











Am Protest gegen das "1st
ESFFU-EFGURS Joint Meeting" letzte Woche in Tübingen (siehe Bild) sprachen
wir mit einer Journalistin des "Schwäbischen Tagblattes", die sagte, ein
ungenannt bleibender verantwortlicher Tübinger Medizyner hätte ihr gesagt, hier
würden gar keine Kinder operiert.
Dies, obwohl in Tübingen nachweislich wiederholt wehrlose Kinder an
Kongressen "live" verstümmelt wurden (und auch sonst regelmässig im
"Universitästsklinikum Tübingen UKT" verstümmelt werden), und die für die
bisherigen Live-Verstümmelungs-Kongresse verantwortlichen Tübinger Operateure
Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl, Prof. Dr. med.
Karl-Dietrich Sievert, Dr. med. Jörg Seibold,
Dr. med. Udo Nagele und Dr. med. Saladin Helmut
Alloussi regelmässig über kosmetische Genitaloperationen an Kindern
publizieren beispielsweise im Alter "von 1.4 bis 14 Jahren (Durchschnitt:
3.8 Jahre)" (vgl. Seibold, Stemzl, Sievert et. al.
BJU Int 100, 2007, PDF; Seibold, Alloussi, Sievert, Stenzl et. al.
CEJUrol 63,
2010, PDF).
Obendrein schwärmen die Verstümmler gern in bekannt überheblicher und
menschenverachtender Weise von – Überraschung! – chirurgischen
"Herausforderungen" inkl. verbesserten
"Nachbesserungsmöglichkeiten" mit "Transplantaten", vgl. etwa die im
Offenen
Brief erwähnte Publikation von Seibold,
Nagele, Sievert und Stenzl
in Der Urologe
44 mit dem bezeichnenden Eröffnungssatz im Abstract:
"Harnröhrenrekonstruktionen stellen bei Erwachsenen, jedoch bei Kindern und
Jugendlichen umso mehr, eine Herausforderung an den Operateur dar."
(Auf langjährige Follow-Ups verzichtet auch diese Publikation aus naheliegenden
Gründen.)
Da das "Schwäbische Tagblatt" m.W.n. nichts über die Tagung veröffentlichte,
jedoch anzunehmen ist, dass die betreffenden MedizynerInnen solche Aussagen
auch sonst herumreichen, nachfolgend einige Quellen zum Thema
"Traditionelles 2-jährliches Herbst-Live-Genitalverstümmeln in
Tübingen":
Vor dem diesjährigen "1st ESFFU-ESGURS" fanden in Tübingen bereits 4 sog.
"Symposien Rekonstruktive Urologie" statt, ebenfalls jeweils in den
ungeraden Jahren im Herbst und ausgerichtet von denselben lokalen Veranstaltern
aus der "Klinik für Urologie" des "Universitätsklinikum Tübingen (UKT)",
jedesmal als besonderen "Höhepunkt" inkl. "Live Operationen" a.k.a.
"Direktübertragungen von Live-Operationen mit 'perioperativer' Diskussion
einzelner Behandlungsschritte" (Ankündigung II. Symposium,
2005).
Von diesen "Symposien Rekonstruktive Urologie" sind die Programme der
jeweils im "Universitätsklinikum Tübingen (UKT)" abgehaltenen Symposien II-IV
noch online einsehbar. In allen firmierten berüchtigte spezialisierte
pädiatrische "Live-Operateure" sowie weitere "Experten", die sich
explizit mit kosmetischen "Korrekturen" an Kindern befassen,
darunter:
2005: "II. Symposien Rekonstruktive Urologie:
Harnröhrenrekonstruktion bei Erwachsenen und Kindern"
(>>> Programm als
PDF)
(Organisation & Leitung: Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl, OA Dr. med. Jörg
Seibold)
• Margit Fisch, Hamburg (Altonaer Kinderkrankenhaus
AKK):
Referat: "Hypospadie: Management von
Komplikationen"
"Live-Operationen mit
Direktübertragung in den Hörsaal: Endoskopische
Strikturbehandlung, Strikturinzision mit End-zu-End Anastomose, MAGPI,
gestielter Vorhautlappen (Onlay), bulbäre Harnröhrenrekonstruktion mit
Wangenschleimhaut, etc. Operateure: Margit Fisch, Udo Nagele, Marcus
Riccabona, Dorothea Rohrmann, Wolfgang Rösch, Jörg Seibold, Arnulf Stenzl,
Ulrich Drews"
• Marcus Riccabona, Linz
(Kinderurologie Barmherzige Schwestern):
Referat: "Hypospadie: Zeitpunkt und Korrekturmöglichkeiten der kongenitalen
Harnröhrenmissbildungen"
"Live-Operationen mit Direktübertragung in den Hörsaal:
Endoskopische Strikturbehandlung, Strikturinzision mit End-zu-End Anastomose,
MAGPI, gestielter Vorhautlappen (Onlay), bulbäre Harnröhrenrekonstruktion mit
Wangenschleimhaut, etc. Operateure: Margit Fisch, Udo Nagele, Marcus
Riccabona, Dorothea Rohrmann, Wolfgang Rösch, Jörg Seibold, Arnulf Stenzl,
Ulrich Drews"
2007: "III. Symposium Rekonstruktive Urologie: Urethra-,
Hypospadiekorrektur, rekonstruktive Laparoskopie"
(>>> Programm als
PDF)
(Organisation & Leitung: Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl, Dr. med. Jörg
Seibold, Dr. med. Udo Nagele, Dr. med. David Schilling, Markus Renninger)
• Laurence Baskin, San Francisco (Kinderurologie
Universitätsklinik SF):
Vortrag: "Hypospadie"
"Live-Operationen: Onlay"
(vgl. auch Laurence Baskins Lügen über Anzahl kosmetische OPs an Minderjährigen
vor der San Francisco Human Rights Commission, 2005. Baskin gab dort an, in
seiner Klinik würde 1 kometische Genitaloperation pro Jahr durchgeführt; eine
Anfrage der SFHRC bei der betreffenden Klinik ergab dann allerding im Zeitraum
2000-2003 insgesamt 311 kosmetische Genitaloperationen an Minderjährige, d.h.
knapp 78 pro Jahr, vgl. Report als PDF S.
52-53. Als Reaktion darauf unterstellt Baskin der Kommission darauf
öffentlich gewalttätige Absichten: "Ich dachte, sie würden mich
erschiessen!", vgl. Stanford
Medicine Spring 2011 PDF, S. 26. Laurence Baskin war u.a. auch Referent am
"3rd EuroDSD Symposium
2011" in Lübeck.)
• Christian Radmayr, Innsbruck (Kinderurologie Medizinische
Universität):
Vortrag: "VUR-Endoskopische Refluxkorrektur vs. HL-Neuimplantation"
"Live-Operationen: Hypospadie"
2009: "IV. Symposium Rekonstruktive Urologie:
Geschlechtsangleichende Operation, Rekonstruktion äußeres Genitale,
VUR-Korrektur" (>>>
Programm als PDF)
(Organisation & Leitung: Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl, Prof. Dr. med.
Karl-Dietrich Sievert, Dr. med. Jörg Seibold, Dr. med. Saladin Helmut
Alloussi)
• Marcus Riccabona, Linz (Kinderurologie Barmherzige
Schwestern):
"Live Operationen: Hypospadie"
• Karl-Dietrich Sievert, Tübingen (Urologische Klinik,
Universitätsklinikum):
Vortrag: "Harnröhrenchirurgie: Unterschiede bei Kindern und Erwachsenen"
• Guy Bogaert, Leuven Belgien (Kinderurologie,
Universitätskrankenhaus):
Vortrag: "Kinderurologie in Europa: Leitlinien"
Vom Symposium 2009 ist uns weiterhin der Bericht einer Teilnehmerin bekannt,
wonach Kinder operiert wurden, die der Operateur zumindest zum Teil das erste
Mal sah, als sie bereits narkotisiert auf dem Tisch lagen, in einem Fall habe
de Operateur gar angemerkt, der Befund sei anders, als er ihn sich aufgrund der
Akten vorgestellt habe, aber er operiere jetzt trotzdem. Zudem mindestens eine
OP ("Korrektur schwere Hypospadie") ohne genaue (Intersex-)Diagnostik
erfolgt, obwohl zumindest schwere Hypospadien unter Medizinern offiziell als
"DSD" gelten, vgl. z.B. Vortrag
Susanne Krege DGU 2011.
2011: "1st ESFFU-EFGURS Joint Meeting"
(>>>
Programm als PDF)
(Organisation & Leitung: Prof. Dr. med. Karl-Dietrich Sievert, Dr. med.
John Heesakkers, Prof. Dr. med. Serdar Deger)
Über die auch heuer wieder vertretenen Tübinger "Live-Operateure"
Prof. Dr. med. Arnulf Stenzl, Prof. Dr. med.
Karl-Dietrich Sievert und Dr. med. Jörg Seibold und
ihre Verbindungen zu Genitalverstümmelungen an Kindern vgl. die oben im 2. und
3. Abschnitt dieses Posts verlinkten Quellen.
Vom diesjährigen "1st ESFFU-ESGURS" liegen uns keine konkreten Angaben über
das Alter der kosmetisch "Live-Operierten" vor. Teilnehmer, mit denen wir
Kontakt hatten, erwähnten "Live-OPs" an Erwachsenen, wollten uns aber nicht
bestätigen, dass ausschliesslich Erwachsene und keine Minderjährigen operiert
würden.
Uns ist bekannt, dass die in unserem Offenen
Brief (nebst Seibold, Sievert und Stenzl) namentlich erwähnten diesjährigen
"Live-OperateurInnen" Daniela Andrich (London),
Anthony Mundy (London) und Enzo Palminteri
(Arezzo) über "Redo-Surgeries" ("Wiederholungsoperationen") bei
Erwachsenen mit "Failed Hypospadias" ("gescheiterte Hypospadie") bzw.
"Hypospadias Cripple" (Hypospadie Krüppel") publizieren (siehe unten),
Erwachsene, bei denen aufgrund der vorherigen "gescheiterten" OPs im
Kindesalter oft tatsächliche, z.T. massive medizinische Indikationen für OPs
bestehen (z.B. bei Harnröhrenverengungen).
Doch sogar wenn dieses Jahr in Tübingen zur Abwechslung ausschliesslich
medizinisch notwendige "Redo-OPs" an Erwachsenen vorgenommen wurden, ist dies
für unsere Menschenrechtsgruppe zwar nicht dasselbe wie kosmetische Eingriffe
an Unmündigen, doch bleibt die Thematisierung und Durchführung solcher
Eingriffe an einem Kongress trotzdem unhaltbar, solange nicht gleichzeitig auch
ihre Verursachung durch kosmetische Eingriffe in der Regel an Kindern adäquat
angesprochen werden, sondern womöglich im Gegenteil durch Glorifizierung von
"Salvage Surgeries" ("Rettungsoperationen") vom eigentlichen Problem
abgelenkt wird. (Wie dies leider oft geschieht, vgl. etwa die Publikation der
in Tübingen 2005 als Live-Verstümmlerin aufgetretenen, berüchtigten Hamburger
Chirurgin Prof. Dr. Margit Fisch: "Salvagestrategien nach Komplikationen
der Hypospadiechirurgie" in Der Urologe 46,
2007).
Ebenso, wenn nicht zumindest adäquat thematisiert wird, dass das Versprechen
der (Kinder-)ChirurgInnen, "unauffällige Penisse" zu produzieren, klar nicht
den Tatsachen entspricht, vgl. z.B.:
• Anthony Mundy / Daniela Andrich: "Hypospadias–Historical
Aspects", Folie 12: "Post Operative - General"
(>>> PDF S. 12 -
WARNUNG!!!)
• Enzo Palminteri et.al.: European Urology 49
(2006), vgl. speziell S. 892 "(B) Excellent appearance of the buccal mucosa
graft 6 mo after the transplant" (>>>
PDF S. 892 - WARNUNG!!!)
>>>
Tübingen: "Live Verstümmelungen" - Zwitter attackieren
Kinderchirurgen
>>>
Genitalverstümmler und Zwangsoperateure in Baden-Württemberg
>>>
Kosmetische GenitalOPs: Ausklammerung von "Hypospadie" unethisch
>>>
Genitalverstümmelungen in Kinderkliniken – eine Genealogie der
Täter
Genitalabschneider, wir kriegen euch!
Zwangsoperateure, passt bloss auf!
