Protest gegen Genitalabschneider-Jahrestreffen "DGKJ 2010", Potsdam 16.9.

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>>> Offener Brief an die "APE-AGPD 2010" 05.11.10

>>> Offener Brief EMBL/EMBO, 6.11.10 (englisch)

>>> Bericht vom Protest zur "APE-AGPG 2010"
>>> Flugblatt zum "APE-AGPD 2010"-Protest, 5.11.10 (PDF) 
>>> Pressemitteilung vom 3.11.10
>>> "11th EMBL/EMBO": Unethische Forscher als Zulieferer der Genitalabschneider
>>>
"Cornelia Goethe Colloquien: Geschlechterforschung ohne Ethik?" - 17.11.10
>>>
"STOP Genitalverstümmelung als 'Rohmaterial' für die Geschlechterforschung!" 

PRESSEMITTEILUNG von Zwischengeschlecht.org vom 19.10.2010:

Jeden Tag wird in Deutschland in einer Kinderklinik mindestens ein wehrloses Kind irreversibel genitalverstümmelt.

Augsburg Do 4. + Fr 5. 11.
INFOVERANSTALTUNG + FRIEDLICHER PROTEST
gegen Genitalabscheider-Jahrestreffen "APE-AGPD 2010"

Heidelberg Sa 6. 11.
FRIEDLICHE MAHNWACHE
gegen lokale Genitalabschneider
+ MittäterInnenkongress "11th EMBL/EMBO"

STOP Genitalverstümmelung in Kinderkliniken!

1) Augsburg Do 4. + Fr 5. 11. - INFO + FRIEDLICHER PROTEST "APE-AGPD 2010"

In der ersten Novemberwoche versammelt sich in Augsburg zur "APE-AGPD 2010", der  5. Gemeinsamen Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaften für Pädiatrische Endokrinologie (APE) und Pädiatrische Diabetologie (AGPD), eine der hauptsächlich verantwortlichen Genitalabschneider-Standesorganisationen:

Die organisierende "Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Endokrinologie (APE)" und ihre "AG DSD/Störungen der Geschlechtsentwicklung" sind beide beteiligt an der aktuell geltenden AWMF-Verstümmlerleitlinien 027/022 "Störungen der Geschlechtsentwicklung" und 027/047 "Adrenogenitales Syndrom".

(Die weiteren verantwortlichen Standesorganisationen, nämlich die APE-Mutterorganisationen – der Pädiaterverband DGKJ und der Endokrinologenverband DGE –, führen ihre Jahresversammlungen getrennt durch, ebenso der Kinderchirurgenverband DGKCH.)

Wir wollen diesen täglichen Genitalverstümmelungen vor unserer Haustüre nicht mehr länger tatenlos zusehen!

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org wird vor Ort in Augsburg über diese menschenrechtswidrigen Praktiken informieren.

Und während des Kongresses friedlich protestieren – gegen die GenitalabschneiderInnen sowie gegen die Untätigkeit von Politik und Justiz bei diesem fortdauernden Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

INFOVERANSTALTUNG, DISKUSSION UND FILM
mit Daniela Truffer und Seelenlos / Zwischengeschlecht.org
Anschließend Film: "Das verordnete Geschlecht"
Donnerstag, 04.11.2010, 19:30 h
im Bildungscafé, Fuggerstraße 9 RG, Augsburg


FRIEDLICHER PROTEST
während des Treffens der "AG DSD/Störungen der Geschlechtsentwicklung"
anlässlich der "APE-AGPD 2010"
Freitag, 05.11.2010, 16:00-19:00 h

vor dem IHK Schwaben-Veranstaltungscenter, Stettenstraße 1, Augsburg

 

2) Heidelberg Sa 6. 11. - FRIEDLICHE MAHNWACHE "11th EMBL/EMBO"

Geschlecht: ZwangsoperiertGleichzeitig mit der "APE-AGPD 2010" findet in Heidelberg mit der "11th EMBL/EMBO" eine internationale wissenschaftliche Tagung statt, an der aus den medizinischen Verbrechen an Zwittern gewonnene "Erkenntnisse" für die Weiterentwicklung der Geschlechterforschung benutzt werden.

Einmal mehr werden dabei die damit verbundenen menschenrechtlichen und ethischen Implikationen in der realen Welt nicht angesprochen. Gleichzeitig werden in den Kinderkliniken weiterhin täglich wehrlose Kinder verstümmelt.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org wird mit einer friedlichen Mahnwache der realen Opfer dieser "wertfreien Wissenschaft" gedenken und gegen die Ausbeutung von Zwittern als "Rohmaterial" für die Geschlechterforschung protestieren.

FRIEDLICHE MAHNWACHE
anlässlich der "11th EMBL/EMBO"
"European Molecular Biology Laboratory Science and Society Conference
The Difference between the Sexes - From Biology to Behaviour"
Heidelberg, Samstag, 06.11.2010, 13:30-16:30 h
vor dem EMBL Advance Training Centre (ATC), Meyerhofstraße 1, Heidelberg



KOSMETISCHE GENITALOPERATIONEN AN KINDERN

Menschenrechte auch für Zwitter!Seit Jahrzehnten werden in Deutschland Kinder mit "auffälligen" Geschlechtsorganen (Zwitter / "Intersexuelle" / Hermaphroditen) systematisch "kosmetisch" zwangsoperiert, um aus ihnen "unauffällige" Jungen und Mädchen zu machen – ohne ihre Einwilligung und ohne dass die angebliche "Wirksamkeit" der verstümmelnden Operationen je klinisch geprüft worden wäre. Dabei wird von den behandelnden Medizinern in Kauf genommen, dass das sexuelle Empfinden vermindert oder gänzlich zerstört wird. Viele dieser Kleinkinder werden obendrein kastriert und dadurch ihr Leben lang von gesundheitschädigenden "Hormonersatztherapien" abhängig gemacht.

Seit den 1990ern klagen überlebende Betroffene diese Operationen öffentlich an als medizinische Verbrechen und "westliche Form der Genitalverstümmelung".

Das durch diese medizinisch nicht notwendigen Zwangsoperationen an Kleinkindern verursachte Leid ist längst auch durch wissenschaftliche Studien dutzendfach belegt, auch in der Bundesrepublik. Ebenso bestätigen ExpertInnen, dass die Zwangseingriffe ethische Grundsätze verletzen, gegen Grund- und Menschenrechte verstoßen und auch strafrechtlich nicht haltbar sind.

Seit Jahren beklagen internationale Menschenrechtsorganisationen die kosmetischen Genitaloperationen an Kindern als "fundamentalen Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit" (Amnesty Deutschland), und unterstreichen die Parallelen zur weiblichen Genitalverstümmelung in Afrika (Terre des Femmes).

2009 wurde in Köln erstmals ein Chirurg letztinstanzlich zu einer Schmerzensgeldzahlung von 100'000 Euro verurteilt. Ebenfalls 2009 rügte das UN-Komitee CEDAW die Bundesregierung wegen Verletzung ihrer Schutzpflicht gegenüber zwischengeschlechtlichen Kindern.

2010 bestätigte der Deutsche Ethikrat: "Der Umgang mit der Intersexualität berührt eine Reihe medizin-, rechts- und sozialethischer Fragen, insbesondere das Recht auf körperliche Unversehrtheit."

Trotzdem halten die Mediziner wider besseres Wissen unbeirrt an diesen menschenrechtswidrigen Praktiken fest.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und "Menschenrechte auch für Zwitter!".


Freundliche Grüsse

n e l l a
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org
Gründungsmitglied Schweizerische Selbsthilfegruppe Intersex.ch
Mitglied Intersexuelle Menschen e.V.
Mitglied XY-Frauen
Mobile +41 (0) 76 398 06 50
presse_at_zwischengeschlecht.info

http://zwischengeschlecht.org
Regelmässige Updates: http://zwischengeschlecht.info

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>>> Offener Brief EMBL/EMBO, 6.11.10 (englisch)

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Siehe auch:

- Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg
- Kinderkliniken: € 8175,12 Reingewinn pro Genitalverstümmelung
- "Genitalkorrekturen in Deutschland in der Regel im ersten Lebensjahr" (DGKJ/APE/DGE)
- "Weder Evidenz noch medizinische Indikation" (Dr. med. Jörg Woweries)
- "EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller chirurgischen Genitalverstümmelungen in deutschen Kinderkliniken 
- Genitalverstümmelungen in westlichen Kinderkliniken – eine Genealogie der TäterInnen
- Amnesty Deutschland: "fundamentaler Verstoß gegen die Menschenrechte"
- Genitale Zwangsoperationen an Zwittern vergleichbar mit weiblicher Genitalverstümmelung
- Genitale Verstümmelung & Folgeschäden - AGGPG 1998
- Lübeck: Klinikdirektor propagiert genitale Zwangsoperationen an Kindern
- Göttingen / Lübeck: Direktor Rolf-Hermann Ringert und Oberarzt Dominique Finas propagieren genitale Zwangsoperationen an Zwittern
- Alice Dreger über EthikerInnen als MittäterInnen
- Anliegen von Zwischengeschlecht.org an den Deutschen Ethikrat 2010 
- Das Medizynermärchen von den "früheren Behandlungsmaßstäben"
- Zwangsoperationen an Zwittern: Bundesregierung beugt Grundgesetz Art. 2
- Chirurgische Genitalverstümmelungen: UNO mahnt Bundesregierung
- Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: Gesetzgeber gefordert
- Schweiz: Terre des Femmes und Amnesty gegen Zwangsoperationen an Zwittern
- "Die Macht der Tabus" - Konstanze Plett über Genitalverstümmelung, amnesty journal 03/08
- "Netzwerk DSD/Intersexualität": Ethik-Empfehlungen als Feigenblatt für Zwangsoperateure
- Die grosse "Intersex"-Statistik-Lüge
- Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen geschehen?