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Intersex-Genitalverstümmelungen stoppen!

Laut einer heutigen >>> SPÖ-Pressemitteilung von Andrea Mautz (SPÖ-Bundesfrauengeschäfts- führerin) und Peter Traschkowitsch, (Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo Sozialdemokratische Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen Organisation) ein "Positionspapier Intersexualität - Leben zwischen den Geschlechtern" präsentiert (von dem aber bisher bloss die Zusammenfassung innerhalb der Pressmitteilung öffentlich einsehbar ist).

Die gute Nachricht: "Recht auf körperliche Unversehrtheit" und (in altbekannt sexologisch verbrämter Manier) Intersex-Genitalverstümmelungen sind darin immerhin erwähnt bzw. angedeutet! Hipp, hipp!

Der Rest: Die GenossInnen wollen weiter zuwarten und (statt die Verstümmelungen endlich konkret anzugehen) erst mal noch noch paar Runden "sensibilisieren" und "fachlich-gesellschaftspolitisch" diskutieren (ist ja sooo ein interessaaantes Thema!), wie Verstümmelungen, pardon: "geschlechtszuweisende medizinische Maßnahmen" eventuell später irgendwann irgendwie "verhindert" werden könnten – unmittelbaren gesetzgeberischen Handlungsbedarf wollen sie nicht erkennen, sofern es "nur" um verstümmelte äußere und innere Kindergenitalien geht (da ist dann "Personenstandsrecht" für sie doch noch einen Tick interessanter – ein Schelm, wer Böses dabei denkt).

Offenbar vermochte Lucie Veith mit ihrem Vortrag (nach Adenauer-Stiftung) auch SPÖ und SoHo nicht vom dringenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf zu überzeugen  – obwohl in Österreich wöchentlich mindestens 1 wehrloses betroffenes Kind medizinisch nicht notwendigen Kastrationen und weiteren kosmetischen Genitaloperationen zum Opfer fällt!

Innsbruck, Wien, Linz – Orte von Intersex-Genitalverstümmelungen

Fakt: Die TäterInnen in den Universitäten und Kinderkliniken, die reden nicht lieb und schwurbeln vor sich her.

Sondern bilden knallhart die nächsten Generationen von VerstümmlerInnen aus auch in Österreich!

Zum Beispiel aktuell im >>> "Pädiatrie Modul 3.03" (PDF 11MB) [WARNUNG!!!] der VerstümmlerInnenhochburg Medizinische Universität Innsbruck, das schlankweg erzwungene Kastrationen (inkl. Lüge vom "Krebsrisiko"), kosmetische "Klitorisreduktionen" und weitere medizinisch nicht notwendige "Genitalkorrekturen" als (für Kliniken lukrative) "Therapien" verkauft: 

(S. 28 innerhalb PDF / S. 23 laut Seitennummerierung)

(S. 31 innerhalb PDF / S. 26 laut Seitennummerierung)

(S. 32 innerhalb PDF / S. 27 laut Seitennummerierung)

Wer nachher sagt, man habe das nicht wissen können, macht sich zur MittäterIn!  

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