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Intersex Awareness Day 26.10.2015: Friedlicher Intersex Protest vor Kantonsparlament Zürich, 07:30-15:00h

Bild: Friedliche Aktion zum Intersex Awareness Day vor dem Rathaus Zürich, 26.10.2015

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Polizeidepartement Zürich möchte Intersex-Mahnwache verhindern ...
– Wir lassen uns nicht provozieren und bleiben gewaltfrei!

>>> Flugblatt für die heutige Mahnwache (PDF 1.3 MB)    
>>> Watson.ch 22.10.2015     >>> 20Minuten.ch 21.10.2015
       Danke!!!
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PM 22.10.2015 > Gewaltfreie Intersex-Mahnwache "notfalls auch ohne Bewilligung"
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PM 20.10.2015 > Zürich: Polizeichef will Intersex-Mahnwache verbieten

Hermaphrodites With Attitude, Boston 26.10.1996Am 26. Oktober feiern Intersexe, Überlebende, Partner, Familien, Freunde und Verbündete rund um den Globus den "Intersex Awareness Day" zur Erinnerung an den allerersten INTERSEX PROTEST am 26.10.1996 in Boston gegen den Jahreskongress der American Academy of Pediatrics (AAP), und zur Unterstützung des mittlerweile über 20-jährigen Kampfes um die Beendigung der INTERSEX-GENITALVERSTÜMMELUNGEN (IGM).

Am Intersex Awareness Day 2009 wurde im Kantonsparlament Zürich der 1. Intersex-Vorstoss der Schweiz eingereicht (Tages-Anzeiger, 26.10.2009):

Die von Zwischengeschlecht.org angeregte Interpellation forderte von der Kantonsregierung Auskunft über die gegenwärtige Praxis am Universitäts-Kinderspital Zürich und eine Stellungnahme zu den dort praktizierten, nicht-eingewilligten "kosmetischen Genitaloperationen" an Intersex-Kindern. Dieser bahnbrechende politische Vorstoß wurde begünstigt durch wiederholte lokale, regionale und nationale Medienberichte aufgrund eines vorgängigen friedlichen Protests vor dem Kinderspital in Verbindung mit einem Offenen Brief (vgl. auch nachfolgendes Tagesschau-Video).


1. Zwitterdemo vor dem Kinderspital Zürich, 06.07.2008
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Tagesschau-Video  >>> Transkript  >>> Demo-Bericht

Ein weiteres Resultat dieses ersten Protests vor dem Kispi und nachfolgenden Gesprächen mit dortigen ÄrztInnen war eine bahnbrechende explorative Studie und eine daraus resultierende, heute weltweit bekannte englischsprachige Publikation "Shaping parents (2013)", welche aufzeigen, wie voreingenommene medizinische Beratung dazu führt, dass Eltern zu verstümmelnden Behandungen 'einwilligen', welche sie anschließend oft bereuen.

Die wichtigsten Punkte der NEK-Stellungnahme 2012 (draufklicken um ganzes NEK-PDF runterzuladen).

Nach weiteren jährlichen gewaltfreien Protesten vor kantonalen Universitäts-Kinderkliniken, aus denen wiederum lokale, regionale, nationale und sogar internationale Medienberichterstattung sowie 3 weitere kantonale Interpellationen resultierten, folgten 2010 parlamentarische Vorstöße im Nationalrat, aufgrund welcher der Bundesrat die Nationale Ethikkommission NEK-CNE mit der Erarbeitung ihrer bahnbrechenden Empfehlungen von 2012 beauftragte, auf welche dieses Jahr sowohl der UN-Kinderrechtsausschuss sowie der Ausschuss gegen Folter verwiesen, als beide die Schweiz wegen Intersex-Genitalverstümmelungen rügten und diese als "schädliche Praxis" respektive "unmenschliche Behandlung" einstuften.

Der Protest vor dem Kispi zum Intersex Awareness Day 2013 schaffte es gar bis auf Al Jazeera.

Und nach 2 weiteren gegen die Universität Zürich und ihr Kinderspital gerichteten Protesten, welche eine historische Aufarbeitung früherer "Behandlungsmethoden" inkl. Klitorisamputationen forderten, sowie weiteren Medienberichten und öffentlichem Druck, publiziert das Kispi im Frühling 2015 eine historische Pilotstudie der Behandlungen von 1913-1969, und kündigte den Beginn weitergehender historischer Forschungen an.

Intersex: Ohne Aufarbeitung, Keine Aussöhnung

Nichtsdestotrotz weigert sich der Kanton Zürich weiterhin (wie von NEK-CNE gefordert) das Leiden der Überlebenden von IGM-Praktiken anzuerkennen, und erwägt bisher auch nicht, die weiteren Kispi-Studien zu unterstützen, insbesondere um sicherzustellen, dass alle relevanten Praktiken von 1913-1969 erforscht werden können. Schlimmer noch, der Kanton bleibt weiterhin mitschuldig an den heute noch andauernden IGM-Praktiken im kantonalen Universitäts-Kinderspital Zürich.

Deshalb wird Zwischengeschlecht.org während der Sitzungen des Kantonrats vom 26. Oktober von 07:30-15:00h eine friedliche Mahnwache vor dem Rathaus abhalten (Bew. einger.), um sicherzustellen, dass das Kantonsparlament nicht mehr länger die historische und aktuelle Verantwortung einfach ignorieren kann, die dem Kanton Zürich durch vergangene und gegenwärtige IGM-Praktiken im kantonalen Kispi Zürich erwächst. Wir sehn uns, wo die Action ist!

Boston '96 war ein PROTEST! Happy 12th Intersex Awareness Day 2015!

    Wann hast DU das letzte Mal über INTERSEX PROTESTE geredet oder geschrieben?
    Wann hast DU das letzte Mal diejenigen anerkannt, welche die Proteste durchführen?

    Wann hast DU das letzte Mal über IGM-Praktiken geredet oder geschrieben?
    Wann hast DU das letzte Mal ÄrztInnen und Kliniken beim Namen genannt?

    Wann hast DU das letzte Mal an einem INTERSEX PROTEST teilgenommen?
 

>>> Watson.ch 22.10.2015     >>> 20Minuten.ch 21.10.2015      Danke!!!
>>> PM 22.10: Gewaltfreie Intersex-Mahnwache "notfalls auch ohne Bewilligung"
>>> Pressemitteilung 20.10.2015 > Zürich: Polizeichef will Intersex-Mahnwache verbieten

Input von Daniela Truffer zum "Fachtag Intersex"
  • IGM-Überlebende – Danielas Geschichte
  • Historischer Überblick:
     "Zwitter gab es schon immer – IGM nicht!"
  • Was ist Intersex?  • Was sind IGM-Praktiken?
  • IGM in Hannover  • Kritik von Betroffenen  • u.a.m.
>>> PDF-Download (5.53 MB)

Kosmetische Klitorisamputationen an Kindern im Kispi Zürich und Insel Bern, z.B. Andrea Prader, Max Grob, Marcel Bettex, von Zwischengeschlecht.org

>>> Kosmetische Klitorisamputationen (PDF)
am Kispi Zürich und Insel Bern – Belege aus Fachpublikationen, die jahrzehntelange, systematische Klitorisamputationen an wehrlosen Kindern aufzeigen – und wie beteiligte Institutionen im In- und Ausland sich bis heute vor jeglicher Verantwortung drücken.
Wie lange noch?!

Siehe auch:
"Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtsausschuss verurteilt IGM
- "Unmenschliche Behandlung": UN-Ausschuss gegen Folter verurteilt IGM
- UN-Menschenrechtsausschuss (HRCttee) untersucht IGM-Praktiken

•  Intersex Awareness Day 2009
•  Intersex Awareness Day 2010
•  Intersex Awareness Day 2011
•  Intersex Awareness Day 2012
•  Intersex Awareness Day 2013
•  Intersex Awareness Day 2014

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen