Sunday, December 13 2009

Warum nicht alle Bio-Zwitter gleich nicht-privilegiert sind

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Dieser Post behandelt ein heikles Thema, das aber nicht einfach verschwindet, wenn es totgeschwiegen wird, und deshalb hier auch angesprochen werden soll. Da ich als "Normal-XY" darüber schreibe, habe ich versucht, es möglichst unpolemisch zu tun.

Das Privileg der Nicht-Biozwitter besteht darin, ohne Gefährdung durch Zwangsoperationen mit unversehrten äusseren und inneren Geschlechtsorganen aufgewachsen zu sein, was Nicht-Biozwitter als Gruppe von praktisch allen Biozwittern abhebt. (Einer der Konfliktpunkte, warum eine ungefragte Eingemeindung der Zwitter in LGBT fragwürdig ist und von der überwiegenden Mehrzahl der Biozwitter abgelehnt wird.)

Doch auch die Biozwitter unter sich bilden keine einheitliche Gruppe, da nicht alle Zwitter in gleichem Masse der Gefahr genitaler Zwangsoperationen und sonstiger traumatisierender Zwangsbehandlungen inkl. lebenslanger Folgen ausgesetzt sind.

Je nachdem, welcher "Syndromgruppe" ein Neugeborenes mit "uneindeutigen" Geschlechtsmerkmalen von den Medizynern zugeteilt und dann nach den entsprechenden "Leitlinien" behandelt wird, drohen vergleichsweise mehr oder weniger drastische medizinische Zwangsmassnahmen: Einige Zwitter werden "mit dem ganzen Programm" wiederholt und von klein an zwangsoperiert, andere "nur" kastriert (und oft erst nach der Pubertät) oder mit Hormonbomben traktiert. Wieder andere schlüpfen den Medizynern aus anderen Gründen ganz durch die Lappen.

Dementsprechend sind nicht alle Zwitter gleich schwer traumatisiert – auch abgesehen von den individuellen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Kräften, mit einer Traumatisierung mehr oder weniger fertig zu werden.

Als Hinweis, was ich meine: Mein persönlicher Eindruck ist z.B., dass als CAIS diagnostizierte/"behandelte" Zwitter in der Regel mit am wenigsten Verlusten durchkommen, da sie i.d.R. "nur" zwangskastriert und belogen werden (und ersteres meist erst nach der Pubertät), während Zwitter mit der Diagnose/"Behandlung" AGS/CAH in der Regel am schlimmsten genital zwangsoperiert und/oder (prä-natal) hormonzwangstherapiert werden.

Möglicherweise ist's so besehen kein Zufall, dass CAIS-Diagnostizierte die aktuelle "Zwitterbewegung" zahlenmässig dominieren (XY-Frauen / Intersexuelle Menschen e.V. in Deutschland), während die Initiniant_innen (oder unversöhnlichsten Exponent_innen) der ursprünglichen Zwitterbewegung in den 1990ern oft aus nach AGS/CAH-"Leitlinien" mit "Penis"/"Klitoris"-Amputation "Behandelte" sind, z.B. die ISNA-Gründerin Cheryl Chase, der deutsche Ur-Aktivist Michel Reiter, oder Raketennordlicht, die Erfinderin des Kampfbegriffs "Medizyner". (Umgekehrt gibt's für Menschen mit AGS in Deutschland aktuell keine emazipatorische Selbsthilfegruppe, sondern nur eine – so besehen passend benannte – "Eltern- und Patienteninitiative").

Ebenso ist's möglicherweise kein Zufall, dass diese "Unversöhnlichen" von den übrigen Zwittern oft mehrheitlich als "zu extrem" abgelehnt oder gar angefeindet werden, und sich z.T. inzwischen wieder zurückzogen bzw. in der aktuellen Bewegung nicht mehr vertreten sind – einer Bewegung, der sie (zusammen mit weiteren Nicht-CAIS-Diagnostizierten) handkehrum "Prägung durch eine 'CAIS-Brille'" und mangelnde Radikalität vorwerfen.

Tatsächlich wird z.B. in der aktuellen Diskussion (wovon auch dieser Blog nicht ganz ausgenommen werden kann) der Problematik der Zwangskastrationen (bei CAIS) überproportional viel Platz und Gewicht eingeräumt, während z.B. prä-natale Zwangshormontherapien (bei AGS/CAH) in der Auflistung der Menschenrechtsverletzungen im IMeV-Schattenbericht unter den Tisch fielen.

Meiner bescheidenen Nicht-Biozwittermeinung nach würde die "Zwitterbewegung" an Schwung- und Durchschlagskraft gewinnen, wenn die verschiedenen Formen und Grade des Nicht-Privilegiertseins der verschiedenen Biozwitter-Untergruppen mehr und offener thematisiert und durchleuchtet würden – und danach die "Privilegierteren" nach Möglichkeit auch auf einer politischen Ebene mehr Solidarität mit den "weniger Privilegierten" zeigen würden.

Wut über das persönlich erlittene Unrecht war nicht zufällig Ausgangspunkt und Treibstoff der "Zwitterbewegung" und damit des Widerstandes gegen die Zwangsbehandlungen – und auch diese Wut musste zuerst einmal zugelassen und umgesetzt werden können.

Je mehr zu dieser Wut weiter die Fähigkeit dazukommt, auch über den eigenen "Syndromtellerrand" hinauszublicken, quasi einen Schritt zurückzutreten und von der eigenen Person, dem individuellen Schicksal nötigenfalls zu abstrahieren, umso entschlossener und effektiver können die menschenrechtswidrigen Zwangsbehandlungen als Ganzes bekämpft werden, und desto weniger werden in Zukunft die Medizyner verschiedene "Betroffenengruppen" gegeneinander ausspielen können nach dem Motto "teile und herrsche".

Siehe auch:
- Warum Nicht-Biozwitter allesamt privilegiert sind  
- "Vom Nutzen unseres Ärgers" (Von der Frauenbewegung lernen) 
- Stockholm under Water   

Saturday, December 12 2009

Stern verbreitet Medizyner-Märchen (I)

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Kann ein Zwitter Sünde sein?Auf Stern.de erschien in der Rubrik "Wissen" von Brigitte Herden ein längerer Artikel >>> "So entstehen Männer, Frauen und alles dazwischen".

Einmal mehr wird dort das Thema ausschliesslich nach Gender- und Medizynerstandpunkten abgehandelt. So ist im über 5 Seiten verteilten Text wild durcheinander die Rede von "Chromosomen", "Geschlecht", "Typisch wirkende Verhaltensweisen", "Stereotypen", "Abweichungen", "Geschlechtsidentitätsstörung", es geht um "Transsexuelle", "Schwule", "Lesben" und, äh, "Intersexuelle", sowie um "Geschlechtshormone", die "schon im ungeborenen Kind wirken und die Entwicklung des Gehirns beeinflussen" inkl. "die Geschlechtsidentität"

Zwar werden auf der 3. Seite unter Hinweis auf den "John/Joan-Fall" kurz einige scheinbar kritische Töne angeschlagen – streng nach dem altbewährten Medizyner-Motto "Früher sind uns vielleicht paar wenige Irrtümer unterlaufen, aber das ist schon lange her, also reden wir nicht weiter davon, heute haben wir alles todsicher im Griff":

Lange Zeit dachten Ärzte, es sei gut für solche intersexuellen Kinder, wenn möglichst rasch über das Geschlecht entschieden werde. Und da es leichter ist, durch eine Operation eine Vagina zu formen als einen Penis, wurden Menschen mit Intersex-Syndrom in der Vergangenheit häufig zu Mädchen umoperiert und ihnen dies verschwiegen. Inzwischen weiß man aber, dass das Gefühl für die eigene Geschlechtsidentität auf sehr komplexe Weise entsteht und zu einem Teil schon von Geburt an im Gehirn verankert sein kann. Durch eine Operation kann man es nicht ohne weiteres festlegen.

Sprich, einzig wegen inzwischen veralteter Forschungsergebnisse gabs zwar mal einige Schlaglöcher auf dem Weg. Aber heute sind unsere guten Mannen und Frauen von "Netzwerk Intersexualität/DSD", "Euro-DSD" usw. ja schon sooo viel weiter, ganz nach ihrem ureigenen Motto "Vom Gen zur Geschlechtsidentität" werden heute "gender-optimierte" Zwangsanpassungen perfektioniert, und auch die Zwangsoperationsmethoden sind heute ja mittlerweile einsame Spitze (was die Medizyner in 20 Jahren dann auch todsicher beweisen werden können).

Dementsprechend nichts als logisch: Im ganzen Artikel ist kein einziges Mal die Rede von (missachteten) Menschenrechten oder (nicht vorhandener) Ethik!

Fazit: Trotz vereinzelter Ansätze ein Machwerk, das letztlich unter "Medizyner Medien Offensivchen möchte gern zurückschlagen" abgelegt werden muss. Und das als Warnung dienen sollte, dass "positive Medienresonanz" keine Selbstverständlichkeit darstellt, sondern durch harte Lobbyarbeit jedes Mal von neuem erkämpft werden muss – und die Medizyner schlafen nicht ...

Siehe auch:
- Schon wieder: Stern verbreitet Medizyner-Märchen (Teil 2) 

Friday, December 11 2009

Genitale Zwangsoperationen an Zwittern vergleichbar mit weiblicher Genitalverstümmelung (Lightfoot-Klein: "Der Beschneidungsskandal")

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Zum gestrigen Tag der Menschenrechte (10. Dezember):

Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!

Seit dem Beginn der Zwitterbewegung in den 1990ern war einer ihrer wesentlichen Kritikpunkte, dass FeministInnen zwar gegen weibliche Genitalverstümmelung (hauptsächlich in fernen Kulturkreisen) protestieren und lobbyieren, aber gleichzeitig die Genitalverstümmelungen an Zwitterkindern vor der eigenen Haustüre (z.T. aus rassistischen Motiven heraus) mutwillig ausblenden
(>>> mehr) – obwohl, worauf Michel Reiter schon 1998 hinwies, die dadurch entstehenden Schäden durchaus vergleichbar sind und auch die weibliche Genitalverstümmelung z.T. damit begründet wird, Klitoris und Schamlippen seien "überflüssige" oder gar schädliche "männliche Anteile" und müssten deshalb bei Frauen entfernt werden, um sie zu "richtigen Frauen" zu machen (umgekehrte Argumentation wird z.T. auch als Begründung für männliche Beschneidung vorgebracht):

"[...] so glaubt man, daß jede Person mit einer maskulinen und einer femininen 'Seele' ausgestattet ist. Diese 'Seelen' enthüllen ihre jeweiligen physiologischen Merkmale in den und durch die Fortpflanzungsorgane. Auf diese Weise ist die weibliche 'Seele' eines Mannes, so wird behauptet, in der Vorhaut lokalisiert, während die männliche 'Seele' der Frau in der Klitoris sitzt. Dies bedeutet: Wenn der junge Mann heranwächst und schließlich in die männliche Gesellschaft aufgenommen wird, muß er sich seiner weiblichen Merkmale entledigen. (...) Dasselbe gilt für ein junges Mädchen (...), indem man ihre Klitoris oder Klitoris und Schamlippen entfernt. Nur so beschnitten kann das Mädchen behaupten, eine vollständige Frau zu sein, und ein entsprechendes Sexualleben führen." (Lightfoot-Klein: "Das grausame Ritual" (1992), S. 45, zitiert hier.)

In neuen Jahrtausend beginnt sich das nun ansatzweise zu ändern! 2009 äusserste sich in der Schweiz Terre des Femmes – meines Wissens nach gar zum allerersten Mal – in einer politischen Diskussion nachdrücklich auch gegen die genitalen Zwangsoperationen an Zwittern und kritisierte explizit, dass diese in einen Gesetzesentwurf zur Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung nicht aufgenommen wurden.

Einen wichtigen Beitrag zu diesem Wandel leistete wohl die "Beschneidungs-Expertin" Hanny Lightfoot-Klein, die sich seit den 1980ern intensiv mit Genitalverstümmelungen befasst und Öffentlichkeitsarbeit zu ihrer Beendigung leistet (>>> englische Homepage).

Im abschliessenden Band ihrer Buchtrilogie zum Thema, auf Deutsch 2003 erschienen unter dem Titel "Der Beschneidungsskandal", zog Hanny Lightfoot-Klein meines Wissens nach zum ersten Mal auch die genitalen Zwangsoperationen an Zwitterkindern umfassend mit ein. Damit kam sie einer Urforderung der Zwitterbewegung nach und leistete einen entscheidenden Beitrag zur Bekanntwerdung dieses Tabuthemas in feministischen Kreisen. Weiter setzt das Buch weibliche Genitalverstümmelungen und Zwangsoperationen an Zwittern in einen weiteren Zusammenhang mit den in westlichen Ländern bis in die Hälfte des 20. Jahrhunderts praktizierten Klitorektomien auch bei "normalen Frauen", sowie mit der (in den Folgen vergleichsweise harmloseren) männlichen Beschneidung. (>>> gelungene Zusammenfassung/Besprechung auf Akifra.org)

In "Der Beschneidungsskandal" redet Hanny Lightfoot-Klein von Anfang an Klartext über die Zwangsoperationen an Zwittern, so z.B. im Vorwort unter expliziter Erwähnung der "Intersex-Operationen" von der "Selbstverständlichkeit, dass jede Art von genitalen Schnitzereien ein alptraumartiges Ereignis für ein Kind darstellt, wobei der schlimmste Alptraum von der Realität übertroffen wird." (S. 9)

Und im 2. Kapitel in einem ersten Abschnitt "»Korrigierende« Genitalchirurgie an intersexuellen Kindern": "Leider konnte bis heute kein Beweis erbracht werden, dass durch diese Art der Intervention tatsächlich irgendwelche Probleme gelöst wurden." (S. 40)

Im 3. Kapitel, das auch persönliche Geschichten enthält von der ISNA-Begründerin Cheryl Chase a.k.a. Bo Laurent und von Howard Devore, hält Lightfoot-Klein explizit fest: "Willkürliche Eingriffe an den Genitalien von nicht einwilligungsfähigen Minderjährigen, die das Kind, an dem sie begangen werden, sowohl physisch als auch psychisch gefärden können und die aus rein »kosmetischen« Gründen durchgeführt werden, müssen endlich klar als unethisch definiert werden." (S. 49)

In Bezug auf "Intersexchirurgie" spricht Lightfoot-Klein in einem Abschnittstitel gar von der "»Heimatfront«" im Kampf gegen Genitalverstümmelung weltweit (S. 173).

Aufschlussreich auch, wie viele afrikanische AktivistInnen, die Lightfoot-Klein durchgehend zu Wort kommen lässt, immer wieder die Menschenrechtswidrigkeit der Genitalverstümmelungen betonen:

"Wir glauben, dass die genitale Verstümmelung von Mädchen in aller erster Linie einen Akt von Kindesmissbrauch sowie eine Menschenrechtsverletzung darstellt, und dies sollte von den internationalen Medien, den Menschenrechtsaktivisten und allen, die mit der Gesundheit von Frauen und KIndern befasst sind, bedacht werden." (Aus einem Rundschreiben von AktivistInnen aus Ghana, Nigeria, Somalia, Sudan und Senegal, S. 139)

"Genitalverstümmelung muss aufhören, damit Frauen ihre grundlegenden Menschenrechte geniessen können." (Rogaia M. Abusharaf, S. 142)

Klartext redet Lightfoot-Klein auch über den Preis für den Kampf gegen diese Menschenrechtsverletzungen: "Ich habe für mich festgestellt, dass niemand, der seine oder ihre Kraft und Energie in diese Sache steckt, ganz ungeschoren davonkommt. Jeder und jede von uns [...] zahlt einen persönlichen Preis, und für einige von uns war es ein hoher Preis. Auf die eine oder andere Art haben wir alle gelitten." (S. 140-41)

Auch die Übersetzerin von "Der Beschneidungsskandal", Dr. Sabine Müller redet in ihrem Vorwort Klartext: "Wie groß darf in einem westlichen Land eine Klitoris sein, bevor sie dem Kinderchirurgen anheimfällt? In Europa sind es Hebammen, Fachärzte und -ärztinnen, die einem Neugeborenen das Geschlecht zuweisen, und wehe da stimmt etwas nicht. Jedes Jahr werden in Deutschland 350 Intersex-Kinder geboren, und keines entgeht dem Messer." (S. 7)

In einem weiteren Zitat im Buchinnern nimmt Dr. Sabine Müller auch selbstkritisch Stellung zur schweigenden Komplizenschaft der gesamten Medizinerzunft, wenn angehende ÄrtInnen etwa in ihrer Ausbildung mit den menschenrechtswidrigen genitalen Zwangsoperationen konfrontiert werden: "Ich kann mich nicht erinnern, dass von uns Studierenden auch nur eine/r nachfragte, geschweige denn protestierte. Wir sassen mit offenen Mündern da und betrachteten die 'Horrorshow' der Diasammlung des Professors. Kürzlich erschien in Der Spiegel (45/2002) unter dem Titel 'Ihre Tochter ist ein Sohn' ein Artikel, der anschaulich schildert, dass dies noch immer die gängige Praxis ist." (S. 42) 

Werden die 2010er Jahre das Jahrzehnt, in dem sich das endlich grundlegend ändert, und sowohl die KämpferInnen gegen weibliche Genitalverstümmelung weltweit endlich umfassend die Konsequenzen ziehen, wie auch (angehende) MedizynerInnen?

Siehe auch:
- "Genitalverstümmelung ein afrikanisches Problem?" 
- Bundesärztekammer gegen genitale "Zwangsoperationen" – natürlich nur bei "Mädchen und Frauen" ... 
- Internationaler Tag gegen Mädchenbeschneidung (aber die Zwitter operiert nur ruhig weiter, sind ja keine Frauen, äh, Menschen ...)
- Schweiz: Terre des Femmes und Amnesty gegen Zwangsoperationen an Zwittern 
- Zwitter und Patriarchat aus feministischer Perspektive  

Wednesday, December 9 2009

Intersex Protest @ IOC 19.11.09 – Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images

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>>> English Notes      >>> IOC Rally 16.11.09      >>> Background Report

Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!  

Portfolio von Fabrice Coffrini für AFP/Getty Images vom Protest der Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.info gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport. -> Zum Vergrössern jeweils reinklicken!

(Photo: FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images)

(Photo: FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images)

(Photo: FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images)

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(Photo: FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images)

>>> English Notes      >>> IOC Rally 16.11.09      >>> Background Report

Kommentar: Boa, sahen wir alt aus in Genf so früh am feuchtkalten Morgen! Trotzdem finde ich die Bilder von Fabrice Coffrini von den gelungensten der Schnappschüsse der zahlreich anwesenden Agenturfotografen. Sind sie doch die einzigen, auf denen auch Zwitter-Protest-Veteranin Baiba zumindest zwei mal angemessen mit drauf ist (und noch am frischesten dreinguckt). Ausserdem scheint Fabrice Coffrini auch über eine gute Portion Humor zu verfügen, bzw. die Bilder sind nicht alle so bierenst inszeniert wie die der Konkurrenzagenturen (mehr davon später). Das 3. Bild schaffte es sogar in die New York Times (allerdings wurde dort Nella in der Bildunterschrift bald einmal zur blossen "Frau" reduziert ... :-( ), sowie das Letzte mit der schicken Statue dauf in das Online-Magazin Jezebel.

Siehe auch:
- Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan!
- "Caster Semenya wird als Zwitter verheizt" 
- Protest gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport, IOC 19.11.09
- "Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan und Caster Semenya!" - Zwitter-Demo gegen IOC und IAAF, 19.11.09, 09h
- "Lausanne: Les hermaphrodites suisses s’attaquent au CIO" - 20min.ch 17.11.09

>>> Report on Discrimination of Hermaphrodites in Sports
>>>
Open Letter to IOC Chief Jacques Rogge demanding Justice for Santhi 

Friday, December 4 2009

Bundesrat: Kein Schutz "sexueller Identität" im Grundgesetz – VereinnahmerInnen machen unbeirrt weiter wie gehabt

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Wie unlängst auf diesem Blog berichtet, forderten Berlin, Hamburg und Bremen in einer Standesinitiative unter dem Motto "Homo-Schutz ins Grundgesetz" neu auch, "sexuelle Identität" ("in der Rechtssprache" laut Wikipedia gleichbedeutend mit "sexuelle Orientierung") ins Grundgesetz Art. 3.3 aufzunehmen. Dabei wurde in Medienberichten von Seiten der Initianten auch "Intersexuelle" in altbekannter, vereinnahmender Manier als obligates, lediglich "mitgemeintes" Schlusslicht ins Feld geführt.

Am Freitag letzter Woche erteilte nun der Bundesrat (nach der Yogyakarta-Ablehnung im Bundestag nicht besonders überraschend) der Initiative eine Abfuhr.

Kommentar:

Ein schwarzer Tag für die Gleichstellung von LGBT, und nicht nur für den LSVD "enttäuschend".

Trotzdem (theoretisch) auch eine Gelegenheit, die realpolitisch untaugliche (und vereinnahmende) Methode einmal zu überdenken, die auch in Deutschland immer noch täglich begangenen, massiven Menschenrechtsverletzungen gegen Zwitter lediglich auf "Diskriminierungsebene" und "bei LGBT 'mitgemeint'" auf die lange Bank zu schieben und die genitalen Zwangsoperationen an Zwittern auf blosse "Anfeindungen und Benachteiligungen" zu reduzieren, unter denen LGBT nach eigenen Aussagen leiden. Statt die massiven Menschenrechtsverletzungen an Zwittern nach dem Vorbild des LSVD endlich als eigenständigen Punkt auf die politische Agenda zu hieven als das, was sie sind: nämlich krasse Verstösse insbesondere gegen das elementare Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung. Auf diese Weise eingebracht wäre die zentrale Forderung der Zwitterbewegung nach Abschaffung der Zwangsoperationen erst noch realpolitisch innert nützlicher Frist durchsetzbar.

Leider stehen die Zeichen dafür nach wie vor schlecht: Die üblichen VereinnahmerInnen machen wohl unbeirrbar weiter wie gehabt (schliesslich werden ja auch sie persönlich und ihre Klientel nicht genital zwangsoperiert – nach wie vor in Deutschland JEDEN TAG EIN WEHRLOSES ZWITTERKIND, sowie in Österreich und in der Schweiz jede Woche eines). 

So reichten am Tag der Ablehnung im Bundesrat (wohl in Hoffnung auf eine Annahme) die wohl unverbesserlichen VereinnahmerInnen der Grünen um Volker Beck vollmundig einen Gesetzesentwurf (PDF) ein, in dem "Intersexuelle" einmal mehr in der unsäglichen, scheinbar gottgewollten Reihenfolge lediglich "mitgemeint" und ihre Leiden verharmlost werden, ohne dass die nur an Zwittern üblichen, massiven Verstösse insbesondere gegen das Menscherecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung je adäquat angesprochen werden.

Auch die SPD, die (ebenso wie die Grünen) bisher noch nie auch nur einen einzigen konkreten Vorstoss zu Gunsten von Zwittern unternahm, will nach dem Nein des Bundesrats laut Medienberichten ebenfalls einen entsprechenden Gesetzesvorschlag in den Bundestag einringen. Dabei werden – Überraschung! – "Intersexuelle" (mit der wörtlich gleichen Formulierung wie bei den Grünen!) als obligates Schlusslich bloss "mitgemeint". Auch von der SPD also lediglich Vereinnahmung pur.

Fazit: "Mitgemeint" ist nicht gut genug – im Gegenteil! Und:

Würden von den versammelten VereinnahmerInnen mal nur schon ein paar an den eigenen Geschlechtsteilen genital zwangsoperiert, hätten sie bestimmt ziemlich schnell andere Parolen – wetten?!

Gonade um Gonade, Lustorgan um Lustorgan!

Siehe auch:
- Heute im Bundestag: Zwitter als Kanonenfutter für "sexuelle Identität"

Thursday, November 26 2009

Karin Plattner @ Aeschbacher 26.11.09 22:20h SF1

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UPDATE: >>> Teiltranskript Erik Schinegger u. Claudia Wiesemann @ SternTV 25.11.

Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!

Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!  

Heute ist Karin Plattner von der Schweizerischen Elternselbsthilfe zu Gast in der bekannten Talksendung Aeschbacher.

Als letzte von 4 Studiogästen redet Karin Plattner im knappen Rahmen der Sendung einmal mehr Klartext darüber, wie die Medizyner ihr zwischengeschlechtlich geborenes Kind unbedingt genital zwangsoperieren wollten.

Was für ein Kampf es heute noch ist, weil alle Medizyner ihm bei jeder "normalen" Untersuchung unbedingt auch noch zwischen die Beine schauen wollen.

Dass die Horrorszenarien der Zwangsoperateure, wonach jedem unoperierte Kind sogleich und unwiderruflich das "soziale Aus" drohe, gar nicht wahr werden, solange offen und offensiv darüber Klartext geredet wird (statt das medizynisch verordnete Schweigebot zu befolgen).

Kommentar: Nella und ich waren bei der Aufzeichnung im Publikum mit dabei, und es war einmal mehr eindrücklich zu fühlen, auf welcher Seite Herr und Frau DurchschnittsbürgerIn stehen betreffend "Kosmetische Genitaloperationen an Kindern Ja oder Nein?"

Nämlich auf der Seite der Zwitter und der Menschenrechte und GEGEN die Zwangsoperateure! Bring it on!

Die Sendung ist jetzt auch als >>> Online-Video verfügbar.

Siehe auch:
- Daniela "Nella" Truffer und Karin Plattner @ Rundschau SF1 19.12.07 (Video)
- Daniela "Nella" Truffer und Karin Plattner @ TalkTäglich TeleZüri 20.10.09 (Video)
- besonders gelungenes Interview mit Karin Plattner in "Spuren" (2004)
- aktuelles Interview mit Karin Plattner auf Tagesanzeiger.ch 27.10.09 
- Alle Posts über Karin Plattner auf diesem Blog

Wednesday, November 25 2009

Erik Schinegger @ SternTV 25.11.09 22:15h RTL

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Menschenrechte auch für Zwitter!Nach "Wie Zwitter um Anerkennung kämpfen" (15.7.09) wird mit Erik Schinegger heute bereits zum 2. Mal dieses Jahr ein zwischengeschlechtlich geborener Mensch bei Günther Jauch zu Gast sein. Zählt mensch noch die exzellente Güldenpfennig-Doku "Leben als Zwitter" (14.10.08) dazu, sind es sogar 3 Zwitter-Auftritte bei SternTV in gut einem Jahr. Insgesamt 4 gar mit  Schineggers Auftritt vom 8.2.06, ebenfalls bei Günther Jauch.

Und das Beste: Im Gegensatz zu 2006 bedeutet auch der heutige Beitrag schon von vornherein einmal mehr schlechte Nachrichten für alle Zwangsoperateure und ihre Helfershelfer – bereits zum 3. Mal in Folge! Yipyip!

Nachtrag: 

In der Sendung als Expertin diesmal mit dabei die Medizinethikerin Claudia Wiesemann aus Göttingen, die das öffentlich das inakzeptable Vorgehen des Sportverbandes IAAF gegen Caster Semenya schon wiederholt öffentlich gerügt hatte, sowie in einer Pressemitteilung "Sportethik tut Not!" auch das willkürliche und schädigende Vorgehen von OCA / IOC gegen Santhi Soundarajan. Wiesemann war weiter als Leiterin der Arbeitsgruppe Ethik massgeblich am den Netzwerk-Ethikempfehlungen beteiligt und organisierte letztes Jahr in Göttingen eine Tagung "Rechte von Kindern in Medizin und Forschung".

Nachfolgend ein Transkript von Nella mit den interessantesten Passagen während der Sendung:

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Tuesday, November 24 2009

"Verunsicherung und Ängste": Reaktionen und Kommentare zur Kritik am "Netzwerk Intersexualität" / "Euro-DSD"

5. Treffen "Netzwerk Intersexualität/DSD" in Kiel, 6.9.2008
Nella versucht den Medizinern ins Gewissen zu reden

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Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!

Mit abschätzigen Terminologien/Diagnosen und erst recht mit dem Skalpell sind Mediziner Zwittern gegenüber regelmässig alles andere als zimperlich. Weitaus empfindlicher reagieren sie, wenn sie deswegen unmissverständlich kritisiert werden – erst Recht, wenn diese Kritik unbequemerweise öffentlich erfolgt. Aktuelles Beispiel:

Unter Mitwirkung zentraler ExponentInnen von "Netzwerk Intersexualität/DSD" und "EuroDSD" wurden am Jahreskongress 2009 der Kinder-EndokrinologInnen in Kiel vom 13.-15.11. am Freitag und am Sonntag an zwei Programmschwerpunkten "DSD/Störungen der Geschlechtsentwicklung" u.a. Zwangsoperationen und sonstige menschenrechtswidrige Praktiken an wehrlosen Zwitterkindern vorgestellt und propagiert – einmal mehr ohne Beteiligung von Betroffenen, obwohl dies eine Bedingung war bei der Vergabe deutscher Bundes-Fördergelder des BMBF.

Für diesen Blog am 13.11. der Anlass zu erneuerter konkreter Kritik am starrsinnigen Beharren von "Netzwerk Intersexualität/DSD" und "Euro-DSD" u.a. auf kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und weiteren menschenrechtswidrigen Zwangsbehandlungen.

Eine Pressemitteilung vom 14.11. der Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fasste tags darauf verschiedene Kritikpunkte noch einmal zusammen und bekräftigte sie.

Kritikpunkte, die das "Netzwerk Intersexualität/DSD" resp. "EuroDSD" inzwischen nicht mehr einfach nur überhört haben wollen, sobald sie öffentlich gemacht werden (im Gegensatz etwa zu "internen" Anfragen Betroffener zur Behandlungsverbesserung). So erhielt Zwischengeschlecht.org auf die Pressemitteilung bisher folgende 3 Reaktionen:

  • "Netzwerk Intersexualität/DSD"- und "EuroDSD"-Chef Olaf Hiort (Lübeck) beschwerte sich am 16.11. in einer kurzen Mail (mit CC an 3 "DSD"-KollegInnen), die Pressemitteilung sei "unsachlich und unrichtig" und warf Zwischengeschlecht.org vor, "die Bevölkerung mit solchen Äußerungen so [zu] verunsichern." >>> mehr
     
  • Paul-Martin Holterhus vom "Netzwerk Intersexualität/DSD"- und "Euro-DSD"-Standort Kiel (wo die kritisierte Jahrestagung stattfand), einer der von Olaf Hiort auf CC gesetzen KollegInnen, zeigte sich gleichentags 16.11. ebenfalls besorgt, die "reißerische Sprache" ohne "wissenschaftliche Grundlage [...] erzeugt in der Tat Verunsicherung und Ängste" (mit CC an 4 "DSD"-KollegInnen sowie an die Elterngruppe von XY-Frauen und XY-Frauen selbst). Immerhin – eine Premiere – argumentierte Paul-Martin Holterhus in einem ausführlicheren PS auch sachlich (wobei er u.a. den Kritikpunkt, Netzwerk und "EuroDSD" würden Betroffene nicht angemessen beteiligen, während Eltern einseitig bevorzugt werden, allerdings gleich selbst noch einmal bestätigte).  >>> mehr
     
  • Am 17.11. "distanzier[te]" sich darauf einE (von Holterhus auf CC gesetzteR) SprecherIn der XY-Frauen Elterngruppe "von solchen Aktionen" und forderte Zwischengeschlecht.org zum "zurückrudern" auf. 

Aus Nellas Antwort im Namen von Zwischengeschlecht.org an Paul-Martin Holterhus vom 17.11. (mit CC an alle von ihm angeschriebenen):

Ob Sie und Olaf Hiort es glauben oder nicht, auch uns geht es um Fakten: [...]

[T]äglich [erfahren] mehr Menschen von den Zwangsbehandlungen an wehrlosen Kindern vor ihrer Haustüre, sind betroffen, schockiert und empört.

Wie ich sinngemäss schon letztes Jahr in Kiel in meinem Referat sagte: kosmetische Genitaloperationen an Kindern sind in unserer Gesellschaft moralisch und politisch nicht mehrheitsfähig. [...] Beteiligte Mediziner und Institutionen hätten jetzt noch die Gelegenheit, die logischen Konsequenzen zu ziehen. [...]  >>> mehr

Siehe auch:
- PRESSEMITTEILUNG: Euro-DSD: Lübecker Zwitterstudie frisiert
- "Euro-DSD"-Zwangsoperateure: APE/AGPG Jahrestagung 2009 in Kiel
- PRESSEMITTEILUNG: Zwangskastrierte Zwitter müssen Ersatzhormone selber bezahlen
- Wie das "Netzwerk Intersexualität/DSD" seine Versprechen bricht
- Mein Rücktritt als 1. Vorsitzende von Intersexuelle Menschen e.V.
- Intersexuelle Menschen e.V. distanziert sich stillschweigend vom "Netzwerk DSD" 
- Netzwerk DSD/Intersexualität und wir Intersexuellen - Mitsprache geht anders
- Rede 5. Treffen Netzwerk Intersexualität Kiel 6.9.2008 
- Wie das "Netzwerk DSD" die "Lübecker Studie" frisiert
- Ersatzhormone für Zwangskastrierte auf Kasse! "Netzwerk DSD" zum Handeln aufgefordert
- "Medizinische Intervention als Folter" - Michel Reiter 30.6.2000   

Friday, November 20 2009

Protest gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport, IOC 19.11.09

   >>> Open Letter to IOC      >>> Press Release 16.11.09      >>> Background Report

 

IOC Hauptsitz in Lausanne, 19.11.09 (Bild: Ärger)

 

IOC IAAF: Stop Intersex Discrimination!Mitglieder der Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org demonstrierten am 19. November 2009 vor dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees IOC in Lausanne. Sie forderten "Stopp der Diskriminierung intersexueller Sportlerinnen!" und Respektierung ihrer Privatsphäre.

In einem Offenen Brief appellierten sie an das IOC, sich für die indische Athletin Santhi Soundarajan einzusetzen, der aufgrund eines willkürlichen Geschlechtstest eine Silbermedaille aberkannt und die in den Medien als "Mann" und "Betrügerin" verunglimpft wurde.

Weiter forderte Zwischengeschlecht.org das IOC auf, endlich transparente, faire und allgemein verbindliche Regeln zur Teilnahme von zwischengeschlechtlichen Menschen / Hermaphroditen / Zwittern / Inters*xuellen an Sportwettkämpfen zu erarbeiten und dabei auch Betroffene und ihre Organisationen angemessen zu beteiligen.

Eine Delegierte des IOC versprach, diese Anliegen zu prüfen und stellte  eine Antwort auf den Offenen Brief in Aussicht.

Zwischengeschlecht.org begrüsst ausserdem den gleichentags publizierten Entscheid des Internationalen Athletikverbandes IAAF, wonach  Caster Semenya ihren Weltmeistertitel behalten darf. Ebenso, dass der IAAF von der Veröffentlichung weiterer vertraulicher medizinischer Informationen über die südafrikanische Sportlerin absehen und sich für die Möglichkeit einer Weiterführung ihrer sportlichen Karriere einsetzen will.

Zwischengeschlecht.org hofft, dass der IAAF und die mit ihm zusammen arbeitenden Mediziner dabei ethische Grundsätze gebührend beachten und Caster Semenya insbesondere keine medizinisch nicht notwendigen Operationen aufzwingen wollen.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein Verbot von genitalen Zwangsoperationen an zwischengeschlechtlichen Menschen und "Menschenrechte auch für Zwitter!".

Siehe auch:
- Diskriminierung von Zwittern im Sport weltweit
- Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan!
- "Caster Semenya wird als Zwitter verheizt" (IV)
- Diskriminierung von Zwittern im Sport: IOC streitet Verantwortung ab und schliesst Betroffene aus 
- "Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan und Caster Semenya!" - Zwitter-Demo gegen IOC und IAAF, 19.11.09, 09h
- Intersex Protest @ IOC 19.11.09 – Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images 
- "Lausanne: Les hermaphrodites suisses s’attaquent au CIO" - 20min.ch 17.11.09

>>> IOC/IAAF/FIFA: "Zwitter brauchen OPs und Hormonbehandlungen"
>>> Pressemitteilung Zwischengeschlecht.org von 22.01.2010

>>> Report on Discrimination of Hermaphrodites in Sports
>>>
Open Letter to IOC Chief Jacques Rogge demanding Justice for Santhi

Wednesday, November 18 2009

"Lausanne: Les hermaphrodites suisses s’attaquent au CIO" - 20min.ch 17.11.09

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Menschenrechte auch für Zwitter!

Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

>>> http://www.20min.ch/ro/news/vaud/story/24801531

Vorabbericht von Raphaël Pomey zum morgigen Zwitterprotest vor dem Hauptsitz des Internationalen Olympischen Komitees IOC gegen die unwürdige und menschenrechtswidrige Behandlung von als Zwitter verdächtigten Sportlerinnen wie z.B. Santhi Soundarajan und Caster Semenya durch das IOC und den Internationalen Athletikverband IAAF.

Wie der Artikel verdeutlicht, hat auch im Lausanner Kantonsspital mindestens ein Sportmedizyner in Sachen Zwitter noch ne ganze Menge dazuzulernen ...

Siehe auch:
- Bericht zum Protest gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport, IOC 19.11.09
- Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan!
- "Caster Semenya wird als Zwitter verheizt" 
- "Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan und Caster Semenya!" - Zwitter-Demo gegen IOC und IAAF, 19.11.09, 09h

>>> Report on Discrimination of Hermaphrodites in Sports
>>>
Open Letter to IOC Chief Jacques Rogge demanding Justice for Santhi Soundarajan

"Sexuelle Identität", "psychosexuell Entwicklungsgestörte", "Sexualstraftäter" und, äh, "Intersexuelle" - Tagung in Göttingen 20.11.09

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Kann ein Zwitter Sünde sein?>>> "Weiblich, männlich, intersexuell?" Pressemeldung zur Veranstaltung
>>> Ankündigung Homepage Zentrum für Medizinrecht
>>> Offizielles Programm (doc)  

Kommentar: Natürlich ist vermehrte (auch wissenschaftliche) Aufarbeitung der aktuellen Rechtssituation zwischengeschlechtlicher Menschen dringend notwendig. Insbesondere, wie Zwittern elementarste Grundrechte nach wie vor vorenthalten werden, wie auch das Strafrecht als Garant ihrer Menschenrechte z.B. auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung bisher stets sträflich versagte, und was dagegen künftig dringend zu tun wäre. Ausserdem beginnt das Thema "Intersexualität und Recht" langsam aber sicher auch eine (meist schockierte und empörte) breitere Öffentlichkeit zu erreichen.

Letzteres hat offensichtlich auch schon die Uni Göttingen bemerkt und deshalb das Stichwort "intersexuell" prominent in den Titel ihrer Medienmitteilung eingebaut. Im Kleingedruckten zum "Workshop" ("Zielgruppe: Journalisten, Wissenschaftler") sieht's dann allerdings weniger erfreulich aus: Unter den im Programm und Ankündigungen versammelten Stichworten (für eine Auswahl vgl. den Titel dieses Posts) wird kaum Relevantes dazu herauskommen.

Zu befürchten ist im Gegenteil eine Veranstaltung nach den Bedürfnissen bzw. zur Rechtfertigung der Täterinnen, sprich Zwangsoperateure plus Zulieferer aus Sexologie, Endokrinolgie und Psychiatrie, sowie nicht zu vergessen die Eugenik-Nachfolgedisziplin Humangenetik, wohl kaum zufällig Co-Veranstalterin dieses Workshops – obwohl einzelne Referentinnen schon positiver auffielen (Konstanze Plett - PDF, Katinka Schweizer).

Dass die TäterInnen allerdings in letzter Zeit spürbar erhöhten Rechfertigungsbedarf haben, ist demgegenüber ja nun wirklich nur positiv zu bewerten ...

Nachfolgend dokumentieren wir Pressemitteilung, Ankündigung und Programm:

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Monday, November 16 2009

"Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan und Caster Semenya!" - Zwitter-Demo gegen IOC und IAAF, 19.11.09, 09h

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Human Rights for Hermaphrodites too!>>> Press Release English         >>> Français
>>> Background Article English
   >>> Open Letter to IOC

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org wird am kommenden Donnerstag, den 19.11.2009, ab 9:00 Uhr, in Lausanne gegen die unwürdige und menschenrechtswidrige Behandlung von Sportlerinnen mit möglicherweise uneindeutigen körperlichen Geschlechtsmerkmalen protestieren.

Die wiederholten Verstösse gegen die Menschenwürde von als Zwitter verdächtigten Sportlerinnen wie z.B. Caster Semenya (Südafrika) oder Santhi Soundarajan (Indien) werfen ein Schlaglicht auf ein ungelöstes Problem der internationalen Sportverbände, namentlich des Internationale Olympischen Komitees (IOC) und des Internationalen Athletikverbandes (IAAF).

Obwohl den Sportverbänden IOC und IAAF die Problematik seit Jahrzehnten bekannt ist, versäumten sie es bis auf den heutigen Tag, endlich transparente, faire und allgemein verbindliche Regeln zur Teilnahme von zwischengeschlechtlichen Menschen / Hermaphroditen / Zwittern / Intersexuellen an Sportwettkämpfen zu erarbeiten und durchzusetzen, unter angemessener Beteiligung Betroffener und ihrer Organisationen.

Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan, Caster Semenya und zahllose andere!

Die Leidtragenden dieses andauernden Versagens der Sportverbände sind nicht zuletzt alle Sportlerinnen, die in untauglichen und undurchsichtigen "Geschlechtstests" hängen bleiben. Diese Sportlerinnen werden von den Sportverbänden wie Betrügerinnen behandelt und in der Folge entweder heimlich ausgeschlossen, zu oft gesundheitsschädigenden Operationen gezwungen und/oder durch gezielte Indiskretionen weltweit medial fertig gemacht. Zusätzlich stossend ist dabei, wie Athletinnen aus der "3. Welt" besonders rücksichtslos behandelt werden.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org wird am kommenden Donnerstag, den 19.11.2009, um 9:00 Uhr, in Lausanne vor dem Sitz des IOC gegen diese verantwortungslosen Praktiken protestieren und dem IOC wie dem IAAF einen Offenen Brief zum Thema überreichen.

(Reuters/Vecer.com)

Siehe auch:
- Bericht zum Protest gegen Diskriminierung von Zwittern im Sport, IOC 19.11.09
- Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan!
- "Caster Semenya wird als Zwitter verheizt" 
- "Gerechtigkeit für Santhi Soundarajan und Caster Semenya!" - Zwitter-Demo gegen IOC und IAAF, 19.11.09, 09h
- "Lausanne: Les hermaphrodites suisses s’attaquent au CIO" - 20min.ch 17.11.09

>>> Report on Discrimination of Hermaphrodites in Sports
>>>
Open Letter to IOC Chief Jacques Rogge "Justice for Santhi Soundarajan!"

Friday, November 13 2009

"Euro-DSD"-Zwangsoperateure: transsexuell = intersexuell??!

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Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!

>>> Pressemitteilung 14.11.09     >>> Kommentare zur Kritik

Heute begann in Kiel anlässlich der APE/AGPD-Jahrestagung eine Veranstaltungsreihe unter Mitwirkung der "Arbeitsgruppe DSD/Störungen der Geschlechtsentwicklung" von APE/AGPD und "Euro-DSD" (vormals "Netzwerk Intersexualität/DSD"). Dabei wurden unter anderem die "wichtigsten Publikationen" vorgestellt (wohl nicht zuletzt Eigenwerbung zur frisierten "Lübecker Studie").

Weiter konnten die Zwangsbehandler heute (wie üblich ohne Beteiligung der Betroffenen!) ungestört über "Erstellung bzw. Überarbeitung der Leitlinien DSD und Hypospadie" zu künftigen Zwangsbehandlungen an wehrlosen Zwitterkindern debattieren.

(Diese Programmpunkte waren zudem im Onlineprogramm nicht aufgeführt. Sämtliche relevanten Programmpunkte sind hier dokumentiert.)

Auf Sonntag 15.11. ist zudem einen weiterer Vortrag speziell über die frisierte Lübecker Zwitterstudie angekündigt.

Das "Netzwerk Intersexualität/DSD" als die deutsche Allianz der Zwangoperateure und ihrer Zuarbeiter in Endokrinologie, Sexologie und Psychologie/Psychiatrie wurde 2003-2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) alimentiert, entsprechend einem Antrag des Bundestags vom 12.6.2001 (DS 14/6259).

Eine Bedingung des BMBF war, dass die Betroffenen und ihre Organisationen angemessen mit einbezogen werden müssten. Stattdessen wurden sie von den Medizynern Mal für Mal vertröstet und hingehalten. Versprechen, Zusagen und Abmachungen wurden vom "Netzwerk Intersexualität/DSD" Mal für Mal gebrochen und die Betroffenenvetreter_innen über den Tisch gezogen. Vorschläge zur konkreten Verbesserung der Lage der geschädigten Betroffenen wurden Mal für Mal ignoriert.

Der Unmut unter den Zwangsoperierten wächst. 2009 distanzierte sich Intersexuelle Menschen e.V., der dem "Netzwerk DSD/Intersexualität" lange die Stange gehalten hatte, stillschweigend vom "Netzwerk DSD".

Mittlerweile sind die BMBF-Gelder alle aufgebraucht. Die altbekannten Zwangsoperateure & ZuliefererInnen (wenn auch ohne die Hamburger Fraktion) finanzieren sich heuer aus EU-Geldern, firmieren unter dem entsprechend angepassten, neuen Logo "Euro-DSD" und müssen endlich die Betroffenen nicht einmal mehr alibimässig mit einbeziehen.

2009 begann das "Netzwerk DSD" die Lübecker Evaluationsstudie nach den Bedürfnissen der Zwangsoperateure umzuschreiben. Ende 2008 veröffentlichte "erste Ergebnisse" der "Lübecker Studie" konstatierten (wie schon die ebenfalls BMBF-finanzierte "Hamburger Studie 2007") konstatierten noch das Offensichtliche: Je häufiger Zwitter als Kleinkinder genital zwangsoperiert wurden, desto mehr klagen sie als Erwachsene über verlorene sexuelle Empfindungsfähigkeit und damit einhergehende weitere sexuelle Probleme. Anlässlich einer Anhörung im Bundestag in Frühjahr 2009 wurden diese Ergebnisse zum ersten Male kurzerhand umfrisiert zur Behauptung, unabhängig von der Zahl kosmetischer GenitalOPs im Kindesalter gäbe es diesbezüglich angeblich keine Unterschiede.

Schon seit längerem kritisiert dieser Blog, dass es den in "Netzwerk DSD" und "Euro-DSD" versammelten Zwangsoperateuren letztlich bloss darum geht, nach dem Motto "alter Wein in neuen Schläuchen" die menschenrechtswidrigen Zwangsoperationen einfach als neu "genderoptimiert" und "todsicher" unverändert weiter zu praktizieren.Obwohl auch "Euro-DSD"-Chef Olaf Hiort öffentlich zugibt, dass für diese kosmetischen Genitaloperationen keine medizinische Notwendigkeit und auch keine Qualitätskontrolle besteht.

Weiter holen die Zwangsoperateure heute in Kiel dazu aus, unter dem Motto "Transsexualität, ein neues aktuelles Thema. Diskussion über die Aufnahme der Problematik in die Arbeitsgruppe DSD" wohl Zwitter künftig zusätzlich auch als geistig gestört zu verkaufen. Ein cleverer Schritt zur Ausweitung der "Patientengruppe" – der zudem auf ungeteilte Begeisterung stossen wird nicht zuletzt bei allen "Wir sind nämlich auch intersexuell"-Trans-Fraktionen, die sich schon lange nach einer offiziell anerkannten organischen Störung sehnen, ebenso wie bei allen PolitikerInnen und GendertheoretikerInnen, die (unter Ausblendung der Menschenrechtsaspekte) seit eh und je Zwitter gern systematisch mit Transsexuellen und anderen "Genderthemen" gleichsetzen bzw. "verwechseln". Welche der da verwursteten Gruppen bei der ganzen Aktion als zusätzlicher Verlierer herauskommt, ist einmal mehr jetzt schon absehbar.

Wie lange und wie weit deutsche Betroffenenorganisationen sich das alles noch ohne öffentlichen Widerspruch gefallen lassen, bleibt abzuwarten.

Nachträge 1-2:   >>> Pressemitteilung 14.11.09   >>> Mediziner-Kommentare zur Kritik

Nachtrag 3:

Wie Zwischengeschlecht.info inzwischen in Erfahrung bringen konnte, stiess das von Anette Richter-Unruh (Bochum) und Susanne Krege (Krefeld) propagierte Ansinnen, "Transsexualität" als "neues aktuelles Thema" in die "Arbeitsgruppe DSD" aufzunehmen, offenbar auf wenig Begeisterung; insbesondere "Euro-DSD"-Chef Olaf Hiort (Lübeck) habe sich deutlich dagegen ausgesprochen.

Auch der Vortrag über die frisierte Version der "Lübecker Studie" von Ute Thyen (Lübeck) vom Sonntag sei alles andere als unwidersprochen geblieben. An diesem Programmpunkt sass auch eine Delegation von Intersexuelle Menschen e.V. im Publikum, eine offizielle Stellungnahme von IMeV zur Problematik ist jedoch nach wie vor nicht erhältlich.

Siehe auch:
- Wie das "Netzwerk Intersexualität/DSD" seine Versprechen bricht
- Wie das "Netzwerk DSD" die "Lübecker Studie" frisiert
- Ersatzhormone für Zwangskastrierte auf Kasse! "Netzwerk DSD" zum Handeln aufgefordert
- Mein Rücktritt als 1. Vorsitzende von Intersexuelle Menschen e.V.
- Intersexuelle Menschen e.V. distanziert sich stillschweigend vom "Netzwerk DSD" 
- 5. Treffen Netzwerk Intersexualität Kiel 6.9.2008 
- Netzwerk DSD/Intersexualität und wir Intersexuellen - Mitsprache geht anders
- "Medizinische Intervention als Folter" - Michel Reiter 30.6.2000

Monday, November 9 2009

IMeV Infoveranstaltung in Hamburg, Mi 11.11.09 19h

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Schluss mit genitalen Zwangsoperationen!Intersexuelle Menschen e.V. lädt ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung. Ein nächstes Mal vielleicht ja gar in Eigenregie und etwas breiterer Ankündigung, z.B. zumindest auch auf der eigenen Homepage? Wir wünschen gutes Gelingen und dokumentieren nachfolgend die uns zugesandte Info:

Die Lebenssituation intersexueller Menschen

Lucie Veith, UN-Berichterstatterin, Aktivistin für die Rechte intersexueller Menschen und Bundesvorsitzende des Vereins „Intersexuelle Menschen e.V.“, Mitglied der Selbsthilfegruppe xy-Frauen, berichtet in ihrem Vortrag zu den Themen:

- Was ist Intersexualität überhaupt?
- Gesellschaftliche, medizinische und rechtliche Normierung, Gewalt- und Machtmissbrauch an intersexuellen Menschen
- Vorstellung der Arbeit des Vereins intersexueller Menschen (Beratung und Selbsthilfe, politische Aktivitäten und Menschenrechtsarbeit)
- Intersexuelle und Trans*-Menschen: welche gemeinsamen Anliegen gibt es und wo liegen die Unterschiede?

Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Mittwoch, 11. November
19 Uhr, Raum 0.3
Eintritt frei, Spenden sind höchst willkommen.
Magnus-Hirschfeld-Centrum, Borgweg 8, 22303 Hamburg

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation von: Magnus-Hirschfeld-Centrum, Transsexuellen-Selbsthilfegruppe „Switch“ und Verein Intersexuelle Menschen e.V.
Weiter Infos: intersex.schattenbericht.orgintersexuelle-menschen.net, xy-frauen.de

Siehe auch:
- Wie Dr. Magnus Hirschfeld einen Zwitter zwangsoperiert, um mit dem Erlös das "Institut für Sexualwissenschaft" zu finanzieren 
- Ulrichs-Krafft-Ebing-Hirschfeld-Money-Butler-"hirnorganische Intersexualität" 

Tuesday, November 3 2009

Karin Plattner @ Aeschbacher SF1, 26.11.09 22:20h

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Kann ein Zwitter Sünde sein?Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter! 

>>> dieser Post ist umgezogen!

Am neuen Ort inkl. Kurzbesprechung der Sendung + Links zu den Onlinevideos.

Siehe auch:
- Daniela "Nella" Truffer und Karin Plattner @ Rundschau SF1 19.12.07 (Video)
- Daniela "Nella" Truffer und Karin Plattner @ TalkTäglich TeleZüri 20.10.09 (Video)
- besonders gelungenes Interview mit Karin Plattner in "Spuren" (2004)
- aktuelles Interview mit Karin Plattner auf Tagesanzeiger.ch 27.10.09 
- Alle Posts über Karin Plattner auf diesem Blog

Saturday, October 31 2009

Warum Zwitterforderungen, worin es um "sexuelle Identität" geht statt um "Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung", keine Zwitterforderungen sind, sondern Vereinnahmung

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Solidarität mit Zwittern statt Vereinnahmung! "Auch wenn [sie] die besten Absichten hegen, untergraben fehlendes Bewusstsein für und die fehlende Beachtung der Realitäten von Intersexuellen die adäquate Darstellung des Themas. Dabei werden unbeabsichtigt die Nicht-Sichtbarkeit und die Objektivierung der Intersexuellen perpetuiert." (Emi Koyama / Lisa Weasel)

Immer wieder stellen vor allem LGBT-Gruppierungen Forderungen im Namen der Zwitter auf und und begründen diese z.B. mit "Schutz vor Verletzungen der sexuellen Identität" (Beispiel Amnesty Schweiz). Auf prompt folgende Kritik reagieren sie meist mit Unverständnis.

Da es sich wohl auf beiden Seiten um ein emotional aufgeladenes Thema handelt, hier der Versuch einer möglichst rationalen Darlegung:

Warum ist es Vereinnahmung, wenn Zwitterforderungen mit "Schutz der sexuellen Identität" begründet werden statt mit "Recht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung"?

Meine 2 Cent:

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) beispielsweise hat's begriffen und forderte 2009 mehrmals explizit körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung auch für Zitter – mit grossem Erfolg! Wäre schön, wenn noch mehr LGBT-Interessengruppen gelegentlich zur Kenntnis nehmen würden, dass Zwitter in der Mehrzahl weder Lust noch Interesse haben, ungefragt als permanentes Schlusslicht in die schwul-lesbische Gemeinschaft zwangsweise eingemeindet oder sonstwie als eine Unter-Untergruppe von "Gender", "Trans*" usw. annektiert oder "mitgemeint" zu werden. Danke!

Übrigens: Auch andere Gruppierungen wie z.B. Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch wehren sich gegen die "Bagatellisierung" ihrer Leiden und Anliegen, wo diese etwa unter "Verletzungen des sexuellen Selbstbestimmungsrechts" 'entsorgt' werden.

Siehe auch:
- Zwitter und progressive LGBTs gegen Vereinnahmung 
- LSVD-Wahlprüfstein: 4 von 5 Bundestagsparteien fordern Selbstbestimmungsrecht für Zwitter! 
- Instrumentalisierung von Zwittern: Kritik aus 2002
- Warum Zwitterforderungen, worin zu oberst nicht die schnellstmögliche Beendigung der Zwangsoperationen steht, keine Zwitterforderungen sind, sondern Vereinnahmung
- Geschlecht: Zwangsoperiert 
- Du sollst nicht die Leiden der Zwitter als Aufhänger und 'Material' für deine eigenen Forderungen und Kämpfe benutzen! 
- "Who killed David Reimer?"
- Das Problem der Instrumentalisierung durch LGBTQ  
- "Intersexualität" = sexuelle Orientierung?!
- Vereinnahmung von Zwittern: Das Transgender Netzwerk Berlin TGNB macht's vor ... 
- Liminalis: Aus Transschändrien nix neues
- Heinz-Jürgen Voß in "Liminalis" 3 (2009) – Zwitter-Vereinnahmung wie gehabt ... 
- Zwitter als Kanonenfutter für die Transgenderagenda?
- QueerGrün missbrauchen Zwittersymbol für TSG-Kampagne
- "Intersexualität" = "sexuelle Identität und Lebensweise"??! – Grüne VereinnahmerInnen immer noch nichts gelernt 
- Mit der Hoffnung im Herzen 
- Die Rede von der "psychischen Intersexualität"  

Friday, October 30 2009

«Entre deux sexes» - Temps Présent, TSR1 29.10.09

Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!


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Der letzte Woche angekündigte Dokfilm für das Fernsehen der französischsprachigen Schweiz von François Cesalli und Florence Farion, u.a. mit Daniela "Nella" Truffer von der Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org und ihrer Schwester (gefilmt anlässlich der Aktion vor dem Inselspital Bern), Karin Plattner von der Schweizerischen Elternselbsthilfe (Archivaufnahmen aus der Rundschau-Doku >>> ganzes Video), den Zwischengeschlechtlichen Dany-Salomé Gillis und Philippe, sowie als ExpertInnen u.a. Ariane Giacobino, Blaise Meyrat und François Ansermet, ist >>> jetzt online!

Wiederholungen auf TSR2: Mo 2.11. 10:10h und 14:15

Kann ein Zwitter Sünde sein?Kommentar: Zum Glück noch knapp ohne die in den Medien stets beliebten Schmink- & Stylingszenen. Und einmal mehr werden alle Zwischengeschlechtlichen bloss als Privatpersonen genannt, die Namen ihrer Organisationen hingegen unterschlagen. Vor allem Nella kämpferisch wie eh und je, die genannten ExpertInnen verständnisvoll, wenn auch wie stets ohne ein wirklich klares Bekenntnis auf einen Verzicht auf kosmetische Genitaloperationen an Kindern ...

Alles in allem einmal mehr schlechte Nachrichten für alle unverbesserlichen Zwangsoperateure - auch auf dem >>> Forum zur Sendung sind die Meinungen klar, wem eigentlich das Recht zur Entscheidung "OPs ja oder nein, und wenn ja, wann welche" zugestanden werden müsste – nämlich allein den Betroffenen selbst! Und in der Anmoderation gar ein Hinweis auf den aktuellen politischen Vorstoss im Kanton Zürich. Allen Beteiligten Danke!

Siehe auch:
- Nella @ Tagesschau TSR1 11.10.09 (Video) 
- Nella @ Tagesschau SF1 6.7.08 (Video DEUTSCH) 
- Nella @ Rundschau SF1 19.12.07 (Video DEUTSCH)

Tuesday, October 27 2009

«JEDES VERBRECHEN HINTERLÄSST SPUREN» - Bundesministerium für Justiz, 26.10.09

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Auch in Österreich operieren die Täter unbehelligt jede Woche ein wehrloses Kind – obwohl belastendes Material seit Jahr und Tag öffentlich zugänglich ist.

«Sehen Sie genauer hin!» – Werbung für opfernotruf.at

"Inoffizieller" Beitrag zum gestrigen >>> "Intersex Awareness Day 2009",
gefunden  auf >>> dieStandard.at, mit >>> illustrem Sponsor:

Deutschland: 100.000 Euro für Intersexuelle Frau

«AUSSPRECHEN HILFT» – Werbung für opfernotruf.at

Auf der via das Werbebanner anklickbaren Homepage von Opfer-Notruf.at begrüsst uns dann das Österreichische Bundesministerium für Justiz und gibt öffentlich bekannt:

[W]er Opfer einer Straftat wurde, will ernst genommen und anerkannt werden. Es geht darum, mit dem erfahrenen Unrecht zu Rande zu kommen und die verlorene Sicherheit wiederzufinden. Und eine Gesellschaft, die sich den Menschenrechten verpflichtet fühlt, schuldet jenen, deren Rechte verletzt worden sind, Solidarität und Hilfe. Opfer von Straftaten haben Anspruch darauf, Gerechtigkeit und Unterstützung zu erfahren.

Um die Opfernotruf-Werbung drumrum eine ASA-Agenturmeldung über Christianes Völlings entscheidenden 3. Sieg in Folge im "Zwitterprozess":

Auch das Oberlandesgericht bestätigte im September 2008, der Chirurg habe die Klägerin mit der OP "schuldhaft in ihrer Gesundheit und ihrem Selbstbestimmungsrecht verletzt". [...] aufsehenerregende[s] Verfahren, das bundesweit als Präzedenzfall und Musterprozess bewertet wird [...]

Christiane Völling hatte insofern Glück im Unglück, dass sie als erste und nach wie vor einzige Zwangsoperierte in Europa buchstäblich in letzter Minute wenigstens noch gegen ihren Zwangsoperateur klagen konnte, wenn auch nur zivilrechtlich.

Den meisten Zwangsoperierten steht dieser Weg wegen der geltenden Verjährungsfristen nicht mehr offen, da sie schon als Säuglinge genital zwangsoperiert werden und die Medizyner ihnen und den Eltern die volle Wahrheit vorenthalten. Sie erfahren erst zu spät von ihrem Schicksal und/oder sind wegen der oft schweren Traumatisierungen durch die wiederholten Zwangseingriffe nicht in der Lage, rechtzeitig zu klagen.

In Österreich und in der Schweiz wird jede Woche je ein kleines Kind zwangsoperiert, in Deutschland gar eines jeden Tag!

Und so ein Zufall, weder in Österreich, noch in der Schweiz, noch in Deutschland hätte auch nur eine einzige Opferhilfe, Ethikkommission, Diskriminierungsstelle, oder wohin immer verzweifelte Zwitter sich in den letzten 13 Jahren auch wandten – sich nur einmal die Mühe gemacht und selber einmal etwas genauer hingsehen, geschweige denn etwas unternommen. An Gelegenheiten hätte es nicht gefehlt.

Auch in Österreich operieren die Täter unbehelligt weiter. 3 Posts dazu auf Living Intersex?! über Prof. Dr. Christian Radmayr sind seit Jahr und Tag öffentlich zugänglich, ebenso weitere belastende Beweisstücke:

>>> Worte eines Kastrators....
>>> Kindertränen und Genitalmetzger 
>>>
Wo sind eigentlich die anderen intersexuellen ÖsterreicherInnen?

>>> Vortrag Prof. Radmayr (PDF-Download 1.37 MB – WARNUNG: Operationsbilder!)

>>> Mahnwache UNO Genf 26.1.09 
Tafel: verfremdete Radmayr-Folie
(Bild: Ärger)

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org fordert ein gesetzliches Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern und "Menschenrechte auch für Zwitter!". Betroffene sollen später selber darüber entscheiden, ob sie Operationen wollen oder nicht, und wenn ja, welche.  

Interview mit Karin Plattner von der Schweizer Elternselbsthilfe - tagesanzeiger.ch, 27.10.09

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Menschenrechte auch für Zwitter!Die Zwitter Medien Offensive™ geht weiter!

"Wir haben zu essen, ein Dach über dem Kopf und ein gesundes Kind. Was will ich mehr?" Karin Plattner von der Schweizerischen Elternselbsthilfe redet einmal mehr Klartext! Danke!

>>> http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Wenn-sie-eines-Tages-ein-Junge-sein-will-ist-das-auch-gut/story/20636368

Nach dem gestrigen >>> Artikel über den historischen 1. Zwitter-Vorstoss pünktlich zum
>>> "Intersex Awareness Day 2009" und einem dazugehörigen >>> Interview mit Nella ein weiterer gelungener Artikel von Felix Schindler auf Tagesanzeiger.ch/Newsnetz.

Siehe auch:
- Karin Plattner @ Spuren (2004)
- Karin Plattner @ Tages-Anzeiger 5.2.08
- Nella & Karin Plattner @ TalkTäglich Di 20.10.09 18:30h
- Nella & Karin Plattner @ Radio 24 News, 25.10.09 22h + Mo 26.10.09 06h/07h/08h

Sunday, October 25 2009

Mo 26.10.09: Intersex Awareness Day - Historischer politischer Vorstoss in Zürich

>>> Aktion & Offener Brief Kinderspital Zürich, 6.7.08   (Bild: Ärger)

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>>> Artikel von Felix Schindler @ Tagesanzeiger.ch  >>> Interview mit Nella  

>>> Interview mit Karin Plattner      >>> Karin Plattner @ Tages-Anzeiger 5.2.08

>>> Der historische Vorstoss im Kantonsrat Zürich (PDF)    (--> Textversion siehe unten)

>>> Gespräch @ TalkTäglich [offline]       >>> Interviews @ Radio 24 News Bulletin [offline]

Der "Intersex Awareness Day" wurde zum ersten Mal am 26. Oktober 2004 in verschiedenen US-Städten abgehalten. Das Datum erinnert an die erste Zwitter-Demo am 26.10.1996 vor dem Jahreskongress der "American Academy of Pediatrics" in Boston, die an ihren Tagungen das Thema Zwangsopertionen an Zwittern "behandelt", aber Betroffenen das Wort an ihren Veranstaltungen verbot. Mitglieder der Intersex Society of North America (ISNA) und solidarische Nicht-Zwitter protestierten u.a. mit Schildern "Hermaphrodites with Attitude" (gleichzeitig Titel eines Videos, in dem Zwitter zum ersen Mal öffentlich über die an ihnen begangenen Zwangsbehandlungen und deren Folgen sprachen, sowie des ISNA-Newsletters), und veröffentlichten eine Pressemitteilung mit dem Titel "Hermaphrodites target kiddie docs" (etwa: "Zwitter nehmen Kinderärzte ins Visier"). Der Protest generierte ein landesweites Presseecho und war der Grundstein dafür, dass die Medizyner die Opfer ihrer Zwangsbehandlungen künftig nicht mehr einfach ausblenden und aussperren konnten, sondern einen Strategiewechsel vollzogen hin zu heute den noch gebräuchlichen Lippenbekenntnissen und scheinbarem Eingehen auf die fundierte Kritik – während sie gleichzeitig weiterhin zwangsoperieren wie gehabt. (>>> mehr auf englisch via intersexinitiative.org, welche den Gedenktag begründete)

1996 entstand mit der Arbeitsgruppe gegen Gewalt in der Pädiatrie und Gynäkologie (AGGPG) die erste deutschsprachige Zwitter-Lobbyorganisation, die bald auch Protestaktionen gegen Medizynerkongresse veranstaltete. 2000 hielt Mitbegründer Michel Reiter als erster zwischengeschlechtlicher Mensch in Europa an einem Sexologenkongress einen denkwürdigen Vortrag "Medizinische Intervention als Folter".

Seit 2005 gibt es am Intersex Awareness Day jeweils auch in Hamburg eine Aktion von Mitgliedern von Intersexuelle Menschen e.V., an der die Beteiligten T-Shirts tragen mit der Aufschrift "Schon mal mit 'nem Zwitter gesprochen? Hier ist die Gelegenheit", Flugblätter verteilen, mit Passant_innen reden und sie über die Zwangsoperationen aufklären.

2009 findet zudem in Zürich am 26. Oktober eine historische Sitzung des Kantonsrates statt: Zum allerersten Mal in der Schweiz wird dort ein politischer Vorstoss zu Gunsten von Zwittern eingereicht werden!

Barbara Bussmann (SP, Volketswil), Martin Naef (SP, Zürich) und Ornella Ferro (Grüne, Uster) werden eine Anfrage zum Thema "Kosmetische Genitaloperationen an Kindern mit 'uneindeutigen' körperlichen Geschlechtsmerkmalen" einreichen und der Regierung Fragen stellen über die Art und den Umfang solcher Zwangseingriffe an Kindern im Kanton Zürich und wie die Regierung das beurteilt.

Ein historischer Tag für alle Zwischengeschlechtlichen und für alle, die sie in ihrem Kampf um Selbstbestimmung unterstützen!

Nella und Karin Plattner von der Schweizerischen Elternselbsthilfe waren letzten Dienstag in der Sendung TalkTäglich (>>> Videostream), wo die Anfrage zum ersten Mal angekündigt wurde. Zusammen mit der Erstunterzeichnerin Barbara Bussman sind die beiden am 25./26. auch verschiedenen Ausgaben des >>> Radio 24 News Bulletin mit Interviews vertreten. 

>>> Die historische Anfrage im Kantonsrat Zürich (PDF)    (--> Textversion siehe unten)

>>> Interview mit Nella   >>> Artikel von Felix Schindler @ Tagesanzeiger.ch

>>> Interview mit Karin Plattner 27.10.09 

Siehe auch:
- Kosmetische Genitaloperationen an Kindern: Gesetzgeber gefordert 
- Zwangsoperation tangiert "höchstpersönliche Rechte" – Eltern dürften nicht zustimmen
- Zwangsoperationen verfassungswidrig (Art. 10.2: Recht auf körperliche Unversehrtheit) 
- Kinderspital Zürich: Genitale Zwangsoperationen angeblich nur "ganz selten" 
- Zürcher Kinderspital propagiert Zwangskastrationen an Kindern 
- Inselspital Bern: Angeblich "keine Zwangsoperationen" 
- Nella & Karin Plattner @ TalkTäglich Di 20.10.09 18:30h 
- Nella & Karin Plattner @ Radio 24 News, 25.10.09 22h + Mo 26.10.09 06h/07h/08h 
- Aktion & Offener Brief Kinderspital Zürich 6.7.08
- Aktion & Offener Brief Inselspital Bern 16.8.09 
- Zwitter-Demos vor der UNO 26.1.09 
- CEDAW: Schriftliche Empfehlungen an die Bundesregierung
- Basel-Stadt: Politischer Vorstoss gegen kosmetische Genitaloperationen an Kindern!
- Do 18.3.10: Politischer Vorstoss betreffend kosmetische Genitaloperationen an Kindern im Inselspital Bern
- Milton Diamond fordert gesetzliches Verbot von kosmetischen Genitaloperationen an Kindern

--> Nachfolgend die Anfrage im Wortlaut:

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