Als im Januar 2004 das Netzwerk Intersexualität (mittlerweile: Netzwerk DSD) ins Leben gerufen wurde, schien endlich ein konkreter Schritt hin zur Verbesserung der Situation von intersexuellen Menschen getan zu sein. Hier eine Kurzbeschreibung über Sinn und Zweck des Netzwerks:

''Das «Netzwerk Intersexualität» (Start Januar 2004) befasst sich mit Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung (Disorders of Sex Development - DSD). (...)

In Zusammenarbeit mit den Selbsthilfeinitiativen und den medizinischen Kooperationspartnern wollen wir die Diagnostik & Therapie, die medizinische & psychosoziale Versorgung für Betroffene und ihre Familien verbessern, sowie Aufklärung und respektvolle Kommunikation unterstützen. (...)'' >>> mehr

Ende August fand ein Netzwerktreffen in Bochum statt, an dem einige intersexuelle Menschen als Vertreter dabei waren.

Was sie berichten, stimmt nicht gerade zuversichtlich: Nach Berlin 2000 reagierten Mediziner auf die berechtigten Anliegen und Einwände der Zwitter einmal mehr einzig mit tumultartigem Verlassen des Saals.

So entsteht vielmehr der Eindruck, als wäre die Beteiligung von Intersexuellen am Netzwerk eine Alibiübung, ein wirklicher Dialog findet nicht statt.

Hier zur Information die beiden offenen Briefe an das Netzwerk Intersexualität:

>>> Offener Brief von Lucie Veith an das Netzwerk Intersexualität

>>> Offener Brief von Claudia Kreuzer an das Netzwerk Intersexualität


Siehe auch:
- "Medizinische Intervention als Folter" - Michel Reiter 30.6.2000
- Wie das "Netzwerk Intersexualität/DSD" seine Versprechen bricht
- Ersatzhormone für Zwangskastrierte auf Kasse! "Netzwerk DSD" zum Handeln aufgefordert
- 5. Treffen Netzwerk Intersexualität Kiel 6.9.2008