Wie verschiedenen Medien zu entnehmen ist (u.a. >>> SR DRS, >>> Zürcher Unterländer, >>> Katholische Internationale Presseagentur, >>> 20 Minuten)  begrüsste am 25.8.10 auch die schweizer Regierung offiziell die aktuelle Parlamentarische Initiative "Verbot von Sexuellen Verstümmelungen" von Nationalrätin Ruth Bernasconi (SP) zur Schaffung eines eigenen Straftatbestandes gegen weibliche Genitalverstümmelung, welche zuvor bereits die Rechtskommission des Nationalrates zur Annahme empfohlen hatte.

Dies in erster Linie, um "ein politisches Zeichen" zu setzen. Strafrechtlich bestünde laut dem Bundesrat eigentlich kein Handlungsbedarf, denn es "seien bereits heute sämtliche Formen von Verletzung weiblicher Genitalien strafbar". (Eine interessante Stellungnahme zu diesem Aspekt gibts übrigens von der >>> Taskforce FGM anlässlich der parallel laufenden gesetzgeberischen Diskussion in Deutschland.) Immerhin hält der CH-Bundesrat weiter fest, "das Strafrecht [könne] nicht das einzige Mittel sein, um vor Verstümmelungen zu schützen. Es brauche auch Aufklärungskampagnen." 

Soweit, so gut.

Nur bei den Zwittern will anscheinend auch der Bundesrat weiter tatenlos zuschauen, wie in der Schweiz JEDE WOCHE mindestens 1 Kind irreversibel genitalverstümmelt wird ...

(In Österreich wird zudem JEDE WOCHE mindestens 1 weiteres verstümmelt, plus in Deutschland zusätzlich nochmals JEDEN TAG mindestens 1 weiteres.)

Siehe auch:
- Schweiz: Weibliche Genitalverstümmelung soll absolut verboten werden - ausser bei 'westlichen Formen' (und an Zwittern) ... 
- Schweiz: Amnesty International und Terre des Femmes fordern Strafbarkeit von Genitalverstümmelung auch bei Zwittern
- "Zwangsoperationen an Zwittern = Genitalverstümmelung Typ IV"
- Bundestag: "Weibliche Genitalverstümmelung ahnden" - aber die Zwitter verstümmelt nur ruhig weiter ...
- Internationaler Tag gegen Mädchenbeschneidung (aber die Zwitter operiert nur ruhig weiter, sind ja keine Frauen, äh, Menschen ...)
- Bundesärztekammer gegen genitale "Zwangsoperationen" – natürlich nur bei "Mädchen und Frauen" ...
- Intersexuelle enttäuscht von Ethikrat: "Kein Handlungsbedarf" bei Genitalverstümmelung? 
- Genitalverstümmelungen in der Kinder- und Jugendmedizyn