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NS-Diagnose "Intersexuelle Konstitution"
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Intersex-Genitalverstümmelungen – eine Genealogie der Täter
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Documentation "Intersex Genital Mutilations" (PDF, 2.4 MB) [
TRIGGER!!! ]
>>> Öffentliche
Veranstaltungen heute in Köln (Flyer PDF)
Pressemitteilung von Zwischengeschlecht.org vom 23.05.2013:
Dass heute über konkrete Verflechtungen
zwischen NS-Medizin und Intersex- "Genitalkorrekturen" in Kölner Kliniken mehr
bekannt ist als über solche in Berlin, liegt nicht zuletzt an der Fülle der
2011 im "Online-Diskurs" des Deutschen Ethikrates öffentlich gemachten
relevanten Namen, Fakten und Auszügen aus Publikationen.
ETEKAR, eine Betroffene von kosmetischen "Genitalkorrekturen" im Kindesalter hatte die Früchte jahrelanger Recherchen beigetragen:
• Zum Beispiel Carl Bennholdt-Thomsen (1903–1971), DGKJ Präsident 1963 und Leiter der Kölner Universitäts-Kinderklinik:
"Woran starb Elvira Fr.?" Ein besonders verstörendes Kölner Beispiel betrifft eine Dissertation von 1966 unter der Leitung von Bennholdt-Thomsen, laut welcher 1949-1966 ein Drittel aller mit der Intersex-Diagnose "AGS/CAH" in Köln behandelten Kinder verstarben und z.T anschließend für die Dissertation seziert wurden, obwohl AGS mit Salzverlust seit spätestens 1950 bekannterweise therapierbar ist.
Bennholdt-Thomsen war ein Meister im Vertuschen medizinischer Verbrechen: Erst lange nach seinem Tod wurde 2004 öffentlich bekannt, dass er in der "Kindereuthanasie" in Böhmen und Mähren eine zentrale Rolle inne hatte (vgl. Michal Simunek: „Getarnt – Verwischt – Vergessen. Die Lebensgänge von Prof. Dr. Franz Xaver Lucksch und von Prof. Dr. med. Carl Gottlieb Bennholdt-Thomsen im Kontext der auf dem Gebiet des Protektorates Böhmen und Mähren durchgeführten NS-Euthanasie.“ In: Bayer / Sparong / Woelk (Hrsg.): Universitäten und Hochschulen im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit, 2004, S. 125–146, hier S. 142-145)
Dem Deutschen Ethikrat war das Thema zu heiß: In einer Nacht- und Nebelaktion wurden praktisch alle Beiträge mit Quellen zum Thema gelöscht. O-Ton Ethikrat: Die "von besagtem Nutzer [ETEKAR] gezogene Verbindungslinie" von NS-Verbrechen an Zwittern "zur heute gängigen Praxis" sei "unzulässig". Weitere Kommentare wurden nicht mehr freigeschaltet, die Betroffene wurde faktisch gesperrt. >>> Alle gelöschten Kommentare sind seither auf Zwischengeschlecht.info dokumentiert.
“Der Intersex-Typus ( M a n n w e i b , S c h i z o i d ) (Abb. 863) ist körperlich und psychisch ausgedrückt. Es kommen auch sexuelle Zwischenstufen vor, wobei feminine Zeichen nur schwach ausgebildet sind. Die Behaarung ist übermäßig und atypisch, die Züge sind männlich, die Stimme ist tief. Die Pubertät tritt verzögert auf, es besteht Frigidität und eine herabgesetzte Fruchtbarkeit bei Hypoplasie der Keimdrüsen und Hyperfunktion der Hypophyse, manchmal ein eunuchoider Hochwuchs, ferner Störungen in der Funktion der Thyreoidea. Häufig wird Dysmenorrhöe beobachtet”
(Quelle: Gelöschter Kommentar auf Ethikrat-"Onlinediskurs", 24.6.11)Die >>> NS-Diagnose "Intersexuelle Konstitution" definierte Zwitter als "minderwertige Spezies" infolge von "Rassenvermischung", die unter "Juden" besonders häufig sei und mit "Geisteskrankheiten" korreliere, Betroffene müssten die "vom Fortpflanzungsbetrieb sicher und enfgültig ausgeschlossen" werden.
Vom Ethikrat zensierte Kommentare verweisen u.a. auf Quellen von Wilhelm Weibel (1876-1945), Josef Mengele (1911-1971), Otto Flößner (1895-1948), Fritz Lenz (1887-1976), Paul Mathes (1871-1923), Robert Stigler (1878-1975), Walther Stoeckel (1871-1961), Lothar Gottlieb Tirala (1866-1974) und Luise Kimm.
Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org freut sich sehr, dass – entgegen der Absicht des Deutschen Ethikrates – heute in Köln das Thema "NS-Medizin und Intersex-Genitalverstümmelungen" öffentlich an zur Debatte steht an mehreren Veranstaltungen u.a. des NS-Dokumentationszentrum und der Böll-Stiftung.
Ebenso, dass Intersexuelle Menschen e.V., welche die Zensur-Aktion
des Ethikrates tatenlos und schweigend hinnahmen, das Thema heute ebenfalls als
relevant und wichtig erachtet.
Und hofft, dass zusätzlich zu den bereits bekannten Namen und Fakten heute weitere öffentlich aufgearbeitet werden.
• Zum Beispiel >>> Hans Christian Naujoks (1892-1959), Leiter der Kölner Universitäts-Frauenklinik 1934-1945:
"Fortpflanzung dieses Wesens nicht allzu wünschenswert ... In die Vollwertigkeit dieser Nachkommenschaft müssen doch einige Zweifel gesetzt werden" (H. Naujoks: "Über echte Zwitterbildung beim Menschen und ihre Beeinflussung", 1934 >>> PDF (5 MB)
Naujoks' kosmetische "Klitorisamputation mit Stumpfbildung" (Dominik Leitsch) sowie "Hodenentfernung" an einem "Zwitterwesen" mit "besonders interessantem Genitalbefund" in Verbindung mit hormoneller "verweiblichender" Fertilisierungsbehandlung, letztere aus "eugenischen" Gründen rein zu Forschungszwecken, wurde noch 1996 ehrend erwähnt in der Kölner kinderchirurgischen Dissertation von Dominik Leitsch: "Die Intersexualität, Diagnostik und Therapie aus kinderchirurgischer Sicht".
Naujoks berief sich auf "die Lehre von der Intersexualität" und verschrieb "Korrekturen am äußeren und inneren Genitale" mit "funktionalen" Ansprüchen und Begründungen, wie sie laut Ethikrat-Expertin Herta Richter-Appelt angeblich erst 1955 in Baltimore "erfunden" wurden.
In Köln war Naujoks bis 1934-1945 als Leiter der Universitäts-Frauenklinik an über 1'000 Zwangssterilisationen beteiligt. Er setzte aktiv ein für die "eugenische Indikation" zum Schwangerschaftsabbruch bei "erbkranken" Patientinnen. Als 1972 die Ärztekammer Feten mit "Gefahr intersexueller Mißbildungen (Virilisierungen, Pseudohermaphroditismus)" bei "AGS/CAH" offiziell zur selektiven Spätabtreibung freigab, würdigten der Leitfaden ausdrücklich Naujoks' Vorarbeit vor und nach 1945.
Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen sowie "Menschenrechte auch für Zwitter!".
Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie
Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.
Freundliche Grüße
n e l l a
Daniela Truffer
Gründungsmitglied Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org
Mobile +41 (0) 76 398 06 50
presse_at_zwischengeschlecht.info
http://zwischengeschlecht.org
Regelmäßige Updates: http://zwischengeschlecht.info
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UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale
Zwangsoperationen"








1.
Zwitterdemo vor dem Landgericht Köln, 12.12.2007


























"Beim klassischen AGS fallen weibliche
Neugeborene bei der Geburt durch die Virilisierung des äußeren Genitale auf.
Das klinische Spektrum dieses Pseudohermaphroditismus femininus (Einteilung
nach Prader in fünf Stadien) reicht von Klitorishypertrophie bis zur kompletten
Virilisierung mit penisartig vergrösserter Klitoris." (S. 32)



Aktuelles Beispiel: Prof. Dr. Wieland Kiess' Vortrag
an der Leipziger Buchmesse-Akademie bzw. die
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