Christiane Völlings Geschichte
By nella on Saturday 17 November 2007, 13:01 - Die anderen - Permalink
Kurzbiografie: Intersexualität bei Adrenogenitalem Syndrom
Von Christiane Völling, die ihren damaligen Mediziner im "Zwitterprozess" wegen Körperverletzung anzeigt. 1. Prozesstag in Köln am 12.12.2007, Fortsetzung am 06.02.2008.
Meine Erkrankung AGS mit 21-Hydroxylasedefekt, XX-chromosomales Geschlecht, wurde bei meiner Geburt nicht erkannt. Ich sage "Erkrankung", da AGS nicht heilbar ist und ich lebenslang vom Kortison abhängig sein werde, ist lebensnotwendig für mich, lasse ich es weg versterbe ich (so kann ich mich auch selbst töten).
Die Hebamme meinte ich könnte auch ein Mädchen sein. Aber es wurde dann doch entschieden ich sei ein Junge (die vergrößerte Klitoris hielt man für einen Mikropenis). Ich wurde also als Junge, obwohl keine Hoden vorhanden, beim Standesamt angemeldet und entsprechend erzogen. Als Kleinkind sagte ich öfter ich sei ein Mädchen, aber meine Eltern hielten das wohl für das übliche Kindergerede, konnten mit meinen Äußerungen nichts weiter anfangen.
Mit 3-4 Jahren rutschte ich in die vorgezogene Pubertät mit allen Folgen (beim unerkannten AGS produziert die Nebenniere zuviel Androgene, diese lösen beim unerkannten AGS die vorgezogene Pubertät aus). Ich litt unter fürchterlichen Bauchschmerzen, Größenwachstum setzte ein (ich war der Größte in der Grundschule, einfach schrecklich!! Die anderen Kinder haben mich gemieden wie die Pest, ich war immer alleine, fand keine Freunde) mit vorzeitigem Wachstumsstop (ich bin jetzt so "groß" wie mit ca. 12 Jahren), "da unten" ebenfalls Wachstum ohne Ende. Das alles hat aber niemanden interessiert, weder meine Eltern noch dem Haus-"arzt". Ich habe jeden Tag geweint vor Entsetzen und Angst, Schmerzen und Hilflosigkeit. Hat aber auch niemanden interessiert. Ich wurde nicht weiter wahrgenommen oder registriert. Ich blieb allein. Ich war ständig krank und kränkelnd, habe (fast) jeden Tag instinktiv Salz gegessen, tat mir immer gut. Hat auch niemanden interessiert. Andere Kinder essen Süßigkeiten, ich aß Salz. Wußte da natürlich nicht, daß dies mein "Leben" retten würde. Ich war nur irritiert, gefühlsmäßig durcheinander, denn ich fühlte mich doch eher als Mädchen, konnte nicht viel mit den üblichen Jungenspielen anfangen, bekam aber nie Erklärungen für mein Anderssein und meine "gegengeschlechtlichen" Gefühle. Aber da ich eher einem Jungen ähnelte und einen männlichen Vornamen hatte (immer noch habe!) glaubte ich mit der Zeit ich sei dann doch eher ein Junge und versuchte meine kindlich-mädchenhaften Gefühle zu unterdrücken, auch um nicht den Verstand zu verlieren und um zu überleben mußte ich mich anpassen.
Ich konnte mich gefühlsmäßig und körperlich nicht weiterentwickeln. Die vorgezogene Pubertät hat sehr viel an meinem "Leben" unwiederbringlich zerstört. Ich nehme heute noch meine kindlich-naiven-mädchenhaften Gefühle wahr, das kleine angstvolle, leidgeplagte, schutz- und hilflose, auf der Treppe sitzende, weinende Mädchen tief in mir.
Die normale Pubertät wie viele sie wohl kennen und erfahren, durchlebt haben, kenne ich nicht. Ich weiß nicht welche geheimnisvollen Bande da betätigt werden, daß "Mann" und "Frau" zueinander finden, sich ineinander verlieben (können) usw. Ich kenne diese und andere Gefühle nicht. Ich blieb (und bleibe) ein Außenseiter und allein.
Die anderen wachsen - ich nicht. Interessiert auch niemanden, nur mich. Jetzt war ich auf einmal der Kleinste (Hauptschule/Gymnasium). Wieder nur Hohn und Spott von den anderen Kindern, auch vom Lehrer. Ich wurde weiter gemieden, warum auch nicht?! Ich mußte mich schon früh daran gewöhnen ständig beleidigt und verspottet zu werden, wurde als Grundschulkind ja schon überall gedemütigt, auch von den Nachbarn. Es war das reinste Spießrutenlaufen der Weg zur Schule und zurück. Oft schlug mir der blanke Haß entgegen, wenn es erlaubt gewesen wäre hätten mich auch die Erwachsenen geschlagen. Ein Erwachsener hat es mal getan, schlug mir auf meinen krummen Rücken (ich bekam aufgrund des beschleunigten Längenwachstums einen runden Buckel, wie die alten Hexen in den Märchen).
Bin stehengeblieben, hab den nur angeschaut. Hat er nicht lange aushalten können, er verschwand dann wortlos in sein Haus. Hat er nie wieder getan, nur weiter mit Worten geschlagen. Seinen haßerfüllten kalten Blick werde ich nicht vergessen. Ich ging öfter über Schleichwege um denen zu entkommen. Hat nicht immer funktioniert. Manche Kinder verfolgten mich mit dem Rad, ich bin stur geradeaus gegangen, bloß keine Angst zeigen, sonst wird alles nur noch schlimmer! Hat auch geholfen, irgendwann war ich denen zu langweilig geworden, weil ich darauf nicht reagiert habe. Hat zu Hause aber auch niemanden interessiert. Ich war auf mich allein gestellt, angewiesen, irgendwie überleben, innerlich. Da war ich ca. 6 - 10 Jahre alt. Jugendzeit/Pubertät habe ich nicht gehabt, kenne ich nicht, ich mußte als Kind sofort erwachsen werden um überleben zu können. Mit 16 dann auf einmal "Leistenhoden" (Haus-"arzt"). Ich ab in die Urologie des nächsten Ortes (ich wuchs in ländlicher Umgebung auf). Diese finden aber Ovarien, entnehmen Histologie. Pathologe sagt: "Nebenhodengewebe und Ovarien" und bleibt dabei. Also bin ich ein Zwitter. Wurde mir auf menschenverachtende Weise mitgeteilt. Haus-"arzt":
"Du bist kein Mann! Du bist auch keine Frau! Du bist ein Zwitter! So Menschen wie dich hat man früher auf dem Jahrmarkt ausgestellt und damit Geld verdient! Das kannst du ja auch mal ausprobieren, da bist du eine Kuriosität, eine Sensation!" Er lachte dabei. Meine Eltern waren da nicht bei mir. Ich war und blieb allein.
Durch diese demütigende Art der Mitteilung rutschte ich in einen Schockzustand. Ich wollte mich auf der Stelle umbringen. Den psychischen und körperlichen Schock hat niemand erkannt. Der Psychologe erklärte es mir im vergangenen Jahr, habe 30 Jahre nicht gewußt, daß ich dadurch einen Schock erlitten hatte. Dieser grauenvolle Zustand hielt tagelang an, ich konnte nicht sprechen und war fast unfähig zur Schule zu gehen, traue mich seitdem kaum noch unter Menschen. Ich war und blieb allein. Da war niemand, der mich irgendwie aufgefangen oder getröstet hätte. Ich mußte allein damit fertig werden, versuchen das zu verkraften. Durch diese Art der Mitteilung Entstehung meines "Monstergefühls" (Anderssein-Gefühl seit ich denken kann) und Vertiefung meiner inneren Isolation. Ist bis heute geblieben. Ich verkroch mich jede Nacht in unseren finsteren kalten Keller, ein Untier, ein klauenbewehrtes, schwarzes, klumpiges Monster eben. Dort Ausarbeitung meines Suizidplanes. Meine ältere Schwester brachte mich kurz vor Ausführung des Suizids (hätte ich getan!) in die Uni Köln. Irgendwie bin ich beim Endokrinologen hängengeblieben (Chirurgie, Gynäkologie, Plastische Chirurgie). Die übliche, für uns Intersexe normale Tortur begann (da wußte ich das aber noch nicht, daß dieser Umgang als "Normal" betrachtet wird, seitens der Mediziner, wird bis heute gemacht, interessiert aber niemanden!!!!), einschließlich der gegen meinen ausdrücklichen Willen gemachten GANZKÖRPERNACKTAUFNAHMEN mit PORTRAITS meines intersexuellen GENITALES!!! Ich wurde vom Stationsarzt GENÖTIGT!! Mit knapp 17 Jahren wurde ich von einer FRAU! NACKT FOTOGRAFIERT!!, mußte mich vor ihr AUSZIEHEN!! Ich habe mich zu TODE GESCHÄMT! Dabei GEZITTERT und GEWEINT, dabei HOHN und SPOTT: " Wir gehen mit Ihren Fotos nicht hausieren, nicht von zu Tür zu Tür um sie zu verkaufen...!" Sie LACHTEN dabei!! Ich bin innerlich endgültig zerbrochen. Das habe ich bis heute NICHT VERKRAFTET!!! Im OP-Saal wurde ich ebenfalls GEGEN MEINEN WILLEN FOTOGRAFIERT!! Interessiert auch NIEMANDEN!! Verstöße gegen die GG, Menschenrechte usw. Interessiert NIEMANDEN!!!
Studentenvorführungen mit Streaptease-Einlagen! Selbstverständlich OHNE vorherige Aufklärung oder meine Einwilligung! Die haben sich benommen wie...!!! Unmögliches, grauenhaftes "Benehmen"!! Nur Gekicher und voyeuristisches Gegaffe! Kein bißchen Anstand! Ich glaube, die kannten das Wort überhaupt nicht! Ich fühlte mich wie ein Tier im Zoo! Nein, schlimmer! Denn dieses wird menschlich behandelt! Ich war eben ein Untier, ein Monster, eine Kuriosität!! Absichtliche Einschüchterungen seitens des behandelnden Arztes: " Warum kommen Sie jetzt erst!!!? Was denken Sie denn, was ich jetzt noch für Sie tun soll!!!? Wie haben Sie sich das gedacht!!!? Seien Sie froh, wenn ich noch einen Arzt finde, der Sie noch operiert, das wird alles im Kindesalter gemacht!!!" Körpervermessungen - wozu benötigen die meinen Kopf- und Beckenumfang, Arm- und Beinlängen?? Absichtliche Falsch- und oberflächliche Aufklärung, unterlassene Hilfeleistung, die haben GEWUßT!!!, daß ich höchstgradigst SUIZIDGEFÄHRDET!! und ALLEINE!! war und haben NICHTS UNTERNOMMEN!! KEINE HILFEANGEBOTE!!!
Falsche Diagnosen: Gonadendysgenesie, wahrer Hermaphroditismus, Pseudohermaphroditismus, Turnersyndrom, Klinefeltersyndrom, AGS und wieder wahrer Hermaphroditismus. Angeblich "der einzige Fall in ganz Deutschland mit dieser Konstellation" und ob es mich nochmal gibt auf dieser Welt: "Ja, das wissen wir nicht so genau, aber denken können wir uns das schon, daß es Sie mit dieser Konstellation noch mal gibt...". Na, wenn man sich da nicht einsam und gottverlassen fühlt auf dieser Welt und tief verzweifelt ist...
Unterlassene Hilfeleistung auch von seiten des Psychosomatikers: " Nach
Beendigung aller Behandlungen sind wir an einem weiteren Gespräch sehr
interessiert." Das sagt alles: auch für ihn war ich nur ein Experiment!!
Ausleuchtung meiner sexuellen Orientierung. Ich mußte ihm meine intimsten Dinge
erzählen!! Er hat diese brühwarm an Dritte weitergegeben!!
Dieses ....!!! INTELLIGENZTEST!!! WOFÜR????????? Sind Zwitter und Pseudozwitter
geistig behindert!?? Manche "Ärzte" vermuten dies bis heute!!! Er bescheinigte
mir eine "gut ausgebildete Intelligenz"!! Ist doch auch schon mal was -
oder???
Alles unter Zwang und Drohungen: " Wenn Sie meinen Sie bräuchten nicht mitmachen oder Sie könnten mich täuschen, haben Sie sich geirrt!! Ich werde das sofort merken!! Ich kann auch anders!!!" Ich dachte der sperrt mich für immer weg! Also tue ich was er von mir verlangt! Wenn ich wüßte, daß er noch lebt und wo er wohnt - ich würde ihn besuchen und ihm gehörig den Kopf waschen, er ist ja an einem weiteren Gespräch sehr!! interessiert!! Bietet mir KEINE HILFE!! an!! War für ihn wohl normal, daß ich als Zwitter unfruchtbar bin und kastriert werden soll und ich mit meinen 17 Jahren mit allem alleine fertig werde!! Der wußte BESTENS!! über mich Bescheid, selbst meinen Chromosomensatz (steht in seinem Begleitbrief!)!!
Ich landete dann als "echter Zwitter" auf dem OP-Tisch und wurde geschlechtsumgewandelt in einen kastrierten Pseudohermaphrodit ( "... normale weibliche Anatomie... Entfernung aller intraabdominell gelegenen weiblichen Organe...").
Selbstverständlich OHNE MEINE EINWILLIGUNG!!! und OHNE ENTSPRECHENDE
AUFKLÄRUNG!!! Wozu auch???
Der ausschlaggebende Grund für meine OP-Einwilligung war das mir gegenüber
erwähnte evtl. Entartungsrisiko meiner angeblich unterentwickelten, "nicht
richtigen Eierstöcke und des verkümmerten Hodengewebes", diese sind entstanden
durch meine "nicht richtigen Chromosomen, diese bestehen aus abgebrochenen
Chromosomenstücken, die sich falsch zusammengefügt haben. "
Ob ich XX oder XY habe?: "das wissen wir nicht so genau, vermutlich beides. Fragen Sie in einem halben Jahr nochmal nach, vielleicht wissen wir dann mehr. Das ist eine hochkomplizierte und sehr teure Untersuchung!" "Aufklärung", die ich erhielt!!!
Unterschrieben hatte ich "nur" für eine "Laparotomie". Ist das, nennt "Arzt"
DAS eine "korrekte, vollständige Aufklärung"!!!!??? Meine NORMALEN!!
WEIBLICHEN!! XX- Chromosomen waren den Ärzten bestens!!! und bereits seit
MONATEN!! VOR meiner ZWANGSKASTRATION!! BEKANNT!!!
Obwohl der Operateur meine "normale weibliche Anatomie" erkannt hat, hat er
weitergemacht!! und mich KASTRIERT!! Anstatt das Messer wegzulegen und weitere
Diagnostik zu betreiben!! ÄRZTEPFUSCH und ZWANGSKASTRATION!!
SCHWERE und GEFÄHRLICHE KÖRPERVERLETZUNG!!! Verstoß gegen § 226 STGB!! Darauf steht Freiheitsentzug, KNAST!! für mehrere Jahre! Leider VERJÄHRT!! Da hat der "Arzt" Glück gehabt!! Ich wurde kastriert, weil ich angeblich ein "echter Zwitter" war!! Darum hat er weitergemacht! Sonst hätte er aufgehört und mich wieder zugenäht, mir meine GESUNDEN!! WEIBLICHEN GESCHLECHTSORGANE!! gelassen!! Die haben falsche Diagnosen gestellt!!! Aber der "Arzt" hat TROTZDEM weiter operiert!!!
Ich wurde absichtlich NICHT AUFGEKLÄRT!!! "Die obig genannten Diagnosen dürfen ihm auf keinen Fall mitgeteilt werden...",
Schreiben aus dem Jahre 1979!! ZWEI!! Jahre nach meiner von mir NICHT
GENEHMIGTEN!!! Kastration war ich immer noch nicht aufgeklärt, auch nicht über
die bereits damals mögliche operative Angleichung an das weibliche Genitale!!!
Mir wurde dann gesagt ich habe AGS und benötige lebenslang Kortison. Ist das
eine "VOLLSTÄNDIGE, KORREKTE AUFKLÄRUNG"???
Ich dachte ich spinne wegen meiner "gegengeschlechtlichen" Gefühle, also halte
ich meinen Mund und tue so als ob ich ein "richtiger Mann" bin, bevor ich
wieder zu dem Psycho muß. Da hatte ich echt Angst vor, ich dachte, der läßt
mich nicht mehr laufen.
Ich wollte dann nur noch einigermaßen "normal" aussehen "da unten", also
bieten die mir eine Harnröhre an (ich hatte keine richtige, Wasserlassen war
und ist bis heute eine Qual). Laß ich dann auch machen. ZWEI!! Jahre später
bekomme ich dann ENDLICH! Kortison und Testosteron (!) gegen Osteoporose (!),
weil ich ja keine Gonaden mehr habe, die ein Hormon produzieren, das meine
Knochen zusammenhält (Aufklärung, die ich erhielt). Obwohl die Ärzte bereits
seit ZWEI!! JAHREN!! meine Erkrankung/Diagnose kannten!!! Die - NICHT ICH!!!
Die haben mir das für mich lebensnotwendige Kortison ABSICHTLICH!!
vorenthalten!! Ich nenne das MORDVERSUCH!! Ich hatte mehrere Jahre!! alle
Wechseljahresbeschwerden einer Frau (Hitzewallungen, Kälteschauer,
Schwächeanfälle, Kreislaufbeschwerden, Entfremdungsgefühle,
Benommenheitszustände), wußten die Ärzte. ICH wußte aber nicht!!, daß dies u.a.
Wechseljahresbeschwerden sind.
Woher soll ich das auch wissen?! Ich habe gelitten wie Hund, auch wegen
Kortisonmangel Beschwerden. Diese machen nur "Hormonanalysen" und schicken mich
wieder nach Hause. Durch Testosteron weitere Vermännlichung (Stirnglatze,
Bartwuchs, männlicher Behaarungstyp, tiefere Stimme u.sw.). Das Chaos tobt in
mir, Entfremdungsgefühle verstärken sich, furchtbare Identitätskrisen, ich
erkenne mich im Spiegel nicht wieder ("das da, das bin ich nicht!", das darf
ich keinem Psychiater erzählen!!), zeitweise hatte ich echte Panik den Verstand
zu verlieren, dachte immer wieder an Selbstmord.
Verstärkung des Monstergefühls, Vertiefung der inneren Isolation und Einsamkeit, ich weiß nicht wer und was ich bin ( "Ich bin ein Dazwischen-Wesen" - so habe ich mich selbst bezeichnet, das Wort Intersexualität war mir bis Dezember 2005 unbekannt, nie gehört oder gelesen und dann bin ich "der einzige Fall in ganz Deutschland"). Haß gegen mich selbst: " es wäre besser gewesen, wenn ich als Kind gestorben wäre", "dieses Leben war es nicht wert gelebt zu werden", "ich bin lebensunwertes Leben", zu diesen meinen über mich selbst gemachten Aussagen stehe ich weiter!!
Jahre später die Erkenntnis: ich bin eine verstümmelte, zwangskastrierte Frau in einem vermännlichten Körper, es wurde ALLES FALSCH!! gemacht!!! und da stecke ich nun drin und finde nicht mehr heraus.
WARUM hat mich niemand ÜBER MICH SELBST AUFGEKLÄRT!!?? WARUM hat niemand gesagt, was MIT MIR WIRKLICH LOS IST!!!?? WARUM bekam ich KEINE HILFE!!?? WARUM hat man(n) ÜBER MICH GEREDET und nicht MIT MIR!!!? Warum ließen mich die Ärzte in meinem ELEND ALLEIN!!!? WARUM bekam ich KEINE ENTSCHEIDUNGSHILFEN!!!? WARUM bekam ich KEINE AUFKLÄRUNG!!!??? WARUM haben die Ärzte meine AÜßERUNGEN ABSICHTLICH! IGNORIERT!!!???? - meine FRAGEN ÜBERHÖRT!!!???? Ich schaffe es nicht aus meiner INNEREN ISOLATION, denn ICH BIN EIN MONSTER!!! und GANZ ALLEIN AUF DIESER WELT!!! Habe ich echt GEGLAUBT bis Dezember 2005!!! Jetzt ENDLICH!!! nach 30!!! JAHREN!!! Isolationsfoltereinzelkerkerhaft, aufgebrummt bekommen durch das unverantwortliche Handeln der Ärzte, bekomme ich HILFE!!! und AUFKLÄRUNG!!! brauche die "Mann"- Rolle für die Umwelt und vor mir selbst! nicht mehr spielen, darf ENDLICH ZU MIR SELBST FINDEN!!! Psychologe sagt ich habe eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt aufgrund der damaligen menschenverachtenden Ereignisse, bin jetzt auf Tiefenpsychologie, die kramt mächtig in meiner Seele rum, der ganze unverarbeitete Mist, der mir zugefügte Schmerz seit meiner frühen Kindheit, alles, bzw. vieles wird wieder aktuell, die vielen ungeweinten Tränen wollen endlich geweint werden, das muß ich alles noch lernen, ich will ihr aber auch nicht ständig was vorheulen, also schlucke ich sie wieder herunter - wie damals und versuche wieder zu "vergessen" - wie damals, geht aber nicht mehr, Psychologe sagt ich habe nur verdrängt. Ja, das stimmt, die Ereignisse begleiten mich auf Schritt und Tritt.
Letztes Jahr Antrag (2006) gestellt für die "chirurgische Wiederherstellung meines Geschlechtes im Sinne von AGS -weiblich". Und Antrag beim Amtsgericht wegen Personenstands- und Vornamensänderung. Jetzt sitzt mir der MdK-Gutachter im Nacken, verlangt von mir die geänderte Personenstandsurkunde, denn ohne Urkunde keine Empfehlung des Gutachters, keine Empfehlung - keine Kostenzusage meiner Krankenkasse - keine Kostenzusage - keine "Rekorrektur-OP" - keine "Rekorrektur-OP" - keine geänderte Personenstandsurkunde. Oder ich laufe über das Trans-Verfahren, genau DA!!! WILL MICH DER GUTACHTER HINEINZWINGEN!!!! ABER DAS LASSE ICH NICHT ZU!!!!!!!!!!!!!!!!!! LIEBER BRINGE ICH MICH UM!!!!!!!!!! ICH BIN NICHT TRANSSEXUELL!!!!! Deshalb jetzt auch noch der Kampf mit dem Amtsgericht wegen meiner Urkunde, diese ist MEINE EXISTENZGRUNDLAGE!!!! FÜR MEIN NEUES LEBEN!!!! Der Amtsrichter und diverse andere Beamte versuchen ebenfalls - wie der selbstherrliche Gutachter!! - mich mit den Transsexuellen in einen Topf zu werfen, trotz eingereichter Unterlagen und deutlich formulierten Erklärungen über Intersexualität, also über mich. Überall stoße ich auf Ignoranz, Inkompetenz, Zynismus, Arroganz und abgrundtiefe Menschenverachtung! Ich fühle mich um mein Leben BETROGEN! ICH WILL ES WIEDERHABEN!! 30!! Jahre!! Zwangsisolationsfoltereinzelkerkerhaft mit allen psychischen Folgen. Darunter leide ich bis an mein Lebensende, ganz zu schweigen von den körperlichen Folgen der Geschlechtsumwandlungs-OP`s (die haben mir eine Geschlechtsumwandlung untergeschoben und ich habe es erst letztes Jahr kapiert!!!!), 27 Jahre Falschbehandlung mit gegengeschlechtlichem Hormon Testosteron "gegen Osteoporose" (!!!???)!!!
Ich MUßTE!!! dieses Hormon gleichzeitig mit dem Beginn meiner Kortisontherapie erhalten, damit ich NICHT!!!!!! VERWEIBLICHEN!!! konnte!!! Denn, als ich ENDLICH!!! Kortison erhielt, wurde dadurch mein Nebennieren-Defekt aufgehoben, die Nebenniere hört dann auf, Androgene zu produzieren, ich kann NICHT WEITER VERMÄNNLICHEN!!, sondern mein Körper beginnt zu VERWEIBLICHEN!! Das ist mit ein Grund, warum die kleinen AGS-Mädchen Kortison erhalten - damit diese nicht weiter vermännlichen können!! Abgesehen von der Unterbindung der Salzverlustkrisen, die zum Tode führen können, ist ein willkommener Nebeneffekt, das mit der Unterbindung der Vermännlichung durch Kortisongabe bei AGS. Mit dieser "Aufklärung" konnten mir die Ärzte dieses Hormon unterjubeln!!!Seit wann bekommen FRAUEN TESTOSTERON GEGEN OSTEOPOROSE!!!???? Ganz abgesehen davon war ich mit Anfang 20 bestimmt noch NICHT!! osteoporosegefährdet!!!
Ich möchte nicht wissen, welche nicht mehr zu korrigierende Schäden mein weiblich angelegter Körper dadurch erlitten hat!!
Nehme jetzt Östrogen. Den ganzen Weg jetzt noch mal gehen, das steckt mein verstümmelter, zerschnittener und zerschundener Körper nicht so leicht weg!! Das alles geht echt an die Substanz und ständig rennen mir die damaligen Ereignisse hinterher, ich habe die Sätze wieder im Kopf, die Szenen spulen sich ab wie im Film.
Ich bin ein psychisches Wrack, ein medizinische Katastrophe und eine menschliche Tragödie, aber bestimmt NICHT!! "der einzige Fall in ganz Deutschland"!! "Danke" an die Ärzte!!! Jetzt auch noch Tinnitus, der zerrt sehr an den Nerven. Nur wenn ich arbeite habe ich etwas Ablenkung, oder ich fahre mit Bus und Bahn ziellos durch Düsseldorf, irgendwohin, hauptsache weg. 30 Jahre und länger Allein-Gelassen-Sein - 30 Jahre ganz allein, jeder Tag ein Überlebenskampf, ich finde keine Kontakte, bin innerlich immer noch isoliert, ich finde da nicht heraus, muß mich an Menschen erst wieder gewöhnen. 30 Jahre hatte ich niemanden zum Reden, erst letztes Jahr bei euch in Bad Orb (2006). 30 Jahre "der einzige Fall in ganz Deutschland"... habe ich echt geglaubt, verfluchte Isolation innen und außen.
Inzwischen ist in DER SPIEGEL ein
Artikel über Intersexualität erschienen, der unter anderem über Christiane und
den
Prozess am 12.12.2007 am Kölner Landgericht berichtet, in dem Christiane
ihren damaligen Arzt wegen Körperverletzung anklagt.
-->
Warum Christiane Völling zur Transsexuellen gemacht werden soll
-->
Sieg in erster Instanz für Christiane im "Kölner Zwitterprozess"!
Comments
Nun Christiane, lese ich deine Geschichte, kommt mir so viel so bekannt vor. Mit dem einzigen Unterschied, dass ich mich sehr rasch den Aerzten entzogen hab. Zwar versuchte ich im Laufe meines Lebens doch etwas mehr zu erfahren, glaubte in Uwissenheit ueber Intersexualitaet, transsexuell zu sein und schaemte mich dann immer auch wieder. Die Aerzte waren fuer mich immer die "weissen Halunken". Und im Nachhinein, nachdem ich mehr ueber mich und auch ueber Intersexuualtitaet weiss, finde ich den Ausdruck angebracht. Auf den Ausgang deines Prozesses bin ich gespannt. Kannst sicher sein, dass ich mit deinem Prozesses, in welcher Form er auch seinen Ausgang finden wird, mich an das Spital der Vergewaltigung an mir wenden werde. Auch wenn die schon vor 30 Jahren behaupteten, dass es ueber mich keine Unterlagen geben soll. Du machst fuer mich einen ganz wichtigen Schritt. Und dafuer danke ich dir.
Herzlichst
Ernesta, die Mohnblume
Kommentar wegen verletzendem, beleidigendem oder nicht themenbezogenem Inhalt verschoben nach http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2007/12/24/Archiv-verletzender-beleidigender-oder-nicht-themenbezogener-Kommentare
Hallo Christiane,
ich habe den Artikel im Spiegel gelesen und bin dadurch auf diesen Blogeintrag gestoßen. Es ist unfassbar, was Dir (und vielen anderen) passiert ist. Noch unfassbarer finde ich, dass Du Dein "Wunschgeschlecht" (klingt in meinen Ohren auch sehr befremdlich, finde aber gerade keinen anderen Ausdruck dafür) nicht eintragen darfst. Gerade als Jurastudentin weiß ich, wieviel Unfug in Deutschland mit Bürokratie getrieben wird. Für jeden Blödsinn wird Beamten ein Ermessen eingeräumt. Aber in Bezug auf so etwas Existenzielles geht das plötzlich nicht...
Weiterhin ging mir auch sofort durch den Kopf, wie ich als Mutter handeln würde, wenn ich ein Kind auf die Wellt bringen würde, das AGS hat. Mir wurde schnell klar, dass daran nichts ändern würde (wollen würde), bis es selbst eine Entscheidung dazu treffen kann. Doch dann kam mir wieder der Gedanke mit der Eintragung des Geschlechts beim Standesamt... Da wird dann ja schon eine Entscheidung getroffen, die man als Außenstehender einfach nicht treffen darf! Wie gesagt, unfassbar...
Ich hoffe, dass Deine Klage erfolg hat und wünsche Dir viel Kraft und Mut für Deinen weiteren Lebensweg. Mut vor allem in Bezug auf Deine Arbeitskollegen.
Frohe Weihnachten,
Pusteblume
Liebe Christiane,
immer wieder aufs neue bin ich schockiert und zutiefst berührt über die Erfahrungen von Intersexuellen. Als ich einen Artikel über Dich in der Zeitung glesen habe, war mir klar, dass der nicht klanglos untergehen dürfte. Daraufhin habe ich einen Leserbrief geschrieben, der hoffentlich bald abgedruckt wird.
Was Dir und anderen angetan wurde, kann niemand mehr rückgängig machen, aber wenigstens sollte dafür gesorgt werden, dass nicht noch mehr das alles durchmachen müssen.
...du bist nicht allein...
Ich bin erschüttert. Seit einiger Zeit befasse ich mich etwas eingehender damit. Ich hatte nie ein Problem, Menschen einfach so anzunehmen wie sie sind. Aber ich wusste darüber Vieles nicht. Durch eine sehr gute und mir liebe Bekannte habe ich davon erfahren und mich seitdem damit auseinander gesetzt. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe nicht, dass es nicht akzeptiert wird, dass es das gibt. Für mich seid Ihr Menschen wie alle anderen auch. Keine Monster. Auf keinen Fall. Einfach Menschen.
Ich habe in meinem Blog darauf hingewiesen und hoffe, das ist so ok
http://cafe-marina.net/blegs/
@ esther, mohnblume, pusteblume, rally, träne, marina:
danke & willkommen!
Liebe Christiane,
es tut mir so leid, was dir passiert ist, ich weine mit dir.
Ich kenne einiges von dem, was du berichtest auch und deine Geschichte berührt mich zutiefst.
Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du das Unrecht anklagst und es öffentlich machst.
Clara
Man nehme einen intersexuellen Menschen, der als Kind entgegen seiner Geschlechtlichen Identität angeglichen wurde.
Man nehme einen kleinen Jungen, der durch einen Unfall seinen Penis verliert, von den Ärzten zum phyischen Mädchen gemacht wird und von seinen Eltern entgegen seiner Geschlechtlichen Identität aufgezogen wird.
Man nehme einen Menschen, der mit einer weiblichen Geschlechtsidentität, aber mit vollständig männlichem Körper geboren wird.
Man nehme dich.
Für mich teilen sich alle Genannten ein Problem. Sie haben eine Geschlechtsidentität entgegen dem Erscheinungsbild ihres Körpers. Für mich ist das der Inbegriff von Transsexuell. Wieso ist der Gedanke für dich so schrecklich, dass du dich lieber umbringen willst, als mit diesem "Label" ausgestattet zu werden? Nachdem du soviel anderes überlebt hast?
man kann nicht drei menschen, deren körper verstümmelt worden ist, mit einem menschen vergleichen, dessen körper nicht verstümmelt wurde, und dann behaupten, alle vier hätten eigentlich dasselbe problem.
diejenigen, deren körper verstümmelt wurden, fühlen sich bei diesem vergleich gelinde gesagt nicht wohl. deshalb lehnen sie in der regel das angesprochene "label" ab.
Kommentar wegen verletzendem, beleidigendem oder nicht themenbezogenem Inhalt verschoben nach http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2007/12/24/Archiv-verletzender-beleidigender-oder-nicht-themenbezogener-Kommentare
@ SarahR
zwischengeschlechtliche menschen haben das recht, als das wahrgenommen und beschrieben zu werden, was sie sind und was sie ausmacht, nämlich "intersexuell" (sprich mit uneindeutigem genital geboren), und NICHT transsexuell. diese unterscheidung hat nichts mit einer wertung oder herabsetzung zu tun. du bist die einzige, die hier von "herabsehen", "etwas besseres" oder "Behindert" redet. wir grenzen uns nicht von transsexuellen ab, weil wir sie verachten, sondern weil wir keine sind, und es deshalb müde sind, dauernd dieses "label" verpasst zu kriegen, punkt.
Offensichtlich haben wir eine völlig unterschiedliche Definition des Begriffs Transsexuell. Für mich ist es die Bezeichnung für den Zustand: "Eine Geschlechtsidentität zu haben, die unvereinbar mit dem Körper ist". Somit spreche ich von einem Zustand, du/ihr siehst aber offensichtlich die häufigste Ursache und definiert Transsexualität darüber.
Wenn der Begriff für uns unterschiedliche Bedeutung hat, muss es zu solch massiven Missverständnissen kommen.
Der Begriff "Behindert" stammte übrigens von mir, da Leute wie ich mit dem Problem zur Welt kommen und nicht erst durch ärztliche Misshandlung mit dem Problem (für mich eben als Transsexualität definiert) konfrontiert werden.
@ SarahR
danke für deinen guten willen, die diskussion hier diesmal sachlicher zu suchen. ich kann bis zu einem gewissen grad verstehen, dass du dich durch christianes sinngemässe bemerkung "ich möchte lieber tot sein als mich in die trans-schiene drücken zu lassen" verletzt fühlst. ich glaube nicht, dass dies christianes intention war. und ich danke dir herzlich dafür, dass du (wie du andernorts schriebst) zwangsoperationen als "grausam" verurteilst und dich gegen solche einsetzen willst (und ja, die gibt es noch heute, in den usa täglich 4-5, in d etwa eine pro tag, und ja, auch in der schweiz sind die mediziner von lippenbekenntnissen abgesehen in der regel nach wie vor stur und uneinsichtig, siehe z.b. http://blog.zwischengeschlecht.info... )
leider habe ich aber den eindruck, dir fehlt es nach wie vor an verständnis, warum sich zwischengeschlechtliche verletzt fühlen, wenn sie als transsexuell eingeordnet werden. und erst recht an einfühlungsvermögen, was es für sie bedeutet, meist als kleinkind zwangsgenitaloperiert und -kastriert worden zu sein (auch wenn ich dir teil-fortschritte nicht absprechen will).
ich habe den thread im souled-forum mitverfolgt
http://www.souled.de/foren/showthre...
und bin froh, dass es dieses forum gibt, und dass dort (auch trans-)menschen posten, die dir sachlicher und unpolemischer paroli bieten können als es mir oder nella möglich wäre, wenn du z.b. zwangsoperationen mit einem "glücksspiel" vergleichst, in dem es für die betroffenen ja auch "treffer" gegeben habe.
schade, dass du auch im dritten oder vierten anlauf immer noch nicht vorstellen kannst, warum zwischengeschlechtliche nicht transsexuell sein wollten, denn "bis auf die OPs kommen mir die genannten Probleme ziemlich vertraut vor".
dito dein neuer kommentar hier, der einzige unterschied sei, das zwischengeschlechtliche nicht wie du schon "behindert" auf die welt kamen (und ich verklemm mir hier mal jeglichen sich anbietenden sarkastischen seithenhieb). wäre schön, wenn du dir mal in aller deutlichkeit klarmachen könntest, dass nicht alle so scharf auf eine op sind wie du, und dass zwangsoperierte und -kastrierte (denen der eingriff in der regel verschwiegen wird und die stattdessen konsequent belogen, betrogen und verarscht werden) ein leben lang daran leiden -- ja, auch bei "glückstreffern"!!! ist das wirklich so schwer zu kapieren?
zu deiner vereinnahmenden definition, probier dir mal diese an:
transsexuell = homosexuell
transsexuelle wie du sind in wahrheit allesamt einfach homosexuell. wie homosexuelle haben sie in der regel eine xy-chromosomensatz und stehen gleichzeitig auf männer. der einzige unterschied ist, dass transsexuelle behaupten, "im falschen körper" geboren zu sein, doch das ist objektiv nicht nachweisbar. transsexuelle sind somit einfach eine unter-unterabteilung in der gruppe der homosexuellen, aber als eigene gruppe gibt es sie nicht.
(ums klar zu sagen, im gegensatz zu deinen aussagen/definitionen über/von zwischengeschlechtlichen behaupte ich das nicht im ernst, sondern lediglich als beispiel, um die absurdität deiner behauptungen zu illustrieren und aufzuzeigen, warum diese für zwischengeschlechtliche so verletzend sind.)
Liebe Christiane...Jetzt habe ich meine Geschichte(Lebensweg) gelesen.Ich dachte früher,nur mir ist das passiert.Aber mittlerweile weiß ich,das es paar tausend sind,denen sowas passiert ist.Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und Du bist nicht allein...
hi dusty, danke für deine lieben worte für christiane und herzlich willkommen! bestimmt auch von nella, sobald sie wieder einloggt. beeindruckende page, kommt gleich in die blogroll. und noch ne witzeseite!
"... und ich lächelte und ich war froh, und es kam schlimmer ...!"
und ich bin platt!
hallo dusty, danke für deinen lieben kommentar und herzlich willkommen! ich habe schon einige geschichten von uns gelesen, aber jedes mal ist es, als würde ich zum ersten mal eine lesen ... ich bin sprachlos über die unmenschlichkeit, die auch du erleiden musstest.
voller bewunderung für deine kraft und sympathie
nella
Hallo!
Ich bin auf euren Blog gestossen, als ich heute den Bericht von Daniela Truffer in der Tageszeitung gelesn habe!
Als Mama von zwei gesunden Jungs bin ich ...ich weiss gar nicht, doch -geschockt- traurig...und finde die richtigen Worte nicht, um euch das zusagen, was ich über eure Lebenswege denke, fühle und überhaupt: DAS GIBTS DOCH NICHT; dass es, ich nehem eure Bezeichnung, "Ärzte" gibt, die das im Kindesalter tun!!
äxgüsi..das ist ne Sauerei!! Unmenschlich ...
Ich hoffe sehr, dass Du, Christiane, deinen Prozess gewinnst!!
Für alle die euch gleich sind, wünsche ich alles gute , wenns das überhaupt noch gibt, - doch ich hoffe es für euch!!
...ich denke an euch!
grüessli
easy
Ps: easy ist es nicht, aber so nennen mich halt viele...
er soll euch nicht necken, mein nickname...
Ich gratuliere dir recht herzlich zu dem gewonnenen Prozeß. Zu deinem Mut und Engagement, den du bewiesen hast.
LG Erika
liebe easy und erika
vielen dank für eure lieben worte und herzlich willkommen!
nella & seelenlos
Hoffnung & Verständnis & Menschenwürde & Unantastbarkeit
ist es, was ich für uns Menschen in der Zukunft wünsche.
Hallo, Menschen!
Ich habe diese Plattform hier per Zufall über eine Zeitung vom 6.Febr. gefunden.
Ich habe hier in euren Zeilen vieles gefunden, was mich selbst bewegt.
Aber ich habe auch anderes gefunden, was mich zuerst erschreckt hat und ich musste mich selbst für einige Zeit hinterfragen um wenigstens im Ansatz zu versuchen die Menschen hier verstehen zu lernen.
Meinen Weg hier zu beschreiben würde den Rahmen sprengen, doch nur eines:
Viele die hier schreiben, haben bei der Suche nach sich selbst sich gefunden mit irgendeiner Definition ihres Menschseins, für das sie einstehen und kämpfen.
Nach dem Lesen der Beiträge hier muss ich sagen:
Das habt Ihr mir voraus!
Ich weiss nicht was ich bin ausser dass ich Mensch bin.
Ich werde für mich selbst keine andere Definition als "Mensch" mehr gebrauchen.
Für den Rest der Welt werde ich nur Frau sein.
Obwohl ich den Programmfehler für die bipolare Definition der "Öffentlichen Ordnung" nicht kenne.
Ich weiss nicht, ob ich zwischengeschlechtlich bin
Ich weiss nicht, ob ich Trans-Identisch bin(den Begriff "Transe" lehne ich für mich ab)
Ich weiss nicht, zu welchem Geschlecht ich wirklich gehöre!
Ich weiss nicht, ob ich homosexuell bin, weil ich auf Frauen orientiert bin mit dem Passeintrag "männlich".
Ich weiss nur, dass ich für die Zukunft Frau bin und sexuell Frauen liebe.
Über allem steht deshalb für mich die Definition "MENSCH" und ich werde mir kein Urteil über andere Menschen erlauben.
Euren Kampf verstehe ich sehr gut, doch das Ziel sollte nur die Menschenwürde und die Unantastbarkeit "JEDES" Menschen, also keine Fremdbestimmung, sein.
Ich lese hier viele Worte der Bitterkeit und Verletztheit der Persönlichkeit und das erschreckt mich und das lässt mich ahnen, welche Verbrechen an den Betroffenen begangen wurden.
Ich wünsche allen Schreibenden hier, dass ihre Seele und ihr Menschensein heilen möge und vielleicht kann ich etwas Unterstützung geben, wenn ich hier ab und zu schreibe.
Die Zukunft kenne ich nicht. aber die Vergangenheit werde ich hoffentlich ruhen lassen können, wie auch immer mein Weg sein wird.
Mit ganz vielen lieben und herzlichen Grüssen
Franka
Liebe Christiane,
ich sehe gerade deine Geschichte auf Spiegel TV.
Ich möchte Dir sagen:
Es ist unglaublich, wieviel Kraft die Seele im Körper, uns zu verleihen mag. Diese Erkenntnis und die Entdeckung lehrt uns, das jede Seele für sich einen individuellen Wert hat.
Du bist wertvoll und eine wunderschöne Frau!
Ich wünsche Dir alles Liebe, viel Spass, Freude und glückliche Zeiten für die Zukunft.
..und "Danke", für Deinen Mut.
Liebe Grüße aus Wien!
Hallo Christiane.
Habe Dich in Bad Orb kennengelernt und danke Dir für den Mut, den Du mir mit Deiner Geschichte gemacht hast.
Ich stehe noch ganz am Anfang-vom Verstehen was mit mir gemacht wurde bin ich weit entfernt.
War heute bei der Osteoporosemessung und der Arzt hat mich als "bunten Vogel" bezeichnet...
Ich will nicht,dass alles wieder losgeht mit den Ärzten, aber irgendwer muß mir irgendwie irgendwann helfen...
Wir müssen hoffen...
Ivi