" - Auflage: 197 000 und jedem westdeutschen Arzt als "Pflichtblatt" ins Haus geschickt - als eine Art vaterlandsloser Geselle, als Nestbeschmutzer und Ignorant vorgeführt: in einem Interview, bei dem das Medizinerblatt über acht Seiten den Präsidenten der Bundesärztekammer, Karsten Vilmar, höchstpersönlich und untertänigst befragte. Die für Hanauske-Abel zuständige Bezirksärztekammer Rheinhessen strich den Kollegen umgehend aus ihrer Mitgliederliste. Ruck, zuck und in zeitlicher Koinzidenz verlor er auch die Berechtigung, am ärztlichen Notfalldienst teilzunehmen; Verdienstausfall bisher: rund 60 000 Mark.

Auf amtlichem Papier verbreitete der "Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer" über den jungen Forscher den unbelegten Satz: "Diverse Falschaussagen sind von ihm hinreichend bekannt." Die Verleumdung hat sich inzwischen bis in die USA verbreitet, wo der wahrheitsliebende Doktor seit kurzem an der Kinderklinik der Harvard Medical School in Boston arbeitet.   b3

(gefunden via Forum Privates Netzwerk Medizingeschädigter)

Siehe auch:
- Genitalverstümmelungen in westlichen Kinderkliniken – eine Genealogie der TäterInnen
- AWMF-Leitlinie: Ethik-Empfehlungen als Feigenblatt für Genitalverstümmler
- "Weder Evidenz noch medizinische Indikation"  – Dr. med. Jörg Woweries
- Das Medizynermärchen von den "früheren Behandlungsmaßstäben"
- Amnesty Deutschland: "fundamentaler Verstoß gegen die Menschenrechte"
- Terre des Femmes: "vergleichbar mit weiblicher Genitalverstümmelung"
- "Ethik als Freifahrtschein" - Claudia Wiesemann, Forum Bioethik 23.6.10
- Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg
- Universitätsklinikum Heidelberg: Genitale Zwangsoperationen im Angebot 
- Lübeck: Klinikdirektor propagiert genitale Zwangsoperationen an Kindern
- Göttingen / Lübeck: Direktor und Oberarzt propagieren Verstümmelungen
- Deutsche Urologen fordern genitale Zwangsoperationen an Säuglingen! 
- Tagung RECHTE VON KINDERN IN MEDIZIN UND FORSCHUNG, Göttingen
- Alice Dreger über EthikerInnen als MittäterInnen
- Genitale Zwangsoperationen: Bundesregierung beugt Grundgesetz Art. 2 (Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit) 
- Weltweit größte Zwitter-Studie straft Bundesregierung Lügen!
- Genitalverstümmelung in Kinderklinik: Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen geschehen?