Ulrichs-Hirschfeld-Money-Butler-"hirnorganische Intersexualität"
By seelenlos on Friday 9 May 2008, 01:33 - Die Mediziner - Permalink
ulrichs mag lange tot sein (wie hirschfeld und
money inzwischen ja auch), aber seine ideen (& strategien) leben munter
weiter -- im guten wie im schlechten:
karl heinrich ulrichs, "Vorkämpfer der Homosexuellen-Bewegung", hatte das undankbare
schicksal, in einer zeit zu leben, als homosexualität (noch) strafbar war. er
verlor seine stelle als gerichtassessor und kriegte als anwalt generelles
berufsverbot. damals hatten zwitter noch das privileg, mit 18 (als einzige menschen) selbst entscheiden zu können, ob sie
sich lieber mit männlein oder mit weiblein ins bett legten -- was ulrichs als
jurist zweifellos bewusst war. logisch fühlte sich ulrichs bald einmal als
"psychischer hermaphrodit" und predigte
diese idee für den rest seines lebens. logisch war dabei der wunsch der vater
des gedankens.
magnus hirschfeld griff diese idee auf und entwickelte daraus
(und seiner behauptung, schwule seien "das dritte geschlecht") die "lehre von
den sexuellen zwischenstufen", in der er zwitter, schwule, transsexuelle, und
den halben "psychopathia sexualis"-katalog von krafft-ebing munter in einem grossen topf durcheinanderrührte,
und begründete damit die "church of sexology" überhaupt inkl. "gendertheorie"
-- letztlich ebenfalls als mittel zum zweck, um mit der gleichen argumentation
wie ulrichs, aber unter dem deckmantel der "wissenschaft" gegen die
kriminalisierung der homosexualität zu kämpfen.
john money hat darauf das meiste von hirschfeld ohne
quellenangabe geklaut, genau gleich wie nochmals eine generation später
judith butler von john money. und auch butler propagiert
weiter lautstark money's kernthese "gender trumps sex", und taucht bei
zwitter-vereinnahmenden transgendern prompt jedesmal in der literaturliste auf
...
transsexuelle leiden heute daran, "im falschen Körper geboren"
zu sein und müssen, um die ersehnte op zu bekommen, ein jahrelanges behördliches und gutachterliches spiessrutenlaufen
absolvieren. neidvoll schauen sie auf die zwitter (bzw. ihre idealvorstellung
davon), die ops stattdessen "nachgeworfen" bekommen. logisch enden sie bei
einem konzept wie z.b. "hirnorganische intersexualität" --
schliesslich hatte derselbe trick mit dem "psychischen hermaphroditismus" ja
schon mal bestens geklappt. einmal mehr ist der wunsch der vater des gedankens
-- auch auf medizynerseite, würde bestimmt das geschäft ankurbeln. nur die
psychologen & der amtsschimmel hätten keinen spass, deshalb wird das
transsexuellengesetz stets nur kosmetisch "reformiert".
die frage, ob z.b. bei der "hirnorganischen intersexualität" die experten der
"church of sexology" den trans-aktivisten folgen oder umgekehrt, gleicht für
mich der frage nach dem huhn oder dem ei -- oder auch der nach "nature" (d.h.
gene) oder "nurture" (d.h. erziehung). und zu letzterer gefällt mir immer noch
milton diamonds lösung am besten: "nature + nurture = interaction".
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