Hirschfeld, immer noch mit deutlichen Spuren des Überfalls im Gesicht, desinfiziert den zu operierenden Bereich ...

... und fragt nach dem Skalpell ...

... das seine transvestitische Gehilfin Dorchen in der Aufregung jedoch zunächst auf den Boden fallen lässt. Hirschfeld beruhigt seine Assistentin sowie die erregten Angehörigen, und setzt beherzt zum ersten Schnitt an ...

nn

...während er seine Assistentin weiter beruhigt: "Im Krieg hast du nie einen Krampf bekommen." (Früher im Film wurde Dr. Hirschfeld im 1. Weltkrieg als routinierter Amputator aller möglichen Gliedmassen gezeigt.) Sobald der erste Tupfer sich rötet, schlägt die Mutter die Hände vors Gesicht ...

nn

... und auch der zu Begin theatralisch mit dem Säbel rasselnde Leibwächter guckt angespannt.

nn

Hirschfeld säbelt nun kraftvoll mit ganzem Körpereinsatz. Die "Patientin" zuckt mit den Beinen. Es gibt ein spritzendes Geräusch, Assistentin Dorchen atmet erschreckt ein ...

nn

... Hirschfeld hat den Spritzer in klassischer Splatter-Manier auf die Mundpartie abbekommen ...

15

... operiert jedoch unbeirrt weiter. Schon legt er das amputierte zwittrige Genital in die Nierenschale ...

16

... und vollendet den Eingriff, während die Mutter von den 2 jungen Männern getröstet wird.

18

Das amputierte zwittrige Genital wird in einer Vase entsorgt ...

19

... und darin sogleich verbrannt.

20

Dem wehrlosen Opfer der genitalen Zwangsoperation wird während der ganzen Szene nicht eine einzige Einstellung gewidmet. Die genitale Zwangsoperation bleibt in Rosa von Praunheims Hirschfeld-Bio dargestellt als zwar irgendwie wohl nicht besonders ruhmvolle, aber stillschweigende Notwendigkeit. Nach der Genitaleinäscherung schwenkt die Kamera stracks um auf – na, was wohl?

21

Der erfolgreichen Gründung des "Instituts für Sexualwissenschaft" in der nächsten Szene steht somit nichts mehr im Wege, von der Schatztruhe wird überblendet auf:

22

Der Zwitter hat seinen Zweck erfüllt ...

Zwischengeschlecht.org ruft alle fortschrittlichen LGBTQs und ihre Organisationen dazu auf,

  • ihre Positionen und Praktiken kritisch zu reflektieren 
  • den Jahrzehnte langen Kampf der Zwitter gegen Genitalverstümmelungen als eigenständigen Kampf um "das Recht intersexueller Kinder auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit" zu respektieren
  • die Zwitter in ihrem Kampf gegen Genitalverstümmelungen nach Kräften solidarisch zu unterstützen, NICHT die Leiden der Zwitter bloss als Aufhänger oder 'Material' für die eigenen Forderungen und Kämpfe zu benutzen!

>>> Magnus Hirschfeld – bestbezahlter Genitalverstümmler seiner Zeit

>>> Offener Brief an Rosa von Praunheim

Siehe auch:
- Zwitter und progressive LGBTs gegen Vereinnahmung  
- Ulrichs-Krafft-Ebing-Hirschfeld-Money-Butler-"hirnorganische Intersexualität" 
- Die Rede von der "psychischen Intersexualität"