John Money als Sündenbock heutiger
SeriengenitalverstümmlerInnen
Zur
Untermauerung ihrer >>> Medizyner-Märchenpropaganda,
in heutigen Kinderkliniken seien chirurgische Genitalverstümmelungen längst
passé, bemühen heutige ZwangsoperateurInnen & Konsorten regelmässig den
Namen eines 2006 verstorbenen Vorzeige-Sündenbockes.
Im >>> "Infobrief
02/10" (PDF --> S. 7) des Deutschen Ethikrates liest sich das dann
beispielsweise so:
Kritisch betrachtete Richter-Appelt die früheren Behandlungsmaßstäbe,
die besonders durch den amerikanischen Psychologen John Money in den
1950er-Jahren geprägt worden waren. Money hatte die These vertreten, dass [...]
man intersexuellen Kindern [...] mit einer operativen Angleichung der
Genitalien [...] ein eindeutiges Geschlecht klar zuweisen könne.
Ethikrat
"Infobrief 02/10" (PDF --> S. 7)
Keine Frage, John Money
(1921-2006) war ein unbarmherziger, gewissenlos agierender Serientäter, der
mit seinen unmenschlichen "Zwillingsexperimenten" grosses Leid über zahllose
Menschen brachte und seine pseudowissenschaftliche Theorie zur Rechtfertigung
der systematischen Genitalverstümmelungen von Kleinkindern mit "uneindeutigen
Geschlechtsmerkmalen" bis zu seinem Tode ungebrochen weltweit propagierte.
Seit langen Jahren fordern zwangsoperierte Zwitter öffentlich die kritische Aufarbeitung von John
Moneys medizinischen Verbrechen. Wenn die heutigen Täterinnen mittlerweile
öfter John Moneys Namen nennen, ist ihr Anliegen allerdings ein anderes: Die
MedizynerInnen benutzen den Verstorbenen vielmehr als Vorzeige-Sündenbock und
Bauernopfer, um die durch vermehrte Medienberichte über überlebende
Zwangsoperierte geweckte, kritische öffentliche Aufmerksamkeit abzulenken und
zu binden – und gleichzeitig den Deckel auf dem eigentlichen Problem der auch
in Deutschland fortdauernden, systematischen Genitalverstümmelungen an
Kleinkindern zu halten.
Genitalverstümmelungen in westlichen Kinderkliniken
- eine Genealogie der TäterInnen
Auch Im Ethikrat
Infobrief 02/10 (PDF --> S. 7) wurde der Verbrecher John Money von der
"Netzwerk Intersexualität/DSD"-"Expertin" Prof. Dr. Hertha Richter-Appelt
konsequent als überholter Einzeltäter dargestellt.
Tasache ist jedoch, dass die in westlichen Kinderkliniken
nach wie vor gängige Praxis der chirurgischen Genitalverstümmelungen ihre
Wurzeln in mehreren medizynischen Disziplinen hat und weder mit John
Money begann, noch mit ihm endete:
Sinti-
und Roma-Zwillinge
als Versuchskaninchen in Auschwitz.
Sogar John
Money's berüchtigtstes "Zwillingsexperiment" wurde von Josef Mengele
(1911-1979) vorweggenommen, der in Auschwitz bereits damit
experimentierte, bei Zwillingen das "Geschlecht" chirurgisch zu "ändern" (vgl.
Edwin Black: War against the Weak, S. 358, 494).
Zur Serienreife gebracht waren entsprechende chirurgische Techniken
aber schon in den 1920er und 1930er-Jahren durch den "Vater der Urologie" Hugh
Hampton Young (1875-1945) von der Johns Hopkins University in
Baltimore (USA), wo nach dem 2. Weltkrieg dann u.a. Lawson Wilkins (siehe
unten) und Money "wirkten" (und wo nochmals später wohl nicht ganz zufällig
Judith Butler ihre erste Professur erhielt). Hugh Hampton Young wiederum
hatte zuvor mit ziemlicher Sicherheit die chirurgischen
"Geschlechtsumwandlungsexperimente" im Umfeld von
Magnus Hirschfeld (1868-1935) genauer verfolgt und
zitierte diesen in seinem 1937 publizierten "Standardwerk", das von seinen
Nachfolgern an der "Johns Hopkins University School of Medicine" bis 1971 in
überarbeiteter Form neu aufgelegt wurde, inkl. Hirschfeld-Verweis (vgl. Hugh
Hampton Young: "Genital Abnormalities, Hermaphrodites & Related Veneral
Diseases", S. 19f., 1937; Howard W. Jones / William Wallace Scott:
Hermaphroditism, Genital Abnormalies and Related Endocrine Disorders.
Second Edition, S. 7, 1971).
Der historische Ursprung westlicher serienmässiger
Genitalverstümmelungs"experimente" dürfte jedoch in der Gynäkologie
liegen. In den 1840ern führte
James Marion Sims (1813-1883), der "Vater der
Gynäkologie", zahllose "chirurgischen Experimente" an schwarzen Sklavinnen
durch, ohne Betäubung, oft mit tödlichem Ausgang, bis zu 30 "Experimenten" an
derselben Person. Im 19. Jahrhundert wurden in Europa und Nordamerika
uneingewilligte chirurgische Klitorisamputationen
("Klitoridektomie") und weitere chirurgische Beschneidungen an Frauen
vielfach propagiert und durchgeführt als "Heilmittel" gegen "Masturbation",
"Lesbianismus", "Hysterie" und "Manien", u.a. in den 1860ern vom englischen
Gynäkologen Isaac Baker Brown (1811–1873) (Marion
Hulverscheidt: Weibliche Genitalverstümmelung, 2002) und in den
1890ern vom amerikanischen Gynäkologen A. J. Bloch aus New
Orleans (John Duffy:
Clitoridectomy). In Deutschland wurde die chirurgische
Klitorisamputation bei "jugendlichen weiblichen Individuen" von der Medizynerin
Maria Pütz noch 1923 in einer Dissertation
offensiv propagiert.
Die Grundlagenarbeit zur "kontrollierten" Herbeiführung der Pubertät
durch künstliche "Geschlechtshormone" bei kastrierten Zwittern hatte
in den 1930ern in Nazideutschland Adolf Butenandt
(1903-1995) geleistet, der spätere Präsident der Max Planck Gesellschaft,
dessen Sohn Otfried Butenandt eine medizynische Karriere einschlug und noch in
den späten 1990er Jahren in München Zwitter zwangsbehandelte (darunter auch
Michel Reiter).
Der nach dem 2. Weltkrieg im Johns Hopkins Spital als Leiter der
Endokrinologie tätige Lawson Wilkins (1894-1963), der "Vater
der pädiatrischen Endokrinologie", darf als eigentlicher "Erfinder" der
serienmässigen Genitalverstümmelungen an Kleinkindern angesprochen
werden, die er dort zu Beginn der 1950er einführte (vgl. Alison Redick:
American History XY, S. 238) – nicht zuletzt, weil erwachsene Zwitter
(worüber schon Hugh H. Young klagte) sich regelmässig gegen die "Behandlungen"
sträubten (vgl. Elizabeth Reis: Bodies in Doubt, S. 113). Der
schweizer Endokrinologe Andrea Prader (1919-2001), Erfinder
der "Prader-Skala" und späterer Direktor des Kinderspitals Zürich, hospitierte
1950 bei Wilkins und trug wesentlich bei zur Etablierung der systematischen
frühkindlichen Verstümmelungen in Europa (vgl. Ulrike Klöppel: XX0XY
ungelöst, S. 348).
Experimentelle Vorarbeit für Butenandt, Wilkins und Prader hatte in den
1920ern der Österreicher Eugen
Steinach (1861-1944) geleistet durch chirurgische Tier- und
Menschenexperimente mit Hoden- und Eierstocktransplantationen, u.a. auch zwecks
"Heilung" von Homosexualität. Steinach wurde dabei praktisch und publizistisch
unterstützt von
Magnus Hirschfeld (1868-1935), seinerseits Anhänger der
Eugenik sowie Mitglied in der "Gesellschaft für Rassenhygiene".
In Amerika hatte der Gefängnischirurg
Leo Stanley (1886-1976) von 1913-1951 im Gefängnis San Quentin
zahllose ähnliche Menschenexperimente an Insassen praktiziert, ebenso
"eugenische Experimente" und Zwangssterilisationen.
1944 experimentierte der dänische SS-Medizyner Carl
Værnet (1893-1965) im KZ Buchenwald mit einer
chirurgisch-mechanischen Depotabgabe von Testosteron, quasi die experimentelle
Synthese der Forschungen von Steinach und Butenandt
(Davidsen-Nielsen/Høiby/Danielsen/Rubin: Carl Værnet, S. 183f.).
"Zwillingsexperimente" à la John Money waren seit dem 19.
Jahrhundert das Steckenpferd organisierter EugenikerInnen nicht nur in der
deutschen "Gesellschaft für Rassenhygiene", sondern in der gesamten "westlichen
Zivilisation". "Eugenische Forschungen" zwecks besserer Erkennung
sowie anschliessender Vernichtung von Zwittern, bei schon Geborenen durch
hormonelle und chirurgische Verstümmelungen sowie in Deutschland ab 1972 auch
pränatal durch Abtreibungsindikationen (vgl. Ulrike Klöppel: XX0XY
ungelöst, S. 470), wurden von (NS-)Medizynern auch nach dem 2. Weltkrieg
ungebrochen weitergeführt.
Oft mit Hilfe altbewährter NS-Seilschaften: Hormonforscher Adolf Butenandt
war nach 1945 beispielsweise auch treibende Kraft hinter der Rehabilitation
seines verehrten Kollegen, Nazi-Eugenikers und Mengele-Doktorvaters Otmar Freiherr von Verschuer (1896-1969), der (wie auch seine
Kollegen in Amerika) sein Fach nach 1945 einfach flugs von "Eugenik" zu
"Genetik" umbenannte und unbeirrbar und ungehindert weiter"forschte",
u.a. über "Pseudohermaphroditismus als eigenständige pathologische Erbanlage"
bzw. "Genetische Grundlagen der Sexualkonstitution" (1956).
Sowohl in Amerika (u.a. beim CIA) wie auch in Deutschlands
Medizynerkaste nach 1945 konnten bekanntlich praktisch alle einschlägigen
Nazi-Medizyner ihre nur kurz unterbrochene Karriere mehr oder weniger nahtlos
weiterführen. Nicht einmal Josef Mengele (1911-1979) wurde nach dem Krieg je zur
Rechenschaft gezogen.
John Money: Der Mythos vom Einzeltäter
Die Rolle all dieser honorigen (Nazi-)Medizyner bei der
Etablierung der systematischen menschenrechtswidrigen Zwangsbehandlungen an
Zwittern wird auch heute noch sowohl auf
Wikipedia wie auch in offiziellen Biographien regelmässig
ausgeklammert – sogar dort, wo sie (wie z.B. bei Hugh Hampton Young,
Lawson Wilkins und Andrea Prader) wohldokumentierter und zentraler Bestandteil
ihrer akademischen Karriere sind.
Nach bekanntem Muster werden stattdessen die von den Medizyner-LeugnerInnen
heute noch täglich an Zwittern begangenen Verbrechen – sofern sie in der
öffentlichen Diskussion überhaupt behandelt werden–, bequemerweise stets
zeitlich und personell streng beschränkt auf das Wirken John
Moneys.
Während im gleichzeitig John Moneys alter und neuer "Gender"-Fanclub (inkl.
Judith Butler) mehr und mehr öffentlich verkündet, Moneys Name sei zu
Unrecht zum Synonym seiner medizynischen Verbrechen an Zwittern geworden,
eigentlich habe Money nämlich recht gehabt und sei so schlimm eigentlich gar nicht
gewesen.

Die SeriengenitalverstümmlerInnen danken – und
operieren unkontrolliert weiter ...
Siehe auch:
- Zwangsoperationen
an Zwittern: Wer sind die Täter? Was soll mit ihnen
geschehen?
-
"EuroDSD"-Chef Olaf Hiort: "Intersexuelle" nur ein Bruchteil aller
chirurgischen Genitalverstümmelungen in Deutschen Kinderkliniken
-
Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in
Baden-Württemberg
- Krebslüge und Zwangskastrationen an
Zwittern
-
Weiße Kittel mit braunen Kragen, reloaded
- "Who
killed David Reimer?"
-
Weltweit größte Zwitter-Studie straft Bundesregierung Lügen!
-
Amnesty: Zwangsoperationen "fundamentaler Verstoß" gegen körperliche
Unversehrtheit
-
Genitalverstümmelungen an Zwittern gleich schädlich wie weibliche
Genitalverstümmelung - Terre des Femmes, 2004
-
Genitale Zwangsoperationen an Zwittern vergleichbar mit weiblicher
Genitalverstümmelung (Hanny Lightfoot-Klein: "Der Beschneidungsskandal",
2003)
-
"Ethik als Feigenblatt?" - Zwischengeschlecht.org zum "Forum Bioethik"
23.6.10
- Intersexuelle
enttäuscht vom Ethikrat – "kein Handlungsbedarf" bei
Genitalverstümmelung?!
Genitalabschneider, wir kriegen euch!
Zwangsoperateure, passt bloss auf!
