Auf diesem Blog und auf dem IS-Menschen-Forum wurden die menschenverachtenden "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) "Störungen der sexuellen Differenzierung", die genitale Zwangs-OPs und Zwangskastrationen für Zwitter vorschreiben, vor gut einer Woche scharf kritisiert -- mit ungeahnten Folgen:

Mittlerweile wurden diese beschämenden "Leitlinien" rückwirkend auf Februar 2008 ausser Kraft gesetzt!

Wer sie unter dem ursprünglichen Link anklicken will, erhält lediglich noch eine 404-Fehlermeldung "Nicht gefunden". Stattdessen wurden sie am 26.5. klammheimlich in die Liste der "nicht aktualisierte[n] Leitlinie[n]" verbannt mit dem rückwirkenden Hinweis "gültig bis: 01/2008". (Nachtrag 17.3.09: Mittlerweile heisst's auch dort nur noch "404 not found". >>> online hier im Archiv Auf der AWMF-Leitlinienpage heisst es dazu: "Nicht aktualisierte Leitlinien werden von der AWMF nicht mehr publiziert. Falls Sie ältere Leitlinien suchen, fragen Sie bitte die herausgebende(n) Fachgesellschaft(en)." )

Da sag ich zur Abwechslung mal: "Danke, Danke, Danke!" (Und geh schon mal was entkorken ...)

Bleibt zu hoffen, dass dieses für-veraltet-erklären nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt, sondern auch konkrete Auswirkungen auf die tägliche Urologen-OP-Praxis haben wird!

Und dass die "Leitlinien" gelegentlich kompetent überarbeitet (z.b. anhand der Überlegungen der Arbeitsgruppe Ethik im Netzwerk Intersexualität „Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung“) und dann wieder online gestellt werden!

Holzauge bleib wachsam ...

Siehe auch:
- "Netzwerk DSD": Ethik-Empfehlungen als Feigenblatt für Zwangsoperateure
- "Netzwerk DSD"-Chef Olaf Hiort: "keine Qualitätskontrolle" bei Zwangsoperationen an Zwittern
- Erste Antwort auf die neuen kleinen Anfragen – Bundesregierung deckt ZwangsOPs wie üblich ...
Wie das "Netzwerk DSD" die "Lübecker Studie" frisiert