[...] Mediziner würden mit einer Reihe von Rechtfertigungen argumentieren, die weder medizinisch noch wissenschaftlich korrekt seien. Ein Beispiel sei die Entfernung von Hoden aufgrund von Krebsgefahr. Diese betrage jedoch lediglich etwa 2%. Das Risiko für Brustkrebs bei Frauen betrage demgegenüber 20%. "Man geht deshalb trotzdem nich hin und entfernt Brüste prohylaktisch", sagte Dr. Diamond. "Man wartet, bis sich zeigt, dass wirklich etwas passiert. Dasselbe gilt auch für Hoden."

Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!

Kommentar:

Einmal mehr Klartext von Milton "Nature loves variety, but society hates it" Diamond!

Schon in früheren Veröffentlichungen hielt Diamond als grosse Ausnahme unter den "ExperInnen" unmissverständlich fest: "Zwei Hauptinteressen stehen vor allem auf dem Spiel: die körperliche Unversehrtheit und die Selbstbestimmung." (englischer Originaltext / deutsche Übersetzung auf intersex.schattenbericht.org)

Auch war Milton Diamond bekanntlich derjenige Wissenschaftler, der sich als einziger getraute, John Moneys Lügen und wissenschaftliche Fälschungen, denen hunderttausende von Zwittern zum Opfer fielen (und aus denen die Gendertheorie entsprang), öffentlich als solche zu benennen.

Ebenso war es Milton Diamond, der von Anfang an als entschiedener Kritiker des pathologisierenden Medizynerbegriffs "DSD (Disorder of Sex Development = Störungen der Geschlechtsentwicklung)" auftrat und die Medizyner öffentlich aufforderte, ihn umzubenennen in "Variationen der Geschlechtsentwicklung". Eine Kritik, die er seither mehrfach bekräftigte.

Aus diesem Gründen sind ihm Zwischengeschlechtliche in Dankbarkeit verbunden – wie auch Elisabeth Müller in ihrer spontanen Dankesrede anlässlich der Ehrung in Hamburg festhielt:

Denn normalerweise werden wir von Medizinern mehr oder minder geschädigt. Bei Milton Diamond ist dies etwas anderes. Wir Zwischengeschlechtlichen können ihm in die Augen sehen und wissen, dass er uns wohlgesonnen ist. Bei Milton Diamond braucht sich kein Hermaphrodit unwürdig zu fühlen.

Kein Wunder, versuchten (Trans-)GendertheoretikerInnen und John-Money-Apologeten deshalb immer wieder, Milton Diamond mit (bezeichnenderweise stets unbelegten) Lügen zu diskreditieren, wie z.B. eigentlich sei Diamond schuld am Selbstmord des John-Money-Opfers David Reimer, oder gar, Milton Diamond würde angeblich seinerseits Zwangsoperationen an Zwitterkindern propagieren, weshalb Zwitter angeblich besser daran täten, statt mit Milton Diamond gesetzliche Massnahmen gegen Zwangsoperationen zu fordern, sich bei den Transgendern vor den Karren spannen zu lassen, sprich für diese die Abschaffung der Geschlechter zu fordern – und somit den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

Was es braucht, sind gesetzliche Massnahmen zur sofortigen Beendigung der kosmetischen Genitaloperationen an Kindern!

Menschenrechte auch für Zwitter – insbesondere das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung! – Wie lange noch?!

2011: UN-Folterausschuss rügt Deutschland, fordert Entschädigung für IGM
2013: UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
2013: Europarat-Resolution 1957 verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen
2014: WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
2014: UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte

2015: "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtskonvention verbietet IGM

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Intersex-Verstümmelungen – eine Genealogie der TäterInnen