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Thursday, May 21 2020

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Nachfolgend zur Archivierung eine Liste mit allen statischen Posts auf diesem Blog, die nicht in der Timeline auftauchen:

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Thursday, December 17 2015

Nürnberger Zwitterprozess: Uniklinik Erlangen muss wegen Intersex-Genitalverstümmelungen Schmerzensgeld und Schadenersatz zahlen!

Bild: Intersex-Soli-Protest zum 2. Termin im "Nürnberger Zwitterprozess", Landgericht Nürnberg-Fürth 22.10.2015

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Heute Nachmittag ist im Nürnberger Zwitterprozess ein erstes Urteil gefallen! Laut einer >>> Pressemitteilung des OLG Nürnberg und einer Meldung auf >>> nordbayern.de muss die Universitätsklinik Erlangen Michaela "Micha" Raab wegen nicht-eingewilligten Intersex-Genitalverstümmelungen (Klitoristeilamputation, Kastration, Zwangshormonbehandlung) Schmerzensgeld + Schadenersatz zahlen! Hipp, hipp!

Der Chirurg Prof. S. wurde dagegen freigesprochen, da andere ÄrztInnen für die fehlende Aufklärung verantwortlich seien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (siehe unten), auch die Höhe von Schmerzengeld und Schadenersatz muss erst noch in einem weiteren Verfahren festgelegt werden.

Dies ist weltweit das 1. Mal überhaupt, dass eine Klinik wegen Intersex-Genitalverstümmelungen verurteilt wurde, und erst das 2. Mal in Deutschland, dass ein Gericht Entschädigung anerkennt – sowie insgesamt erst der 4. solche Prozess weltweit!

2007-09 gewann Christiane Völling in Köln 100'000 Euro Schadenresatz von ihrem ehemaligen Chirurgen Prof. L., der ohne Aufklärung ihre Gebärmutter entfernte.

• Ein weiteres Schmerzensgeld- und Schadenersatzverfahren gegen eine IGM-Klinik und individuelle Ärzte ist aktuell in München anhängig.

In all diesen Fällen geht es um Verstümmelungen an jungen Erwachsenen.

• In "#Justice4MC", einem weiteren laufenden Verfahren in den USA, klagen aktuell Adoptiveltern eines verstümmelten Kindes gegen MedzynerInnen, Klinik und Behörden.

Bisher schaffte es weltweit noch kein erwachsene_r Überlebende_r von frühkindlichen Intersex-Genitalverstümmelungen vor Gericht zu gelangen.

Dieser Blog gratuliert Micha – und wünscht weiterhin viel Kraft + Gerechtigkeit auf dem wahrscheinlich weiteren Weg durch die Instanzen!

Zunächst war nicht nicht klar, ob – wie von diversen Medien angekündigt – heute bereits ein Urteil erfolgt, oder ob – wie schon letzten April – das Gericht zunächst einen weiteren Verhandlungstag mit Beweisaufnahme, ZeugInnenvernehmung etc. ansetzt.

Umso schöner, dass das Landegricht nun ein deutliches Zeichen gegen den selbstherrlichen Chirurgen und die bekannte Verstümmler-Uniklinik Erlangen setzte!

Intersex: Ohne Aufarbeitung, Keine Aussöhnung

Alles andere wäre angesichts der unbestrittenerweise unterlassenen Aufklärung – obwohl Micha zum "Behandlungs"zeitpunkt kein Kind mehr war! – nicht nur inakzeptabel, sondern auch in krassem Widerspruch zu langjährigen UNO-Rügen für Deutschland durch den UN-Auschuss gegen Folter sowie den UN-Behindertenrechtsausschuss, welche beide deutlich die fortgesezte Straflosigkeit der TäterInnen in Deutschland anprangern.

Wie schon im Kölner Zwitterprozess von Christiane Völling ist allerdings davon auszugehen, dass Genitalverstümmler Prof. S. und die Friedrich-Alexander-Universitätsklinik Erlangen im Falle einer Verurteilung zunächst den Weg durch die Instanzen beschreiten werden.

Wir drücken Micha beide Daumen!

UPDATE: Wie erwartet hat die Gegenseite mit Datum vom 11.01.2016 Berufung eingelegt. Micha hat zusätzlich am 18.05.2016 Anschlussberufung gegen den Freispruch des Operateurs eingelegt. Der Fall liegt (oder vielmehr ruht) seither beim Oberlandesgericht ...

Fortsetzung folgt ...

>>> Nürnberger Zwitterprozess: "Schluss mit straflos Zwitter verstümmeln!"
>>>
Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM-Praktiken!
>>>
Medienspiegel zum 1. Prozesstag
>>>
Medienbericht 2. Prozesstag
>>> Bericht an UN: "Fehlender Rechtszugang für Überlebende von IGM-Praktiken"

                                  Nürnberger Nachrichten berichtet über 1. Prozesstag, 27.03.2015
Siehe auch:
- 2015: UN-Behindertenrechtsausschuss (CRPD) kritisiert IGM-Straflosigkeit in Deutschland
- CAT 2011: Deutschland soll IGM-Praktiken untersuchen und Überlebende entschädigen
- "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtsausschuss (CRC) verurteilt IGM
- "Unmenschliche Behandlung": UN-Ausschuss gegen Folter (CAT) verurteilt IGM
- UN-Menschenrechtsausschuss (HRCttee) untersucht IGM-Praktiken
- "Nur die Angst vor dem Richter wird meine Kollegen dazu bringen, ihre Praxis zu ändern"

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen
 

Input von Daniela Truffer zum "Fachtag Intersex"
  • IGM Überlebende – Danielas Geschichte
  • Historischer Überblick:
     "Zwitter gab es schon immer – IGM nicht!"
  • Was ist Intersex?  • Was sind IGM-Praktiken?
  • IGM in Hannover  • Kritik von Betroffenen  • u.a.m.
>>> PDF-Download (5.53 MB)

Friday, June 19 2015

Intersex-Redebeitrag zum Welttag der genitalen Selbstbestimmung

Markus Bauer (Zwischengeschlecht.org) mit Plakis vom 1. Kölner Zwitterprozess 2007-08

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Die Reden zum Worldwide Day of Genital Autonomy sind jetzt alle online! Der gut  1 1/2 minütige Beitrag von Markus Bauer zum Thema Intersex-Genitalverstümmelungen erinnerte an der Kölner Zwitterprozess von Christiane Völling, die 2007 ihren ehemaligen Chriurgen verklagte und 100'000 Euro Schmerzensgeld erstritt für eine uneingewilligte Kastration – als allererste Intersex Person überhaupt, und 5 Jahre vor dem allseits bekannten Knabenbeschneidungs-Urteil. Dank an alle, die das möglich machten, und besonders an Patrick, der die Schilder hielt mit den Bildern von der Demo zum 1. Prozesstag!

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Wednesday, May 20 2015

Gedenken an 1. Intersex-Prozess: "Internationale Demo zum Worldwide Day of Genital Autonomy in Köln" - hpd, 18.05.2015

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LG Köln, 07.05.2015: Tafeln m. Bildern v. "1. Zwitter-Schadenersatzprozess" 12.12.07  © hpd

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Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

>>> Bericht auf Humanistischer Pressedienst über die Demonstration zum Weltweiten der genitalen Selbstbestimmung von Eva Matthes (Text) und Meike Beier (Fotos), der auch den Intersex-Redebeitrag von Markus Bauer (Zwischengeschlecht.org) zu Erinnerung an den weltweit allerersten "Zwitterprozess" von Christiane Völling am gleichen Kölner Landgericht (von dem auch die Welttag-Demo ihren traditionellen Anfang nahm, und an dessen folgenreiches Urteil in Sachen Kabenbeschneidung vom 07.05.2012 auch das Austragungsdatum erinnert):

Christiane Völling, eine Überlebende von genitalen Intersex-Zwangsoperationen ohne Einwilligung (u.a. Zwangskastration und Gebärmutter-Entfernung), erstritt bekanntlich 2007-2008 in Köln durch alle Instanzen erfolgreich 100'000 Euro Schadenersatz von ihrem ehemaligen Verstümmler-Chirurgen Prof. L. Und: Tag und Monat (12.12.2007) von Christianes 1. Prozesstag sind die gleichen, an denen der Bundestag mit einem Schnellgesetz das Kölner Beschneidungsurteil stürzte (12.12.2012).

Trotz dieser denkwürdigen Übereinstimmungen war Christiane Völlings (für die Intersex-Bewegung heute noch zukunftsweisender) "Zwitterprozess" praktisch allen Intaktivist_innen am "Worldwide Day of Genital Autonomy" bisher gänzlich unbekannt gewesen. Auch, dass aktuell 2 weitere Intersex-Schadenersatzprozesse in Deutschland laufen (in Nürnberg und München), sowie ein weiterer in den USA, wurde jedoch mit großem Interesse aufgenommen – ebenso am 2-tägigen Symposium "Genital Autonomy 2015" die Beiträge zu Intersex und IGM-Praktiken

Dank an alle, die das möglich machten – besonders an David Smith für das standhafte Halten des Transpis trotz böiger Brise!

Der "Kölner Zwitterprozess 2007-2008" von Christiane Völling auf diesem Blog:
- Christiane Völlings Geschichte in ihren eigenen Worten (2007)
- 1. Pressemitteilung (10.07)
- Demoaufruf 1. Prozesstag (17.11.07)
- Bericht 1. Prozesstag (12.12.07)
- Pressespiegel 1. Prozesstag (13.12.07)
- Warum Christiane Völling zur Transsexuellen gemacht werden soll (28.01.08)
- Wegen Zwitterprozess: Druck auf Ärzte wächst (05.02.08)
- Bericht und Pressespiegel 2. Prozesstag (06.02.07)
- Bericht provisorischer Entscheid OLG (30.06.08)
- Bericht definitiver Entscheid OLG (03.09.08)
- Pressespiegel definitiver Sieg vor OLG (10.09.08)

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

Tuesday, February 24 2015

Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM)

'Genitalverstümmelungen stoppen!' - Aktion von Zwischengeschlecht.org(Bild: © dapd/sueddeutsche.de)

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Zwischengeschlecht.org on FacebookPressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 24.02.2015:

>>> Zwischengeschlecht.info enthüllt (24.02.2015):

  • Wie die Bayerische Staatsregierung erfolglos versuchte, im Vorfeld des Nürnberger Zwitterprozesses gegen die Uniklinik Erlangen weitere Fälle von Intersex-Genitalverstümmelungen u.a. in den Universitätskliniken München und Bamberg sowie im öffentlichen Klinikum Nürnberg-Süd "geheimzuhalten"

  • Wie in der Schriftlichen Anfrage 17/3884 "Rechte intersexueller Menschen" die Frage und Antwort Nr. 3 zu "Genitaloperationen, insbesondere Klitorisreduktionen, Vaginalplastiken, Gonadektomien [Kastrationen], Hypospadiekorrekturen [und] pränatalen Dexam[e]thasontherapien"  klammheimlich zensiert wurde – mit verräterischen Spuren ...

  • Wie von UN und Europarat als menschenrechtswidrig verurteilte Praktiken an Intersex-Menschen in Bayern laut Staatsregierung als angebliche "Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Krankenhäuser" sowie "Staatsgeheimnis nach Art. 30 VwVfG" vertuscht werden sollten

  • inkl. Dokumentation der geleakten, unzensierten Originalantwort Nr. 3 (PDF S. 1)

Markus Bauer (verantwortlicher Redakteur Zwischengeschlecht.info):

"Offensichtlich haben die Bayerischen GenitalverstümmlerInnen und ihre HelfershelferInnen in der Staatsregierung die Hosen gestrichen voll angesichts sich häufender Schmerzensgeldanzeigen und zunehmender Medienberichte. Umso erfreulicher, dass durch diese stümperische Zensur-Aktion das öffentliche Interesse nun erst recht auf die andauernden, fundamentalen Menschenrechtsverletzungen in Deutschen (Universitäts-)Kliniken gelenkt wird – pünktlich zum Verhandlungsbeginn im Nürnberger Zwitterprozess am kommenden Donnerstag.

Schon nächsten Monat überprüft der UN-Behindertenrechtsausschuss Deutschland, und fordert im Zusammenhang mit "Gewalt und Missbrauch" (Art. 16 CRPD) bereits Statistiken zu IGM-Praktiken von der Bundesregierung. Auch der UN-Ausschuss gegen Folter und früher oder später der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte werden sich für diese jüngste Steilvorlage aus Bayern bestimmt brennend interessieren ..."

Der Weblog Zwischengeschlecht.info berichtet seit 2007 "umfassend über alles, was rund um das Thema Intersex passiert" (1) und verhalf schon dem wegweisenden Kölner Zwitterprozess von Christiane Völling (100'000 Euro Schmerzensgeld wegen uneingewilligter Kastration) zu erhöhter Mainstream-Reichweite (2). 2011 dokumentierte Zwischengeschlecht.info u.a. eine geleakte Klinikabrechnung, die für die Klinik einen Erlös von € 8175,12 pro kosmetische Intersex-"Vaginalplastik" belegte (3), sowie vom Deutschen Ethikrat zensierte Kommentare einer Betroffenen, die NS-Verbrechen an Zwittern inkl. Kontinuität nach 1945 nachwiesen (4).

(1) Elisa Barth u.a. (Hg): "Erfahrungen intergeschlechtlicher Menschen", Berlin 2013, S. 121
(2) Dirk Rider: "Chirurgie", Editorial Gigi, Zeitschrift für sexuelle Emanzipation, Nr. 54 (März/April 2008), http://www.gigi-online.de/editorial54.htm
(3) http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2010/10/11/Kinderkliniken-Euro-8175-Reingewinn-pro-Genitalverst%C3%BCmmelung
(4) http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2012/06/21/Intersex-Typ-Schizoid-Weibel-Frauenheilkunde-1944

Die internationale Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".

Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.

Freundliche Grüße

Daniela "Nella" Truffer, Markus Bauer
Gründungsmitglieder Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org

Mobile +41 (0)76 398 06 50, +41 (0)78 829 12 60
presse_at_zwischengeschlecht.info

http://zwischengeschlecht.org
Regelmäßige Updates: http://zwischengeschlecht.info

>>> 26.02.2015: Nürnberger Zwitterprozess gegen Prof. S. und Uni-Klinik Erlangen
>>>
"Michaela Raab kämpft von Roth aus für die Rechte Intersexueller" (17.10.2014)
>>> "Michaela Raab: Klage gegen Uni-Klinikum Erlangen" (04.11.2013)

Intersex-Genitalverstümmelungen in BW
• häufigste IGM-Formen  • NS-Verbrechen an Zwittern
• 60 Jahre systematische Praxis an Kleinkindern
• Nachweis von IGM-Kliniken in BW
• Analyse "Aktionsplan Akzeptanz & gleiche Rechte"
>>> Dokumentation (PDF, 4.9 MB)

2011: UN-Folterausschuss rügt Deutschland, fordert Entschädigung für IGM
2013: UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
2013: Europarat-Resolution 1957 verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen

2014: WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
2014: UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte

2015: "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtskonvention verbietet IGM

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Intersex-Verstümmelungen – eine Genealogie der TäterInnen

Thursday, February 19 2015

26.02.2015: Nürnberger Zwitterprozess gegen Intersex-Genitalverstümmler + Uni-Klinik Erlangen

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Michaela "Micha" Raab (Bild: ARD)

>>> Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM!
>>> Medienberichte 1. Prozesstag 26.02.2015 

Zwischengeschlecht.org on FacebookPressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 19.02.2015:

Friedliche Zwitter-Soli-Demo vorm Landgericht Nürnberg-Fürth:
• Do 26.02.2015, 12:30-13:20h
Nähe Haupteingang, Fürther Str. 110

Ab 13:30h: Nürnberger Zwitterprozess gegen Prof. S. + Universitätsklinik Erlangen u.a. wegen uneingewilligter "Klitorisverkürzung", Kastration und Verabreichung körperfremder Hormone.

Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) sind eine fundamentale Menschenrechtsverletzung! Die in Nürnberg Angeklagten werden dagegen wohl einmal mehr plädieren, von der Schädlichkeit und Unhaltbarkeit ihres Tuns angeblich "nichts gewusst" zu haben ...

In genau einer Woche wird am 26. Februar 2015 in Nürnberg ein Stück Intersex-Geschichte geschrieben: Im Justizpalast Nürnberg-Fürth, dem Austragungsort der Nürnberger Prozesse, wird nach jahrelangem Hüst und Hott der erste Verhandlungstag in Sachen Schmerzensgeldklage von Michaela "Micha" Raab gegen den sie seinerzeit verstümmelnden Chirurgen und den Tatort Friedrich-Alexander-Universität Erlangen eröffnet.

Seit über 20 Jahren fordern Betroffene öffentlich Gerechtigkeit. Trotzdem ist Michaela "Micha" Raab erst die 2. Überlebende von IGM-Praktiken weltweit, die es schafft, ihren ehemaligen Chirurgen wenigstens zivilrechtlich zu verklagen – und die allererste in Deutschland, der es gelang, gleichzeitig auch gegen die verantwortliche Uni-Klinik zu klagen. Michas Klage ist zudem weltweit erst das 3. Verfahren gegen einen IGM-Täter überhaupt – nebst Christiane Völlings siegreichem "1. Zwitterprozess" in Köln (2007-2009) und einem gleichzeitig laufenden, von Adoptiveltern eines verstümmelten Intersex-Kindes in South Carolina (USA) angestrengten Zivilprozess u.a. gegen behandelnde MedizinerInnen, die beteiligte Uni-Klinik und die verantwortliche Vormundschaftsbehörde.

Michas kräftezehrendes Verfahren vor dem Landgericht Nürnberg zieht sich mittlerweile ins 4. (!) Jahr. Auch von Überlebenden angestrengte Verfahren nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) dauern regelmäßig sehr lange – und verliefen obendrein bisher ausnahmslos im Sande.

Dies alles wirft ein grelles Schlaglicht auf die faktische Straflosigkeit von IGM-Praktiken in Deutschland – und deren fortgesetzte faktische staatliche Duldung:

  • Ebenfalls 2013 verabschiedete der Europarat eine entsprechende Resolution 1957 – unter ausdrücklichem Verweis auf das "Recht auf körperliche Unversehrtheit".
  • Ebenfalls 2014 fragte der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) Deutschland konkret nach Statistiken zu IGM-Praktiken, sowie: "Plant der Staat Schritte, um diese Praxis zu stoppen?" In ihrer Antwort behauptete die Bundesregierung prompt, IGM-Praktiken wären in Deutschland bereits strafbar ...

Nächste Woche werden die in Nürnberg Beklagten dagegen wohl einmal mehr öffentlich beteuern, von der Schädlichkeit und Unhaltbarkeit ihres Tuns angeblich "nichts gewusst" zu haben. Ganz nach dem altbekannten Motto: Intersex-Genitalverstümmelungen ohne vollständige Aufklärung der Betroffenen seien in Deutschland Ende des 20. Jahrhunderts unumstrittener "ärztlicher Standard" gewesen – angeblich auch an Erwachsenen.

Wir fragen: Wie lange noch?!  Und fordern: Schluss mit straflos Zwitter verstümmeln!

Die internationale Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".

Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.

Freundliche Grüße

Daniela "Nella" Truffer, Markus Bauer
Gründungsmitglieder Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org

Mobile +41 (0) 76 398 06 50, +41 (0)78 829 12 60
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>>> Medienberichte 1. Prozesstag 26.02.2015
>>> Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM!
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"Michaela Raab kämpft von Roth aus für die Rechte Intersexueller" (17.10.2014)
>>> "Michaela Raab: Klage gegen Uni-Klinikum Erlangen" (04.11.2013)

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>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

Thursday, February 12 2015

26. Februar 2015 > 12:30h > Landgericht Nürnberg > Friedliche Zwitter-Demo > 2. Zwitterprozess: Micha Raab vs. Uniklinik Erlangen!

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Friedliche Zwitter-Soli-Demo vorm Landgericht Nürnberg-Fürth
• Do 26.02.2015, 12:30-13:20h
Nähe Haupteingang, Fürther Str. 110

Ab 13:30h "2. Zwitterprozess" gegen Prof. S. + Uniklinik Erlangen u.a. wegen uneingewilligter "Klitorisverkürzung" und Kastration.

Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) sind eine fundamentale Menschenrechtsverletzung – wir sehn uns, wo die Action ist!

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Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

Intersex: Ohne Aufarbeitung, Keine Aussöhnung

>>> Exzellenter Artikel auf nordbayern.de von Petra Bittner über den langen Kampf von Michaela Raab, das ihr angetane Unrecht gerichtlich einzuklagen. Dafür von diesem Blog an alle Beteiligten ein fettes Dankeschön – und für Micha weiterhin viel Kraft!

Seit 2011 zieht sich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ihr kräftezehrendes Schmerzensgeld-Verfahren u.a. gegen den sie seinerzeit verstümmelnden Chirurgen und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen hin, die immer wieder den weiteren Gang zu blockieren versuchen. Es ist wirklich eine Schande, wie Überlebende von Intersex-Genitalverstümmelungen (nicht nur) in Deutschland systematisch gehindert werden, ihre Rechtsansprüche gegen die TäterInnen und ihre HelfershelferInnen durchzusetzen, geschweige denn die Genitalverstümmelungen selbst gerichtlich einzuklagen (vgl. dazu auch den viel sagenden persönlichen MedizynerInnen-Kommentar v. 18.10. auf nordbayern.de).

Eine erste öffentliche Verhandlung in Nürnberg war bereits auf Anfang 2014 angekündigt – soll nun aber "nur" 13 Monate später am 26. Februar 2015 definitiv stattfinden – fast genau am 7. Jahrestag von Christiane Völlings glorreichen Sieg in Köln! Wir sehn uns, wo die Action ist!

>>> 2008: Sieg für Christiane Völling im Kölner Zwitterprozess!
>>> 2008-2013: Intersex-Chronologie Deutscher Ethikrat 
>>> 2012: UN-Folterausschuss rügt Deutschland, fordert Entschädigung
>>> 2014: Sieg für Michaela Raab am Bayerischen Landessozialgericht!
>>> 2015: "2. Zwitterprozess" in Nürnberg: Uniklinik Erlangen vor Gericht!
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>> WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>> Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen

>>> UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte
>>> "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtskonvention verbietet IGM

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>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Intersex-Verstümmelungen – eine Genealogie der TäterInnen

Wednesday, January 28 2015

26.02.2015 > "2. Zwitterprozess" in Nürnberg: Michaela Raab bringt Uniklinik Erlangen vor Gericht!

Bild: LG Köln, 12.12.2007 – Weltweit 1. Schadenersatz-Prozess gegen einen Intersex-
Verstümmler
– 100'000 € Entschädigung für Christiane Völling!  (Bild: picture-alliance/dpa)

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Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

Michaela Raab ist in der Intersex-Bewegung keine Unbekannte: Als weltweit erst 2. Betroffener schaffte sie es, einen Gerichtsprozess gegen ihren ehemaligen Chirurgen in die Gänge zu kriegen – sowie zum allersten Mal überhaupt gleichzeitig auch gegen die als Tatort dienende IGM-Klinik. Dieser Blog wünscht ihr weiterhin viel Kraft und alles Gute!

Ein >>> Artikel der Nürnberger Nachrichten von Michael Kasperowitsch enthüllte schon 2013 im Zusammenhang mit dem Intersex-Personenstand-Murks die erfolgreiche Anzeige von Michaela Raab gegen die Universitätsklinik Erlangen u.a. wegen uneingewilligter "Klitorisverkürzung" und Kastration sowie körperfremder Hormon"ersatztherapie".

Eine erste öffentliche Verhandlung in Nürnberg war bereits auf Anfang 2014 angekündigt ("Sachverständigenbefragung" mit "Mr. D$D" Olaf Hiort – ohne Parteigutachterin Sara Brucker aus der IGM-Uniklinik Tübingen) – soll nun aber "nur" 13 Monate später am 26. Februar 2015 definitiv stattfinden – fast genau am 7. Jahrestag von Christiane Völlings glorreichen Sieg in Köln! Wir sehn uns, wo die Action ist!

Hochinteressant übrigens in den Nürnberger Nachrichten auch folgende Auszüge aus Michas parallel laufendem Opferentschädigungsverfahren (meine Hervorhebung):

"Im vergangenen Jahr fiel eine Entscheidung des Bayreuther Sozialgerichts. Dort wollte Michaela Raab erreichen , dass sie wegen der Operationen im Bauchraum sowie im Genitalbereich sowie mit gegengeschlechtlichen Hormonen am Erlanger Uni-Klinikum als „Opfer eines vorsätzlichen rechtswidrigen tätlichen Angriffs im Sinne des Opferentschädigungsgesetzes“ gilt.

Das Gericht lehnte das ab. Eine „egoistische Schädigungsabsicht der behandelnden Ärzte“ sei nicht zu erkennen. Der Richter macht in seinem Urteil aber einen bemerkenswerten Exkurs. In der gesellschaftspolitischen Diskussion habe sich ein erheblicher Wandel vollzogen. Dieser komme etwa in Beschlüssen des UN-Antifolter-Ausschusses zum Ausdruck. Zu einem breiten Konsens habe der Umgang der Gesellschaft mit „rollenanpassenden Genitaloperationen von Intersexuellen“ aber noch nicht geführt. Fehlerhafte ärztliche Eingriffe zur Behandlung von Intersexualität könnten aber allenfalls dann als „feindselig“ gegenüber einem Patienten sein, wenn es entsprechende Gesetze gebe. Die gibt es aber noch nicht."

Komisch, dabei redet doch sich die Bundesregierung vor dem UN-Behindertenrechtsausschuss aktuell heraus, Intersex-Genitalverstümmelungen seien in ganz Deutschland bereits strafbar?!

Umso erfreulicher, dass – nach vielen, vielen nicht zugelassenen Klagen von IGM-Überlebenden – nun dank Michaela Raab endlich einem weiteren Täter und erst noch seiner Universitätsklinik wenigstens der Zivilprozess gemacht wird. Sowie, dass zeitgleich in den USA im weltweit "3. Zwitterprozess" weitere individuelle IGM-TäterInnen, ihre Universitätsklinik und weitere Behörden zivil- und – zum allerersten Mal überhaupt! – auch verfassungsgerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Hipp, hipp!

Zum Großteil ist redaktionelle Teil der Nürnberger Nachrichten zu Michaele Raab leider eher durchzogen (inkl. dem "obligaten" Titel). Deshalb an dieser Stelle unverändert die Weiterleitung von Michaelas Aufruf, selbst unter dem Artikel zu kommentieren und die Neuigkeit sonstwie zu teilen und weiterzuverbreiten. Nachfolgend mein Kommentar, den ich in den Nürnberger Nachrichten postete (inzwischen freigeschaltet): 

Schön, dass sich endlich eine Zeitung getraut über das laufende Verfahren gegen die Uniklinik Erlangen zu berichten! Und Respekt für Michaela Raab für ihren großen Mut und ihr bewundernswertes Durchhaltevermögen!!

Schade nur, dass der Autor sich nicht mehr kundig machte über die tatsächlich ZUNEHMENDEN, uneingewilligten kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen. Und auch die hierzu wegweisenden diesjährigen Stellungnahmen des UN-Sonderberichterstatters über Folter und des Europarates zum Thema unerwähnt ließ. Sondern stattdessen Klinikdirektor Prof. Dr. Beckmann unhinterfragt den altbekannten Medizyner-Mythos "Früher war es vielleicht schlimm, aber heute operieren wir schon lange nicht mehr" verkünden lässt – obwohl ohne weiteres hätte auffallen müssen, dass, wenn tatsächlich seit den "90er Jahre[n] des vergangenen Jahrhunderts" nicht mehr operiert würde, Michaela Raab ja gar keinen Grund für ihre Klage hätte.

Die abschließende Bemerkung des Autors vom "Pech der etwas zu frühen Geburt" ist etwa ähnlich unpassend wie in anderer Angelegenheit der Spruch von der "Gnade der späten Geburt". Bleibt zu hoffen, dass die Nürnberger Nachrichten in der weiteren Berichterstattung zum laufenden 2. "Zwitterprozess" sorgfältiger über Vergangenheit und Gegenwart von Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) in Deutschland recherchieren werden. 

Markus Bauer / Zwischengeschlecht.org

Vorankündigung: Am 26. Februar 2015 wird es vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer ersten Verhandlung kommen! Wir sehn uns, wo die Action ist!

>>> 2008: Sieg für Christiane Völling im Kölner Zwitterprozess!
>>> 2008-2013: Intersex-Chronologie Deutscher Ethikrat 
>>> 2012: UN-Folterausschuss rügt Deutschland, fordert Entschädigung
>>> 2014: Sieg für Michaela Raab am Bayerischen Landessozialgericht!
>>> 2015: 1. Gerichtstermin im Nürnberger Zwitterprozess von Michaela Raab!
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>> WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>> Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen

>>> UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte
>>> "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtskonvention verbietet IGM

2014 NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Intersex-Verstümmelungen – eine Genealogie der TäterInnen

Saturday, November 15 2014

Intersex: "Genitaloperationen und unnötige Hormonbehandlungen an Minderjährigen gesetzlich verbieten" - ARD Wissen, 8.11.14

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Intersex: Schluss mit straflos Kinder verstümmeln!Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

>>> Gelungener Beitrag in ARD Wissen mit Michaela Raab, die aktuell mehrere Prozesse u.a. gegen die Uniklinik Erlangen führt.
>>> Hier
und >>> hier gib's übrigens das Video auch in besserer Qualität (zum anwählen), sowie mit abschaltbaren Untertiteln, verfügbar bis 07.11.2019.

Es handelt sich um eine Zweitverwertung eines ursprünglich schon letztes Jahr ausgestrahlten Interviews (damals missverständlicherweise quasi "angehängt" in einer Sendung über Trans – auch in der aktuellen URL steht bezeichnenderweise nix von Intersex, sondern "w-wie-wissen/sendung/sex-transsexualitaet-100.html"). Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön, dass das Interview nun in einem passenderen Kontext angeschaut werden kann! 

>>> 2008: Michaela Raab fordert Deutschen Ethikrat zum Handeln auf
>>> 2008: Sieg für Christiane Völling im Kölner Zwitterprozess!
>>> Michalela Raab - Zwitterprozess in Nürnberg-Fürth gegen die Uniklinik Erlangen!
>>>
2014: Sieg für Michaela Raab am Bayerischen Landessozialgericht!
>>>
2015: Nürnberger Zwitterprozess: – 1. Verhandlungstag 26. Februar 2015!
>>>
WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>>
UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>>
Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen

Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy

2014 NGO Report to the UN Committee on the Rights of the Child (CRC)
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Table of Contents 

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

Wednesday, October 8 2014

Bayerisches Landessozialgericht: Intersex-Genitalverstümmelungen (IGMs) führen zu Schwerbehinderung, ist rückwirkend anzuerkennen

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Menschenrechte auch für Zwitter!

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Hipp, hipp! Während der 2. Zwitterprozess in Bayern um Schadenersatz gegen das IGM-Universitätsklinikum Erlangen und den ausführenden Verstümmler-Chirurgen vom zuständigen Landesgericht in Nürnberg mittlerweile seit Jahren verschleppt wird, tat sich nun offenbar vor Sozialgericht etwas:

Laut >>> datev.de [mittlerweile offline] und >>> kostenlose-urteile.de entschied das Bayerische Landessozialgericht in einem Urteil vom 10.09.2014:

Schwerbehinderung als Folge einer Intersex-Genitalverstümmelung (Kastration) muss auch rückwirkend anerkannt werden; das Amt unterlag diesbezüglich im Berufungsverfahren. Einzig die zusätzliche Anerkennung einer Gehbehinderung (Merkzeichen "G") wurde vom Sozialgericht verneint.

"Im vorliegenden Fall begehrte ein 1974 geborener intersexueller, schwerbehinderter Mensch die rückwirkende Feststellung eines GdB von 80 ab dem 01.08.1994. [...] Das zuständige Amt erkannte auf den Antrag von 2008 hin einen GdB von 50 rückwirkend ab 1994 an. Das Sozialgericht verurteilte die Behörde zur Bemessung eines GdB von 60 ab 01.08.2006 und von 80 ab 01.06.2007.

Medizinische Befunde rechtfertigen rückwirkende Feststellung

Das Bayerische Landessozialgericht hat entschieden, dass der Kläger ein dafür komme die Inanspruchnahme von rückwirkenden Nachteilsausgleichen nach dem Einkommenssteuerrecht in Betracht. Zudem rechtfertigten die medizinischen Befunde die rückwirkende Feststellung. Ein entsprechendes Angebot hatte das Amt schon für die Zeit ab 01.01.1999 im Berufungsverfahren abgegebenen."

Meine 2 Cent: Intersex-Genitalverstümmelungen sind Unrecht, Folter und führen zu lebenslangen, schweren Gesundheitsschäden. Trotzdem werden sie wieterhin täglich in Deutschen Kinderkliniken verbrochen, und die TäterInnen und ihre HelfershelferInnen in Politik und Justiz tun allzu oft alles, damit die Verstümmelungen noch möglichst lange möglichst ungestört andauern und die Überlebenden möglichst mundtot gemacht werden. Wie lange noch?!

>>> Intersex-Chronologie Deutscher Ethikrat 2008-2013 
>>> Sieg für Christiane Völling im Kölner Zwitterprozess!! 
>>> 2. Zwitterprozess gegen die Uniklinik Erlangen!
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>> Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen
 
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Wednesday, July 9 2014

LIVEBLOG Intersex-Fachtagung Hamburg 09.07.2014

09:50 Die Flugblätter alle weg wie warme Semmeln ...

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Intersex-Genitalverstümmelungen stoppen!Yours truly a.k.a. Markus Bauer war für Zwischengeschlecht.org in Hamburg und bloggte Intersex-Relevantes live aus der Fachtagung.
>>>
PM Zwischengeschlecht.org 08.07.2014  
>>>
Flugblatt zur Fachtagung 
>>>
Programm der Veranstaltung (PDF)
>>>
Hamburg, Ort von Intersex-Verstümmelungen

Nachtrag 18:03 Beim Stehempfang ergab sich Gelegenheit zu weiterem Austausch mit Tagungsteilnermer_innen u.a. von Ver.di und Amnesty, und Gelegenheit zu einem Gespräch mit Timo Nieder. Als Reaktion auf seine vorherige Bemerkung, er kenne keine Operateure im UKE, hatte ihn bereits jemand mit einem Ausdruck der erwähnten Senatsantworten auf eine Kleine Anfrage von 2013 versorgt :-), und er erklärte, er wolle sich schlau machen, auch betreffend "Hypospadiekorrekturen"

17:28 Die Fachtagung ist zu Ende. Immerhin konnte erreicht werden, dass Intersex-Genitalverstümmelungen (im Gegensatz zur Programmankündigung) mehrfach thematisiert wurden. Dafür allen Beteiligten ein herzliches Danke! Was nun konkret weiter wird oder eben nicht, muss sich zeigen. Leider stehen traditionsgemäß in Hamburg dafür die Zeichen nicht nur gut ... (dieser Blog berichtete). Es braucht weiterhin öffentlichen Druck auf allen Kanälen!

Continue reading...

Tuesday, January 21 2014

Olaf Hiort (D$Dnet): "In Deutschland keine kosmetischen OPs mehr" - Deutsche Welle, Hauspostille der Intersex-Genitalverstümmler ...

»Die meisten Fälle sind medizinisch keine Notfälle« Professor Olaf Hiort, Kinder- und Jugendarzt am Universitätsklinikum Lübeck(Apotheken-Umschau, 1.6.11)

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STOP Intersex Genital Mutilation!

Intersex-VerstümmlerInnen-und-VereinnahmerInnen-Bingo
– leicht gemacht mit Deutsche Welle und "D$Dnet":

In einem >>> englischsprachigen DW-Beitrag von heute darf Chef-Genitalverstümmler Prof. Dr. Olaf Hiort ("EuroD$D" / "D$Dnet", siehe unten) mal wieder unwidersprochen und unhinterfragt den altbekannten Medizyner-Mythos "Früher war es vielleicht schlimm, aber heute wird nicht mehr operiert" zum besten geben:

"Wir führen keine irreversiblen Eingriffe durch, außer sie sind medizinisch notwendig. Wir lassen den Kindern die Möglichkeit, später selbst zu entscheiden."  Check.

Passend dazu kolportiert Deutsche Welle eingangs – Überraschung! – ebenfalls unreflektiert und unwidersprochen die altbekannte Medizyner-Statistiklüge von angeblich 1 Intersex-Kind "auf mehrere tausend Geburten". Check.

Obligaterweise gleich gefolgt vom – ebenfalls unwidersprochenen und unhinterfragten – Personenstand-Märchen, Eltern hätten in Deutschland neuerdings die angebliche "Option, das Geschlecht ihres Kindes in der Geburtsurkunde und anderen offiziellen Dokumenten offen zu lassen". Check.

Logisch darf da auch die typische, vereinnahmende Überbewertung von Gender a.k.a. Geschechtsidentität nicht fehlen: "Gender ist keine männlich-weibliche Binarität, sondern ein Kontinuum". Check.

Selbstredend werden auch die Betroffenen von Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) im Kindesalter – bekanntlich mit 90% die große Mehrheit aller Intersexe – kurzerhand ausgeblendet und unsichtbar gemacht: Im ganzen Beitrag werden sie nicht einmal erwähnt!

Die einzige Betroffene, die erwähnt wird und zu Wort kommt, ist (O-Ton Deutsche Welle) "der echte Hermaphrodit mit männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen" Maya Posch, von der es im Beitrag – folgerichtig gleich im Anschluss an das oben zitierten "heute-keine-OPs-mehr"-Dementi von Olaf Hiort – abschließend heißt: "Maya Posch hatte bereits eine Operation zur Entfernung der Hoden. Die Kastration erlaubt ihr auf Testosteronblocker zu verzichten. Aber ihre Vagina und ihren Penis wird sie behalten."  BINGO!!!

Meine 2 Cent: Bei der Deutschen Welle hat es bekanntlich Tradition, dass Intersex-GenitalverstümmlerInnen dort unwidersprochen und unhinterfragt ihre kruden Ansichten und Desinformationen zum Besten geben dürfen (vgl. z.B. PD Dr. Heiko Krude, 16.05.2011), und dass der Kampf der Betroffenen um körperliche Unversehrtheit als "Geschlechtszuweisung-Anliegen" von "Gender-Recht-AktivistInnen"  diffamiert wird (vgl. Bericht über den "Kölner Zwitter-Prozess" von Christiane Völling, 12.12.2007). 

Der heutige Beitrag zeigt lediglich (einmal mehr): Egal wie unter aller Sau und verletzend der letzte Beitrag bereits war – es geht immer nochmals etwas tiefer unter die Gürtellinie auf Kosten der Betroffenen von IGM – die VerstümmlerInnen und VereinnahmerInnen danken's ...

Der Mut von Maya Posch, öffentlich mit ihrer Geschichte hinzustehen, hätte definitiv einen besseren Beitrag verdient!

Was auch immer die Ausrede der Autorin Diana Fong und des Redaktors Zulfikar Abbany sein mag – würde ihnen mal an den eigenen Genitalien ungefragt etwas rumgeschnibbelt, würden sie wohl umgehend diesbezüglich gewissenhafter recherchieren – wetten?!

Weit hätten Fong und Abbany dazu gar nicht suchen müssen – z.B. in der Beschreibung von Olaf Hiorts neuestem Multi-Millionen-Verstümmler-"Forschungs"projekt "D$Dnet" heißt's unverblümt:

"Kinder mit DSD kommen mit Genitalien auf die Welt die von atypisch bis wahrhaft uneindeutig reichen können und der Prozess der Geschlechtszuweisung kann für Familien und Mediziner zu einer extremen Herausforderung werden. Häufig werden mehrfache chirurgische Eingriffe zwecks Rekonstruktion der Genitalien zu einem männlichen oder weiblichen Erscheinungsbild durchgeführt. Die Gonaden [d.h. Hoden, Eierstöcke oder Mischgewebe] werden häufig entfernt zur Vermeidung [angeblicher] bösartiger Entartungen." (>>> "DSDnet: Memorandum of Understanding" - PDF S. 4)

>>> Olaf Hiort: Intersex-Genitalverstümmelungen "der übliche Weg - wegen den Eltern"
>>> Olaf Hiort: IGM - "Erwachsene Betroffene haben kein Recht zu kritisieren"
>>> Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil kosmetischer GenitalOPs in Kinderkliniken
>>>
Olaf Hiort: Intersex-Genitalverstümmelungen "durchaus im Interesse der Betroffenen"
>>> Olaf Hiort: "Keine Qualitätskontrollen" bei Intersex-Genitalverstümmelungen"

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Wer sind die TäterInnen? Was soll mit ihnen geschehen?
>>> IGM – eine Genealogie
 

Friday, January 3 2014

Intersex: Vaginalplastik ("Harnröhrenverlegung") "bei AGS-Mädchen medizinisch notwendig"? Studie widerlegt Medizyner-Märchen

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Seit MedizynerInnen und andere PropagandistInnen von Intersex-Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken zunehmend in der öffentlichen und (menschen-)rechtlichen Kritik stehen, versuchen sie ihr unhaltbares Tun zunehmend mittels Desinformationen zu vertuschen oder zu rechtfertigen. Meist entweder mit der pauschalen (und unbelegten sowie tatsachenwidrigen) Behauptung "Früher war es vielleicht schlimm, aber heute operieren wir schon seit Jahren/Jahrzehnten nicht mehr".

Oder aber sie behaupten (ebenso pauschal, unbelegt und tatsachenwidrig), gewisse Zwangsoperationen seien angeblich gar nicht kosmetisch bzw. psychosozial begründet, sondern angeblich "medizinisch notwendig" (nach dem Motto, wenn mensch etwas lange genug immer wieder pauschal behauptet, wird's irgendwann schon hängenbleiben).

Letztere Taktik läßt sich in Deutschland vor allem betreffend frühkindlichen "Vaginalplastiken" bei "AGS-Mädchen" vermehrt beobachten, wobei "Korrektur"-OPs bei "Missbildungen der Harnwege" (sog. Sinus Urogenitalis = gemeinsamer Ausgang von Harnröhre und Vagina) zunehmend als "Heileingriffe" zur Verhinderung von sonst angeblich häufigen Harnwegsinfektionen (Blasenentzündungen) verkauft werden.

So z.B. in der >>> Stellungnahme der (medizynerfinanzierten und -gesteuerten) "AGS Eltern- und Patienteninitiative" zur Ethikrat-Anhörung 2011 (PDF), oder in der
>>>
(medizynerInnenfreundlichen) "AGS-Ethikstellungnahme" in der Dt. Ärztezeitung aus der VerstümmlerInnen-Uni Tübingen.

Darin behauptet die "AGS Eltern- und Patienteninitiative" (PDF), wohlbemerkt ohne Anführung von Belegen (Hervorhebung von "Harnwegsinfekte" durch Zwischengeschlecht.info):

Warum sollten AGS-Patientinnen frühzeitig – also im ersten Lebensjahr – operiert werden?
- Mädchen mit stark virilisiertem äußeren Genital (Prader 3-5) können starke gesundheitliche Probleme bekommen, da sie sich typisch weiblich entwickeln und wachsen (Störung des Abflusses von Menstruationsblut, Harnwegsinfekte).

(Beachte zudem: Menstruationsblutungen treten auch bei "AGS-Mädchen" nicht vor der Pubertät auf; die "Rechtfertigung" frühkindlicher "Genitalkorrekturen" im erste Lebensjahr ist folglich ebenfalls reiner Humbug und wider besseren Wissens.)

Auch das "Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Eberhard-Karls-Universität Tübingen" postuliert dito eine angebliche "medizinische Dringlichkeit" bzw. einen "medizinischen Notfall" bei "Missbildungen der Harnwege", dito ohne Anführung von Belegen (Hervorhebung durch Zwischengeschlecht.info):

[...] zum einen operative Korrektur der Genitalien im Kindesalter (circa erstes Lebensjahr, bei Mädchen mit stark virilisiertem Genitale) und zum anderen die Genitalkorrektur in der Pubertät. Beide Optionen verfolgen dasselbe Ziel: ein möglichst unauffälliges weibliches Genitale, eine normale Blasenentleerungsfunktion und Menstruation sowie später eine ungestörte Sexualfunktion mit der Möglichkeit einer natürlichen Schwangerschaft und Geburt. Während im Fall von Missbildungen der Harnwege die operative Genitalkorrektur dringend ist, sind geschlechtsangleichende Operationen kein medizinischer Notfall.

Tatsache bleibt, dass es für diese "Genitalkorrekturen" zur angeblichen Verhinderung von Blasenentzündungen ebenso KEINERLEI EVIDENZ gibt wie für alle anderen Intersex-Genitalverstümmelungen auch.

Intersex: Ohne Aufarbeitung, Keine Aussöhnung

Demgegenüber gibt es immer wieder Berichte von Überlebenden über häufige Blasentzündungen als FOLGE von "Genitalkorrekturen", und zwar sowohl bei "vermännlichenden Korrektur-OPs" (z.B. Christiane Völling
--> "chronische Harnwegsinfektion") ebenso wie bei "verweiblichenden" (z.B. Daniela "Nella Truffer"
--> "regelmässige Blasenentzündungen") – was die MedizynerInnen aber bekanntlich bis heute nicht vom Weiterverstümmeln abhält.

Schlimmer noch: Es gibt seit Jahr und Tag medizinische Studien, die das Medizyner-Märchen von wegen "häufige Harnwegsinfekte bei AGS-Mädchen", die durch "Genitalkorrekturen" angeblich verhindert würden, klar in Frage stellen oder gar widerlegen.

So z.B. eine Studie aus der Indiana School of Medicine, Indianapolis (USA) mit 71 Proband_innen: 

Zeina M. Nabhan, Richard C. Rink, Erica A. Eugster: "Urinary tract infections in children with congenital adrenal hyperplasia", J Pediatr Endocrinol Metab. 2006; 19: 815–820.

Schon das >>> Abstract hält unmissverständlich fest (Übersetzung durch Zwischengeschlecht.info):

Ziel: Untersuchung des Vorkommens von Harnwegsinfektionen (HWIs) bei Kindern mit Adrenogenitalem Syndrom (AGS), Ermittlung ob es einen Zusammenhang gibt zwischen HWI und dem Zeitpunkt und der Art der Genitaloperation bei Mädchen.

Studiendesign: Krankenhausakten von PatientInnen mit AGS unter oder bis 15 Jahre wurden überprüft. Ein Elternfragebogen zur Krankengeschichte von HWIs wurde ausgefüllt.

Ergebnisse: 71 PatientInnen mit klassischem AGS (41 Mädchen, 30 Jungen) im Alter von 8.3 +/- 4.2 Jahren wurden ermittelt. 35 (85%) der Mädchen waren feminisierenden Genitalplastiken unterzogen worden im Alter von 1.1 +/- 0.8 Jahren, während 5 (15%) keine hatten. Krankengeschichten von HWIs wurden berichtet bei 9 (12.6%) der PatientInnen (1 Junge, 8 Mädchen). Bei 7 der 8 Mädchen waren Genitaloperationen durchgeführt worden, und alle HWIs traten nach der Operation auf. 1 HWI wurde berichtet bei einem Mädchen, das keiner Operation unterzogen wurde. Es wurden keine Zusammenhänge festgestellt zwischen HWIs und der Art der Genitaloperation.

Fazit: Das Vorkommen von HWIs bei Kindern mit AGS ist ähnlich wie in der Gesamtbevölkerung. Obwohl unsere Ergebnisse vorläufig sind, weisen sie auf kein erhöhtes Risiko von HWIs hin, wenn Operationen aufgeschoben werden.

Von den 6 nicht-operierten "AGS-Mädchen" hatten 2 "Prader 1", die übrigen 4 "Prader 3-4", d.h. einen deutlichen urogenitalen Sinus. Von den 35 operierten "AGS-Mädchen" hatten 31 "Prader 3-4", 1 "Prader 1", bei 3 war der ursprüngliche Genitalbefund "undokumentiert" (!).

Bei den operierten "AGS-Mädchen" mit Infektionen war die "Genitalkorrektur" ausnahmslos im Alter von knapp 7 Monaten bis 1 Jahr erfolgt (d.h. an einer "zu späten Operation" kann es also definitiv nicht gelegen haben), zudem hatten die allermeisten Operierten 3-7 Infektionen (im Gegensatz zum einzigen nichtoperierten Kind mit Infektionen, das lediglich 1 HWI hatte):

Vergrössern: Reinklicken!

Meine 2 Cent: Wetten, dass nichtsdestotrotz die GenitalabschneiderInnen & Co. auch 2014

a) ungehemmt weiterverstümmeln werden mit der "Begründung" "medizinisch notwendig zur Verhinderung von Harnweginfekten", während sie gleichzeitig

b) genauere Studien zum angeblichen "Infektionsrisiko bei unoperierten AGS-Mädchen" (und erst recht Studien zu erhöhtem Infektionsriskio nach "Genitalkorrekturen"!!) weiterhin stillschweigend aufschieben werden zugunsten von möglichst fleissigem Weiterverstümmeln auf Teufel komm 'raus, so lange es noch irgendwie geht?!

GenitalabschneiderInnen, wir kriegen euch! ZwangsoperateurInnen, passt bloß auf!

Gonade um Gonade, Lustorgan um Lustorgan!

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Intersex-Verstümmelungen – eine Genealogie der TäterInnen
 
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen" 

>>> Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen 

Wednesday, October 2 2013

Intersex-Genitalverstümmlerin Susanne Krege, Juni 2013: "Eltern und Ärzte wollen Operationen" - "OP-Techniken heute besser, Funktionseinbussen selten" – "Ohne Proteste und Gesetzesvorlagen kein Umdenken"

UK Aachen, 30.05.2011: Christiane Völling protestiert gegen "Ethik"-Vortrag
von Genitalabschneiderin Susanne Krege
(im Bild ganz rechts)

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Heidi Walcutt: 'STOP Intersex Genital Mutilation!' (1997)Zwischengeschlecht.org on Facebook

"Operative Maßnahmen zur Angleichung in männliche oder weibliche Richtung bei DSD"
- Susanne Krege, Krefeld
>>> SGA-Proceedingband 2013 (PDF), S. 42-49
:

"Bei Kindern, die mit einem intersexuellen Genitale geboren werden, besteht von Seiten der Eltern wie auch der Ärzte der Wunsch nach baldiger Eindeutigkeit. Mit Hilfe moderner Diagnostik [...] auch Hinweise, in welche geschlechtliche Richtung anatomisch und physiologisch die optimalere Angleichung gelingen wird. [...]

Insbesondere aber die Proteste heute erwachsener Betroffener haben zu einem Umdenken geführt. [...]

Hier muss allerdings von Seiten der Operateure entgegengesetzt werden, dass durch verfeinerte Techniken wie z.B. das mikrochirurgische Vorgehen, und entsprechende Erfahrung solche Folgen heute selten sind.

Die intensive Debatte führte im letzten Jahr zu [...] eine[r] Gesetzesvorlage, die hormonelle und operative Maßnahmen bei Neugeborenen mit DSD auf solche Fälle beschränken soll, bei denen eine lebensbedrohliche Situation abgewendet werden muss (Cortisongabe bei adrenogenitalem Syndrom, Meatusplastik bei obstruktiver Uropathie etc.)."

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>> Dokumentation "Intersex Genital Mutilations" (PDF, 2.4 MB)   [ TRIGGER!!! ]

Tuesday, July 2 2013

Intersex auf SWR2: "Junge oder Mädchen – wenn Eltern und Ärzte entscheiden" - 2.7.13 + Online

Demo zum weltweit 1. Schadenersatz-Prozess gegen einen Intersex-Genitalverstümmler
von Christiane Völling, Landgericht Köln 12.12.2007 (Bild: picture-alliance / dpa)

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Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

>>> Beitrag online hören (oben rechts, 5:58 min)   >>> Download als mp3 (2.73 MB)

Zwischengeschlecht.org «Körperliche Unversehrtheit auch für Zwitter!» (Bild: NZZ Format/SF1)>>> Ankündigung für Intersex-Beitrag heute 16:05h auf SWR2, inkl. einem Bild von der 1. Zwitterdemo (siehe oben).
In der >>> Vorschau des Sendegefässes "Impuls" heisst es dazu: "Gegen die "Normalisierung". Warum Menschenrechtler Genitalkorrekturen bei Intersexuellen verbieten wollen."

Wie die Sendungsmacherin Sophia Geß mitteilte, spricht der Sendungsbeitrag mit Interview-Schnipseln von Daniela "Nella" Truffer und yours truly a.k.a. Markus Bauer die täglichen Intersex-"Genitalkorrekturen" ebenfalls konkret an, und – nach dem verheerenden Bundestagsbeschluss und angesichts der andauernden Verstümmelungen besonders wichtig – ebenso die langjährige Forderung der Betroffenen nach unverzüglicher Beendigung der Verstümmelungen. Danke!

>>> SWR Zur Sache: "Intersexuelle kämpfen um ihre Rechte" (Video)

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>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"

Sunday, May 19 2013

"Intersexuelle Menschen wollen selbst entscheiden" - SPD, 16.5.13

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Zwischengeschlecht.org on FacebookZur Bundestagsdebatte über ein Verbot von Intersex-Genitalverstümmelungen veröffentlichte die SPD-Arbeitsgruppe "Familie, Senioren, Frauen und Jugend" in der Rubrik "Kinder"
>>> eine Meldung
(inkl. linksstehendem Bild von der ersten von Zwischengeschlecht.org organisierten Demo zum Auftakt von Christiane Völlings Zwitterprozess). Danke!

Ein Auszug:

In der Regel werden intersexuelle Menschen im Säuglings- und Kindesalter mehrfach Operationen unterzogen, damit sie zum Jungen oder zum Mädchen werden. Viele von ihnen leiden ihr ganzes Leben lang physisch und psychisch unter den Folgen dieser Operationen.

Menschenrechte von intersexuellen Menschen werden verletzt

[...] Intersexuelle Menschen dürfen nicht länger in ihren Menschen- und Bürgerrechten eingeschränkt und gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf Selbstbestimmung und Nicht-Diskriminierung darf nicht weiter verletzt werden. [...]

Geschlechtszuweisende Operationen nur wenn Betroffene einwilligen

Zentrale Forderung des Antrages ist ein Verbot geschlechtszuweisender und -anpassender Operationen, wenn die Betroffenen noch nicht einwilligungsfähig sind. Danach soll eine stellvertetende Einwilligung der Eltern in irreversible, geschlechtszuweisende Eingriffe nur noch in lebensbedrohlichen Notlagen oder durch eine medizinische Indikation zulässig sein.

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>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen & Eingriffe

Wednesday, May 15 2013

USA: Historische Klage gegen Intersex-Genitalverstümmelung - Do 16.5. Bundestag berät gesetzliches Verbot

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Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 15.05.2013:

Intersex-Genitalverstümmelungen stoppen!

Gestern Dienstag reichten in South Carolina die Eltern des mittlerweile 8-jährigen Intersex-Kindes M.C. Klage ein u.a. gegen die Medical University of South Carolina und individuelle ÄrztInnen wegen Durchführung irreversibler und medizinisch nicht notwendiger Genitaloperationen. Dies ist nach dem "Zwitterprozess" von Christiane Völling von 2007 und dem kommenden Prozess in Erlangen weltweit die 3. Klage gegen Intersex-GenitalverstümmlerInnen.
Morgen Donnerstag debattiert der Deutsche Bundestag in seiner 240. Sitzung als weltweit erstes Parlament in erster Beratung über 3 Anträge, die ein explizites Verbot von Inters*x-Genitalverstümmelungen fordern sowie eine umfassende Aufarbeitung der menschenrechtswidrigen aktuellen Praxis (TOP 19 a-c).

--> Ausführliche Informationen + Quellen via Weblog Zwischengeschlecht.info

Die Eltern Mark und Pam Crawford reichten die Klage im Namen von M.C. am 14. Mai 2013 nach über 2-jähriger Vorbereitung ein.

Das von den VerstümmlerInnen als "echter Hermaphrodit" klassifizierte Kind M.C. war im Alter von 16 Monaten sog. "feminisierenden Genitalkorrekturen" unterworfen worden, während es sich in staatlicher Pflegeunterbringung befand. Dabei wurde wie üblich gesundes Genitalgewebe ohne medizinische Notwendigkeit weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen (Penisentfernung/"Klitorisverkleinerung" plus Entfernung von Hodengewebe). M.C. lebt inzwischen als Knabe.

Die Klage auf Verstoß gegen die US-Verfassung sowie auf Verletzung der medizinischen Berufspflicht wurde gleichzeitig auf Staates- und auf Bundesebene eingereicht.

Die Beklagten haben laut Klage gegen die "Due Process"-Klausel der US-Verfassung verstoßen, in dem sie M.C. "einer medizinisch nicht notwendigen Operation unterwarfen, die M.C.s Körper veränderte und und seine Fortpflanzungsfähigkeit dauerhaft verminderte ohne Mitteilung oder einer Anhörung um sicherzustellen, dass die Behandlung in M.C.s bestem Interesse war".

Es sei nicht ordnungsgemäß über die erheblichen Risiken der Operation aufgeklärt worden oder über die Möglichkeit, darauf zu verzichten. Schlimmer noch, es sei "nicht einmal darüber aufgeklärt worden, dass der Eingriff medizinisch gar nicht notwendig war". M.C. sei durch die Operation "möglicherweise sterilisiert worden und seine s*xuelle Empfindungsfähigkeit in hohem Maße vermindert, wenn nicht gar gänzlich zerstört worden" .

M.C.s Mutter Pam Crawford: "Indem sie diese nicht notwendige Operation durchführten, sagten der Staat und die Ärzte M.C., so wie er auf die Welt kam, er sei nicht akzeptabel und liebenswert. Sie entstellten ihn, weil sie ihn nicht akzeptieren konten, wie er war – nicht, weil er Operationen gebraucht hätte. M.C. ist ein liebreizendes, bezauberndes und widerstandsfähiges Kind. Wir werden nicht aufhören, bis wir Gerechtigkeit erlangen für unseren Sohn."

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".

Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.

Freundliche Grüße

n e l l a
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org

Mobile +41 (0) 76 398 06 50
presse_at_zwischengeschlecht.info

http://zwischengeschlecht.org
Regelmäßige Updates: http://zwischengeschlecht.info 

>>> USA: Historische Klage gegen Intersex-Genitalverstümmelung!

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>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"

Intersex im Bundestag - Was bisher geschah:
- 1996-2009: Bundesregierung verleugnet Betroffene 
- Bundestag 05.03.2009: 1. Erwähnung von "Intersex" während CEDAW-Debatte
- 1. "richtige" Intersex-Bundestags-Debatte 24.11.2011: Protokoll und Videos 
- Öffentl. Anhörung 25.06.2012: Schriftliche Stellungnahmen
- Öffentl. Anhörung 25.06.2012: Protokoll und Video + Medienspiegel
- Fachgespräch 24.10.2012: Beate Rudolf bringt Klartext 
- Bundesregierung 04.01.2013: "Keine Meinung" zu Intersex-Genitalverstümmelungen
- Bundestag 31.01.2013: Fragwürdige Personenstandsnovelle (§ 22 PStG)  
- Bundestag 16.5.2013: Intersex-Verstümmelungen - CDU/CSU für Verbot - Anträge überwiesen

Tuesday, May 14 2013

USA: Historische Klage gegen Intersex-Genitalverstümmelung!

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>>> Pressemitteilung zum Thema von Zwischengeschlecht.org vom 15.05.2013

Zwischengeschlecht.org «Körperliche Unversehrtheit auch für Zwitter!» (Bild: NZZ Format/SF1)

Am Dienstag, den 14. Mai 2013 reichten in South Carolina die Eltern Mark und Pam Crawford im Namen ihres mittlerweile 8-jährigen Intersex-Adoptivkindes M.C. Klage ein gegen das South Carolina Department of Social Services, das Greenville Hospital System, die Medical University of South Carolina und einzelne MedizynerInnen und SozialarbeiterInnen wegen Durchführung irreversibler und medizinisch nicht notwendiger Genitaloperationen.

Das von den VerstümmlerInnen als "echter Hermaphrodit" klassifizierte Kind M.C. war im Alter von 16 Monaten sog. "feminisierenden Genitalkorrekturen" unterworfen worden, während es sich in staatlicher Pflegeunterbringung befand. Dabei wurde wie üblich gesundes Genitalgewebe ohne medizinische Notwendigkeit weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen (Penisentfernung/"Klitorisverkleinerung" plus Entfernung von Hodengewebe). M.C. lebt inzwischen als Knabe.

Die Klage auf Verstoss gegen die US-Verfassung sowie auf Verletzung der medizinischen Berufspflicht wurde gleichzeitig auf Staates- und auf Bundesebene eingereicht.

Die Beklagten haben laut Klage gegen die "Due Process"-Klausel der US-Verfassung verstossen, in dem sie M.C. "einer medizinisch nicht notwendigen Operation unterwarfen, die M.C.s Körper veränderte und und seine Fortpflanzungsfähigkeit dauerhaft verminderte ohne Mitteilung oder einer Anhörung um sicherzustellen, dass die Behandlung in M.C.s bestem Interesse war".

Es sei nicht ordnungsgemäss über die erheblichen Risiken der Operation aufgeklärt worden oder über die Möglichkeit, darauf zu verzichten. Schlimmer noch, es sei "nicht einmal darüber aufgeklärt worden, dass der Eingriff medizinisch gar nicht notwendig war". M.C. sei durch die Operation "möglicherweise sterilisiert worden und seine sexuelle Empfindungsfähigkeit in hohem Masse vermindert, wenn nicht gar gänzlich zerstört worden" .

M.C.s Mutter Pam Crawford: "Indem sie diese nicht notwendige Operation durchführten, sagten der Staat und die Ärzte M.C., so wie er auf die Welt kam, sei er nicht akzeptabel und liebenswert. Sie entstellten ihn, weil sie ihn nicht akzeptieren konnten, wie er war – nicht, weil er Operationen gebraucht hätte. M.C. ist ein liebreizendes, bezauberndes und widerstandsfähiges Kind. Wir werden nicht aufhören, bis wir Gerechtigkeit erlangen für unseren Sohn."

M.C.s Vater Mark Crawford: "Dies war ein fahrlässiges und rücksichtsloses Vorgehen. Indem wir die Verantwortlichen verklagen, hoffen wir andere Ärzte, Kliniken und staatliche Stellen davon in Kenntnis zu setzen, dass sie nicht Kinder verstümmeln können, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden."

Die Crawfords werden bei der Klage unterstützt durch die US-Zwitter-Lobbyorganisation Advocates for Informed Choice (AIC), das Southern Poverty Law Center (SPLC) und 2 pro bono arbeitenden privaten Anwaltskanzleien.

Anne Tamar-Mattis (Advocates for Informed Choice): "In diesem Fall geht um Sicherheit für alle Kinder, die keine Stimme haben. Niemand setzte sich ein für M.C.s Rechte, als diese Entscheidung getroffen wurde, während der Staat für seine Sicherheit und sein Wohlbefinden verantwortlich war. Es ist an der Zeit, dass alle Beteiligten für das Leid, das sie M.C. zufügten, geradestehen müssen."

Alesdair H. Ittelson (Southern Poverty Law Center): "Gott schuf M.C. so, wie er ist, aber mit einer unnötigen Operation hat ihn der Staat South Carolina irreparabel geschädigt. Der Staat hat eine Entscheidung getroffen, die ihn ihn seiner Freiheit beraubte, zu entscheiden was mit seinem Körper geschehen soll. Es ist Zeit, dass der Staat und alle übrigen Beteiligten dafür zur Verantwortung gezogen werden."

Dieser Blog wünscht den mutigen Eltern Mark und Pam Crawford und M.C. sowie ihren Unterstützer_innen alles Gute – und den Verklagten einen lehrreichen und hoffentlich teuren Denkzettel!

Möge diese Klage allen sebstherrlichen Intersex-GenitalabschneiderInnen und ihren HelfershelferInnen weltweit, die nach wie vor unbeirrbar täglich weiterverstümmeln, die Freude an ihrem blutigen "Handwerk" gründlichst vermiesen!

Diese Klage ist nach dem "Zwitter-Prozess von Christiane Völling von 2007 und nach dem kommenden Prozess in Erlangen weltweit die 3. Klage gegen Intersex-GenitalverstümmlerInnen. Es ist das 1. Mal, dass nebst individuellen TäterInnen und (wie auch in Erlangen) einer Universitätsklinik gleichzeitig weitere staatliche Stellen belangt werden, und das 1. Mal, dass zusätzlich auf Verfassungsebene geklagt wird.

(Bild: Heidi Walcutt an einer Protestaktion von "Hermaphrodites with Attitude", NYC 1997)

>>> Pressemitteilung Advocates for Informed Choice (AIC) (PDF)
>>> Meldung Southern Poverty Law Center (SPLC)
>>> Video der PK auf wltx.com 
>>>
Video der PK auf wsfa.com 
>>>
YouTube-Interview mit den Eltern Mark und Pam Crawford
>>> Unterschriftensammlung von AIC
>>>
Artikel von Alice Dreger auf theatlantic.com
>>>
Artikel auf USA Today 
>>>
Artikel auf Wyff4.com 
>>>
Artikel auf U.S. News
>>> Reuters-Agenturmeldung
>>> Blogpost auf Advocates for Informed Choice

Fortsetzung: 25.08.2013: Verfassungsklage nimmt erste Hürde!

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>>
Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"

Genitalabschneider, wir kriegen euch! Zwangsoperateure, passt bloss auf!

Gonade um Gonade, Lustorgan um Lustorgan!

Tuesday, May 7 2013

Zum heutigen "Welttag der genitalen Selbstbestimmung" – Intersex-Genitalverstümmelungen nicht vergessen!

Zwischengeschlecht.org «Körperliche Unversehrtheit auch für Zwitter!»Aktion von Zwischengeschlecht.org, 6.2.2011 (Bild: NZZ Format)

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Nachtrag: Wir erhielten umgehend positive Rückmeldungen u.a. von den Veranstaltern des "Welttags" MOGiS e.V., die uns hoffen lassen, nächstes Jahr werde es klappen! Danke! 

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Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 07.05.2013:

'STOP Intersex Genital Mutilation!' - UNHRC Geneva 20.10.2012Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org begrüßt die Einführung des "Welttags der genitalen Selbstbestimmung" ("World Wide Day of Genital Autonomy"), der heute zum ersten Mal begangen wird mit dem erklärten Ziel, "den Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität" voranzutreiben, und unterstützt dieses Ziel ausdrücklich.

Der "Welttag der genitalen Selbstbestimmung" bezieht sich im Namen auf die Organisation "Genital Autonomy", die seit Jahren nebst "Beschneidung" von Mädchen und Jungen explizit auch kosmetische Genitaloperationen an Intersex-Kindern verurteilt, und beruft sich auf die "Helsinki-Deklaration 2012", die mit ihrer bewusst offen gehaltenen Forderung nach "Schutz vor medizinisch nicht notwendiger genitaler Veränderung und vor anderen unumkehrbaren Eingriffen in die Fortpflanzungsorgane" bewusst auch Intersex-Genitalverstümmelungen mit einschließt, wie sie auch in Deutschland heute noch täglich in Kinderkliniken stattfinden.

Leider beschränken sich die konkreten Forderungen der heutigen Demonstration in Köln zum ersten "Welttag" auf medizinisch nicht notwendige "Genitalkorrekturen" an Jungen und Mädchen – Intersex-Genitalverstümmelungen werden nirgends konkret erwähnt, noch wurden Intersex-Betroffenenorganisationen informiert oder eingeladen. 

Zwischengeschlecht.org bedauert dies und ruft die beteiligten Organisationen dazu auf, künftig auch Intersex-Genitalverstümmelungen angemessen zu berücksichtigen, und insbesondere die langjährige Hauptforderung der Betroffenen nach einem gesetzlichen Verbot von medizinisch nicht notwendigen, kosmetischen Genitaloperationen an Kindern mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen aktiv zu unterstützen!

Umso mehr, als übernächsten Donnerstag 16.05.2013 im Bundestag drei konkrete Anträge beraten werden, die explizit ein Verbot von Intersex-Genitalverstümmelungen fordern und von Zwischengeschlecht.org und weiteren Betroffenenverbänden ausdrücklich befürwortet werden (17/13253, 17/12851 und 17/12859).

Zwischengeschlecht.org möchte deshalb zum heutigen "World Wide Day of Genital Autonomy" öffentlich daran erinnern:

  • Bis in die 1980er-Jahre wurde bei Intersex-Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken tausenden und abertausenden wehrlosen Kindern eine "zu große Klitoris" kurzerhand amputiert oder gar "ausgekernt". Verantwortliche Mediziner behaupteten dazu international bis in die 1990er-Jahre "die Orgasmusfähigkeit leidet unter der Klitorisentfernung nicht" (Prof. Jürgen Bierich), und stellten diese Eingriffe zum Teil selbst explizit in eine Reihe mit "Knabenbeschneidung sowie Beschneidung von Mädchen bei afrikanischen Naturvölkern" (Dissertation Dr. med. Hans Martin Wisseler). 
  • Im März 2013 verurteilte der UN-Sonderberichterstatter über Folter ausdrücklich "genital-normalisierende Zwangsoperationen" und "Sterilisierung" an "Kinder[n], die mit atypischen körperlichen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen" und forderte gesetzgeberische Maßnahmen (A/HRC/22/53). Schon das UN-Komitee gegen Folter (CAT) hatte die Bundesrepublik 2012 unmissverständlich dazu aufgefordert, Intersex-Genitalverstümmelungen aufzuarbeiten und Betroffene zu entschädigen.

Gleichzeitig möchten wir im Namen der Überlebenden von Intersex-"Genitalkorrekturen" die zur heutigen Demonstration in Köln aufrufenden Organisationen respektvoll zu kritischer Selbstreflektierung auffordern:

  • Mit dem "Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)" ist am "Welttag" auch eine MedizinerInnen-Standesorganisation prominent beteiligt, die zwar bezüglich kosmetischen Genitaloperationen an Knaben und Mädchen fortschrittliche Positionen vertritt, jedoch gleichzeitig kosmetische "Genitalkorrekturen" an Kindern mit "atypischen Genitalien" bisher unbeirrt weiterpropagiert und -praktiziert:
    So fordert BVKJ-Mitglied "Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)" z.B. kosmetische "Klitorisverkleinerungen", und "Vaginalerweiterungen" an wehrlosen Kleinkindern "in Deutschland im ersten Lebensjahr" (AWMF-Leitlinie 027/047 "Adrenogenitales Syndrom", vgl. ebenso AWMF-Leitlinie 027/022 "Störungen der Geschlechtsentwicklung").
    Und Mitglieder der beim BVKJ angeschlossenen "Vereinigung Leitender Kinderärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD)" propagieren und praktizieren komplikationsträchtige kosmetische "Hypospadiekorrekturen" an wehrlosen Kleinkindern explizit "auch aus ästhetisch-psychologischen Gründen" (AWMF-Leitlinie 006/026 "Hypospadie").

Dies in der Hoffnung, dass in Zukunft beim "Welttag der genitalen Selbstbestimmung" auch Betroffene von uneingewilligten Intersex-"Genitalkorrekturen" sich nicht länger nur "mitgemeint" oder gar ausgeschlossen fühlen müssen, und der "Welttag" dadurch seinem Ziel "Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität" noch besser gerecht werden möge. Gerne würde Zwischengeschlecht.org dazu einen praktischen Beitrag leisten.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".

Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.

Freundliche Grüße

n e l l a
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org

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>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> 12.12.2012: Schwarzer Tag für die Kinderrechte 
>>> Unversehrtheit von Kindern: Kosmetische GenitalOPs u. Knabenbeschneidungen
>>> Helsinki-Deklaration des Rechts auf genitale Autonomie 2012 

Thursday, March 28 2013

Deutscher Ethikrat: Chronik "Intersexualität" 2008-2013

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Daniela "Nella" Truffer, Markus Bauer (Zwischengeschlecht.org), 06.07.2008 Bild: © Dominik Huber

Zwischengeschlecht.org on Facebook

>>> 10.12.2008: Aufforderung um Unterstützung an den Deutschen Ethikrat
>>> 06.05.2009: Erneute Anfrage um Unterstützung an den Deutschen Ethikrat

>>> Anliegen von Zwischengeschlecht.org an den Deutschen Ethikrat 

Berlin 23.06.2010: Ethikrat "Forum Bioethik" zu "Intersexualität"
>>> Programm + Audioprotokoll    >>> Simultanmitschrift (PDF) 
>>>
Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org zum Ethikrat-Forum 23.06.2010
>>> "Ethik als Feigenblatt?" - Zwischengeschlecht.org am "Forum Bioethik" 23.6.10
>>> "Ethik als Freifahrtschein, an die Eltern eine ohnehin schon feststehende Entscheidung
        abzudelegieren" - Claudia Wiesemann, Forum Bioethik 23.6.10
>>> Pressemitteilung des Deutschen Ethikrates vom 25.6.10
>>> Bayerischer Rundfunk   >>> Tagesspiegel   >>> Deutschlandradio   >>> e-politik   

   
Ethikrat 08.06.2011: "Wie so oft wird um den heißen Brei herumgeredet"
Video-Statement von Daniela "Nella" Truffer (Zwischengeschlecht.org)

Berlin 08.06. 2011: Ethikrat Öffentliche Anhörung "Intersexualität" 
>>> Programm + Audioprotokoll     >>> Textprotokoll (PDF)
>>>
Statement von Nella 1: "Medizinische Behandlung – Indikation – Einwilligung"
>>>
Statement von Nella 2: "Lebensqualität Betroffener und Perspektiven"
>>> "Um was es wirklich geht"
   >>>
Betroffenenbefragung bis 19.6.11 

Bis 07.08.2011: Ethikrat Online-Diskurs       
>>> Liste aller Kommentare auf dem Online-"Diskurs" + Statistik 
>>> Bisher offengelegte "Experten"-Statements  
>>>
Ethikrat-Anhörung: Radio Vatikan macht Stimmung gegen Zwitter (8.6.11)  
>>> Pressemitteilung Deutscher Ethikrat vom 10.6.11   
>>> 1. Einschätzung des Deutschen Ethikrates vom 15.6.11   >>> Kommentar von Nella
>>> ETEKAR über Strafbarkeit der Verstümmelungen   >>> Kommentar von Nella
>>> Thread zur aktuellen Ethikrat-Anhörung auf dem Hermaphroditforum  
>>> ETEKAR über medizynische Auslöschung und die Anonymität der TäterInnen (22.6.) (I)
>>> Christiane Völling: Statements zur Anhörung  

Unzensierte Version: Draufklicken (PDF, 3.3 MB)
>>> Flugblatt zur Ethikrat-Anhörung 08.06.2012 (PDF, 3.3 MB)
         WARNUNG: 2. Seite enthält Operationsfotos!

>>> Nazi-Genitalabschneider: ETEKAR nennt Namen und Kliniken (II) (24.6.11)  
>>> "Grausam wäre es, nicht zu operieren" - Nella zu Tätersprache im Ethikrat-Diskurs
>>> "Zwitter-Genitalverstümmelungen: Diskriminierung oder Verbrechen?" (30.6.11)  
>>> Operiertes Kind als Idealfall? - Nella zu Vereinnahmung im Ethikrat-Diskurs (I) 
>>> Michel Reiter: Welche Experten wurden angefragt? (4.7.11)  >>> Nachfrage (2.8.11)
>>> ETEKAR über gleiche Rechte für Zwitter wie für alle anderen auch (5.7.11)  
>>> Operiertes Kind als Bsp. f. "tolerable Erziehung?" - Nella zu Vereinnahmung (II) 
>>> C.LARA über "wissenschaftliche Standards" ohne Evidenz und Menschenrechte (5.7.11) 
>>> Christiane Völling: "Zur Frage der Entschädigung" (5.7.11)
>>>
Lucie Veith über Schutzpflicht d. Staates bei "Standards" ohne Evidenz u. Einwilligung  
>>>
ETEKAR über 3 Gruppen unter den Opfern (5.7.11) 

>>> 09.07.11: Ein bisschen Zensur auf dem Ethikrat-Online-Diskurs (I)

>>> Zensur 2.0 - Ethikrat löscht Kommentar von ETEKAR + UPDATES (II) (10./11.7.11) 
>>> Meinungsäusserung à la Ethikrat: Verstümmelungen akzeptieren oder Maul halten (III)
>>> Ethikrat-Redaktion "als neutraler Vermittler disqualifiziert" - Lucie Veith (12.7.11) 
>>> Genitalverstümmelung: "kein Handwerk für schwache Nerven" - Dr. J. Woweries (12.7.)

>>> Dokumentation der Zensur auf dem Ethikrat-Online-"Diskurs" (IV)

>>> Sichtbarkeit: zuerst muss stille Scham in Wut umschlagen können - Simon Zobel
>>>
"Betroffene wegdrängen statt ihnen zuhören ist entscheidender Fehler" - ab (16.7.11) 
>>> "Löschen von verweifelten Postings wird Wahrheit nicht aufhalten" - Lucie Veith (16.7.) 
>>>
Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org 19.7.11    >>> Dementi Deutscher Ethikrat
>>>
Geheimes Hinterzimmergeklüngel mit 40 Ärzten? - Lucie Veith (19.7.)  >>> 2. Anfrage
>>> Prof. Hans Naujoks – "seit 1934 rassistische Operationen an Intersexuellen" (20.7.) (V)
>>> "Privilegien für Täter, Zensur für Opfer" Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org 
>>> Typisch vereinnahmender und verharmlosender Bericht in der taz (22.7.11)   
>>>
Michel Reiter: Verschiedene Gruppen und Maslowsche Bedürfnispyramide (23.7.11) 
>>> Personenstands-Lockerungen stoppen Verstümmelungen NICHT - Simon Zobel
>>> Zensur im Ethikrat-Online-"Diskurs": 4 weitere Fälle dokumentiert (VI) (25.7.11) 
>>> "Diskurs von Transsexuellen gesprengt" - Lucie Veith (26.7.11)  
>>> Ins A. Kromminga über Ignoranz und Überheblichkeit der VerstümmlerInnen (27.7.11)
>>> ETEKAR: Genitalverstümmler und Personenstandsdiskussionen als Ausrede
>>> Opfer von Verstümmler Prof. Dr. Martin Westenfelder packt aus – hope less (28.7.) 
>>> Partner einer "kosmetisch kastrierten" XY-Frau sagt wie's ist - Johannes (28.7.) 
>>>
Medizinisch nicht notwendige "Hypospadie-Op" als Verstümmelung – kwhal (28.7.11)
>>> Dr. med. Jörg Woweries: "Die Befreiung aus den medizinischen Denksystemen"  
>>> Solidarität mit ETEKAR und Daniela Truffer - seelenlos (2.8.11)  
>>> "Mal regelkonform, mal wiederholter Verstoss, wie's grad passt" - Nella über Willkür 
>>> Fehlende Stimmen Betroffener im Ethikrat-"Diskurs" (0) - Markus Bauer (3.8.11)
>>> Fehlende Stimmen Betroffener im Ethikrat-"Diskurs" (1) - Markus Bauer (4.8.11)
>>> Fehlende Stimmen Betroffener im Ethikrat-"Diskurs" (2) - Markus Bauer (7.8.11)
>>> Fehlende Stimmen Betroffener im Ethikrat-"Diskurs" (3) - Markus Bauer (7.8.11)
>>> Fehlende Stimmen Betroffener im Ethikrat-"Diskurs" (4) - Markus Bauer (7.8.11)

>>> Liste aller Kommentare auf dem Ethikrat-"Diskurs" + Statistik 

  
Hervorhebenswerte schriftliche Sachverständigen-Stellungnahmen: 
     >>> Eva Matt 
     >>> Deutscher Hebammenverband 
     >>> Konstanze Plett 
     >>> Oliver Tolmein 
     >>> Ulrike Klöppel 

     >>> Alle offengelegten "Experten"-Stellungnahmen
 

Friedlicher Protest vor Ethikrat-Pressekonferenz, 23.2.12 (Bild: © dapd)

23.02.2012: Stellungnahme Deutscher Ethikrat: "Verstümmeln ist OK,
                     solange es nicht um die Geschlechtsidentität geht" 

>>> Ethikrat anerkennt Leid, kritisiert Verjährungsfristen, fordert Entschädigung

>>> Zwischengeschlecht.org: "150 Jahre Genitalverstümmelungen jetzt beenden!" 
>>> Intersexuelle Menschen e.V.: "Genitaloperationen müssen verboten werden"
>>> OII Deutschland  IVIM: "Alle nicht lebensnotwendigen Eingriffe unterbinden"

>>> Die Zeit: "Intersexuelle bleiben für den Ethikrat Kranke" (23.2.12)
>>> Süddeutsche: "Aus Unwissenheit verstümmelt und diskriminiert" (27.2.12)

>>> Heinz-Jürgen Voß: "Intersexualität - Intersex. Eine Intervention" (2012)

2013: Ethikrat-Stellungnahme als Freibrief zum Kinderverstümmeln:
>>> Prof. Dr. Dagmar L’Allemand-Jander ("EuroDSD")  
>>> Prof. Dr. Wieland Kiess (Dekan Medizinische Fakultät Leipzig) 

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>>
Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>>
Genitalverstümmelungen im Kinderspital: Fakten und Zahlen
>>>
150 Jahre Menschenversuche ohne Ethik und Gewissen
>>>
Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken – eine Genealogie der Täter

Siehe auch:
- "EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller chirurgischen Genitalverstümmelungen in deutschen Kinderkliniken
- USA: Seriengenitalverstümmler Prof. Dr. Dix Phillip Poppas von Ethikerinnen geoutet
- Alice Dreger über EthikerInnen als MittäterInnen
- Offener Brief an das "3rd EuroDSD Symposium", Lübeck 21.5.2011
- Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg  
- Intersex-Genitalverstümmelungen: Bundesregierung beugt Grundgesetz Art. 2
- Weltweit größte Zwitter-Studie straft Bundesregierung Lügen!
- Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: Gesetzgeber gefordert
- Zwitter-Vereinnahmung im Bundestag (I)
- Zwitter-Vereinnahmung im Bundestag: Business as usual (II)
- Genitalverstümmelung in Kinderklinik: Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen geschehen?

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