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Zu große Klitoris amputieren? "Klare Sache" für Kinderchirurgin Prof. Felicitas Eckoldt, Uniklinikum Jena - Intersex-Protest So 9.11. 12-15h

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>>> Offener Brief an AWMF-Intersex/DSD-Leitlinienverantwortliche (PDF, 152 kb) 

Warum wir am So 9.11. 12-15h vor dem Uniklinikum Jena-Lobeda friedlich protestieren:

Intersex: Schluss mit straflos Kinder verstümmeln!Prof. Dr. Felicitas Eckoldt-Wolke, Professorin für Kinderchirurgie an der Medizinischen Fakultät der Friedrich Schiller-Universität Jena ("Arbeitsschwerpunkte: Chirurgie von Fehlbildungen, Kinderurologie, Pränataldiagnostik"), Direktorin der Kinderchirurgie Jena im Universitätsklinikum Jena-Lobeda ("berufliches Vorbild: Prof. Claire Nihoul-Fékété"), ist im Namen der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) Koordinatorin für die auf Ende 2014 angekündigte, "multidisziplinäre" neue AWMF-Verstümmler-Leitlinie 147/001 "Störungen der Geschlechtsentwicklung" (zusammen mit Kinderchirurgin Susanne Krege für die DGU und Kinderendokrinologin Annette Richter-Unruh für die DGKED).

"Für die feminisierende Operation stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. [...] AGS sollte früh operiert werden"

An der 110. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) in Leipzig hielt Prof. Dr. F. Eckoldt-Wolke am 13.09.2014 um 10:30h einen Vortrag "Korrekturoperationen am Genitale". Kurz darauf erschien folgender auf Eckoldts Vortrag basierender Artikel von Michael Koczorek ("freiberuflicher Medizinjournalist") auf springermedizin.de:

Passend dazu ist D$D-Leitlinien-Koordinatorin Felicitas Eckoldt-Wolke ferner Autorin des Kapitels "Timing of Surgery for feminising Genitoplasty in Patients suffering from Congenital Adrenal Hyperplasia" in einem neu erscheinenden "D$D-Standardwerk", herausgegeben von Olaf Hiort, Faisal Ahmed, Primus Mullis (PDF).

Nebst "feminisierenden" chirurgischen "Klitorisverkürzungen" bei "zu großer Klitoris" bietet Prof. Dr. Eckoldt-Wolkes Universitätsklink für Kinderchirurgie Jena auf ihrer Homepage unter "Krankheitsbilder" weiter medizinisch nicht notwendige sog. "maskulinisierende" chirurgische "Hypospadiekorrekturen" und "Hodenverlagerungen" öffentlich feil.

Kurz, letztlich wohl unbeirrt das ganze Spektrum von kosmetischen Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) – obwohl u.a. der UN Sonderberichterstatter über Folter, der UN-Ausschuss gegen Folter, die UN-Weltgesundheitsorganisation, der UN-Behindertenrechtsausschuss, der Europarat, Terre des Femmes, Amnesty und erst gerade die 24. Gleichstellungsministerkonferenz kosmetische Genitaloperationen an Intersex-Kindern (IGMs) seit Jahr und Tag als massive Menschenrechtsverletzungen verurteilen und gesetzgeberische Maßnahmen fordern!

>>> Offener Brief an AWMF-Intersex/DSD-Leitlinienverantwortliche (PDF, 152 kb)

>>> INTERSEX-PROTESTE: Leipzig Fr 7.11. + Sa 8.11 | Jena So 9.11.

Siehe auch:
- Leitlinien-Pressemitteilung mit Zitaten von Susanne Krege (13.05.2014)
- Leitlinien-Interview mit Susanne Krege auf rbb-Kulturradio (16.05.2014)
- Leitlinien-Interview mit Susanne Krege im Spiegel 22/2014 

Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy

2014 NGO Report to the UN Committee on the Rights of the Child (CRC)
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>>
Table of Contents 

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGMs): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen 
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben