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Thursday 16 July 2015

VIDEO: Tiger Devore erklärt IGM Typ 1 "Hypospadie-Korrekturen" - Teil 1/4: "Klitorisreduktion vs. Hypospadie-Korrektur"

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>>> VIDEO (englisch):  Der IGM-Überlebende und Sex-Therapeut Dr. Tiger Devore im Gespräch über Intersex Genital-Verstümmelung Typ 1: 'Vermännlichende Genitalkorrekturen': 'Hypospadie-Korrektur', und über Begnungen mit spezialisierten TäterInnen an einem Medizynerkongress  – vierteilige Interview-Serie über eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung.

Teil 1 erklärt worum's bei IGM 1 und 'Hypospadie-Korrekturen' geht, und beleuchtet wie auffallend unterschiedlich unfreiwillige 'Klitorisreduktionen' (IGM 2) und unfreiwillige 'Hypospadie-Korrekturen' diskutiert werden.

Aufgenommen anläßlich der gewaltfreien Intersex-Proteste vs. '6th I$HID Hypospadias Workshop' mit 'LiveOPs', '5th I-D$D Symposium' und '1st D$Dnet Training School'.

Tiger Devore (Homepage, englisch) war 1984 wohl der erste IGM-Überlebende, der an die Öffentlichkeit ging, und ein Ausschnitt aus seinem erschütternden Zeugnis "Aufwachsen im chirurgischen Mahlstrom" (1997) fand diesen Frühling via den "STOP IGM Primer" (PDF, englisch) Eingang in das vom Menschenrechtskommissar des Europarates herausgegebene Issue Paper "Human Rights and Intersex People".

Es freut uns riesig, euch diese Interviews zu präsentieren, worin Tiger Klartext redet über ein oft unterschlagenes, wichtiges Thema. Nach Abschluss der 4-teiligen Serie sind deutsche Untertitel geplant. Fortsetzung folgt ...

>>> "Live-OPs": Warum wir gegen den "6th I$HID Hypospadie Workshop" protestieren

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Input von Daniela Truffer zum "Fachtag Intersex"
  • IGM Überlebende – Danielas Geschichte
  • Historischer Überblick:
     "Zwitter gab es schon immer – IGM nicht!"
  • Was ist Intersex?  • Was sind IGM-Praktiken?
  • IGM in Hannover  • Kritik von Betroffenen  • u.a.m.
>>> PDF-Download (5.53 MB)

Thursday 25 June 2015

CH > Artikel über Aufarbeitung von IGM-Praktiken im Kispi Zürich in Regionalzeitungen, 16.06.2015

 Bild: Intersex-Protest gegen IGM-Praktiken im Kinderspital Zürich, 06.07.2008  >>> Video

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>>> Gelungener Artikel von Katrin Meier (PDF) über die sensationellen Bestrebungen des Kispi für eine historische Aufarabeitung von Intersex-Genitalverstümmelungen, prominent aufgemacht auf der fast ganzen 1. Seite des 2. Bundes in der Zürcher Regionalzeitungen (u.a. "Landbote", "Unterländer", "Zürichseezeitung") und mit Interview-Beiträgen von Daniela Truffer (Zwischengeschlecht.org) und Kispi-Kinderchirurgin Rita Gobet.

Von diesem Blog ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

>>> Intersex-Klitorisamputationen: Kispi ZH beginnt Aufarbeitung
>>> Wegen Intersex-Aufarbeitung: Kispi-Ball-Protest 2015 ausgesetzt

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Kosmetische Klitorisamputationen an Kindern im Kispi Zürich und Insel Bern, z.B. Andrea Prader, Max Grob, Marcel Bettex, von Zwischengeschlecht.org

"KOSMETISCHE KLITORISAMPUTATIONEN AN INTERSEX-KINDERN IN ZÜRICH UND BERN"
Dokumentation mit Belegen aus Publikationen aus dem Kispi Zürich und Insel Bern [OHNE OP / Genitalbilder].

 >>> Download Folien (PDF, 700 KB)  

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

Friday 12 June 2015

Intersex: "Protest gegen 'genitale Verstümmelung'" - AVS TV Belgien

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TV-Chef sah unsere Demo aus dem Auto –
>>> AVS TV in Gent (Belgien)
berichtete über Intersex-Proteste (maschinelle Übersetzung):

"In Gent in dieser Woche ein Symposium zum Thema "Störungen der Geschlechtsentwicklung." Bei 1 in 4000 Kinder in Belgien geboren, können die Ärzte nicht wirklich sagen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Manchmal sind diese Kinder werden dann operiert. Laut einer internationalen Aktivistengruppe kommt es zu Genitalverstümmelung." Danke!

>>> Intersex-Proteste + Info: Belgien 7.-13.6., FFM/Seligenstadt 21.-24.6.

Wednesday 27 May 2015

CH > Kosmetische Klitorisamputationen an Intersex-Kindern: Kinderspital Zürich beginnt Aufarbeitung von IGM-Praktiken

>>> Pressemitteilung 01.06.2015: Intersex-Aufarbeitung – Kispi-Ball-Protest ausgesetzt


1. Zwitterdemo vor dem Kinderspital Zürich, 06.07.2008
>>>
Tagesschau-Video  >>> Transkript  >>> Demo-Bericht

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Intersex: Ohne Aufarbeitung, Keine Aussöhnung

Am 27.05.2015 erschien ein >>> NZZ-Artikel von Alan Niederer (Redaktion Wissenschaft) über einen vom Kispi in Auftrag gegebenen Bericht "Historische Evaluation der Behandlung von Patienten und Patientinnen mit Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung", beruhend auf archivierten Krankenakten von betroffenen Kindern mit Diagnose AGS/CAH.

Dieser >>> Kispi-Bericht (PDF) (welcher der Öffentlichkeit und auch diesem Blog bisher nicht vorlag) bestätigt offiziell, was Zwischengeschlecht.org und dieser Blog seit 2012 anhand verschiedener Fachpublikationen aus dem Kispi wiederholt belegten: Kosmetische Klitorisamputationen an Zwitterkindern waren im Kispi ZH (wie auch sonst in Uni-Kinderkliniken nicht nur in der Schweiz) jahrzehntelang unhinterfragte Praxis.

Soweit, so sensationell – doch es kommt noch besser: Beim besagten Bericht handelt es sich lediglich um einen ersten Schritt für eine grundlegende historische Aufarbeitung von IGM-Praktiken, bei der künftig auch Betroffene und ihre Organisationen miteinbezogen werden sollen. Dem Vernehmen nach seien dazu beim Kispi bereits konkrete Pläne auch zur Weiterfinanzierung in der Pipeline.

Dieser Blog gratuliert dem Kispi und allen vor und hinter den Kulissen Beteiligten ganz herzlich zu diesem konstruktiven Schritt in eine bessere Zukunft!

Mit der angekündigten öffentlichen Aufarbeitung, in welchem Umfang und bis wann Klitorisamputationen und weitere medizinisch nicht notwendige Eingriffe mit "psychosozialer Indikation" (NEK-CNE) an Kindern mit Varianten der Geschlechtsanatomie praktiziert wurden, setzt das Kinderspital Zürich einen wichtigen Meilenstein.

Es wäre wünschenswert, dass nun auch der Kanton Zürich und die Universität Zürich diesbezüglich ihre Mitverantwortung endlich wahrnehmen – und dass diese historische Pioniertat des Kispi ZH künftig weiteren betroffenen Universitätskliniken und verantwortlichen Behörden als Beispiel dient ...

Gleichzeitig wollen wir heute daran erinnern, dass auch diese positive Entwicklung einmal mehr nicht "vom Himmel fiel", sondern vielmehr das Resultat von entschiedener und hartnäckiger Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit von Betroffenen und ihren Unterstützer_innen war.

Deshalb nachfolgend ein kurzer Rückblick auf 7 Jahre Kampf um Aufarbeitung von IGM-Praktiken im Kinderspital Zürich:

>>> Aktion & Offener Brief Kinderspital Zürich, 6.7.08   (Bild: Dominik Huber>>> Video

Am 6. Juli 2008 organisierte Zwischengeschlecht.org zum ersten Mal einen friedlichen Protest vor dem Kispi, um auf das gesellschaftliche Tabu zu Intersex und IGM-Praktiken aufmerksam zu machen. In einem Offenen Brief wurde auf die Unhaltbarkeit und Menschenrechtswidrigkeit aller Intersex-"Genitakorrekturen" hingewiesen. Das Medienecho war erfreulich: Die Tageschau berichtete in der Hauptausgabe (Video), weiter der Landbote, der Tages-Anzeiger, 20 Minuten, Tachles und die NZZ am Sonntag.

Als Reaktion auf den Offenen Brief kam es zu mehreren konstruktiven Gesprächen zwischen Kispi-ÄrztInnen, Zwischengeschlecht.org und der Eltern-Selbsthilfe. Daraus resultierte wiederum eine weltweit beachtete explorative Studie u.a. von Yvonne Cavicchia-Balmer und Jürg Streuli zum Thema Auswirkungen von medikalisierender Elternberatung durch MedizinerInnen mit verblüffenden Resultaten (vgl. nachfolgende Grafik, mehr dazu englisch | deutsch).

Streuli JC, Vayena E, Cavicchia-Balmer Y, and Huber J. Shaping parents: Impact of contrasting professional counseling on parents' decision making for children with disorders of sex development. J Sex Med 2013;10:1953–1960.

Zum Intersex Awareness Day 2009 initiierte Zwischengeschlecht.org eine historische Anfrage im Kantonsrat Zürich zum Thema IGM-Praktiken im Kispi, inkl. Medienecho u.a. im Tages-Anzeiger:

(Diesem ersten politischen Vorstoss zum Thema Intersex und IGM-Praktiken in der Schweiz überhaupt folgten 2010 drei weitere kantonale Anfragen meist aufgrund von gewaltfreien Intersex-Protesten (Bern / Luzern / Basel Stadt), sowie 2011 zwei im Nationalrat. Aufgrund letzterer erfolgte der Auftrag des Bundesrats an die Nationale Ethikkommission (NEK-CNE), welche 2012 ihre weltweit beachtete Stellungnahme ablieferte.)

Friedlicher Protest + Offener Brief 10.05.2012    >>> 10vor10-Video zu den Protesten

Am 10. Mai 2012 doppelte Zwischengeschlecht.org anlässlich einer Aktion zu einer Kinderurologenkonferenz in Zürich mit einem erneuten Offenen Brief an das Kispi, die Universität Zürich und die kantonale Bildungsdirektorin nach, worin erstmals Klitorisamputationen im Kispi nachgewiesen wurden, und explizit eine historische Aufarbeitung eingefordert wurde. Zwar erhielten wir nie eine offizielle Antwort, doch aus informellen Gesprächen wurde deutlich, dass die historischen Tatsachen im Kispi bisher kaum bekannt waren und ÄrztInnen zum Teil betroffen machten. 2013 bekräftigten wir diese Forderung nach Aufarbeitung anlässlich von 2 Veranstaltungen u.a. an der Uni im Zusammenhang mit den NEK-Empfehlungen (die ebenfalls Aufarbeitung fordern).

>>> "Club"-Video    >>> Hochdt. Untertitel .srt    >>> Video-Download (386 MB)

Am 22. Mai 2012 kam es im Zusammenhang mit dem Intersex-CH-Tatort "Skalpell" zu einer denkwürdigen "Club"-TV-Diskussion zu Intersex und IGM-Praktiken. Im Studio waren u.a. Daniela "Nella" Truffer und Markus Bauer (Zwischengeschlecht.org), Karin Plattner (Elternselbsthilfe SI-Global) und auf ÄrztInnenseite Kinderchirurgin Rita Gobet (Kispi ZH) und der Pädiater Christian Kind (damaliger Chef CH-Pädiatergesellschaft, SAMW-Ethikkommission und des Ostschweizer Kinderspitals). Vor allem Nellas "durchschlagende" Diskussionsbeiträge (ab der 13. Sendungsminute) dürften nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Aufarbeitung im Kispi weiter zunahm ...

Kosmetische Klitorisamputationen an Kindern im Kispi Zürich und Insel Bern, z.B. Andrea Prader, Max Grob, Marcel Bettex, von Zwischengeschlecht.org

2013 veröffentlichte Zwischengeschlecht.org eine Dokumentation zu "Kosmetische Klitorisamputationen" (PDF) in Kispi Zürich und Insel Bern – mit Belegen aus Fachpublikationen, die jahrzehntelange, systematische Klitorisamputationen an wehrlosen Kindern aufzeigen – und wie beteiligte Institutionen im In- und Ausland sich bisher vor jeglicher Verantwortung drücken.

Anlässlich eines Interviews mit Daniela Truffer für Al Jazeera kam es am 31.10.2013 zu einem weiteren friedlichen Intersex-Protest vor dem Universitäts-Kinderspital Zürich:

"Alle Jahre wieder": Friedlicher Protest vor dem Kispi ZH, 31.10.2013

Dabei wurde ein Flugblatt (PDF) verteilt, das einmal mehr eine historische Aufarbeitung von kosmetischen Klitorisamputationen und weiteren IGM-Praktiken einforderte:

Als Kispi-Direktor Markus Malagoli bei einem Augenschein realisierte, dass es sich um einen Intersex-Protest handelte, kommentierte er trocken: "Alle Jahre wieder." Trotzdem schien auch er nicht ganz unbeindruckt von unserem Flugblatt resp. Anliegen:

Am 4. Februar 2015 kritisierte schliesslich der UN-Kinderrechtsausschuss CRC aufgrund eines Schattenberichts u.a von Zwischengeschlecht.org die Schweiz wegen Intersex-Genitalverstümmelungen, welche der Auschuss unter Verweis u.a. auf die Stellungnahme der Nationalen Ethikkommission (NEK-CNE) explizit als "schädliche Praxis" und "Gewalt an Kindern" klassifizierte.

20min-Report zum UN-Kinderrechtsausschuss - Vergrössern: reinklicken!

Dieser historische Beschluss des UN-Kinderrechtsausschusses verpflichtet die Schweiz, nicht nur endlich gesetzgeberische Massnahmen gegen IGM-Praktiken an die Hand zu nehmen, sondern auch eine ganzheitige Strategie zu ihrer Eliminierung, einschliesslich Datenerfassung, Monitoring, Aufarbeitung, öffentliche Entschuldigung sowie angemessene Entschädigung aller Überlebenden, unter Einbezug der betroffenen Kliniken, medizinischer Standesorganisationen und des Staates, der seine Schutzpflicht gegenüber betroffenen Kindern viel zu lange auf die leichte Schulter nahm, und heute noch nimmt.

Wie weit sich dies alles wie vom Kispi in der heutigen NZZ angekündigt mit einem auf Februar 2016 angesetzten Abschlussbericht bewältigen lässt, scheint eher fraglich. Das Bewusstsein, dass IGM-Praktiken eine Menschenrechtsverletzung und insbesondere eine schädliche Praxis darstellen, und was dies konkret bedeutet, steckt vielerorts noch immer in den Kinderschuhen. Fortsetzung folgt ...

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

IGM as a Harmful Practice: 2015 UN-CRC Briefing
• IGM: A Survivor's Perspective • Intersex Movement History
• What are IGM Practices? • What are Variations of Sex Anatomy?
• IGM and Human Rights • Conclusion: IGM as a Harmful Practice
>>> Download PDF (3.14 MB)     >>> Table of Contents

Wednesday 20 May 2015

Gedenken an 1. Intersex-Prozess: "Internationale Demo zum Worldwide Day of Genital Autonomy in Köln" - hpd, 18.05.2015

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LG Köln, 07.05.2015: Tafeln m. Bildern v. "1. Zwitter-Schadenersatzprozess" 12.12.07  © hpd

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>>> Bericht auf Humanistischer Pressedienst über die Demonstration zum Weltweiten der genitalen Selbstbestimmung von Eva Matthes (Text) und Meike Beier (Fotos), der auch den Intersex-Redebeitrag von Markus Bauer (Zwischengeschlecht.org) zu Erinnerung an den weltweit allerersten "Zwitterprozess" von Christiane Völling am gleichen Kölner Landgericht (von dem auch die Welttag-Demo ihren traditionellen Anfang nahm, und an dessen folgenreiches Urteil in Sachen Kabenbeschneidung vom 07.05.2012 auch das Austragungsdatum erinnert):

Christiane Völling, eine Überlebende von genitalen Intersex-Zwangsoperationen ohne Einwilligung (u.a. Zwangskastration und Gebärmutter-Entfernung), erstritt bekanntlich 2007-2008 in Köln durch alle Instanzen erfolgreich 100'000 Euro Schadenersatz von ihrem ehemaligen Verstümmler-Chirurgen Prof. L. Und: Tag und Monat (12.12.2007) von Christianes 1. Prozesstag sind die gleichen, an denen der Bundestag mit einem Schnellgesetz das Kölner Beschneidungsurteil stürzte (12.12.2012).

Trotz dieser denkwürdigen Übereinstimmungen war Christiane Völlings (für die Intersex-Bewegung heute noch zukunftsweisender) "Zwitterprozess" praktisch allen Intaktivist_innen am "Worldwide Day of Genital Autonomy" bisher gänzlich unbekannt gewesen. Auch, dass aktuell 2 weitere Intersex-Schadenersatzprozesse in Deutschland laufen (in Nürnberg und München), sowie ein weiterer in den USA, wurde jedoch mit großem Interesse aufgenommen – ebenso am 2-tägigen Symposium "Genital Autonomy 2015" die Beiträge zu Intersex und IGM-Praktiken

Dank an alle, die das möglich machten – besonders an David Smith für das standhafte Halten des Transpis trotz böiger Brise!

Der "Kölner Zwitterprozess 2007-2008" von Christiane Völling auf diesem Blog:
- Christiane Völlings Geschichte in ihren eigenen Worten (2007)
- 1. Pressemitteilung (10.07)
- Demoaufruf 1. Prozesstag (17.11.07)
- Bericht 1. Prozesstag (12.12.07)
- Pressespiegel 1. Prozesstag (13.12.07)
- Warum Christiane Völling zur Transsexuellen gemacht werden soll (28.01.08)
- Wegen Zwitterprozess: Druck auf Ärzte wächst (05.02.08)
- Bericht und Pressespiegel 2. Prozesstag (06.02.07)
- Bericht provisorischer Entscheid OLG (30.06.08)
- Bericht definitiver Entscheid OLG (03.09.08)
- Pressespiegel definitiver Sieg vor OLG (10.09.08)

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

Thursday 14 May 2015

"Europarat rügt Zwangsoperationen von Intersexuellen" - AFP-Agenturmeldung, 13.5.15

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Bild: Agenturfoto des Intersex-Protests zum "Nürnberger Zwitterprozess", Landgericht Nürnberg-Fürth 26.02.2015

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>>> AFP-Agenturmeldung (mit Foto vom 1. Prozesstag im "Nürnberger Zwitterprozess") zur Veröffentlichung des hervorragenden, vom Menschenrechtskommissar des Europarates (COE) herausgegebenen "Issue Paper 'Human rights and intersex people'" (im Gegensatz zum gleichentags veröffentlichten, Zwitter-vereinnahmenden "Fokuspapier" der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) – dieser Blog berichtete). Danke!

>>> Nürnberger Zwitterprozess: "Schluss mit straflos verstümmeln!"
>>>
Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM-Praktiken!
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

"Für genitale Selbstbestimmung" - Allgemeine Zeitung 7.5.15

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Bild: Gruppenfoto mit TeilnehmerInnen und ReferentInnen der "Genital Autonomy 2015"

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STOP Intersex Genital Mutilation!

>>> Vorabbericht der "Allgemeinen Zeitung" zur "Genital Autonomy 2015"-Konferenz (dieser Blog berichtete), mit Interviews mit Viola Schäfer (Vorstand Intaktiv) und Shemuel Garber, der ein Referat hielt über die Verflechtungen von kulrurellen, religiösen und medizinischen Rechtfertigungen für Vorhautentfernungen bei Knaben. Auch die Beiträge zum Thema Intersex von Markus Bauer (Zwischengeschlecht.org) und Simon Zobel werden erwähnt. Danke!

>>> Welttag der Genitalen Selbstbestimmung + Symposium "Genital Autonomy 2015"
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Thursday 16 April 2015

Nürnberger Zwitterprozess: Nächste Verhandlung am 22. Oktober!

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Bild: Großes Medieninteresse zum 1. Prozesstag am 26. Januar 2015, LG Nürnberg-Fürth

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Das Landgericht Nürnberg hat entschieden: Der nächste Verhandlungstag im Schmerzensgeldprozess von Michaela "Micha" Raab gegen die Uniklinik Erlangen und den Operateur Prof. S. um über 250'000 Euro ist angesetzt auf Donnerstag, den 22. Oktober, dann sollen 2 Zeugen angehört werden.
Medienberichte
auf >>> nordbayern.de von Clara Grau (16.4.)
>>> dpa-Agenturmeldung (16.4.)   >>> dpa-Vorankündigung (15.4.)
Wir sehn uns, wo die Action ist!

>>> Mehr Medienberichte zum 1. Prozesstag
>>>
Nürnberger Zwitterprozess: "Schluss mit straflos verstümmeln!"
>>>
Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM-Praktiken!
>>> "Verweigerung von Zugang zu Justiz für Überlebende von IGM-Praktiken"

Tuesday 17 March 2015

"Zwitter-Prozess: Klinik soll 250 000 Schadenersatz zahlen" - Nürnberger Nachrichten, 27.02.2015

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>>> Gelungener Artikel auf S. 13 (PDF) von Ulrike Löw zum 1. Prozesstag in Nürnberg von Michaela "Micha" Raab gegen die Uni-Klinik Erlangen und Prof. S. wegen Intersex-Genitalverstümmelung –  DANKE!
(Auch wenn die altbekannte Falschmeldung "seit November 2013 können Eltern die „männlich“/„weiblich“-Angabe im Geburtenregister offen lassen" durch nochmaliges Wiederholen auch nicht wahrer wird ...)

>>> Mehr Medienberichte
>>>
Nürnberger Zwitterprozess: "Schluss mit straflos verstümmeln!"
>>>
Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM-Praktiken!

Sunday 1 March 2015

"Schmerzensgeld: Intersexuelle verklagt Klinik" - BR Abendschau 26.2.

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>>> Gelungener Video-Beitrag des Bayerischen Fernsehens von Ina Schwandner und Matthias Keller-May zum 1. Prozesstag in Nürnberg von Michaela "Micha" Raab gegen die Uni-Klinik Erlangen und Prof. S. – inkl. Bildern von der Friedlichen Zwitter-Soli-Demo vor dem Landgericht und einem Interview mit Micha, und mit Möglichkeit zum Download in verschiedenen Formaten – DANKE!

>>> Mehr Medienberichte
>>>
Nürnberger Zwitterprozess: "Schluss mit straflos verstümmeln!"
>>>
Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM-Praktiken!

Saturday 28 February 2015

MEDIENSPIEGEL 26.02.2015: 1. Verhandlungstag im Nürnberger Zwitterprozess + Friedliche Mahnwache

Nürnberger Nachrichten, 27.03.2015, S. 13

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>>> NbgN: "Zwitter-Prozess: Klinik soll 250 000 Schadenersatz zahlen" (27.03.2015)
>>> FAZ / dpa: "Intersexuelle streitet mit Klinik um Schmerzensgeld" (26.02.2015)
>>> BR VIDEO: "Schmerzensgeld: Intersexuelle verklagt Klinik" (26.02.2015)
>>> Stern: "Michaela Raab klagt gegen 'Zwangstranssexualisierung'" (26.02.2015)
>>> rdl: "Genitaloperationen in Bayern als Betriebsgeheimnis vertuscht" (26.02.2015)
>>> SZ: "Prozess in Nürnberg: Intersexuelle verklagt ihre Ärzte" (26.02.2015)
>>> Bild: "250'000 Euro Schmerzensgeld: Penis-Prozess gg. Uniklinikum" (26.02.2015)
>>> BR AUDIO: "Intersexuelle verlangt Schmerzensgeld von Klinik" (26.02.2015)
>>>
dpa-Meldung: "Unnötige Eingriffe: Intersexuelle klagt gegen Klinik" (25.02.2014)
>>> Nürnberger Nachrichten: "„Zwitterprozess“: Intersexuelle Frau klagt" (25.02.2014) 
>>> Bayerischer Rundfunk: "Ärger in Erlangen: Intersexuelle verklagt Klinik" (25.02.2015)

Menschenrechte auch für Zwitter!

Friedliche Zwitter-Soli-Demo vorm Landgericht Nürnberg-Fürth:
• Do 26.02.2015, 12:30-13:20h
Nähe Haupteingang, Fürther Str. 110

Ab 13:30h: Nürnberger Zwitterprozess gegen Prof. S. + Universitätsklinikum Erlangen u.a. wegen uneingewilligter "Klitorisverkürzung", Kastration und Verabreichung körperfremder Hormone.      Wir sehn uns, wo die Action ist!

Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) sind eine fundamentale Menschenrechtsverletzung!
Die in Nürnberg Angeklagten werden dessen ungeachtet wohl einmal mehr plädieren:
   von der Schädlichkeit und Unhaltbarkeit ihres Tuns angeblich "nichts gewusst" zu haben
   bloß dem "ärztlichen Behandlungsstandard gefolgt" zu sein
   nur "chirurgische Korrekturoperationen ausgeführt" zu haben ...

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>>> Nürnberger Zwitterprozess: "Schluss mit straflos verstümmeln!"
>>>
ARD VIDEO: "Michaela Raab: Schmerzensgeld-Klage gegen Uni-Klinik Erlangen"
>>>
Wegen Zwitterprozess: Bayern zensiert parlamentarische Anfrage zu IGM!
>>>
"Michaela Raab kämpft von Roth aus für die Rechte Intersexueller" (17.10.2014)
>>> "Michaela Raab: Klage gegen Uni-Klinikum Erlangen" (04.11.2013)

Thursday 12 February 2015

26. Februar 2015 > 12:30h > Landgericht Nürnberg > Friedliche Zwitter-Demo > 2. Zwitterprozess: Micha Raab vs. Uniklinik Erlangen!

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Friedliche Zwitter-Soli-Demo vorm Landgericht Nürnberg-Fürth
• Do 26.02.2015, 12:30-13:20h
Nähe Haupteingang, Fürther Str. 110

Ab 13:30h "2. Zwitterprozess" gegen Prof. S. + Uniklinik Erlangen u.a. wegen uneingewilligter "Klitorisverkürzung" und Kastration.

Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) sind eine fundamentale Menschenrechtsverletzung – wir sehn uns, wo die Action ist!

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Intersex: Ohne Aufarbeitung, Keine Aussöhnung

>>> Exzellenter Artikel auf nordbayern.de von Petra Bittner über den langen Kampf von Michaela Raab, das ihr angetane Unrecht gerichtlich einzuklagen. Dafür von diesem Blog an alle Beteiligten ein fettes Dankeschön – und für Micha weiterhin viel Kraft!

Seit 2011 zieht sich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ihr kräftezehrendes Schmerzensgeld-Verfahren u.a. gegen den sie seinerzeit verstümmelnden Chirurgen und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen hin, die immer wieder den weiteren Gang zu blockieren versuchen. Es ist wirklich eine Schande, wie Überlebende von Intersex-Genitalverstümmelungen (nicht nur) in Deutschland systematisch gehindert werden, ihre Rechtsansprüche gegen die TäterInnen und ihre HelfershelferInnen durchzusetzen, geschweige denn die Genitalverstümmelungen selbst gerichtlich einzuklagen (vgl. dazu auch den viel sagenden persönlichen MedizynerInnen-Kommentar v. 18.10. auf nordbayern.de).

Eine erste öffentliche Verhandlung in Nürnberg war bereits auf Anfang 2014 angekündigt – soll nun aber "nur" 13 Monate später am 26. Februar 2015 definitiv stattfinden – fast genau am 7. Jahrestag von Christiane Völlings glorreichen Sieg in Köln! Wir sehn uns, wo die Action ist!

>>> 2008: Sieg für Christiane Völling im Kölner Zwitterprozess!
>>> 2008-2013: Intersex-Chronologie Deutscher Ethikrat 
>>> 2012: UN-Folterausschuss rügt Deutschland, fordert Entschädigung
>>> 2014: Sieg für Michaela Raab am Bayerischen Landessozialgericht!
>>> 2015: "2. Zwitterprozess" in Nürnberg: Uniklinik Erlangen vor Gericht!
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>> WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>> Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen

>>> UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte
>>> "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtskonvention verbietet IGM

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Intersex-Verstümmelungen – eine Genealogie der TäterInnen

Wednesday 11 February 2015

"Männlich-weiblich-zwischen": Bewusstseinserweiternder neuer Blog zu Intersex und Geschichte!

« „Alle Menschen sind Männer, oder Frauen, oder Hermaphroditen“:
So lernten es viele, viele Generationen von Studenten, künftige Anwälte, Verwaltungsfachleute und Notare, wenn sie an einer mittelalterlichen oder
frühneuzeitlichen Universität auch nur die ersten Seiten ihrer Pflichtlektüren studierten. »

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Zwitter sind so alt wie die Menschheit selbst. Sie hatten es nie leicht, aber selten ging es ihnen so schlecht, wurden ihre Selbstbestimmungsrechte mehr beschnitten als heute.

"Auf dem Weg zu einer langen Geschichte geschlechtlich uneindeutiger Körper" gibt's dazu auf >>> intersex.hypotheses.org höchst Interessantes am laufenden Band "neu" zu entdecken:

Noch im “finsteren” Mittelalter war die Existenz von Zwittern als natürliche Variation bei Mensch und Tier allgemein bekannt. Zwitter waren rechtlich anerkannt, ihr Recht auf Selbstbestimmung gesetzlich verbrieft.

Im 21. Jahrhundert sind Zwitter in der “entwickelten Welt” förmlich ausgelöscht – sowohl chirurgisch-praktisch aus der Gesellschaft, wie auch aus dem öffentlichen Bewusstsein.

Intersex: Ohne Aufarbeitung, Keine Aussöhnung

Meine 2 Cent: Das gesellschaftliche "Zwitter-Tabu" macht das Fortdauern von IGM-Praktiken und weiteren fundamentalen Menschenrechtsverletzungen an Zwittern überhaupt erst möglich.

Umso wichtiger ist Aufklärung!  Der Historiker PD Dr. Christof Rolker macht vor, wie's geht dafür von diesem Blog ein ganz herzliches Dankeschön! 

Könnten sich noch so manche Zwitter-vereinnahmende BauchnabelakademikerInnen ruhig mal ne fette Scheibe von abschneiden ...

>>> Zwittertabu & Medizynermacht (I)
>>>
Das verinnerlichte Schweigegebot (Zwittertabu & Medizynermacht II) 
>>>
Erpressung, Zwittertabu & Medizynermacht (III)

NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
>>> Download PDF (3.65 MB)     >>> Table of Contents

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

Sunday 8 February 2015

Intersex: Radio RaBe und Gayradio.ch berichten über UN-Kinderrechts-Empfehlungen

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STOP Intersex Genital Mutilation!Auf Radio RaBe gab's am 6.2.2015 in der Sendung "RaBe Info" ein Interview mit Daniela "Nella" Truffer zu den Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses CRC. Der gelungene Beitrag beginnt ab 09:38 und dauert bis 13:54, die ganze Sendung kann sowohl
>>>
gestreamt wie auch als mp3 runtergeladen werden.

Die Homepage von Gayradio.ch berichtete aufgrund unserer Pressemitteilungen am >>> 03.02.2015 und >>> 04.02.2015 ebenfalls über die bahnbrechenden Abschliessenden Bemerkungen des CRC-Ausschusses.

Danke!

>>> "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtskonvention verbietet IMG-Praktiken
>>>
21.01.2015: UN-Kinderrechtsausschuss kritisiert IGM-Praktiken
>>>
Transkript 68. Sitzung CRC: Fragen und Antworten zu Intersex, Genf 21.-22.01.2015

Wednesday 4 February 2015

UNO kritisiert IGM-Praktiken: Ausführlicheres Interview auf 20min.ch

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Nach der Kurzversion in der Printausgabe heute morgen nun auf der 20min-Homepage >>> die längere Fassung des Interview mit Daniela "Nella" Truffer aus Anlass der heutigen schriftlichen Empfehlungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes, der darin medizinisch nicht notwendige Intersex-Genitaloperationen u.a.m. als "Gewalt an Kindern" und "schädliche Praxis" verurteilt.

Daniela bringt einmal mehr Klartext – obwohl so ein Interview (wie auch UNO-Mechanismen) immer eine gewaltige Menge psychischen Stress bedeutet. Dafür von diesem Blog ein ganz herzliches Dankeschön – auch an 20-Minuten-Reporterin Romana Kayser!

>>> UN-Ausschuss kritisiert Genital-OPs an Intersex-Kindern als "schädliche Praxis"
>>>
Transkript 68. Sitzung CRC: Fragen und Antworten zu Intersex, Genf 2015

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

Intersex: "UNO-Kinderrechtsausschuss kritisiert Genital-OPs im Kindesalter als «Gewalt an Kindern»" - 20 Minuten, 04.02.2015

UPDATE 15:10h: Die Concluding Observations (DOC, englisch) sind da!!! Sie erwähnen unter "Gewalt an Kindern" > "Schädliche Praktiken" explizit "medizinisch nicht notwendige, chirurgische und andere Prozeduren an Intersex-Kindern", und fordern unter Berufung auf die NEK-Empfehlungen Schutz vor "unnötigen medizinischen oder chirurgischen Behandlungen", sowie Gewährleistung von "körperlicher Unversehrtheit, Autonomie und Selbstbestimmung" und "Zugang zu angemessener Beratung und Unterstützung"!!! >>> mehr DANKE!!!

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Vergrössern: reinklicken!     >>> Ganze Ausgabe als PDF 

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Meine 2 Cent: Die Pendler-Gratiszeitung 20 Minuten bringt in der ganzen deutschsprachigen Schweiz Aufklärung über Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) und berichtet über die auf heute angekündigte Kritik dazu aus Genf? Nachtrag: Dito im italienischsprachigen Teil (PDF, S. 6). So fängt der Tag doch schon mal gut an! Boulevardmedien mögen's bekanntlich gern schreierisch, da gibt's nix zu rütteln – aber die Message stimmt und kommt laut, klar und deutlich! Auf 20min.ch soll im Laufe des Tages eine ausführlichere Version des Interviews folgen. Nachtrag: hier!

>>> Auf dieser Seite > Consideration of State Reports > Switzerland werden heute scheints so gegen Mittag die "Concluding Observations" ("Abschliessende Bemerkungen") des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes publiziert – vgl. Nachtrag ganz oben!

UPDATE: Eine inoffizielle deutsche Übersetzungen der CRC-Empfehlungen zu Intersex ist nun >>> hier verfügbar.

>>> UN-Ausschuss kritisiert Genital-OPs an Intersex-Kindern als "schädliche Praxis"
>>>
Transkript 68. Sitzung CRC: Fragen und Antworten zu Intersex, Genf 2015

2014 NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
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IGM on a Global Scale: 2015 Briefing for UN-CRC
• IGM: A Survivor's Perspective • Intersex Movement History
• What are IGM Practices? • What are Variations of Sex Anatomy?
• IGM and Human Rights • Conclusion: IGM as a Harmful Practice
>>> Download PDF (3.14 MB)     >>> Table of Contents

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

Wednesday 28 January 2015

26.02.2015 > "2. Zwitterprozess" in Nürnberg: Michaela Raab bringt Uniklinik Erlangen vor Gericht!

Bild: LG Köln, 12.12.2007 – Weltweit 1. Schadenersatz-Prozess gegen einen Intersex-
Verstümmler
– 100'000 € Entschädigung für Christiane Völling!  (Bild: picture-alliance/dpa)

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Michaela Raab ist in der Intersex-Bewegung keine Unbekannte: Als weltweit erst 2. Betroffener schaffte sie es, einen Gerichtsprozess gegen ihren ehemaligen Chirurgen in die Gänge zu kriegen – sowie zum allersten Mal überhaupt gleichzeitig auch gegen die als Tatort dienende IGM-Klinik. Dieser Blog wünscht ihr weiterhin viel Kraft und alles Gute!

Ein >>> Artikel der Nürnberger Nachrichten von Michael Kasperowitsch enthüllte schon 2013 im Zusammenhang mit dem Intersex-Personenstand-Murks die erfolgreiche Anzeige von Michaela Raab gegen die Universitätsklinik Erlangen u.a. wegen uneingewilligter "Klitorisverkürzung" und Kastration sowie körperfremder Hormon"ersatztherapie".

Eine erste öffentliche Verhandlung in Nürnberg war bereits auf Anfang 2014 angekündigt ("Sachverständigenbefragung" mit "Mr. D$D" Olaf Hiort – ohne Parteigutachterin Sara Brucker aus der IGM-Uniklinik Tübingen) – soll nun aber "nur" 13 Monate später am 26. Februar 2015 definitiv stattfinden – fast genau am 7. Jahrestag von Christiane Völlings glorreichen Sieg in Köln! Wir sehn uns, wo die Action ist!

Hochinteressant übrigens in den Nürnberger Nachrichten auch folgende Auszüge aus Michas parallel laufendem Opferentschädigungsverfahren (meine Hervorhebung):

"Im vergangenen Jahr fiel eine Entscheidung des Bayreuther Sozialgerichts. Dort wollte Michaela Raab erreichen , dass sie wegen der Operationen im Bauchraum sowie im Genitalbereich sowie mit gegengeschlechtlichen Hormonen am Erlanger Uni-Klinikum als „Opfer eines vorsätzlichen rechtswidrigen tätlichen Angriffs im Sinne des Opferentschädigungsgesetzes“ gilt.

Das Gericht lehnte das ab. Eine „egoistische Schädigungsabsicht der behandelnden Ärzte“ sei nicht zu erkennen. Der Richter macht in seinem Urteil aber einen bemerkenswerten Exkurs. In der gesellschaftspolitischen Diskussion habe sich ein erheblicher Wandel vollzogen. Dieser komme etwa in Beschlüssen des UN-Antifolter-Ausschusses zum Ausdruck. Zu einem breiten Konsens habe der Umgang der Gesellschaft mit „rollenanpassenden Genitaloperationen von Intersexuellen“ aber noch nicht geführt. Fehlerhafte ärztliche Eingriffe zur Behandlung von Intersexualität könnten aber allenfalls dann als „feindselig“ gegenüber einem Patienten sein, wenn es entsprechende Gesetze gebe. Die gibt es aber noch nicht."

Komisch, dabei redet doch sich die Bundesregierung vor dem UN-Behindertenrechtsausschuss aktuell heraus, Intersex-Genitalverstümmelungen seien in ganz Deutschland bereits strafbar?!

Umso erfreulicher, dass – nach vielen, vielen nicht zugelassenen Klagen von IGM-Überlebenden – nun dank Michaela Raab endlich einem weiteren Täter und erst noch seiner Universitätsklinik wenigstens der Zivilprozess gemacht wird. Sowie, dass zeitgleich in den USA im weltweit "3. Zwitterprozess" weitere individuelle IGM-TäterInnen, ihre Universitätsklinik und weitere Behörden zivil- und – zum allerersten Mal überhaupt! – auch verfassungsgerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Hipp, hipp!

Zum Großteil ist redaktionelle Teil der Nürnberger Nachrichten zu Michaele Raab leider eher durchzogen (inkl. dem "obligaten" Titel). Deshalb an dieser Stelle unverändert die Weiterleitung von Michaelas Aufruf, selbst unter dem Artikel zu kommentieren und die Neuigkeit sonstwie zu teilen und weiterzuverbreiten. Nachfolgend mein Kommentar, den ich in den Nürnberger Nachrichten postete (inzwischen freigeschaltet): 

Schön, dass sich endlich eine Zeitung getraut über das laufende Verfahren gegen die Uniklinik Erlangen zu berichten! Und Respekt für Michaela Raab für ihren großen Mut und ihr bewundernswertes Durchhaltevermögen!!

Schade nur, dass der Autor sich nicht mehr kundig machte über die tatsächlich ZUNEHMENDEN, uneingewilligten kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen mit "atypischen" körperlichen Geschlechtsmerkmalen. Und auch die hierzu wegweisenden diesjährigen Stellungnahmen des UN-Sonderberichterstatters über Folter und des Europarates zum Thema unerwähnt ließ. Sondern stattdessen Klinikdirektor Prof. Dr. Beckmann unhinterfragt den altbekannten Medizyner-Mythos "Früher war es vielleicht schlimm, aber heute operieren wir schon lange nicht mehr" verkünden lässt – obwohl ohne weiteres hätte auffallen müssen, dass, wenn tatsächlich seit den "90er Jahre[n] des vergangenen Jahrhunderts" nicht mehr operiert würde, Michaela Raab ja gar keinen Grund für ihre Klage hätte.

Die abschließende Bemerkung des Autors vom "Pech der etwas zu frühen Geburt" ist etwa ähnlich unpassend wie in anderer Angelegenheit der Spruch von der "Gnade der späten Geburt". Bleibt zu hoffen, dass die Nürnberger Nachrichten in der weiteren Berichterstattung zum laufenden 2. "Zwitterprozess" sorgfältiger über Vergangenheit und Gegenwart von Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM) in Deutschland recherchieren werden. 

Markus Bauer / Zwischengeschlecht.org

Vorankündigung: Am 26. Februar 2015 wird es vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer ersten Verhandlung kommen! Wir sehn uns, wo die Action ist!

>>> 2008: Sieg für Christiane Völling im Kölner Zwitterprozess!
>>> 2008-2013: Intersex-Chronologie Deutscher Ethikrat 
>>> 2012: UN-Folterausschuss rügt Deutschland, fordert Entschädigung
>>> 2014: Sieg für Michaela Raab am Bayerischen Landessozialgericht!
>>> 2015: 1. Gerichtstermin im Nürnberger Zwitterprozess von Michaela Raab!
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>> WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>> Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen

>>> UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte
>>> "Schädliche Praxis" und "Gewalt": UN-Kinderrechtskonvention verbietet IGM

2014 NGO Report an das UN-Kinderrechtskomitee
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy
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>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen: Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> Intersex-Verstümmelungen – eine Genealogie der TäterInnen

Friday 21 November 2014

ARD-Toleranzwoche: KEIN Beitrag über Intersex-Verstümmelungen

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Nachtrag 24.11.: Wie die Sendungsmacherin heute mitteilte, sei der Beitrag ausgefallen, weil "in letzter Minute mein Protagonist abgesprungen ist"  (wohl die unten erwähnte Endokrinologin).

Nachtrag 21.11.: Der geplante Beitrag fiel leider aus unbekannten Gründen aus – vielleicht kam etwas Tagesaktuelles dazwischen – oder ich hab mich verhört – oder das Thema war ev. sogar für die "Toleranzwoche" zu viel – von der zuständigen Redakteurin gab's bisher auf Anfrage keine Rückmeldung.

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Intersex-Genitalverstümmelungen stoppen!Im Rahmen der ARD-Themenwoche Toleranz soll es heute Freitag 21.11.2014 in der 12-Uhr-Ausgabe der Tagesschau erneut um Intersex gehen – und zwar nicht um "Michael Phelps' Freundin, die als ein Mann, äh als Intersex auf die Welt kam" (englisch), sondern um Intersex-Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken, äh "geschlechtsangleichende Operationen".

Dem Vernehmen nach soll darin eine namhafte Münchner Endokrinologin einmal mehr das allzeit beliebte Medizynermärchen "Ja, früher war es vielleicht schlimm, aber heute wird nicht mehr operiert" öffentlich-rechtlich zum besten geben – aber auch Zwischengeschlecht.org und IMeV wurden um Stellungnahmen angefragt – gar das böse juristische V-Wort und das ebenso schlimme G-Wort sollen fallen!

Zur Einstimmung ein leider unverändert aktuelles Zitat von Nella aus der Ehikrat-Anhörung 2011, hier mit Belegen und dazugehörigem Video:

"Seit [über] 20 Jahren klagen Überlebende die verheerenden Folgen dieser Praktiken öffentlich an, darunter Verlust der sexuellen Empfindungsfähigkeit, schmerzende Narben im Genitalbereich, gesundheitliche Schäden infolge der Kastrationen, Traumatisierung durch aufgezwungene Behandlungen, und fordern ihre Beendigung. […] Die Antwort der verantwortlichen Behandler darauf bis heute: Ablenkungsmanöver, Ausreden, Spott und Hohn – sicher im Wissen, dass sie wegen der Verjährungsfrist juristisch nicht oder kaum je belangt werden können.

Wir […] fordern ein gesetzliches Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und Jugendlichen und von kosmetischen Hormonbehandlungen an Kindern und Jugendlichen in Verbindung mit einer Aufhebung, Aussetzung oder Verlängerung der Verjährung, wie diese auch bei weiblicher Genitalverstümmelung und sexualisierter Gewalt [mittlerweile z.T. eingeführt sind]."

Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy

2014 NGO Report an das UN-Kinderrechtekomitee (CRC) (englisch)
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
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>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen 
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>>
UN-Auschuss gegen Folter fordert Entschädigung für IGMs
>>>
UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen" 
>>>
Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM), fordert Verbot
>>> WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>> UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte
>>> Gleichstellungsministerkonferenz GMFK 2014 fordert IGM-Verbot!
>>> Kinder- und Jungendanwaltschaft Salzburg (KIJAS) fordert IGM-Verbot! 

Wednesday 19 November 2014

18.11.2014: Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

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Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter ...

>>> 42 LeserInnenkommentare zum "Toleranzwoche" Tagesschau-Beitrag  [ TRIGGER!!! ]

>>> Ganze alpha-Diskussion auf ardmediathek.de zum von überall her online gucken 

... das Märchen von der angeblich neuen "Option auf Offenlassen" in der Geburtsurkunde geht leider auch immer noch weiter – manche JournalistInnen haben echt ne lange Leitung.

Die Notwendigkeit eines gesetzlichen Verbots der andauernden Intersex-Verstümmelungen wird dagegen im "Panorama 3"-Beitrag einmal mehr gar nicht erst erwähnt ... es ist noch ein weiter Weg!

>>> ARD-Toleranzwoche: Geplanter Beitrag über IGMs "ausgefallen" 
>>> ARD Wissen vom 8.11. war da schon mal weiter ...  

>>> Kleine Anfrage auf Initiative von Zwischengeschlecht.org - Senats-Antwort enthüllt:
Auch in Hamburg wird immer noch stur weiterverstümmelt!!!

Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy

2014 NGO Report an das UN-Kinderrechtekomitee (CRC) (englisch)
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
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>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen 
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> UN-Auschuss gegen Folter fordert Entschädigung für IGMs
>>> UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen" 

>>> Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM)
 
>>> WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>> UN-Behindertenrechtsausschuss fordert IGM-Statistiken und konkrete Schritte
>>> GMFK 2014: 24. Gleichstellungsministerkonferenz fordert IGM-Verbot!

Sunday 16 November 2014

"Ich hätte gerne wieder, was sie mir weggeschnitten haben" - Wiener Zeitung 7.11.14

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Alex Jürgen bringt einmal mehr Klartext über die lebenslangen Folgen von Intersex-Genitalverstümmelungen in diesem >>> Artikel von Petra Tempfer zum Intersex Solidarity Day 2014 – nach den Interviews in den Bezirks Blättern und dem sensationellen Positionspapier 2014 der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg (KIJAS) inkl. exliziter Forderung nach einem IGM-Verbot eine weitere Publikation im Zusammenhang mit der 1. Inter*Tagung. Danke!

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Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy

2014 NGO Report an das UN-Kinderrechtekomitee (CRC) (englisch)
Belegt 17 gebräuchliche IGM-Formen und NS-Verbrechen in CH, D, A
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>>> Kinder- & Jugendanwaltschaft Salzburg (KIJAS) fordert IGM-Verbot!
>>>
IGM in Österreich (1): Wien, Linz, Innsbruck
>>>
IGM in Österreich (2): Innsbruck
>>>
Österreich, Ursprungsland der NS-Diagnose "Intersexuelle Konstitution"

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGMs): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Saturday 15 November 2014

Intersex: "Genitaloperationen und unnötige Hormonbehandlungen an Minderjährigen gesetzlich verbieten" - ARD Wissen, 8.11.14

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Intersex: Schluss mit straflos Kinder verstümmeln!Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

>>> Gelungener Beitrag in ARD Wissen mit Michaela Raab, die aktuell mehrere Prozesse u.a. gegen die Uniklinik Erlangen führt.
>>> Hier
und >>> hier gib's übrigens das Video auch in besserer Qualität (zum anwählen), sowie mit abschaltbaren Untertiteln, verfügbar bis 07.11.2019.

Es handelt sich um eine Zweitverwertung eines ursprünglich schon letztes Jahr ausgestrahlten Interviews (damals missverständlicherweise quasi "angehängt" in einer Sendung über Trans – auch in der aktuellen URL steht bezeichnenderweise nix von Intersex, sondern "w-wie-wissen/sendung/sex-transsexualitaet-100.html"). Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön, dass das Interview nun in einem passenderen Kontext angeschaut werden kann! 

>>> 2008: Michaela Raab fordert Deutschen Ethikrat zum Handeln auf
>>> 2008: Sieg für Christiane Völling im Kölner Zwitterprozess!
>>> Michalela Raab - Zwitterprozess in Nürnberg-Fürth gegen die Uniklinik Erlangen!
>>>
2014: Sieg für Michaela Raab am Bayerischen Landessozialgericht!
>>>
2015: Nürnberger Zwitterprozess: – 1. Verhandlungstag 26. Februar 2015!
>>>
WHO, UNICEF, etc. fordern Wiedergutmachung für Intersex-Verstümmelungen
>>>
UN-Sonderberichterstatter über Folter verurteilt "genitale Zwangsoperationen"
>>>
Europarat verurteilt Intersex-Genitalverstümmelungen

Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy

2014 NGO Report to the UN Committee on the Rights of the Child (CRC)
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>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGM): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen
>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben

Wednesday 5 November 2014

A > Intersex: "Das ist rechtlich erlaubte Genitalverstümmelung" - Salzburger Kinder- & Jugendanwaltschaft fordert IGM-Verbot!

Bild: Friedlicher Protest vs "ESPU 2014" + Medizinische Universität Innsbruck, 07.05.2014

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Intersex: Schluss mit straflos Kinder verstümmeln!Deutliche Worte in einem >>> Interview in den "Bezirks Blättern" (aus Anlass der 1. Inter*Tagung Salzburg, 7.-9.11.):

Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt fordert Verbot der derzeitigen Praxis, Babys und Kinder "umzuoperieren", damit sie der Norm "Mann" oder "Frau" entsprechen.

"Das ist de facto eine rechtlich erlaubte Genitalverstümmelung", bringt es Salzburgs Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt auf den Punkt. "Das" betrifft die derzeit in Österreich übliche Operation von intersexuell geborenen Kindern. "Das sind Kinder, die mit Anteilen beider Geschlechter oder mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren werden – und mit einem bis zwei pro 1.000 Neugeborenen sind das gar nicht so wenige."

"Es geht um das Selbstbestimmungsrecht"

"Es geht darum, dass Betroffene selber entscheiden können, ob und wie sie sich operieren lassen wollen. Für eine Brust-OP zum Beispiel muss man ja auch 18 Jahre alt sein – es sei denn es gibt ein Gutachten, das eine psychische Belastung attestiert, dann geht es auch früher. Daran angelehnt könnte man auch das Thema Operation von Intersex-Personen regeln", so die Kinder- und Jugendrechtsexpertin.

Die Kinder- und Jugendanwältinnen (KJA) Salzburg hatten sich >>> schon letztes Jahr zum 8. Nov. deutlich gegen IGM positioniert. Dieses Jahr doppelt die Kinder- & Jugendanwaltschaft Salzburg nun mit einem >>> ausführlichen Intersex-Positionspapier (PDF) nach (>>> relevante Ausschnitte).

In den "Bezirks Blättern" gibt's heuer obendrauf weitere gelungene Interviews mit >>> Alex Jürgen und >>> Gabriele Rothuber (Intersex-Beauftragter der HOSI Salzburg) sowie einen >>> Hinweis auf die Veranstaltung in Salzburg am 8.11.

Meine 2 Cent: Historische Entwicklungen in Österreich! Zwar sind da und dort Details noch verbesserungsfähig:

• Intersex ist in der WHO-Klassifikation von Krankheiten und Gesundheitsproblemen ICD nicht als "Störung der Geschlechtsidentität" definiert (F64 ist der Diagnoseschlüssel für Transsexualität), sondern unter diversen "Einzelsyndromen" (PDF). Auch trifft es nicht zu, dass "[i]n Deutschland [...] bei Geburtsurkunde und Reisepass neben "männlich" und "weiblich" auch die Möglichkeit [besteht] "anders" als Geschlecht anzugeben" (tatsächlich handelt es sich bei der Personenstandsnovelle PStG § 22 (3) um ein diskriminierendes und schädliches Verbot, für ein "uneindeutiges Kind" überhaupt ein Geschlecht eintragen zu lassen. Obendrein wird in der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift (PStG-VwV) explizit die alleinige Verfügungsgewalt der Medizyn zementiert. Intersex-Organisationen kritsisieren PStG § 22 (3) einhellig und deutlich) (Interview mit Andrea Holz-Dahrenstaedt).

• Auch ist's leider nicht so, dass es in Österreich lediglich "[b]is etwa 2000 [...] gang und gäbe [war], dass die Betroffenen, die sehr oft noch im Kindesalter bzw. am Anfang der Pubertät waren, einfach "umoperiert" wurden" (im Gegenteil werden IGMs in Österreichischen Kliniken heute noch praktiziert und gelehrt). Andrerseits ist's schon seit längerem nicht mehr so, "dass etwa 85 Prozent der zwischengeschlechtlichen Kinder zu Mädchen operiert werden" (heute sind vermännlichende "Hypospadiekorrekturen" die häufigste Form von IGM) (Interview mit Gabriele Rothuber).

Alles in allem bringen die Beiträge in den Bezirks Blättern aber Klartext (wovon noch so manche Medien sich ruhig eine dicke Scheibe abschneiden könnten!), und immer noch wird in den Medien viel zu selten derart deutlich auf IGM-Praktiken und den dringenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf hingewiesen. Und das Positionspapier der Kinder- & Jugendanwaltschaft Salzburg ist nicht weniger als historisch – zum allerersten Mal überhaupt fordert eine staatliche Stelle in Österreich offiziell ein IGM-Verbot! Dafür von diesem Blog an alle Beteilgten ein ganz herzliches Dankeschön!

>>> UPDATE: Überarbeitetes KIJAOE-Intersex-Positionspapier 2015  

>>> 2015: UN-Ausschuss gegen Folter rügt Österreich wegen IGM-Praktiken!

Intersex Genital Mutilations
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>>> IGM in Österreich (1): Wien, Linz, Innsbruck
>>> IGM in Österreich (2): Innsbruck
>>> Österreich, Ursprungsland der NS-Diagnose "Intersexuelle Konstitution"
>>>
Proteste gegen "ESPU 2014" und IGM an der Medizinischen Universität Innsbruck
>>>
Linz: IGM-Kongress hinter hohen Mauern
>>>
"Es wird weiter an den Genitalien von Kleinkindern geschnitten" - Eva Matt
>>>
"Brüste und Penis amputiert: Die verstörende Tortur eines Intersexuellen"
>>>
"Eine riesige Befreiung" - an.schläge 05/2012 
>>>
"Zero Tolerance to Intersex Genital Mutilation" - an.schläge 02/2012
>>>
"46,XX/46,XY" - an.schläge 02/2010 
>>>
Radiodoktor: "Intersexualität - Leben zwischen den Geschlechtern"
>>>
Österreich: "Jedes Verbrechen hinterlässt Spuren" 
>>> Genitalverstümmler Prof. Radmayr (Innsbruck) und Prof. Riccabona (Linz)
>>> "Der medizinische Umgang mit Intersexualität" - Suspect 17 / 2009
>>> "Intersexualität und Recht" in Österreich - Eva Matt, 8.11.2006

>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGMs): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGM – eine Genealogie der TäterInnen

Wednesday 22 October 2014

Nach abschätzigem "Zwitterwitz" von Jennifer Lawrence: Kritik in Deutschen Medien

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Kann ein Zwitter Sünde sein? In einem >>> Interview mit "Vanity Fair" (englisch) nahm Jennifer Lawrence ausführlich Stellung zur Verbreitung von gehackten Nacktfotos von ihr auf dem Internet – und beleidigte dabei Intersex-Menschen. Was in englischen Medien prompt einen Entrüstungssturm auslöste, der nun auch in Deutschland aufgegriffen wurde, u.a. in einem >>> gelungenen Beitrag auf Stern.de:

[...] Gehackt worden zu sein und keinen Einfluss darauf zu haben, was vom eigenen Telefon online geht, ruft ein Gefühl der Ohnmacht, Angst und Wut hervor.

"Tribute von Panem"-Star Jennifer Lawrence hat versucht, das Ohnmachtsgefühl mit Humor zu bekämpfen. [...] Leider lässt sich die 24-Jährige zu folgendem Satz hinreißen: "Es hätte schlimmer sein können. Wenigstens bin ich kein Hermaphrodit. Dann wäre ich geoutet worden - Jennifer Lawrence, Hermaphrodit!"

Erst den Verstand einschalten!

Was Lawrence sagen will, ist klar: Gäbe es an ihrer Nacktheit etwas zu entdecken, mehr als nur nackte Brüste und einen nackten Po, hätten die Fotos ihre Privatsphäre auf noch ganz andere Weise zerstört. Sie hätten ein Geheimnis gelüftet.

Was Lawrence aber leider sagt, ist, dass sie zum Glück nicht intersexuell ist. Und nicht die äußeren Geschlechtsteile eines Hermaphroditen besitzt. Und damit verurteilt sie Menschen mit nicht eindeutigem Geschlecht.

Als Beleg für die verletzten Gefühle Betroffener fügt Stern weiter Tweets an u.a. von Claudia Astorino (USA) und Sarah Graham (UK). Dafür von diesem Blog an alle Beteiligten ein ganz herzlich Danke!

Weiter gab's zu diesem Vorfall noch eine >>> dpa-Meldung (hier auf prosieben.de), die allerdings nicht an den Stern-Beitrag heranreicht ...

Intersex Genital Mutilations
Human Rights Violations Of Children With Variations Of Sex Anatomy

2014 NGO Report to the UN Committee on the Rights of the Child (CRC)
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>>> Zwangsoperierte Zwitter über sich selbst und ihr Leben
>>> Intersex-Genitalverstümmelungen (IGMs): Typische Diagnosen und Eingriffe
>>> IGMs – eine Genealogie der TäterInnen

Saturday 13 September 2014

MTV's "Faking it" Season 2: Erste Fernsehserie mit glaubwürdiger Intersex-Protagonistin?!

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Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

An der gestrigen Vorpremiere zum TV-Start der 2. Staffel am 23. September wurde wurde bekannt: Die ganze kommende Staffel steht im Zeichen des "hyperfemininen" Schulneulings der 1. Season, Lauren Cooper (dargestellt von Bailey Buntain), die im Cliffhanger der 1. Staffel völlig aus dem Häuschen geriet, als Gerüchte über mysteriöse Pillen die Runde machen, die Lauren täglich einnehme.

Regelmäßigen Leser_innen dieses Blogs ahnen schon, was nun kommt: Lauren wird prompt in der 1. Episode als Intersex-Frau mit CAIS geoutet. Zwitter als Nebenfiguren gab's bekanntlich schon öfters im Kommerz-TV (z.B. der unrühmliche "Carver" in Nip/Tuck als Negativbeispiel, oder der CH-Intersex-Tatort als Vorbild), doch laut einem >>> ausführlichen Interview mit Produzent Carter Covington auf Hollywood Reporter und einem >>> Blogpost auf Advocates for Informed Choice (beide englisch) will "Faking It" es zur Abwechslung mal wirklich richtig machen:

Nicht nur soll sich das Outing und dessen Folgen während den gesamten 10 Folgen der 2. Staffel eine wichtige Rolle spielen, und die damit verbundenen Positiv- wie Negativ-Erlebnisse, Ängste und Stärken von Lauren sensibel aufgearbeitet werden – sondern die ProduzentInnen und DrehbuchschreiberInnen der Serie holten sich dazu schon frühzeitig und durchgehend Betroffene und ihre Organisationen als Berater_Innen an Bord!

Meine 2 Cent: Zwar hapert's im erwähnten Hollywood-Reporter-Interview noch etwas, wenn Produzent Carter Covington Intersex definieren soll – doch ansonsten: Davon könnten sich noch so manche SendungsmacherInnen ruhig mal 'ne Scheibe abschneiden ...

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Wednesday 16 July 2014

Intersex: "Wann ist der Mann ein Mann?" - Tages-Anzeiger, 16.7.14

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>>> Gelungener Artikel von Alina Pfund (Scan) in der Rubrik "Wissen" (sowie ebenfalls in der heutigen "Basler Zeitung") mit Zitaten von yours truly a.k.a. Markus Bauer, wenn auch mit leicht irreführendem Titel, teilweise pathologisierendem Kasten und "obligatem Marmorbild".

Ausgangspunkt des Artikels ist ein seit 3 Jahren und noch bis Juli 2015 laufendes SNF-Forschungsprojekt des Schweizerischen Nationalfonds "Geschlechterambiguitäten in Wissens- und Herrschaftsordnungen des arabischen und lateinischen Mittelalters" unter der Leitung der Historikerin Prof. Dr. Almut Höfert (Universität Zürich), das erfrischend unaufgeregt und ohne unnötiges Gender-Brimborium daherkommt. In früheren Vorträgen hatte Prof. Höfert deutlich Stellung bezogen (englisch) über das "Verschwinden" der Hermaphroditen in der Moderne sowie über die die heutige "grausame" IGM-Praxis.

Auch der vorliegende Artikel schlägt den Bogen zur Gegenwart, und die Autorin Alina Pfund scheut sich nicht, mit Belegen deutlich zu machen, dass heute noch 90% aller Zwitterkinder kosmetisch genitaloperiert werden. Danke!

Bleibt die Frage: Wann wird es endlich vergleichbare SNF-Projekte geben zur medizinischen Intersex-Praxis im 20. und 21. Jahrhundert?!

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Saturday 12 July 2014

Intersex-Tatort "Skalpell" online auf ARD.de bis 18.7.14 (20-06h)

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'STOP Intersex Genital Mutilation!' - UNHRC Geneva 20.10.2012 Yip, yip! Der gelungene Intersex-Tatort in der hochdeutschen Version zum abends online Nachgucken innerhalb D noch bis nächsten Freitag, inkl. UT + Hörfassung!

>>> mehr Info + Rezis 
>>> Update zu den Wiederholungen 2014
>>>
VIDEO: Intersex-TV-Diskussion
        zum "Tatort" (mit UT)

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Intersex: "Ausschuss für Kinderrechte soll Menschenrechtsituation der Zwischengeschlechtsmenschen in der Schweiz beurteilen" - humanrights.ch, 7.7.14

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'STOP Intersex Genital Mutilation!' - UNHRC Geneva 20.10.2012

>>> Beitrag auf der Informationsplattform humanrights.ch zum NGO-Bericht 2014 über IGM an den UN-Kinderrechtsausschuss:

"Der Bericht stellt zuerst die gängige Praxis dar und betreibt damit Aufklärung, denn noch immer wissen viele Fachleute nicht Bescheid über die verschiedenen Geschlechtsvarianten und welche Behandlung die Betroffenen in der Regel erwartet. Immer noch werden medizinisch unnötige sogenannte «geschlechtskorrigierenden» Eingriffe» an den wehrlosen Kleinkindern durchgeführt - mit lebenslangen Folgen. «Human Rights for Hermaphrodites Too» lautet deshalb die klare Forderung der Betroffenen. Nicht nur die weibliche Genitalverstümmelung («female genital mutilation» – FGM) soll verboten sein, sondern auch die «intersex genital mutilation».

Die Anliegen des Vereins Zwischengeschlecht.org finden in weiteren Kreisen langsam Gehör. Die Menschenrechtssituation der Zwischengeschlechtsmenschen wird in der Zivilgesellschaft zunehmend zur Kenntnis genommen."

Danke!

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Friday 11 July 2014

Video: TV-Diskussion zum Intersex-Tatort "Skalpell" (heute ARD 22:15)

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>>> Originalsendung online    >>> Hochdt. Untertitel .srt    >>> Download (386 MB) 

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Aus Anlass der heutigen Intersex-Tatort-Wiederholung (ARD 22:15):
Die seinerzeit dazu ausgestrahlte Diskussionssendung "Club",
worin Daniela Truffer und yours truly a.k.a. Markus Bauer die anwesenden MedizynerInnen ziemlich alt aussehen ließen –
in der Originalversion auf SF.tv mit bald 10'000 Aufrufen ...

>>> "Als ich 7 war, operierte man mein Genital" - Intersex-TV-Diskussion im "Club"

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Wednesday 9 July 2014

TV-Tipp: Intersex-Tatort "Skalpell" online bis 18.7.14

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>>> Online nachgucken auf ARD.de bis Fr 18.07.2014!      

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Auf SF1 und ARD: Wiederholungen des Intersex-Tatorts, den CH-Medizyner seinerzeit erfolglos verbieten lassen wolten, weil darin die Karriere eines üblen Intersex-Genitalverstümmlers ein jähes Ende findet, und im weiteren Verlauf auch das Leid der Betroffenen und ihrer Eltern eindrücklich zur Sprache kommt!

>>> mehr zum gelungenen Krimi  
>>> Programmankündigung SF1 | ARD 
>>> VIDEO: Intersex-TV-Diskussion
        zum "Tatort" (mit UT)

Zwischengeschlecht.org beriet das Drehbuchteam zu Detailfragen, damit die Geschichte auch realistisch herüberkam. Der "Skalpell"-Tatort ist (trotz einiger kleiner "Geschlächz-Identitäts"-Abstriche) immer noch die deutlichste fiktive TV-Darstellung des Leids, das aus Intersex-Genitalverstümmelungen resultiert.

Worüber wir uns beonders amüsierten: Im Krimi kommt auch eine Intersex-Organisation vor, die u.a. Proteste vor Verstümmlerkliniken organisiert – mit nicht ganz unbekannten Slogans, wenn auch mitunter mit leicht mehr Demoteilnehmer_innen als in der realen Welt  ;-)

dd

>>> VIDEO: Intersex-TV-Diskussion zum "Tatort" (mit UT)

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Saturday 17 May 2014

Intersex: "Zwischengeschlecht kämpft gegen Genitalverstümmelung" - Interview mit Markus Bauer online, rdl 15.5.14

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STOP Intersex Genital Mutilation!

12-minütiges Interview auf Radio Dreyeckland (rdl) von Konrad mit yours truly aus Anlass der friedlichen Proteste gegen den GenitalverstümmlerInnen-Jubiläumskongress "25th ESPU 2014" in Innsbruck, zum online nachhören + runterladen auf >>> rdl.de und >>> freie-radios.net. Danke!

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